Putins Krieg erschüttert die Weltordnung

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Wieviele Despoten verträgt die Menschheit?

Das Maß ist voll, schwappt längst über, spätestens seit dem 24. Februar 2022, ein Datum, welches in die Geschichtsbücher oder bei Tante Google sich manifestieren wird, die Großmacht Russland die Souveränität der Ukraine zunichte macht mit dem Angriffskrieg, den Wladimir Putin initiierte. Als Vorwand diente die simple Behauptung, die Nato würde sein Land bedrohen.

Davon kann keine Rede sein, im umgekehrten Fall greift er mit dessen Armee die Ukraine an, will die dortigst legitimierte Regierung stürzen. Selbstverständlich reagiert die EU zusammen mit ihren Bündnispartnern, die Nato, Sanktionen folgen, Waffen werden geliefert, damit sich die Ukraine wenigstens verteidigen kann. Die Bundesregierung verläßt ihren Kurs, beschließt zum ersten Mal, die Bundeswehr erheblich aufzurüsten, schließlich könnte nunmehr der Bündnisfall der Nato nach Artikel 5 eintreten, der gleichwohl die Beistandsverpflichtung auch auf der Grundlage des EU-Vertrags Artikel 42 nach sich ziehen würde.

Doch Putin droht erst recht

Inzwischen hat Wladimir Putin seine Drohung konkretisiert. Zuvor sprach er noch davon, „daß jegliche Einmischung Konsequenzen nach sich ziehen würde, die ihr in eurer Geschichte noch nie erlebt habt.“ Nunmehr ließ er also die Katze aus dem Sack, in dem er die Atomstreitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt.

Simples Pokerspiel oder reales Szenario, welches Europa und am Ende gar die Welt bedroht? Marina Henke, Professorin für Internationale Beziehungen an der Hertie School Berlin, kommt zu ziemlich konkreten Schlußfolgerungen. Die Rede ist vom Einsatz taktischer Nuklearwaffen, was bedeutet, daß eben nicht die großen Atombomben abgeworfen werden, sondern gezielt kleinere, die zunächst Europa treffsicher warnen würden, so das eventuelle Kalkül von Putin.

Was wäre, wenn…

…jetzt ein Donald Trump im Weißen Haus säße? Er würde Deutschland und Europa im Regen stehen lassen, nach dessen vollmundiger Schilderung hätte Putin unter seiner Führung die Ukraine nicht angegriffen. Ein unsensibler, narzißtisch-rassistischer Möchtegern-Präsident möchte uns erklären, wie dieser Despot Putin tickt? Das können wir getrost wegstecken, im Jahre 2024 mag die Welt sich im schlimmsten Fall komplett verseucht neu ordnen, ohne daß jemals ein Mensch sie wieder gestalten kann!

Möge dieser Kelch an uns vorbeiziehen, schlimm genug, daß The Donald vier lange Jahre in den USA sein Unwesen trieb. Jetzt handelt Putin in Osteuropa, die Welt sollte ihn tunlichst stoppen, bevor er noch mehr Schaden anrichten wird. Es fragt sich nur wie. Diplomatie scheint keine Option mehr zu sein, auch wenn diese Tür immer offenstehen muß.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Freiheit, Mutter des Friedens

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Wo wurde es verloren,
das Wort,
das Frieden geboren?

Existierte es nie,
war Mär,
ist Phantasie?

Freiheit eint,
ich höre,
sie weint.

Liebe, Verständnis
sitzen
im Gefängnis.

Despoten,
deren Dasein
verboten.

Wer entzieht
die Freiheit,
nie Frieden sieht.

Das Wort,
das Frieden gebar
immer ein sicherer Hort.

Freiheit,
Mutter des Friedens,
gib auch du ihr Geleit.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Putin fordert den Westen heraus

Mit Sanktionen wird es nicht getan sein

Der 24. Februar 2022, ein neues Geschichtsdatum, der Beginn des Krieges gegen die Ukraine, den Wladimir Putin vollmundig rechtfertigt, ohne jedwede Bedenken, sicherlich nicht im Sinn des russischen Volkes, welches ohnehin noch nie zuvor von einem Zaren oder den kommunistischen Sowjets gefragt wurde. Es hat sich zu fügen, untertänigst zu gehorchen.

Genau diese Mentalität macht sich der Kreml ganz selbstverständlich zunutze, mit einem ernsthaften Demokratieverständnis hat dies nichts gemein, zumal Putin sowieso als Despot die Russische Föderation regiert, sich alle Rechte herausnimmt. Mit derselben Dreistigkeit hat er nunmehr den Westen vor vollendete Tatsachen gestellt mit diesem Krieg in Osteuropa.

Spekulationen nicht von der Hand zu weisen

Angesichts jenes unerschrockenen Angriffs in der Ukraine müssen die westlichen Bündnispartner und somit auch die Nato sich auf härtere Kriegsoptionen einstellen. Dabei steht die Frage im Raum, ob es dafür nicht bereits zu spät sein dürfte. Ausgerechnet Deutschland kann sich nicht gerade als militärisch gut gerüstet bezeichnen, zumal nicht einmal ein Bataillon einem russischen Angriff trotzen könnte.

Große Sorgen sollte uns vor allem die rotzfreche Haltung von Alexander Lukaschenko bereiten, der jüngst, also noch Tage vor dem jetzigen Krieg äußerte, er schließe Stationierung von Atomwaffen nicht aus. Derartige Waffen in den Händen eines Diktators verheißen nichts Gutes, bedeuten eine zusätzliche Bedrohung.

Was gestern galt, morgen hinfällig?

Die Nato-Russland-Grundakte hat Wladimir Putin mit dem Beginn des gestriges Krieges, ohne mit der Wimper zu zucken, zerstört. Während noch Emmanuel Macron und Olaf Scholz sich in Moskau diplomatisch bemühten, die Russland-Krise, wie Annalena Baerbock diese völlig berechtigt betont, abzuwenden, schlummerte ganz offensichtlich in russischen Schubladen, heute wohl eher in PC-Programmen, der gezielt geplante Angriff gen Ukraine. Wladimir Putin hat den Westen schlichtweg angelogen!

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Putin hat nunmehr die Weltpoltik eines Besseren gelehrt. Zusammen mit der VR China beabsichtigt er ganz offensichtlich eigene Pläne, die man durchaus als Bedrohungslage ungeahnten Ausmaßes betrachten sollte. Daß die jetzt beschlossenen Sanktionen letztlich wirkungslos verpuffen werden, davon muß man längst ausgehen. Doch wie kann man diesen Aggressor noch stoppen? Wohl eher nicht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Verderbtheit verhökern

Die Mätressen
faschistischer Interessen,
Gier nach Reichtum,
fragwürdiger Brauchtum,
diese Art von Kultur,
eine Tortur.

Natürlich
auch dabei wie üblich,
Egoismus,
Narzißmus,
das Salz in der Suppe,
fürs Püppchen, sorry, Puppe.

Auf seinen Partys, Toleranz
nicht dabei beim Tanz,
genausowenig Humanität,
die hat keine Priorität,
Handlanger sind durchzufüttern,
um etwaige Neider zu erschüttern.

So der Faschismus feiert,
das Diktatorische gut verschleiert,
seinen Aufopferungswillen
mit braun getönten Brillen,
verhökert Verderbtheit tausendfach,
Täuschung ist seine Sach.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Frieden weicht Krieg

Stell dir mal vor,
es herrscht Krieg im Osten Europas,
und die Welt schaut zu,
kommt weiterhin nicht zur Ruh‘.

Stell dir mal vor,
der Putin entnazifiziert die Ukraine,
und die Welt hält still,
das eigentlich niemand will.

Stell dir mal vor,
Nazis haben das real geplant,
und die Welt verharrt,
Linke in Putin vernarrt.

Stell dir mal vor,
der böse Ami diesmal nicht schuld,
und die Welt endlich analysiert,
was da tatsächlich passiert.

Stell die mal vor,
Oligarchen haben immer Recht,
und die Welt übersieht das,
solch Ignoranz ziemlich krass.

Stell dir mal vor,
Frieden weicht Krieg,
und die Welt dreht sich weiter,
zerstört des Menschen Himmelsleiter.

Stell dir mal vor,
es ist Krieg,
und keiner geht hin,
das macht real Sinn!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Wladimirs größte Kür

Ost-West-Konflikt in dessen Hirn tickt

Der Größenwahn, den hat’s manchen schwer angetan. Warum sollte dies bei Wladimir anders sein, er ist doch och nur ein bedauernswertes Männlein und damit keineswegs allein. Vor acht Jahren holte er sich die Krim, welch fataler Sinn, rätselte entrüstet noch der Westen. Doch dies lief eben nicht zu seinem Besten. Er wollte schlichtweg mehr, wünschte sich innigst gar sehr, es mögen andere mit ihm ziehen. Zunächst äußerte sich das in Fliehen.

Eine Opposition baute sich auf, es folgte ein schlichtes Hau drauf. Ärzte fielen unverhofft aus Fenstern in die Tiefe, das Blut am Boden greulich triefte, Gift war schnell mit im Spiel, für kritische Stimmen im Westen war das dann zuviel. Putin stand da als Bösewicht. Gefallen hat ihm dies sicherlich nicht. Allerdings wußte es nur zu genau, etliche hielten ihn für schlau, wie er die bösen Amis hintergehen kann, denn selbst ist der Mann.

Gesagt, getan, da mußte das Internet ran. Mal soeben im Trump-Wahlkampf was ausgeheckt, schlichtweg dortigst geschickt gehackt, damit der blonde Dolle die Wahl gewinnt, dem Westen manch Trumpf entrinnt. So hatte Putin den Donald im Sack, der glänzte selbstsicher in seinem Frack, ohne zu wissen, was dabei ging ab. Hauptsache nen goldenes Klo, so ist das halt so. Wer geistig umnebelt herumprotzt, ständig trotzt, der dumm aus der Wäsche glotzt!

Jetzt hat der Wladi zwei Republiken in der Ukraine als Russisch deklariert. Und was passiert? Krieg im Osten Europas ansteht. Für Frieden ab jetzt zu spät. So schnell der vergeht. Doch letztlich Wladi was größeres sät. Er möchte die alte UdSSR wieder zurück, das hat er im Blick. Heute die Ukraine, später die ehemalige DDR wieder im Sinne? Ost-West-Konflikt in dessen Hirn wie ne Bombe ohne Zünder tickt? Wer weiß, ganz ohne Scheiß, was der Putin tatsächlich ausheckt, in seinem tiefsten Inneren an Größenwahn sich versteckt?!

Putinisten sind alles andere als Opportunisten, sie wissen nur zu genau, wie sie gezielt Menschen lenken können. Es geht keinesfalls ums Versöhnen, vielmehr um ein Zurück zum Nationalismus. Solch ein Stuß! Wir hatten doch im letzten Jahrhundert den endlich mit der EU überwunden. Schon wieder haben Faschisten in forcierten Runden Haß gesät. Und das tatsächlich geht? Wie dumm muß ein Teil im Volke sein, um zu gehen denen erneut auf den Leim!

So schließt sich letztendlich ein dramatischer Kreis, anfangs ziemlich leis‘, am Ende greifen jene Nazis zu den Waffen, werden Demokratien abstrafen, einem Führer hinterherrennen. Wo waren nur beherzte Antennen, um jene Geister zu stoppen? Es geht nicht um ein harmloses Foppen, sondern um nackte Gewalt, die sich inzwischen zusammenballt. Lassen wir sie nicht zu, sonst kommt die Welt nicht zur Ruh, sondern heißt es wiedermal Zerstörung durch Kriege.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Richtungen gestalten

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An der Reling
kein Rettungsring,
angelehnte Personen,
die drüben wohnen
auf der anderen Seite
mit Blick ins Weite,
oder auf die Höhen gegenüber,
wenn’s Tag ist und kein trüber.

Hier trifft man sich,
unverbindlich,
auf den Wellen
Winde nur Worte zerschellen,
niemand ist bei Sturm auf See,
jede Unterhaltung wäre passé,
bei klarem Blick und Wetter
Sprache wirkt stets netter.

Auf neutralem Boden im Boot,
wenn das Schiff schwankt im Lot,
fühlt sich niemand verschaukelt,
keine Sichtweisen werden vorgegaukelt,
die Fata Morganas gleichen,
verschiedene Positionen ausreichen,
um die nächste Richtung zu gestalten,
ansonsten ergibt man sich den Gewalten.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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