Putins Russland provoziert bereits viel zu lang

Kann Europa überhaupt die Konsequenzen ziehen?

In den Morgenstunden des 27. Februar 2014 besetzten russische Soldaten strategisch wichtige Punkte auf der Krim. Die Soldaten trugen keine Rang- und Hoheitszeichen auf den Uniformen. Sie kontrollierten bald das Regionalparlament und das Gebäude der Regionalregierung in der Hauptstadt Simferopol – und hissten an offiziellen Gebäuden die russische Flagge. Das von den bewaffneten Kräften besetzte Regionalparlament wählte unter Ausschluss etlicher Abgeordneter und der Öffentlichkeit den Politiker Sergej Aksjonow von der Partei „Russische Einheit“ zum neuen Regierungschef – ohne Zustimmung des ukrainischen Präsidenten, wie es die ukrainische Verfassung vorsieht, verlautbart die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).

Knapp 10 Jahre später marschieren Putins Soldaten in die Ukraine, seit nunmehr über 3,5 Jahren dauert dieser völkerrechtswidrige Krieg gegen die Ukraine, ohne daß diplomatische oder andere Mittel ihn zu beenden vermochten, selbst Trumps angebliche Bemühungen, obendrein dessen Behauptung diesen Krieg in 24 Stunden nach seiner Bennung zur 2. Amtszeit beenden zu können, entpuppt sich als Trugschluß. Nicht weiter verwunderlich mit Putins Russland, welches vergleichbar mit Tolkiens Mordor ist.

Dieser Despot handelt ganz gezielt gegen Europa und deren Demokratien

Dabei läßt er keine Gelegenheit aus, dies unter Beweis zu stellen, weder ganz offiziell mittels bisheriger Kriege noch durch dessen hybride Kriegsführung, die längst überhandnimmt. Dies zeigt sich durch die vielen Zerstörungen von Ostsee-Kabeln, wobei selbst die Chinesen sehr wahrscheinlich seitens Putin angeheuert wurden, und in jüngster Zeit mittels vermehrter Drohnen und Flugzeugen, die in den europäischen Luftraum eindringen, um hinterher dies frechweg zu leugnen.

Dänemark ordnet Drohnen am Flughafen als Anschlag ein, wie Die Zeit schreibt. Das mag Russland dementieren, doch glaubhaft sind jene Beteuerungen keinesfalls. Dagegen sprechen die vielen Vorkommnisse in letzter Zeit, wer da noch von Zufall oder Versehen faselt wie neulich Donald Trump, der redet sich die Welt schön. Das Gegenteil muß vermutet werden.

Die Nato und erst recht Europa haben im eigenen Interesse zu handeln

Denn Wladimir Putin wertet jedes Zögern als Schwäche, um seinen gezielten Kurs nonchalant einzuhalten. Unter Androhung vor Gewalt warnt Nato Russland vor weiteren Luftraumverletzungen. Richtig so.

Allerdings muß Europa auch in Kauf nehmen, eventuell zu leichtsinnig bisher gezögert zu haben, weil Putins Russland ziemlich offensichtlich seinen aggressiven Kurs fortsetzt, sich nicht beirren läßt. Diesen US-amerikanischen Präsidenten muß man dabei mitverantwortlich machen, schließlich zögert er viel zu lang, hält weiterhin an Putin fest. Solange die westliche Welt nicht wirklich zusammenhält, dabei die USA zur Autokratie mutieren, fühlt sich jener Wladimir Putin aufgefordert, nicht inne zu halten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Entfesselung des weltweiten Faschismus

Demokratische Freiheiten verteidigen

In meiner Schulzeit gab es sie noch, die ewig Unbelehrbaren, die Adi weiterhin glorifizierten, bishin zu meinem damaligen Realschuldirektor, der dies auch im Geschichtsunterricht zuließ. Neulich meinte ein Nachbar, wir bräuchten heutzutage wieder einen kleinen Adi. Unfaßbar, was Menschen sich trauen, die ganz offensichtlich keinerlei Verständnis haben, was Faschismus und vor allem die Nazizeit angerichtet hat, genau dies erneut sich erwünschen. Die aktuellen AfD-Wahlstimmen hierzulande verdeutlichen dies genauso wie die USA, wo Trumps Faschismus die Weltpolitik beflügelt!

Bereits in Trumps erster Amtszeit wunderte ich mich, wie unerschrocken manche Journalisten über diesen psychopathischen US-Präsidenten schrieben oder sprachen, so auch Elmar Theveßen, dessen klare Stellungnahmen unbedingt überzeugten. Damals beschlich mich dennoch ein mulmiges Gefühl, irgendwann könne die US-Administration es ihm Übel nehmen. Gestern reagierte das ZDF, verteidigt Büroleiter Theveßen gegen US-Kritik. Vollkommen folgerichtig.

Ausgerechnet Richard Grenell, der inzwischen von Trump zum Sondergesandten für Sondermissionen ernannt wurde, forderte, Theveßens Visum zu entziehen. Schon vor gut sieben Jahren bemerkte ich nicht zufällig Martin Schulzes Formulierung, der Grenell als „rechtsextremen Kolonialoffizier“ bezeichnete. Insofern sollten dessen Tage gezählt sein. Das wiederum scheint Trump mitnichten zuzulassen. Ganz im Gegenteil, er braucht solche „losgelassenen Kettenhunde“.

Selbstverständlich ziehen derartige Entscheidungen weitere Eskalationen nach sich. Explizit die Pressefreiheit steht auf dem Spiel, was jüngst erneut Dunja Hayali zu spüren bekommt. Live und bösartig direkt. Für ihre Anmoderation der Beiträge über die Ermordung Charlie Kirks bekam die Journalistin zahlreiche Haßnachrichten, daher zieht sie sich vorerst aus der Öffentlichkeit zurück. Besonders konservative als auch rechte Medien rissen einfach ihre Aussagen aus dem Kontext. Eigentlich entlarvend und nicht verwunderlich. Das Ganze hat System, allen voran das Hetzblatt mit den vier Großbuchstaben offenbart jene Praxis bereits seit Jahrzehnten. Völlig zurecht stellte Dunja Hayali ihre Frage in den Raum, wo das alles hinführen soll.

Weiter gedacht direkt zum Faschismus, der auch ausgerechnet hierzulande konkrete Formen erhält. Nicht nur daß schon länger Nazis im Deutschen Bundestag sitzen, anstatt real zur genannten Brandmauer zu stehen, wird längst hinter verschlossenen Türen mit der AfD gemauschelt. Folglich ist es nur noch eine Frage der Zeit bis das rechtsradikal-konservative Regierungsbündnis zustandekommt. Spätestens 2029, wenn nicht schon früher, falls die Sozialdemokraten den „Arsch in der Hose haben“ und dieser Merzregierung den Rücken kehren.

Antifa ist keine Terrorvereinigung, sondern eine Haltung. Ohne Wenn und Aber. Punkt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Trumps Faschismus beflügelt Weltpolitik

USA – United States of Autocracy

Sämtliche Despoten reiben sich längst ihre Hände, frohlocken in jeder Hinsicht angesichts Donald Trumps gezieltem Verhalten, was mit politischer Verantwortung oder Fürsorge zur US-Bevölkerung nichts gemein hat. Im Gegenteil, er mißachtet tagtäglich Menschenrechte, erklärt Städten den Krieg.

Aber Europa sowie andere Verbündete dieser USA halten nachwievor die Füße still, versuchen diplomatisch zu beschwichtigen, umgarnen gar jenen psychopathischen 47. US-Präsidenten, statt ihm Paroli zu bieten. Das kann sich eine Weltpolitik ziemlich offensichtlich schlichtweg nicht leisten, zu verflochten sind wirtschaftliche aber auch militärische Abhängigkeiten. Genau an diesem Punkt scheitert menschliche Logik, die sich dem Diktat des Kapitalismus unterordnet.

LA, Washington und Chicago erst der Anfang

Zunächst sandte Trump die Nationalgarde in jene drei Städte, im Anschluß folgte die Umbenennung des Verteidigungsministeriums ins Kriegsministerium, allerdings noch als Zweitbezeichnung, da die endgültige Entscheidung durch ein verabschiedetes Bundesgesetz des Kongresses nur geändert werden kann.

Doch Trump wird seinen eingeschlagenen Kurs unverhohlen fortsetzen, schließlich paßt dieser zum autokratischen Konzept, die Demokratie ist ihm allemal ein Dorn im Auge. Allerdings sollte sich niemand irgendwelchen Illusionen hingeben, daß dies durch Krankheit oder gar Ableben jenes Despoten endet. Nachfolger stehen bereits Schlange, allen voran JD Vance.

Weltweite faschistoide Tendenzen nehmen eindeutig zu

Nach François Bayrous Sturz droht Frankreich eine große Blockade, schreibt die Süddeutsche Zeitung, für diesen 10. September ruft die neue, ideologisch schwer verortbare Bürgerbewegung „Bloquons tout“ zu einer „Totalblockade“ des Landes auf. Fraglich, was diese Bewegung tatsächlich im Schilde führt, Parallelen zu den Gelbwesten sind wohl nicht zu übersehen.

Weltweit betrachtet schaut es leider tendenziell faschistisch aus, genügend Despoten haben sich längst über den Globus verteilt positioniert. Die Menschheit verliert ihre gesichert geglaubte größte politische Errungenschaft, die Demokratie. Wenn freie Geister jene Autokraten nicht zu stoppen vermögen, blickt die Menschheit erst recht sehenden Auges ihrem Ende entgegen, unabhängig von weltweiter Ignoranz dem Klimawandel oder dem Umweltschutz gegenüber.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Hauptsache nach unten treten

So gar nicht schlau
Merz‘ gezielter Sozialabbau.
Milliardäre hofieren,
Armut hat gefälligst zu parieren.
Welch brisanter Kick,
weit entfernt von seriöser Politik.

Schon Merkel verpönte den BlackRockMan
in Zeiten von Obamas Yes We Can.
Sie wußte sehr genau warum,
dessen Arroganz ist schlichtweg dumm.
Wer den Sozialstaat abbaut,
hat nie genauer hingeschaut.

Die Union verdoppelt die Blauen,
während wir erstaunt zuschauen.
Von Wirtschaftskompetenz keine Spur,
stattdessen Grünenbashing toujours.
Dabei lieber Trump hofieren,
Humanismus und Demokratie verlieren.

Erstaunliches Stillhalten macht sich breit,
wir sind tatsächlich mal wieder so weit.
Statt aus der Geschichte zu lernen,
wegducken oder mit Nazis lärmen.
Von Brandmauer keine Rede mehr,
dafür sich niemand um Armut scher‘.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Unterwegs ins Nirgendwo

Image by Ana Desh´ka from Pixabay

Zeit spielt keine Rolle mehr

Manchmal einfach aufwachen des Nachts, urplötzlich aus tiefen Träumen gerissen, sich fragend, was just geschah, ohne eine mögliche Antwort abwartend unruhig im Bett gewälzt, die Wolldecke keinesfalls mehr an dem Platz, wo sie Sinn machte. Ray wußte Augenblicke später nicht mehr so genau, weshalb er ausgerechnet an diesem Ort sich befand, sinnierte zugleich, woran dies wohl liegen mochte.

Mitten im Grübeln schreckte der Mittzwanziger auf, saß senkrecht im Hochbett, Lichtkegel erschienen im Halbdunkel, allerdings weit entfernt irgendwo in einem Raum, an dem er sich beim besten Willen nicht entsinnen konnte. Gleichzeitig wurde ihm jäh bewußt, in welch verfahrener Situation er steckte, schließlich hatten ihn gestern noch bestimmte Dienste gezielt gesucht.

Unsicher schaute er sich um, horchte hinein in die hellerleuchtete Szenerie, wohl wissend, daß sein Leben gefährdet. Nur zu gut, wenn Menschen wie Ray eine Ausbildung vollführt hatten, die ihnen einen gewissen Schutz boten, um nicht hilflos sich ausliefern zu müssen. Die Gratwanderung zwischen Überleben und Todesfallen war hauchdünn, ein Fehltritt konnte jederzeit ihn gefährden. Sich dessen bewußt reagierte er entsprechend zielorientiert, schnappte sich seine Klamotten und verschwand im Bad. Wenige Augenblicke später stürzte er nahezu lautlos gen Dachboden, öffnete die kleine Luke, rutschte die Dachpfannen hinunter und sprang aufs gegenüberliegende Nachbardach, welches allerdings gut drei Meter tiefer sich befand, landete somit auf  einer großzügigen Terasse, rollte sich ab und kam neben einer Glastür zum Liegen. Im nächsten Moment verfehlten ihn ziemlich knapp mehrere 45er Kugeln, was ihn dazu veranlaßte, mit einem Hechtsprung durch die Glastür mit den Schuhen voran zu springen, laut klirrend landete er unverletzt relativ weich auf einem großen Teppich, um sofort das nahe Treppenhaus zu nutzen, vier, fünf Stufen auf einmal überwindend. Seine Schnelligkeit bewahrte ihn vor Schlimmeren.

Ein völlig unerwarteter Schlag traf ihn aus dem Nichts, im nächsten Moment komplette Schwärze ihn umgab, er das Bewußtsein verlor. Als er wieder zu sich kam, spürte er sofort eine ziemlich große Beule am Hinterkopf, rasende Kopfschmerzen erinnerten ihn daran, was zuvor geschehen war. Allerdings vermochte er sich kaum zu rühren, bemerkte die beiden Handschellen an seinen Handgelenken, die am stählernen Oberteil des Bettrahmens befestigt waren. Der Raum war abgedunkelt, nahezu lautlos, kein Geräusch drang an sein Ohr. Umso erstaunter reagierte Ray, als plötzlich eine dunkle Frauenstimme ihn von hinten ansprach.

»Ray Brighton, im Grunde genommen hab ich Ihnen das Leben gerettet, die Verfolger waren Ihnen wohl dicht auf den Fersen«, begann sie ohne Umschweife, ermahnte ihn im nächsten Moment mit eindeutiger Handbewegung, sie nicht zu unterbrechen, »in Anbetracht Ihrer derzeitigen Lage empfehle ich Ihnen im eigenen Interesse, sich ein wenig zurückzuhalten. Es hat schon seine Gründe, warum Sie hier liegen, vorerst in Sicherheit, wie ich meine.« Ray nutzte dennoch die Gelegenheit bei der entstandenden Pause, ihr sofort zu erwidern.

»Ich darf doch mit Nachdruck bitten, mir schleunigst zu erklären, weshalb Sie mich hier gefesselt vor wem auch immer schützen wollen, ich bin durchaus in der Lage, mich meist erfolgreich zu verteidigen.«

»Das weiß ich nur zu genau, schließlich kenne ich Ihre Akte. Ich bin Melinda Smith, zuständig für die innere Sicherheit im Land, um es mal so auszudrücken, weder bei der Polizei noch beim MI6, sondern freischaffend, allerdings dennoch im Auftrag des Britischen Empire’s. Mehr darf und will ich Ihnen im Moment nicht verraten«, antwortete sie und öffnete die Handschellen. Kaum geschehen, überwältigte er sie kurzerhand, legte ihr jene Handschellen an und verließ sofort den Raum.

Es dauerte eine Weile, sich zurecht zu finden, schließlich hatte Ray nicht die geringste Ahnung, wo er sich befand. Genau das aber wurde ihm zum Verhängnis, als er just rechts um die Ecke ging. Ein kurzer Schlag an seiner linken Schläfe beförderte ihn erneut in die Bewußtlosigkeit. Diesmal erwachte er nicht mehr, sondern befand sich in Trance, weder in einem Traum noch in der Wirklichkeit. Krampfhaft, nahezu panikartig versuchte er, sich zu sammeln, einen Anhaltspunkt zu finden, was hier wohl mit ihm geschah, vermochte aber nicht, logisch zu kombinieren, zu diffus gestaltete sich das Umfeld. Obendrein war sein Gesichtsfeld erheblich eingeschränkt, die Umgebung glich einer nebeligen, ziemlich lautlosen Landschaft. Auch lag er nicht irgendwo oder bewegte sich vorwärts, sondern spürte keinerlei Regung in Armen und Beinen, es fühlte sich beinah an, als ob er gelähmt sei. Lediglich gewisse Gerüche erinnerten an eine moorige Landschaft, ab und an spürte er Wassertropfen auf den Wangen, die naßkalt übers Kinn hinabliefen. Ray, gefangen in einem Nirgendwo, schoß es ihm noch durch den Kopf, bevor totale Finsternis ihn ereilte.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Kurzgeschichten

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Blätter zerfließen

Image by Myléne from Pixabay

verdorrte Grashalme, verwelkte Blüten.
modernde Blätter auf ihrem Weg.

du weißt nicht, wie oft ich weine.
sie lächelte ihrem Spiegelbild zu.

eingekleidet in zartlila.
passend zu den Ohrringen.

amethyst beruhigt, sagte der Verkäufer.
nun, belassen wir es bei seiner Meinung.

das Kostüm ist figurbetont.
verkaufsargument vor Ehrlichkeit.

du weißt nicht, wie oft ich weine.
wir sprechen dieselbe Sprache.

der Spiegel wiederholt Worte.
worte mit meinem Bildnis.

dein Gefühl ist so ehrlich.
und doch, du weißt nicht, wie oft ich weine.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Voll daneben – in BlackRockmanier

Am besten ganz abschaffen,
die Sozialsysteme,
ginge es nach Friedrich Merz,
sind nur für Bequeme,
sagt der Kanzler ohne Herz,
Hauptsache Reiche raffen.

Migrationskritisch, was für ein Wort,
müsse die SPD sich positionieren,
wie der Kanzler in Osnabrück betont,
die Union hat nichts zu verlieren,
insofern niemand mehr schont,
Deutschland somit ein unsicherer Ort.

Wer den Sozialstaat gezielt abbaut,
hat das Wesen guter Politik nicht verstanden,
Merz und Co. richten sich nach Nazisprech,
Humanismus kommt abhanden,
wer nicht sputet, hat daher Pech,
Bequemlichkeit einfach tatenlos zuschaut.

Flüchtlinge werden explizit kriminalisiert,
angeblich um rechtsradikale Stimmen zu erhalten,
obwohl wir Migranten dringend brauchen,
Konservative lassen Haß schalten und walten,
notfalls hinter simplen Phrasen abtauchen,
ganz simpel und ungeniert dies passiert.

Wohin solch Treiben schon bald führt,
können wir in den USA bereits sehen,
mit Trump und Vance endet die größte Demokratie,
was muß denn noch alles geschehen,
um zu stoppen jede weitere Autokratie?
Wer weiter zögert, der am Ende alles verliert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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