Ein Unglück kommt selten allein

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Mit dem linken Fuß aufgestanden,
über den Hund gestolpert,
die Brille plötzlich kam abhanden.

Beim Kaffee aufgießen verbrüht,
Zuspätkommen so gar nicht gut,
mit viel Hetze sich trotzdem bemüht.

Der Chef mißmutig auf die Uhr schaut,
manch Kollege frechweg grinst,
dem Manne seinen Nußriegel geklaut.

In der Mittagspause in den Park gegangen,
ein Hundehaufen wurde glatt zum Verhängnis,
so viel Pech am Tag sollte jetzt langen.

Ratlos vor der Haustür stehen,
die Ex angerufen wegen dem Schlüssel,
keine Ruhe, selbst beim Fernsehen.

Des Nachts die Nachbarn müssen feiern,
jäh aus den Träumen gerissen,
über der Kloschlüssel mußt du reiern.

Am nächsten Morgen alles wieder gut,
Freundlichkeit dir den Tag versüßt,
beim linken Fuß sei auf der Hut!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Putin obsiegt selbst in der Hölle

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Top, die Wette gilt

Wladimir Putin, Adolf Hitler und Josef Stalin treffen in der Hölle zusammen, um eine Wette abzuschließen. Kürzlich kam der Heißsporn aus Russland als neues Mitglied in den Heiligen Hallen des Teufels hinzu, nachdem eine gezielte Cruise Missile ihn in dessen vermeintlich sicherem Versteck aufgespürt und zerfetzt hatte. Selbstverständlich folgte zugleich eine heftige Diskussion unter den drei Despoten, wer wohl die meisten Opfer vorweisen könne.

Adi sitzt gelassen im Sessel, zupft sich die Hose zurecht, schließlich vertritt er als einziger das Deutsche Reich, während die anderen beiden für Väterchen Russland zuständig sind. Das gilt nicht, denkt er in diesen Momenten, zumal Russland wesentlich größer sei.

Genosse Stalin weiß nur zu genau, daß er Hitler übertrumpfen wird, 20 Millionen gehen auf sein Konto, da könne der mit dem Schnauzbärtchen nicht mithalten mit seinen 17 Millionen  Toten und kippt sich im nächsten Moment einen Wodka hinter die Binde.

Wladimirowitsch ergreift das Wort.

„Wißt ihr, eines habt ihr ganz einfach übersehen. Meine Atomstreitmacht. Schon mal nach oben geschaut? Na, was seht ihr da? Eben, die Erde brennt weltweit, kein Leben mehr vorhanden. Die Amis haben mich zwar kurz zuvor erwischt, aber erst nachdem meine Atomraketen längst auf dem Weg waren!“

Stalin und Hitler schauen ratlos in die Runde. Als Schiedsrichter gibt der Teufel höchstpersönlich keine gute Rolle ab. Warum? Nun, er mag es einfach nicht, wenn da ein menschlicher Nebenbuhler ihm den Run abläuft. Obendrein kann er jetzt nicht mehr als Sensenmann auf Erden lustwandeln, wo doch der Mensch nicht mehr zugegen ist. Dennoch muß er kurz und bündig urteilen.

„Ihr habt’s vernommen, Putin hat gewonnen, es handelt sich hierbei um rund 7,9 Milliarden Menschen, die verstorben sind durch ihn. Damit hat er euch unbedingt getoppt, selbst wenn ein paar überlebten, den langsamen, qualvollen Strahlentod erleiden werden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Der politische Witz

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Es gibt kein Warum

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Ich bleib stumm
sie vergaßen
mich zu kennen
ich bin der Apfel
den sie gegessen
die Sünde
oder etwa Schande
nichts übrig blieb
kein Stiel
kein Butzen
kein Kern
den Magen gewärmt
den Geist erfrischt
das war vor langer Zeit
immer noch viele Äste
voll Früchte am Baum
der Stamm gespalten
durch die Fugen
flüstert der Wind
ich bleib stumm
seine Stimme sättigt
es gibt kein warum

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Rauchverbot in Autos eine weitere gute Etappe

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Passivrauchen wird immer noch unterschätzt

Welch lästige Sucht, das Rauchen, vor allem gesundheitsgefährdend für die direkt betroffene Unwelt, ob für Mensch oder Tier. Nach wie vor gibt es etliche, die so keinerlei Einsicht hegen, selbst unter Nichtrauchern währt eine Toleranz Rauchern gegenüber, die Bände spricht. Vor allem beweist sie eine Unkenntnis, die besonders all jenen nahegeht, die sich belästigt fühlen.

Inzwischen hat sich aber vieles gebessert, denken wir an die Nichtraucherschutzgesetze hierzulande. Seit 01. September 2007 im öffentlichen Nahverkehr, am Arbeitsplatz, in Dienstbehörden gilt das Rauchverbot. Gut so. Trotzdem plagt uns immer noch der tägliche Konflikt zwischen Nichtraucherschutz und Raucherinteressen. Von Einsicht selten eine Spur!

Bundestag soll jetzt entscheiden

Gespannt ist der Blick gen Deutschen Bundestag gerichtet, immerhin mag ein vorliegender Gesetzentwurf über das Rauchverbot in Autos anstehen, über den das Parlament entscheiden darf, falls es diesem überhaupt zustimmt. Schließlich gibt es bekanntlich auch bei den Abgeordneten welche, die jener Sucht nachgehen, wohl eher nicht auf dieses Vergnügen verzichten wollen.

Den Betroffenen in Fahrzeugen würde aber ein Bärendienst erwiesen werden, wenn man bedenkt, in welch kleinem Raum Passivraucher dem Qualm ausgesetzt sind. Hinzu kommt die berechtigte Überlegung, daß es unsinnig ist, in Gaststätten das Rauchen zu untersagen, aber in Autos zu rauchen. Mit Logik hat dies gar nichts zu tun, viel eher mit Ignoranz und einem Laissez-faire Rauchern gegenüber, ihnen diese Freiheit weiterhin zu gewähren!

Neujahrsvorsätze taugen nicht viel

Jedes Jahr dasselbe Trauerspiel all jener, die meinen, sie müßten nach Silvester zum Neuen Jahr mit dem Rauchen aufhören. In den allermeisten Fällen haut das nicht hin, wird schnell aus Vorsatz ein Rückfall, die Sucht obsiegt. Wer es ernsthaft will, hat durchaus Möglichkeiten, oftmals mittels Hilfsmitteln. Die Zahl derjenigen, die gänzlich ohne sie aufhört, liegt weit unter zehn Prozent.

Entscheidend dabei auch, wann man mit dem Rauchen begonnen hat und wie lang die Sucht vorliegt. Frauen sollen übrigens eine höhere Rückfallquote haben, wobei der Anteil weiblicher Raucher erheblich zunahm im Gegensatz zu früheren Zeiten. Gleich-berechtigung im negativen Sinn?! Inzwischen beobachtet man wieder eine Zunahme jugendlicher und kindlicher Raucher, wenigstens in den beginnenden Jahren des neuen Jahrtausends konnte man einen Rückgang feststellen, als Ergebnis folgten die Nichtraucherschutzgesetze.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Soldaten, weiße Kreuze auf euch warten

Soldat, du stehst vor Trümmern,
das soll dich nicht kümmern,
Soldat, du stehst vor Leichen,
laß dich nicht erweichen,
Soldat, du stehst für Krieg,
menschliches Elend dein Sieg,
Soldat, du stehst für Zerstörung,
erwartest du wirklich Verehrung?

Soldat, sieh in der Kameraden Gesichter,
eure Reihen werden täglich lichter,
Soldat, sieh der Kameraden Wunden,
hast du deren Schmerz empfunden,
Soldat, sieh Photos deiner Liebsten an,
dein Körper ist verletzlich, Mann,
Soldat, sieh der Himmel ist auf Erden,
lohnt es sich für ein kaltes Grab zu sterben?

Soldat, Bomben haben kein Gewissen,
kein Befehlshaber wird dich vermissen,
Soldat, kennst du die weißen Kreuze,
sie sind Mahner, wie die Laute der Käuze,
Soldat, ein wirklicher Held
Frieden ohne Waffen aufrechterhält,
Soldat, schäme dich nicht zu weinen,
weißt du nicht, Gefühle uns vereinen?

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Apokalypse keine Phantasy Show

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Und wenn Europa zunächst
in Schutt und Asche liegt,
werdet ihr feststellen,
daß Krieg nie eine Option sein kann,
obwohl dabei Rubel und Euros rollen,
Menschen Kriegstreibern zurecht grollen.

Und wenn die nördliche Halbkugel
in Schutt und Asche liegt,
weil Weltmächte uns atomar bekriegt,
kann von Frieden keine Rede mehr sein,
der letzte Mensch einsam und allein.

Und wenn auf zerstörter Welt
kaum noch Leben vorhanden,
hat die Natur trotzdem erneut eine Chance,
ohne den Menschen sich zu erholen.
Alles nur, weil Despoten Kriege befohlen!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Mutig Frieden entgegentreten

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Um Wut besser zu kanalisieren

Menschen, die mutig einschreiten, wenn eine in Gefahr schwebende Person bedroht wird, durch Ertrinken, eingeklemmt sein in einem verunglückten Auto, beim Sprung aus einem brennenden Fenster, bei einer rassistischen Auseinandersetzung, bei Streitigkeiten, können oftmals gar nicht im Nachhinein erklären, was ihnen die Kraft und Stärke verlieh, in diesen Situationen einzugreifen, bei denen sie bedenkenlos sogar ihr Leben aufs Spiel setzten. Es sind Entscheidungen, die sekundenschnell getroffen werden, quasi ohne nachzudenken.

Wut hingegen steigert sich über mißfallen, zu aufregen, zu wütend, dabei ist es unerheblich, ob die angestaute Wut sofort oder erst in Tagen oder Wochen zum Ausbruch kommt. Wut entsteht meistens durch vorangegangene seelische Kränkungen und oder durch körperliche Verletzungen, in seltenen Fällen tritt sie spontan auf. Dann ist sie vergleichbar mit Mut, allerdings kann sie sich hierbei schnell in blinde Wut verwandeln, also keine Grenze finden, selbst wenn die Wut nicht mehr nötig wäre, weil das Gegenüber bereits signalisiert hat, bei der Auseinandersetzung aufzugeben.

Wir bewundern in den letzten Tagen den Mut, den die ukrainische Bevölkerung gegenüber den russischen Soldaten, die in ihr Land eindringen, aufbringt. Sie diskutiert lautstark mit schwer Bewaffneten, stellt sich vor Panzer und schweres Gerät. Woher nimmt sie diesen Mut?

Schlägt man beim Duden nach der Wortherkunft von Mut nach, liest man nur den Begriff „muotec“. Erfährt lediglich, daß mutig auch für beherzt, couragiert, draufgängerisch und entschlossen als Synonym verwendet werden kann.

Das Wort Mut kann durch die Begriffe Beherztheit, Bravour, Draufgängertum, Entschlossenheit ersetzt werden und man staune, hier erfährt man im Duden bei der Wortherkunft folgendes: mittelhochdeutsch, althochdeutsch muot, Gemüt(szustand), Leidenschaft, Entschlossenheit, Mut.

Nicht gerade sehr aufschlußreich, diese Erklärung.

Wesentlich interessanteres liest man im DWB (Gebrüder Grimm) unter dem Wort „mutig“.

mutig, adj. und adv. animosus, magnanimus, alacer u. ähnl.

1) goth. môdags, altnord. môðugr, drückten nach der ostgermanischen bedeutung des substantivs (vergl. unter mut I, 1, sp. 2781) zornentbrannt, zornig, heftig aus, und die westgermanischen sprachen nahmen, trotz des anders gewordenen sinnes des subst., an dieser gesteigerten bedeutung theil: ags. môdig, mutig, aufgeregt, alts. môdag, môdig, böses oder feindliches gemüt habend, zornig, feindlich, wild, böse,…

Und beim Wort „Mut“ erfahren wir:

mut, muth, m. animus.

I. herkunft und formelles.

1) mut ist ein altes gemeingermanisches wort: goth. môds, altnord. môðr, schwed. dän. mod; ahd. mhd. muot; alts. ags. fries. môd, niederl. moed, engl. mood. in der bedeutung scheidet sich das ostgermanische von dem westgermanischen, altnord. môðr, aufgeregtheit, erbitterung (was im dän. mod sich bisweilen noch erhalten hat, während sonst das dänische und schwedische unter einflusz des nhd. den neueren begriff des wortes angenommen haben), das goth. môds übersetzt Luc. 4, 28 griech. θυμός, Marc. 3, 5 ὀργή, wo Luther beidemal zorn gibt; im gesamten westgermanischen dagegen hat das wort den allgemeinen sinn des menschlichen innern als sitz des fühlens, denkens, begehrens, strebens überhaupt, was sich noch in unserm gemüt theilweise bewahrt hat (vergl. th. 41, 3294 ff.); doch scheint die ostgermanische bedeutung   /Bd. 12, Sp. 2782/ im alts. und ags. adjectiv môdig noch hervor, sofern es wild, aufgeregt, zornig heiszt. hiernach darf als grundbedeutung wol bewegung des innern, lebendige empfindung angenommen werden, welche sich in den beiden hauptzweigen des germanischen verschieden entfaltet hat. eine sichere beziehung zu urverwandten sprachen entgeht: es musz in dem worte ursprünglich eine eigenthümliche noch nicht aufgehellte äuszerung des germanischen geistes ausgedrückt liegen, sei es nach der kriegerischen oder nach der religiösen seite hin. verglichen wird sonst wurzel mâ, griech. μαίομαι, begehren, slav. mě in sŭ-měti, wagen, vergl. Kluge etym. wörterb. 233b.

Schon wesentlich erklärender, oder? Mut als ursprünglich Aufgeregtheit, Erbitterung, später im gesamten „westgermanischen dagegen hat das Wort den allgemeinen Sinn des menschlichen Innern als Sitz des Fühlens, Denkens, Begehrens, Strebens überhaupt, was sich noch in unserm Gemüt theilweise bewahrt (hat).

Mut und mutig demnach eine innere Kraft, die uns anregt zu fühlen, zu denken, zu begehren, zu streben, wohin? Zu einer Veränderung des momentanen Geschehens zu einer positiven Klärung. (Der Hinweis auf kriegerische oder religiöse mutige Taten, widerspricht nicht dem Wunsch oder Willen zur positiven Klärung, denn auch bedarf es Mut in das Geschehen bedenkenlos einzugreifen.)

Über das Wort wütend liest man im Duden nur Synonyme, aggressiv, ärgerlich, aufgebracht, cholerisch und nichts über die Wortherkunft.

Wut kann mit Ärger, Aufgebrachtheit, Empörung, Entrüstung im Sprachgebrauch ersetzt werden.

Und über die Herkunft des Wortes Wut erfahren wir, es stammt von „mittelhochdeutsch, althochdeutsch wuot, zu althochdeutsch wuot, unsinnig.“

Den langen Text bei DWB (Gebrüder Grimm) kann jeder selbst nachlesen, hier liste ich nur die relevanten Textzeilen auf: heftige seelisch-leibliche erregung und ihre äuszerungen,…-… die frühen adj.-ableitungen ahd. wuotac und wuotan (hierzu der göttername Wodan)…-… mnl. woet (junge nebenform woede) ‚besessenheit, raserei, leidenschaftliche erregung, begierde’…-…seit dem ahd. ist wut bezeichnung verschiedener dämonistisch gedeuteter krankheitsbilder (A). der aspekt krankhafter entartung, der auch in den anderen bedeutungsbereichen bis heute betont werden kann,…-…

Dies sollte ausreichen um aufzuzeigen, daß beide Begriffe von einer inneren Kraft, einer Erregung, einem Gefühl ausgelöst werden. Sie sind nicht wirklich völlig anderen Ursprungs, für beide Handlungsweisen, Mut und Wut (muot, wuot), benötigen wir eine heftige Emotion als Auslöser. Eine Emotion, die uns über unseren Schatten springen läßt, die uns eine Kraft verleiht, deren wir uns nicht bewußt sind, und mit der wir über uns hinauswachsen können.

Eine Stärke, die uns in Situationen, in denen Hilfe vonnöten, um schreckliches abzuwehren, alle Sinne der Vorsicht, Angst vergessen läßt.

Der Mut der Menschen in der Ukraine oder in anderen Krisengebieten, der Mut eines jeden Einzelnen, der zu Hilfe eilt, um andere zu retten, ist ein Zeichen für zwischenmenschliche Fürsorge, die uns allen innewohnt. Manchmal kann es allerdings erforderlich sein, daß dieser Mut aus Wut erwachsen ist, um einen Frieden wiederherzustellen.

Niemals aber ist Wut als ein Mittel dafür geeignet. Die sogenannten „Spaziergänger“, die sektenartig auftretende „Querdenken-Bewegung“ oder wie sich all die anderen „besorgten Bürger“ auch immer benennen, haben in all den Monaten, in denen eine Gemeinschaft Hilfe benötigt hätte, um mit den Problemen von Flucht und Corona lösungsfähige Wege zu finden, sich auf Podeste gestellt oder die Straßen als Bühne benützt, haben niemals Mut gezeigt, sie sind angetrieben von einer Wut. Einer Wut auf demokratische Entscheidungen, einer Wut, die ihnen den Erfolg ihrer Herrschaft über Meinungsbildung ermöglicht. Auch wenn sie sich gerne als Mutige titulieren, sie sind nichts anderes als besessene Möchtegerns, die begierig darauf sind, über andere Menschen Macht auszuüben.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kolumnen

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