UN-Umweltversammlung tut sich schwer mit Plastik

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Kunststoffe alles andere als ein Segen

In etlichen Bereichen macht sich bereits länger schon Unmut breit was die angeblichen Vorteile von Kunststoffen anbelangen soll. Wer Fenster genauer betrachtet, wird feststellen, daß eine Reparatur von Kunststoff-Fenstern kaum bis gar nicht fruchtet im Gegensatz zu Holzfenstern. Bei diesen lassen sich noch etliche richten. Andererseits möchte wohl kaum jemand abstreiten, welche Vorteile Kunststoff-Abwasserrohre haben im Vergleich zu alten Tonrohren, die wesentlich empfindlicher sind.

Insofern hat Kunststoff gewisse Vorteile, während gleichzeitig Plastik weltweit die Natur, Mutter Erde nachhaltig belastet, wie man unschwer erkennen muß mit Blick gen Meere bis hin zu Mikroplastik, welches erstmals in menschlichem Blut nachgewiesen wurde. Doch folgen daraus endlich schnelle Konsequenzen?

Kann es ein globaler Plastik-Vertrag richten?

Diese Frage beschäftigt natürlich auch die UN-Umweltversammlung, die jetzt am 02. März Verhandlungen über ein rechtsverbindliches globales Abkommen zur Plastikvermeidung ins Leben rief, insofern ein möglicher Weg zu einem globalen Plastikvertrag.  Viola Wohlgemuth, die Greenpeace-Expertin für Konsum und Kreislaufwirtschaft, betrachtet dies bereits als einen Meilenstein, endlich ein klares, globales Bekenntnis seitens der Politik, daß Plastik dem Menschen und der Umwelt schadet.

Die Zeiten eines weiter so mit grünem Logo allein seien nunmehr vorbei. Im Prinzip nichts neues, eher altbekannte Alibi und Laissez-faire-Haltung der Wirtschaftslobbyisten, die ganz besonders bisherig die Politik schlichtweg gewähren ließ. Dabei sollte nicht außer acht gelassen werden, daß selbstverständlich die Gesellschaft selbst endlich den Ernst der Lage erkennen muß!

Weg vom Müll, hin zum Verzicht

Ein schon langanhaltender Wunsch, der weiterhin belächelt wird. Tatsächlich haben bisherige Umweltminister auch hierzulande bewiesen, wie mies sie ihren Job machen, denn mit dem Verschiffen unseres Plastikmülls gen Malaysia ist es mitnichten getan! Dies unterstützte noch eine Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die jetzt wieder in der Ampel-Regierung sitzt, allerdings als Bundesministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit, Entwicklung. Ob die neue Bundesumweltministerin Steffi Lemke sich nunmehr durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Skepsis ist durchaus angebracht.

Es wird sich ziemlich schnell zeigen, wie ernst die verantwortliche globale Politik zusammenarbeitet, den Ernst der Lage richtig einschätzt. Spätestens bei realen Entscheidungen und Gesetzesvorhaben, jene Plastikflut einzudämmen und wo immer möglich zu stoppen, zu recyceln, bevor die Meere, die Umwelt noch mehr belastet werden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

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Verbannt vom Sport bei Mord

Der Ball, der rollt,
auch wenn die Welt gar grollt,
Hauptsache Fußball spielen
unter möglichst vielen.

Der Krieg nicht zählt,
doch unbedingt das Geld,
der schnelle Erfolg,
Putin schwebt auf einer Wolk‘.

Fußball-EM in sechs oder zehn Jahren,
so der Wunsch des russischen Zaren,
auf die Vergeßlichkeit will er bauen,
doch die Welt sollte ihm nie mehr trauen.

Vorbei seine politische Zeit,
er ging schlichtweg viel zu weit
mit jenem häßlichen Angriffskrieg,
seinem selbsternannten Sieg!

Der Ball hinwegrollt,
sich letztlich davontrollt,
solch Verbrechen unverzeihlich,
unentschuldbar und widerlich!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Ihr seid die Nazis

Putins verkehrte Welt

Die Russen kommen – ein Satz, den ganze Generationen von sich gaben, während gegen Ende des II. Weltkriegs tatsächlich die Rote Armee in Berlin mit dazu beitrug, jene Nazischergen zu besiegen. Gut so. Das ehemalige Deutsche Reich war besiegt, die Alliierten haben den Krieg siegreich beendet. Alle weiteren Maßnahmen und Bündnisse basieren auf jene schreckliche Zeit, die wir bis vor Kurzem meinten, überwunden zu haben.

Davon kann jetzt keine Rede mehr sein. Bevor diese Nazipartei im Deutschen Bundestag Fuß fassen konnte, erhielten jene Schergen Rückendeckung, ausgerechnet von Russland. Putins Propaganda ging sehr gezielt vor, nicht nur hierzulande, sondern gleichwohl in Frankreich, in den USA.

Anstatt aus der Geschichte zu lernen, einer vor allem im Westen gewachsenen Demokratie zu vertrauen, bemüht auch Russland den Weg der Autokratie. Despoten mögen es richten, so die Doktrin. Welch klägliches Eingeständnis, das gleichzeitig die Bevölkerung in Schach zu halten versucht, dies kennen wir doch aus Nazi- und SED-Zeiten auch hierzulande.

Während dieser Wladimir Putin eine Rede in Moskaus Luschniki-Stadion hält, ganz ähnlich wie Joseph Goebbels, welch erschreckende Parallele, wobei er meint, wir seien die Nazis, die es zu bekämpfen gelte, reibt man sich erstaunt die Augen ob solcher politischen Ansichten und Verdrehung von Tatsachen. Unfaßbar!

Gleichzeitig sterben in der Ukraine unschuldige Zivilisten durch russische Artillerie und Bomben, selbst Hyperschallraketen werden unerschrocken eingesetzt, Krankenhäuser, Schulen und AKWs gezielt im Visier jenes Angriffskrieges. Die Welt hält den Atem an, der „böse Westen“ erhält seine berechtigte Strafe, so spukt es in den Hirnwindungen jenes russischen Despoten, der sich obendrein im Recht fühlt.

Drei Tage später folgt eine gezielte Antwort jenes „bösen Westens“ in Berlin per „Sound of Peace“, eben weil Berlin für Freiheitskampf, für Stärke, für Frieden steht, examplarisch auch der Fall der Mauer, die wir alle doch überwunden haben! Ob Natalia Klitschko, Peter Maffay oder Marius Müller-Westernhagen, um diese drei zu benennen, 50 Kunstschaffende bemühten sich, dem Protest per Konzert gegen den Krieg in der Ukraine eine Stimme zu geben, Spenden zu sammeln.

Während Putin weiter seinen Krieg fortsetzt, ringt das Bündnis des Westens nach Lösungen, nach möglichst viel Hilfe, um der Ukraine beizustehen. Immer mehr Menschen fliehen, suchen Schutz in Europa, wobei die Solidarität wächst.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Größenwahn mal wieder dran

Hyperschallrakete,
scharf wie ne Machete,
kostet viel Knete,
wohl dem Putin es wert,
dieser davon zehrt,
ziemlich verkehrt.

Krieg seine Option,
sitzt auf einem Thron,
welch ekliger Hohn,
Hauptsache Gesicht bewahren,
war so schon bei den Zaren,
Leichen auf etlichen Karren.

Waffen sollen es richten,
erneuter Frieden mitnichten,
Schluß mit dem Dichten,
die Welt schaut zu irritiert,
was dabei so passiert,
wohl nur die Menschheit verliert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Das Böse einverleibt, damit es bleibt

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Wut wälzte sich über das Land,
getrieben von Haß ohne Verstand,
Leid, Furcht und Zerstörung
hervorruft Befriedigung
für ihre Taten,
weil sie für ihre Rechte eintraten.

Tod schlich sich in Familien,
gestorben als einer unter vielen,
Trauer und Verzweiflung,
niemand bittet um Verzeihung
für das Massensterben,
weil sie ihnen Metallorden vererben.

Siege überfluten die Annalen,
Heldenkult zur Huldigung der Ahnen,
Raub, Mord, Vergewaltigung,
Teil fast jeder Nation in der Dichtung
für die Hölle auf Erden,
weil Teufel nicht vergessen werden.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Corona-Pandemie hat uns weiterhin im Griff

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FDP sorgt für bundesweites Laissez-faire

Wenn nahezu fünf Prozent der deutschen Bevölkerung mit dem Coronavirus infiziert sind, lockert unsere Bundesregierung das Infektionsschutzgesetz, welches gestern so beschlossen wurde im Deutschen Bundestag, abgesegnet vom Bundesrat fallen jetzt ab Sonntag die meisten bisherigen Schutzmaßnahmen. Karl Lauterbach etwa doch als Gesundheitsminister versagt?

Eine Fortsetzung weiterer Fehler seitens verantwortlicher Politiker erleben wir auch mit der Ampel-Kaolition, wobei dort die FDP wohl ihren Einfluß geltend macht. Tragischer kann es kaum noch laufen angesichts der vielen Opfer. Hatte die Politik noch zu Beginn der Pandemie möglichst Vorsicht walten lassen, scheint inwischen eine gewisse Müdigkeit einzusetzen, jene Leerdenker dürfen frohlocken mit ihrer sogenannten zurückgewonnenen Freiheit. Eine Farce sondergleichen, die uns nachdenklich stimmen sollte!

Ein Basisschutz soll es richten

Unfaßbar dieser Leichtsinn! Glauben die Bundesregierung und Karl Lauterbach tatsächlich, sich auf ein rücksichtsvolles Handeln seitens der Bevölkerung verlassen zu können, wenn eine Maskenpflicht plötzlich wegfällt? Man konnte doch trotz vorheriger Maßnahmen etliche Zeitgenossen beobachten, die den Lappen unter ihrer Nase baumelnd mißmutig trugen. Ein Effekt, der mit Schutz nichts zu tun hat!

Daß insofern das Leid der Menschen sich mit solcher Politik vergrößern wird, sollte jedem mit halbwegs klarem Verstande schlüssig sein. Davon spürt man nichts mehr bei verantwortlicher Politik. Ein Desaster, nunmehr den Schwarzen Peter wieder den Landesparlamenten zuzuschieben! Ganz recht, wieder. Zuvor hatte der Bund darauf bestanden, mehr Einfluß zu nehmen. Das soll jetzt vorbei sein. Ein Armutszeugnis.

Dieses chaotische Hin und her kostet Vertrauen

Politikverdrossenheit herrscht ohnehin auch hierzulande, wer sich die Zahlen der Nicht- oder Protestwähler vergegenwärtigt. Gesundheit sollte stets ein kostbares Gut bedeuten. Wenn man dieses Vertrauen seitens der Politik verspielt, sind extreme Reaktionen und dahergehend noch mehr Leid vorprogrammiert.

Schon im letzten November bahnte sich ein Chaos in der  Corona-Krise an, mußten wir gar die Union mal ausnahmsweise loben, weil die neue Regierung schon damals falsch reagierte. Ein Dilemma, welches wie betont die Liberalen hauptsächlich mitzuverantworten haben, was keineswegs ausschließt, daß die Grünen und die Sozialdemokraten tatenlos von sich weisen können. Wieviel Tote sollen es denn noch werden?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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All die Tage verloren

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All die Tage verloren,
die Zeit sucht nicht,
sie registriert auch nicht,
daß es sie gibt,
wir sind es,
die einteilen,
benennen,
Verlorenes
Beweinen,
uns freuen,
wenn Tage verloren,
feuerrot der Himmel,
keine Bomben fielen,
einen Tag verloren,
feuerrot der Himmel,
Bomben fielen,
einen Tag verloren,
welchen werde
ich morgen finden?

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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