Ampel-Regierung nach 100 Tagen in der Kritik

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Mehr Augenmaß und Fairneß wären aber angebrachter

Wie man’s macht, ist es verkehrt. Diese Ampel-Regierung hat keinen leichten Start, insofern können deren ersten 100 Tage letztendlich einer fairen Bewertung kaum bis gar nicht standhalten. Was allerdings wirklich stört, sind die vielen unzufriedenen Stimmen, ganz besonders auch nachlesbar in den Social Media.

Nach Wolodymyr Selenskyjs Rede auf einer Videoleinwand im Deutschen Bundestag langanhaltender Applaus. Im Anschluß setzt die Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt die beschlossen geplante Sitzung fort mit dem Tageordnungspunkt zur Impfpflicht-Debatte. Ein durchaus wichtiges Thema, immerhin hat das Virus dieses Land, Europa und die Welt im Griff.

Der anschließenede Shitstorm, Olaf Scholz hätte daraufhin eine Regierungserklärung abzuliefern, bringt faktisch nichts. Gleichzeitig offenbart Friedrich Merz mit dessen Intervention wahltaktisches Manöver, was selbstverständlich eine entsprechende Entrüstung bei den Regierungsparteien auslöst. Argumentativ reagiert der Fraktionschef der FDP, Christian Dürr, daß auch das britische Unterhaus und der US-Kongreß nach Videobotschaften Selenskyis auf eine Aussprache verzichtet haben. So what?!

Natürlich belastet uns alle dieser Krieg in der Ukraine, den Putin in erster Linie zu verantworten hat. Joe Biden bezeichnet ihn inzwischen zurecht als Kriegsverbrecher. Nur kann die Bundesregierung Selenskyjs Bitte nicht nachkommen, die Nato darf mitnichten im Luftraum der Ukraine eingreifen, weil dies bedeuten würde, russische Militärmaschinen anzugreifen, eine Provokation, die Putin veranlassen würde, den 3. Weltkrieg zu starten.

Wer das politische Geschehen verfolgt, kommt nicht umhin, dieser Ampelkoalition viel Weitblick und ein geschicktes Händchen zu wünschen. Politik hat natürlich jede Krise mit dem notwendigen Augenmaß zu bewältigen. Aber hier prasseln gleich drei große Probleme auf sie ein. Die Covid-19-Pandemie, der Klimawandel und dieser Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine.

Das alles zeitgleich zu ordnen, zu lösen oder gar zu bewältigen, fordert alle Länder heraus, deren Politiker ihren Job ernst nehmen. Despoten kann man hierbei eher ausklammern, diese vertreten nur ihre eigenen Machtinteressen ohne jedwede Rücksicht. Es bringt nicht viel, die Ampelkoalition ständig an den Pranger zu stellen, wie das von Beginn an von etlichen kritischen Stimmen versucht wird. Sicherlich ist Kritik immer angebracht und notwendig. Aber man sollte ihr schon die nowtwendige Zeit lassen, ihren Job auszuüben. Man wünscht sich hierbei ein wenig mehr Respekt und Augenmaß, ganz besonders in solchen Zeiten, wo Haß und Verachtung sich immer weiter ausbreiten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Ein Unglück kommt selten allein

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Mit dem linken Fuß aufgestanden,
über den Hund gestolpert,
die Brille plötzlich kam abhanden.

Beim Kaffee aufgießen verbrüht,
Zuspätkommen so gar nicht gut,
mit viel Hetze sich trotzdem bemüht.

Der Chef mißmutig auf die Uhr schaut,
manch Kollege frechweg grinst,
dem Manne seinen Nußriegel geklaut.

In der Mittagspause in den Park gegangen,
ein Hundehaufen wurde glatt zum Verhängnis,
so viel Pech am Tag sollte jetzt langen.

Ratlos vor der Haustür stehen,
die Ex angerufen wegen dem Schlüssel,
keine Ruhe, selbst beim Fernsehen.

Des Nachts die Nachbarn müssen feiern,
jäh aus den Träumen gerissen,
über der Kloschlüssel mußt du reiern.

Am nächsten Morgen alles wieder gut,
Freundlichkeit dir den Tag versüßt,
beim linken Fuß sei auf der Hut!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Putin obsiegt selbst in der Hölle

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Top, die Wette gilt

Wladimir Putin, Adolf Hitler und Josef Stalin treffen in der Hölle zusammen, um eine Wette abzuschließen. Kürzlich kam der Heißsporn aus Russland als neues Mitglied in den Heiligen Hallen des Teufels hinzu, nachdem eine gezielte Cruise Missile ihn in dessen vermeintlich sicherem Versteck aufgespürt und zerfetzt hatte. Selbstverständlich folgte zugleich eine heftige Diskussion unter den drei Despoten, wer wohl die meisten Opfer vorweisen könne.

Adi sitzt gelassen im Sessel, zupft sich die Hose zurecht, schließlich vertritt er als einziger das Deutsche Reich, während die anderen beiden für Väterchen Russland zuständig sind. Das gilt nicht, denkt er in diesen Momenten, zumal Russland wesentlich größer sei.

Genosse Stalin weiß nur zu genau, daß er Hitler übertrumpfen wird, 20 Millionen gehen auf sein Konto, da könne der mit dem Schnauzbärtchen nicht mithalten mit seinen 17 Millionen  Toten und kippt sich im nächsten Moment einen Wodka hinter die Binde.

Wladimirowitsch ergreift das Wort.

„Wißt ihr, eines habt ihr ganz einfach übersehen. Meine Atomstreitmacht. Schon mal nach oben geschaut? Na, was seht ihr da? Eben, die Erde brennt weltweit, kein Leben mehr vorhanden. Die Amis haben mich zwar kurz zuvor erwischt, aber erst nachdem meine Atomraketen längst auf dem Weg waren!“

Stalin und Hitler schauen ratlos in die Runde. Als Schiedsrichter gibt der Teufel höchstpersönlich keine gute Rolle ab. Warum? Nun, er mag es einfach nicht, wenn da ein menschlicher Nebenbuhler ihm den Run abläuft. Obendrein kann er jetzt nicht mehr als Sensenmann auf Erden lustwandeln, wo doch der Mensch nicht mehr zugegen ist. Dennoch muß er kurz und bündig urteilen.

„Ihr habt’s vernommen, Putin hat gewonnen, es handelt sich hierbei um rund 7,9 Milliarden Menschen, die verstorben sind durch ihn. Damit hat er euch unbedingt getoppt, selbst wenn ein paar überlebten, den langsamen, qualvollen Strahlentod erleiden werden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Der politische Witz

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Es gibt kein Warum

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Ich bleib stumm
sie vergaßen
mich zu kennen
ich bin der Apfel
den sie gegessen
die Sünde
oder etwa Schande
nichts übrig blieb
kein Stiel
kein Butzen
kein Kern
den Magen gewärmt
den Geist erfrischt
das war vor langer Zeit
immer noch viele Äste
voll Früchte am Baum
der Stamm gespalten
durch die Fugen
flüstert der Wind
ich bleib stumm
seine Stimme sättigt
es gibt kein warum

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Rauchverbot in Autos eine weitere gute Etappe

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Passivrauchen wird immer noch unterschätzt

Welch lästige Sucht, das Rauchen, vor allem gesundheitsgefährdend für die direkt betroffene Unwelt, ob für Mensch oder Tier. Nach wie vor gibt es etliche, die so keinerlei Einsicht hegen, selbst unter Nichtrauchern währt eine Toleranz Rauchern gegenüber, die Bände spricht. Vor allem beweist sie eine Unkenntnis, die besonders all jenen nahegeht, die sich belästigt fühlen.

Inzwischen hat sich aber vieles gebessert, denken wir an die Nichtraucherschutzgesetze hierzulande. Seit 01. September 2007 im öffentlichen Nahverkehr, am Arbeitsplatz, in Dienstbehörden gilt das Rauchverbot. Gut so. Trotzdem plagt uns immer noch der tägliche Konflikt zwischen Nichtraucherschutz und Raucherinteressen. Von Einsicht selten eine Spur!

Bundestag soll jetzt entscheiden

Gespannt ist der Blick gen Deutschen Bundestag gerichtet, immerhin mag ein vorliegender Gesetzentwurf über das Rauchverbot in Autos anstehen, über den das Parlament entscheiden darf, falls es diesem überhaupt zustimmt. Schließlich gibt es bekanntlich auch bei den Abgeordneten welche, die jener Sucht nachgehen, wohl eher nicht auf dieses Vergnügen verzichten wollen.

Den Betroffenen in Fahrzeugen würde aber ein Bärendienst erwiesen werden, wenn man bedenkt, in welch kleinem Raum Passivraucher dem Qualm ausgesetzt sind. Hinzu kommt die berechtigte Überlegung, daß es unsinnig ist, in Gaststätten das Rauchen zu untersagen, aber in Autos zu rauchen. Mit Logik hat dies gar nichts zu tun, viel eher mit Ignoranz und einem Laissez-faire Rauchern gegenüber, ihnen diese Freiheit weiterhin zu gewähren!

Neujahrsvorsätze taugen nicht viel

Jedes Jahr dasselbe Trauerspiel all jener, die meinen, sie müßten nach Silvester zum Neuen Jahr mit dem Rauchen aufhören. In den allermeisten Fällen haut das nicht hin, wird schnell aus Vorsatz ein Rückfall, die Sucht obsiegt. Wer es ernsthaft will, hat durchaus Möglichkeiten, oftmals mittels Hilfsmitteln. Die Zahl derjenigen, die gänzlich ohne sie aufhört, liegt weit unter zehn Prozent.

Entscheidend dabei auch, wann man mit dem Rauchen begonnen hat und wie lang die Sucht vorliegt. Frauen sollen übrigens eine höhere Rückfallquote haben, wobei der Anteil weiblicher Raucher erheblich zunahm im Gegensatz zu früheren Zeiten. Gleich-berechtigung im negativen Sinn?! Inzwischen beobachtet man wieder eine Zunahme jugendlicher und kindlicher Raucher, wenigstens in den beginnenden Jahren des neuen Jahrtausends konnte man einen Rückgang feststellen, als Ergebnis folgten die Nichtraucherschutzgesetze.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Soldaten, weiße Kreuze auf euch warten

Soldat, du stehst vor Trümmern,
das soll dich nicht kümmern,
Soldat, du stehst vor Leichen,
laß dich nicht erweichen,
Soldat, du stehst für Krieg,
menschliches Elend dein Sieg,
Soldat, du stehst für Zerstörung,
erwartest du wirklich Verehrung?

Soldat, sieh in der Kameraden Gesichter,
eure Reihen werden täglich lichter,
Soldat, sieh der Kameraden Wunden,
hast du deren Schmerz empfunden,
Soldat, sieh Photos deiner Liebsten an,
dein Körper ist verletzlich, Mann,
Soldat, sieh der Himmel ist auf Erden,
lohnt es sich für ein kaltes Grab zu sterben?

Soldat, Bomben haben kein Gewissen,
kein Befehlshaber wird dich vermissen,
Soldat, kennst du die weißen Kreuze,
sie sind Mahner, wie die Laute der Käuze,
Soldat, ein wirklicher Held
Frieden ohne Waffen aufrechterhält,
Soldat, schäme dich nicht zu weinen,
weißt du nicht, Gefühle uns vereinen?

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Apokalypse keine Phantasy Show

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Und wenn Europa zunächst
in Schutt und Asche liegt,
werdet ihr feststellen,
daß Krieg nie eine Option sein kann,
obwohl dabei Rubel und Euros rollen,
Menschen Kriegstreibern zurecht grollen.

Und wenn die nördliche Halbkugel
in Schutt und Asche liegt,
weil Weltmächte uns atomar bekriegt,
kann von Frieden keine Rede mehr sein,
der letzte Mensch einsam und allein.

Und wenn auf zerstörter Welt
kaum noch Leben vorhanden,
hat die Natur trotzdem erneut eine Chance,
ohne den Menschen sich zu erholen.
Alles nur, weil Despoten Kriege befohlen!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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