Putins Krieg beendet Friedenspolitik

Aufrüstung beste Verteidigung

Selbstverständlich gilt, Frieden schaffen ohne Waffen. Doch wenn ein Aggressor wie Wladimir Putin internationale Politik regelrecht in den Wind schießt, die Ukraine einfach kriegerisch angreift, reagieren die europäischen Nachbarn, die westliche und der größte Teil der Welt. Nicht nur die Weltordnung wurde erschüttert, sondern das Gleichgewicht der Kräfte gerät zunehmend außer Kontrolle angesichts der Drohungen seitens des russischen Präsidenten.

Natürlich machen sich die anderen Grenzstaaten Russlands Sorgen, besonders wenn sie keinen Schutz durch eine Nato haben. Gleichzeitig geraten auch hierzulande Parteien, die jene Nato heftig kritisieren nebst Waffen und Aufrüstung in Gewissensnot, zerreiben sich die Gemüter, zumal gerade die Linken ohnehin kurz vor dem Aus im Deutschen Bundestag stehen.

Finnland plötzlich zum Nato-Beitritt bereit – die Grünen wurden überrascht

Was nutzen pazifistische Haltungen, wenn Despoten einfach ihren kriegerischen Weg mit Waffengewalt durchsetzen. Putin hat Parteien wie Die Linke und die Grünen eines Besseren belehrt. Dennoch nennt die Grüne Jugend Bundeswehr-Milliarden „Hauruckaktion“. Ein Déjà-vu für die Grünen mit Blick gen Kosovo-Einsatz, wo sie gleichwohl bei der Beteiligung der Bundeswehr zustimmen mußten?  Nicht ganz. Jetzt geht es um eine prinzipiell schnelle Entscheidung angesichts sich überschlagender Angriffsszenarien seitens Russlands.

Darüber sinnieren natürlich auch die Finnen. Das finnische Parlament debattiert über Nato-Beitritt. Eine folgerichtige Notwendigkeit, obwohl sogar kurz nach dem Großangriff Russlands auf die Ukraine die Regierung eine Mitgliedschaft zur Nato ausschloß. Dies hat sich ziemlich schnell geändert, weil der Faktor Angst berechtigterweise sich durchsetzt.

Gregor Gysi kritisert Sahra Wagenknecht in aller Schärfe

Nachvollziehbar und unbedingt berechtigt. Wer sich Gelbwesten überstreift, von Beginn an den Weg der Querfront gutheißt, inzwischen rechte Standpunkte vertritt, darf sich nicht wundern, am Ende scharf kritisiert zu werden, obendrein die Linken ins Abseits zu katapultieren, schließlich hatte sie bei der letzten BTW nur 4,9 Prozent erreicht.

„Liebe Sahra, ich bin insgesamt über eure Erklärung entsetzt“, beginnt Gregor Gysi seinen Brief an Sahra Wagenknecht, um dort ganz besonders „die völlige Emotionslosigkeit hinsichtlich des Angriffskrieges, der Toten, der Verletzten und dem Leid“ zu rügen. Das hat sie natürlich so nicht stehenlassen, sondern prompt reagiert, die „angeblich mangelnde Empathie grenze an Rufmord“. Starke Töne, wobei Gysis Kritik ins Schwarze trifft. Es wird ein merkwürdiger Schuh daraus, schließlich hätte Putin die Ukraine gewiß mitnichten angegriffen, wäre sie Mitglied der Nato. Insofern ist die Einstellung der Linken zur Nato politisch-historisch hinfällig mit dem Angriffskrieg von Putin. Obendrein sei  ihr entgegengesetzt, sich mal mit Armin Nassehi zu beschäftigen, was er im jüngsten Artikel bei der Zeit uns nahebringt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Wut kennzeichnet Schwäche

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Groß fühlst du dich,
mächtig,
um deine Wut
zu stillen,
schickst du Panzer
auf die Straßen,
Flugzeuge mit Raketen
in den Himmel,
zu töten
Menschen,
zu zerstören
ihr Zuhause.

Menschen ohne
Waffen,
mit starkem Mut,
stehen
vor deinen Panzern,
versperren die Straßen,
singen Lieder,
die im Himmel widerhallen,
zu trösten
Menschen
in ihrem zerstörten
Zuhause.

Die Ukrainer
zeigen Größe
in ihrem Mut.
Schwäche dich
kennzeichnet, Putin,
führst du Krieg mit dir?
Erweise dich mutig
wie diese Menschen.
Wahre Größe erhält,
der seinen Zorn zerstört
im inneren
Zuhause.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Noch Fragen

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Wut unbeherrscht,
Töten ohne Gnade
vom Schreibtisch aus,
ein Fingerdruck
und schon
Ärgernis beseitigt.

Wirklich?
Ein Tritt
auf Rechenzinken,
der Stiel
schlägt
stets zurück.

Europa
bedroht
mit Atomraketen,
Westwinde
immer nach Osten
nehmen ihren Lauf.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Putins Krieg erschüttert die Weltordnung

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Wieviele Despoten verträgt die Menschheit?

Das Maß ist voll, schwappt längst über, spätestens seit dem 24. Februar 2022, ein Datum, welches in die Geschichtsbücher oder bei Tante Google sich manifestieren wird, die Großmacht Russland die Souveränität der Ukraine zunichte macht mit dem Angriffskrieg, den Wladimir Putin initiierte. Als Vorwand diente die simple Behauptung, die Nato würde sein Land bedrohen.

Davon kann keine Rede sein, im umgekehrten Fall greift er mit dessen Armee die Ukraine an, will die dortigst legitimierte Regierung stürzen. Selbstverständlich reagiert die EU zusammen mit ihren Bündnispartnern, die Nato, Sanktionen folgen, Waffen werden geliefert, damit sich die Ukraine wenigstens verteidigen kann. Die Bundesregierung verläßt ihren Kurs, beschließt zum ersten Mal, die Bundeswehr erheblich aufzurüsten, schließlich könnte nunmehr der Bündnisfall der Nato nach Artikel 5 eintreten, der gleichwohl die Beistandsverpflichtung auch auf der Grundlage des EU-Vertrags Artikel 42 nach sich ziehen würde.

Doch Putin droht erst recht

Inzwischen hat Wladimir Putin seine Drohung konkretisiert. Zuvor sprach er noch davon, „daß jegliche Einmischung Konsequenzen nach sich ziehen würde, die ihr in eurer Geschichte noch nie erlebt habt.“ Nunmehr ließ er also die Katze aus dem Sack, in dem er die Atomstreitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt.

Simples Pokerspiel oder reales Szenario, welches Europa und am Ende gar die Welt bedroht? Marina Henke, Professorin für Internationale Beziehungen an der Hertie School Berlin, kommt zu ziemlich konkreten Schlußfolgerungen. Die Rede ist vom Einsatz taktischer Nuklearwaffen, was bedeutet, daß eben nicht die großen Atombomben abgeworfen werden, sondern gezielt kleinere, die zunächst Europa treffsicher warnen würden, so das eventuelle Kalkül von Putin.

Was wäre, wenn…

…jetzt ein Donald Trump im Weißen Haus säße? Er würde Deutschland und Europa im Regen stehen lassen, nach dessen vollmundiger Schilderung hätte Putin unter seiner Führung die Ukraine nicht angegriffen. Ein unsensibler, narzißtisch-rassistischer Möchtegern-Präsident möchte uns erklären, wie dieser Despot Putin tickt? Das können wir getrost wegstecken, im Jahre 2024 mag die Welt sich im schlimmsten Fall komplett verseucht neu ordnen, ohne daß jemals ein Mensch sie wieder gestalten kann!

Möge dieser Kelch an uns vorbeiziehen, schlimm genug, daß The Donald vier lange Jahre in den USA sein Unwesen trieb. Jetzt handelt Putin in Osteuropa, die Welt sollte ihn tunlichst stoppen, bevor er noch mehr Schaden anrichten wird. Es fragt sich nur wie. Diplomatie scheint keine Option mehr zu sein, auch wenn diese Tür immer offenstehen muß.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Freiheit, Mutter des Friedens

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Wo wurde es verloren,
das Wort,
das Frieden geboren?

Existierte es nie,
war Mär,
ist Phantasie?

Freiheit eint,
ich höre,
sie weint.

Liebe, Verständnis
sitzen
im Gefängnis.

Despoten,
deren Dasein
verboten.

Wer entzieht
die Freiheit,
nie Frieden sieht.

Das Wort,
das Frieden gebar
immer ein sicherer Hort.

Freiheit,
Mutter des Friedens,
gib auch du ihr Geleit.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Putin fordert den Westen heraus

Mit Sanktionen wird es nicht getan sein

Der 24. Februar 2022, ein neues Geschichtsdatum, der Beginn des Krieges gegen die Ukraine, den Wladimir Putin vollmundig rechtfertigt, ohne jedwede Bedenken, sicherlich nicht im Sinn des russischen Volkes, welches ohnehin noch nie zuvor von einem Zaren oder den kommunistischen Sowjets gefragt wurde. Es hat sich zu fügen, untertänigst zu gehorchen.

Genau diese Mentalität macht sich der Kreml ganz selbstverständlich zunutze, mit einem ernsthaften Demokratieverständnis hat dies nichts gemein, zumal Putin sowieso als Despot die Russische Föderation regiert, sich alle Rechte herausnimmt. Mit derselben Dreistigkeit hat er nunmehr den Westen vor vollendete Tatsachen gestellt mit diesem Krieg in Osteuropa.

Spekulationen nicht von der Hand zu weisen

Angesichts jenes unerschrockenen Angriffs in der Ukraine müssen die westlichen Bündnispartner und somit auch die Nato sich auf härtere Kriegsoptionen einstellen. Dabei steht die Frage im Raum, ob es dafür nicht bereits zu spät sein dürfte. Ausgerechnet Deutschland kann sich nicht gerade als militärisch gut gerüstet bezeichnen, zumal nicht einmal ein Bataillon einem russischen Angriff trotzen könnte.

Große Sorgen sollte uns vor allem die rotzfreche Haltung von Alexander Lukaschenko bereiten, der jüngst, also noch Tage vor dem jetzigen Krieg äußerte, er schließe Stationierung von Atomwaffen nicht aus. Derartige Waffen in den Händen eines Diktators verheißen nichts Gutes, bedeuten eine zusätzliche Bedrohung.

Was gestern galt, morgen hinfällig?

Die Nato-Russland-Grundakte hat Wladimir Putin mit dem Beginn des gestriges Krieges, ohne mit der Wimper zu zucken, zerstört. Während noch Emmanuel Macron und Olaf Scholz sich in Moskau diplomatisch bemühten, die Russland-Krise, wie Annalena Baerbock diese völlig berechtigt betont, abzuwenden, schlummerte ganz offensichtlich in russischen Schubladen, heute wohl eher in PC-Programmen, der gezielt geplante Angriff gen Ukraine. Wladimir Putin hat den Westen schlichtweg angelogen!

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Putin hat nunmehr die Weltpoltik eines Besseren gelehrt. Zusammen mit der VR China beabsichtigt er ganz offensichtlich eigene Pläne, die man durchaus als Bedrohungslage ungeahnten Ausmaßes betrachten sollte. Daß die jetzt beschlossenen Sanktionen letztlich wirkungslos verpuffen werden, davon muß man längst ausgehen. Doch wie kann man diesen Aggressor noch stoppen? Wohl eher nicht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Verderbtheit verhökern

Die Mätressen
faschistischer Interessen,
Gier nach Reichtum,
fragwürdiger Brauchtum,
diese Art von Kultur,
eine Tortur.

Natürlich
auch dabei wie üblich,
Egoismus,
Narzißmus,
das Salz in der Suppe,
fürs Püppchen, sorry, Puppe.

Auf seinen Partys, Toleranz
nicht dabei beim Tanz,
genausowenig Humanität,
die hat keine Priorität,
Handlanger sind durchzufüttern,
um etwaige Neider zu erschüttern.

So der Faschismus feiert,
das Diktatorische gut verschleiert,
seinen Aufopferungswillen
mit braun getönten Brillen,
verhökert Verderbtheit tausendfach,
Täuschung ist seine Sach.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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