Verderbtheit verhökern

Die Mätressen
faschistischer Interessen,
Gier nach Reichtum,
fragwürdiger Brauchtum,
diese Art von Kultur,
eine Tortur.

Natürlich
auch dabei wie üblich,
Egoismus,
Narzißmus,
das Salz in der Suppe,
fürs Püppchen, sorry, Puppe.

Auf seinen Partys, Toleranz
nicht dabei beim Tanz,
genausowenig Humanität,
die hat keine Priorität,
Handlanger sind durchzufüttern,
um etwaige Neider zu erschüttern.

So der Faschismus feiert,
das Diktatorische gut verschleiert,
seinen Aufopferungswillen
mit braun getönten Brillen,
verhökert Verderbtheit tausendfach,
Täuschung ist seine Sach.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Frieden weicht Krieg

Stell dir mal vor,
es herrscht Krieg im Osten Europas,
und die Welt schaut zu,
kommt weiterhin nicht zur Ruh‘.

Stell dir mal vor,
der Putin entnazifiziert die Ukraine,
und die Welt hält still,
das eigentlich niemand will.

Stell dir mal vor,
Nazis haben das real geplant,
und die Welt verharrt,
Linke in Putin vernarrt.

Stell dir mal vor,
der böse Ami diesmal nicht schuld,
und die Welt endlich analysiert,
was da tatsächlich passiert.

Stell die mal vor,
Oligarchen haben immer Recht,
und die Welt übersieht das,
solch Ignoranz ziemlich krass.

Stell dir mal vor,
Frieden weicht Krieg,
und die Welt dreht sich weiter,
zerstört des Menschen Himmelsleiter.

Stell dir mal vor,
es ist Krieg,
und keiner geht hin,
das macht real Sinn!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wladimirs größte Kür

Ost-West-Konflikt in dessen Hirn tickt

Der Größenwahn, den hat’s manchen schwer angetan. Warum sollte dies bei Wladimir anders sein, er ist doch och nur ein bedauernswertes Männlein und damit keineswegs allein. Vor acht Jahren holte er sich die Krim, welch fataler Sinn, rätselte entrüstet noch der Westen. Doch dies lief eben nicht zu seinem Besten. Er wollte schlichtweg mehr, wünschte sich innigst gar sehr, es mögen andere mit ihm ziehen. Zunächst äußerte sich das in Fliehen.

Eine Opposition baute sich auf, es folgte ein schlichtes Hau drauf. Ärzte fielen unverhofft aus Fenstern in die Tiefe, das Blut am Boden greulich triefte, Gift war schnell mit im Spiel, für kritische Stimmen im Westen war das dann zuviel. Putin stand da als Bösewicht. Gefallen hat ihm dies sicherlich nicht. Allerdings wußte es nur zu genau, etliche hielten ihn für schlau, wie er die bösen Amis hintergehen kann, denn selbst ist der Mann.

Gesagt, getan, da mußte das Internet ran. Mal soeben im Trump-Wahlkampf was ausgeheckt, schlichtweg dortigst geschickt gehackt, damit der blonde Dolle die Wahl gewinnt, dem Westen manch Trumpf entrinnt. So hatte Putin den Donald im Sack, der glänzte selbstsicher in seinem Frack, ohne zu wissen, was dabei ging ab. Hauptsache nen goldenes Klo, so ist das halt so. Wer geistig umnebelt herumprotzt, ständig trotzt, der dumm aus der Wäsche glotzt!

Jetzt hat der Wladi zwei Republiken in der Ukraine als Russisch deklariert. Und was passiert? Krieg im Osten Europas ansteht. Für Frieden ab jetzt zu spät. So schnell der vergeht. Doch letztlich Wladi was größeres sät. Er möchte die alte UdSSR wieder zurück, das hat er im Blick. Heute die Ukraine, später die ehemalige DDR wieder im Sinne? Ost-West-Konflikt in dessen Hirn wie ne Bombe ohne Zünder tickt? Wer weiß, ganz ohne Scheiß, was der Putin tatsächlich ausheckt, in seinem tiefsten Inneren an Größenwahn sich versteckt?!

Putinisten sind alles andere als Opportunisten, sie wissen nur zu genau, wie sie gezielt Menschen lenken können. Es geht keinesfalls ums Versöhnen, vielmehr um ein Zurück zum Nationalismus. Solch ein Stuß! Wir hatten doch im letzten Jahrhundert den endlich mit der EU überwunden. Schon wieder haben Faschisten in forcierten Runden Haß gesät. Und das tatsächlich geht? Wie dumm muß ein Teil im Volke sein, um zu gehen denen erneut auf den Leim!

So schließt sich letztendlich ein dramatischer Kreis, anfangs ziemlich leis‘, am Ende greifen jene Nazis zu den Waffen, werden Demokratien abstrafen, einem Führer hinterherrennen. Wo waren nur beherzte Antennen, um jene Geister zu stoppen? Es geht nicht um ein harmloses Foppen, sondern um nackte Gewalt, die sich inzwischen zusammenballt. Lassen wir sie nicht zu, sonst kommt die Welt nicht zur Ruh, sondern heißt es wiedermal Zerstörung durch Kriege.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

Veröffentlicht unter Satire | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Richtungen gestalten

https://pixabay.com/de/photos/schiff-boot-piratenschiff-meer-4236248/

Bild von Dimitris Vetsikas auf Pixabay

An der Reling
kein Rettungsring,
angelehnte Personen,
die drüben wohnen
auf der anderen Seite
mit Blick ins Weite,
oder auf die Höhen gegenüber,
wenn’s Tag ist und kein trüber.

Hier trifft man sich,
unverbindlich,
auf den Wellen
Winde nur Worte zerschellen,
niemand ist bei Sturm auf See,
jede Unterhaltung wäre passé,
bei klarem Blick und Wetter
Sprache wirkt stets netter.

Auf neutralem Boden im Boot,
wenn das Schiff schwankt im Lot,
fühlt sich niemand verschaukelt,
keine Sichtweisen werden vorgegaukelt,
die Fata Morganas gleichen,
verschiedene Positionen ausreichen,
um die nächste Richtung zu gestalten,
ansonsten ergibt man sich den Gewalten.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Jede Zukunft hat ihre berechtigte Entwicklung

https://pixabay.com/de/photos/tor-t%c3%bcr-eingang-alt-pforte-2406933/

Bild von Peter H auf Pixabay

Kein Dilemma, welches ungelöst verbleibt

Eine Welle der Reizüberflutung verbreitete sich allgegenwärtig, ließ manche resignieren, während andere wiederum sich veranlaßt sahen, erst recht äußerst vehement aktiv zu werden. Doch erreichten jene auch wirklich die erwünschten Ergebnisse, ein zutiefst starkes Verlangen nach Aufklärung zu befriedigen? Wer weiß.

Fest stand, daß Faktor Zeit eine unüberwindbare Hürde wohl darstellte, gegen die kaum jemand gefeit war, außer daß ein jeder endlich einsah, diese als menschengemachte Indoktrination zu betrachten. Eine ständige Bedrohung ohnehin im Raume stand, weil Homo sapiens nie verinnerlicht hatte, inwieweit ein friedfertiges Zusammenleben möglich.

Aber an welcher Nahtstelle befanden sich nunmehr die Zweifelnden, die dennoch Hoffnung schöpften? Sollte es ihnen trotz aller Widrigkeiten gelungen sein, Wege aus den Krisen nicht nur zu erdenken, sondern darüber hinaus nachhaltig sie für immer zu beenden? Es sah tatsächlich so aus.

Hatten noch Jahre zuvor kluge Geister von einem entstehenden Paradigmenwechsel berichtet, vollzog er sich fast im Stillen und doch sehr offensichtlich, um den Menschen nicht nur die Augen zu öffnen. Gezieltes Handeln veranlaßte anfänglich entsprechend gut organsisierten Widerstand, die Mächtigen wirkungsvoll und sehr offensichtlich bloßzustellen, sie dadurch letztlich zu entthronen, was zu spürbar schnellen Erleichterungen führte, besonders bei den Ärmsten der Armen, denen völlig unbürokratisch direkt geholfen wurde.

Eine Welt ohne materielles Verlangen, in der nicht der Habitus zählte, aber viel eher ein sich auslebendes Sein im Sinne aller, eine irrationale Wunschvorstellung, die paradiesische Träume erwecken sollte? Keineswegs. Endlich gelang der Menschheit die entscheidende Wende, die bis dort alles jemals Dagewesene in Frage stellte, – außer jenen uralten Zeiten, die im Verborgenen sich nicht gänzlich beweisen ließen, was die historischen Abläufe anbelangte.

Wer weiß schon, was solche Zeilen bewirken mögen, in denen wir vorgreifen in eine Zukunft, die uns erwarten wird, egal ob kriegerische Gesellen meinen, sie müßten erneut die Waffen sprechen lassen mit unfaßbar zerstörerischer Kraft, die gar nahezu fast alles Leben auszulöschen vermag. Dennoch Geist erhalten bleibt, um sich neu zu orientieren – und so schließt sich der Kreis einer längst vorhergesagten Wirklichkeit.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

Veröffentlicht unter Quergedachtes | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Hinweg ihr Putinisten

Diktatoren
werden nicht geboren,
sie seien auserkoren,
zu verdienen ihre Sporen,
dabei Menschlichkeit verloren,
Hauptsache herbeigeschworen,
wer widerspricht, baumelt vor Toren,
ob Junge oder Senioren,
qualvoll tief im Osten erfroren,
Gewißheit sichtbar auf Monitoren,
textlich verbessert durch Lektoren,
ratlos Moderatoren und Autoren,
wir kennen aber alle Faktoren,
Putin nicht gewähren zu lassen
in seinem Hassen!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Kommunikationsdilettanten

Wie schwach ihr seid, ihr Querulanten,
euer Auftreten als Herde Elefanten,
die euch als gewichtige Masse
Platz verschaffen soll auf der Straße,
ist nichts anderes, als ein Versuch
zu entkommen dem Fluch
der vollkommenen Nutzlosigkeit
eurer schnoddrigen Blasiertheit.

Wie schwach ihr seid, ihr Querulanten,
ihr opferwilligen Simulanten,
wer Freiheit mit Diktatur gleichsetzt,
wen humanistische Gedanken entsetzt,
der will keine soziale Gesellschaft,
der lechzt nach gehorsamer Sippschaft,
wer sich Angst und Gewalt verschworen,
der hat den Weg des Friedens längst verloren.

Wie schwach ihr seid, ihr Querulanten,
oder auch Kommunikationsdilettanten,
die einzige Sache, die ihr versteht,
wie man Wissen in Blödheit verdreht,
in eurer Zukunft braucht man keine Klugen,
nur genügend, die dumm aus der Wäsche lugen,
wer das geistige Vermögen degeneriert,
ein Schwächling ist, kapiert.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar