Trotz Wetterextreme ein weiter so?

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Es geht ans Eingemachte

Was muß denn noch alles geschehen, bis auch der Letzte begreift, daß wir keine vorübergehenden Extremwetterlagen haben? Dabei stets die lapidaren Ausreden formuliert werden, es hätte schon immer hin und wieder solche Naturereignisse gegeben. Mensch in seiner schlichtweg simplen gestrickten Art, Gott und wer weiß noch für solch Geschehen verantwortlich zu machen, statt sich selbst zu hinterfragen, wessen Anteil er daran hat!

Wetterextreme bestätigen den Klimawandel, lautete die Überschrift vom 02. August 2018. Kurz danach wurde Greta Thunberg aktiv, startete ihren Schulstreik fürs Klima, der Beginn zur Entwicklung, die schließlich in Fridays For Future mündete. Heute eine weltweite Bewegung, die absolut notwendig ist angesichts der Ignoranz von politisch Verantwortlichen.

Apokalyptische Prognosen längst im Anmarsch

Tragisch genug die weltweiten Kriege. Doch die Menschheit hat noch andere Untaten im Gepäck. Den Klimawandel ignorieren, Wetterextreme einfach hinzunehmen. Doch damit kann es mitnichten getan sein, unser Wissen über deutliche Zusammenhänge läßt sich nicht wegdenken, sondern bedarf gezielter Korrekturen, wollen wir nicht eine millionenfache Opferzahl hinnehmen.

Isabelle Buckow hat für Greenpeace anschaulich in ihrem Artilel Extremwetter – Wetterextreme die drohenden Szenarien zusammengefaßt, die auf uns zukommen, heute schon dramatische Wirklichkeit sind. Dabei zeigt sich einmal mehr, was Mensch trotz Appellen des Klimarates weiterhin versäumt, um wenigstens Schadensbegrenzung einzuleiten.

Jahrzehntelange Warnungen einfach ignoriert

Letztendlich wurde seit Jahrzehnten vor diesen Ereignissen gewarnt, nicht nur von der Wissenschaft. Es waren auch die Hopi oder der Seher Edgar Cayce, die dies prophezeiten. Das wurde als Humbug abgetan, jedoch hat die Wirklichkeit uns längst eingeholt, so daß jene Aussagen leider in Gänze zutreffen.

Insofern kann man die jüngsten Aktionen nur unterstützen, den Aufstand der letzten Generation als folgerichtig werten. Eine Fortsetzung halbherziger Politik bedeutet wesentlich mehr Opfer, deshalb sind Proteste dringender denn je.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Milchkaffee und Zwiebelsuppe

Die Auswahl war riesig,
sie fror in sich hinein
vor diesen Angeboten,
es gab keine Entscheidung,
wenn ihr kalt.

Hunger schreit nach Wärme,
einen Milchkaffee, bitte,
Stühle sind noch frei,
schattenlose Erinnerungen
die vielen Stimmen hier.

Kalt gerührte Zwiebelsuppe
läßt sich prima schlürfen,
die Melodie verteilt sich weit,
Erfolg wärmt ihr Lächeln,
beim Stückchen zerkau’n.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Dieser Zweck heiligt solch Mittel

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Nur recht und billig
jedes Argument,
um Krieg zu beginnen,
sei es aus Schwäche,
Stärke oder inszeniert.

Hauptsache wir sind willig,
auf sicherem Fundament
für jede zu bezahlende Zeche,
egal von wem definiert.

Politik reagiert meist zu spät,
Vertrauen dadurch geht verloren,
Geschichte verharrt in Ohnmacht,
während zu viele sterben.

Am Ende manch Mensch fleht,
obendrein genügend wird geboren,
damit es in Zukunft erneut kracht,
welch unsinniges Verderben!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Grünes EU-Label für Kernenergie hochbrisant

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Das deutsche Nein erwartungsgemäß ignoriert

Die deutsche Politik etwa in einer Pattsituation? Schließlich hat die EU-Kommission entgegen der festen Meinung der deutschen Regierung ein Öko-Label für Kernenergie und Erdgas beschlossen. Bei letzterem hätte die Mannschaft von Olaf Scholz noch kompromißbereit eine Weile lang zustimmen können. Hingegen war der endgültige Ausstieg aus der Atomkraft längst vollzogen, ein Wiedereinstieg stand somit nicht zur Debatte.

Nunmehr glaubt die EU also, sie könne mit den neuen Klima-Siegeln bis 2050 klimaneutral werden. Welch fataler Trugschluß! Schon die beiden Super-GAUs von Tschernobyl und Fukushima vergessen, verdrängt? Daß die EU-Taxonomie von Beginn an ein großer Bluff sei, sollte jedem klar gewesen sein, der noch halbwegs kritisch die Sachlage durchschaut, erst recht mit jener Ignoranz seitens Ursula von der Leyen. Parallelen zu Günther Oettinger lassen sich nicht wegdenken, der schließlich neun Jahre sich in der EU-Kommission tummelte.

Eine Mehrheit zur Klage gegen die neuen Regeln eher unwahrscheinlich

Zumal wenigstens 20 Mitgliedsstaaten sich einig sein oder aber im Europaparlament über eine absolute Mehrheit verfügen müßten. Das trifft wohl eher mitnichten zu. Frankreich macht sich obendrein stark, verfolgt erneut den längst vollzogenen Weg der Atomenergienutzung, glaubt jetzt erst recht, aufs richtige Pferd zu setzen.

Wie schnell sich doch Meinungen ändern können bei geringsten Anlässen. Obwohl gerade die Klima-Krise uns alle doch zugenüge die Augen öffnen sollte, wesentlich genauer abzuwägen, hinzuschauen und vor allem auf die Warnungen der Wissenschaft zu hören. Wohl gemerkt, nicht auf diejenigen, die nur das große Geld wittern, ohne Rücksicht auf Gefahren oder Verluste.

Finnisches Atom-Müllendlager „Onkalo“ der rettende Anker?

Angeblich sollen diese Tunnel das größte Kernkraft-Problem lösen. Die finnische Firma Posiva protzt mit der Behauptung, „sie hätte eine Lösung, die ein Beispiel für die ganze Welt sei“. Davon kann keine Rede sein bei genauerer Betrachtung. Wer mit verkehrten Daten hantiert, obendrein gewisse Risiken ausschließt, muß sich die Kritik gefallen lassen, tatsächlich eher unseriös aufzuwarten.

Das scheint aber die EU nicht in Betracht gezogen zu haben, sondern ließ sich ganz offensichtlich blenden. Wer dermaßen blauäugig mal wieder auf die Versprechen von bestimmten Wirtschaftsinteressen hereinfällt, der hat noch nicht kapiert, was Sache ist. Es geht um Sicherheit, um das Wohl aller und eben nicht einiger Weniger, die sich schlichweg nur die Taschen vollstopfen wollen!

Wenigtens hat die Nuklearindustrie erste Bedenken, äußert sich skeptisch, weil sie Angst vor eventuellen Kosten habe, die sowieso eben nicht abschätzbar seien. Am besten, das ganze Projekt der AKW-Nutzung bricht wie ein Kartenhaus in sich zusammen, schließlich gibt es genügend Herausforderungen, tatsächlich klimaneutral zu agieren mithilfe erneuerbarer Energien ohne jene Risiken.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

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Wenn Waffen sprechen

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Mittags
kurz vor Friedensende
in Europa.
Was war eher da?
Krieg oder friedliche Hände?
Mensch, sag’s!

Diplomatie
erneut versagt
in Europa.
War’s schon immer klar?
Kinder leiden ungefragt,
welch brutale Ironie!

Krieg
unmittelbar anklopft
in Europa.
So wie weltweit jedes Jahr.
Menschliches Blut dann tropft,
es gibt niemals Sieg!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Aufstand der letzten Generation startet durch

Straßenblockaden ein wichtiger Beginn

Während auf Straßen und Plätzen in vielen deutschen Städten immer noch Coronaleugner von Freiheitsberaubung plärren, zeigt ihnen mit aller Deutlichkeit „die letzte Generation“, was Sache ist, um was wir uns alle mit Nachdruck kümmern müssen. Ums Überleben, weil auch die jetzige neue Bundesregierung zu zögerlich durchstartet, somit ein Signal setzt, zurecht anmahnt.

Das steckt hinter den Autobahnblockaden in Berlin, tituliert T-Online ihren Bericht, Anne-Sophie Schakat beschränkt sich auf Berlin, bemüht sich aber um eine sachliche Auseinandersetzung zum Thema. Dabei zitiert sie auch die Beendigung des Hungerstreiks von Klimaaktivisten, Olaf Scholz hatte Gesprächsbereitschaft angezeigt. Allerdings sei er auf deren Forderungen bis Ende 2021 nicht eingegangen. Daher die jetzigen Blockaden beginnen.

#EssenRettenLebenRetten

Dies sei der erste Schritt, wie man auf der Internetseite der Initiative Auftstand der letzten Generation lesen kann, die angekündigten Maßnahmen der Regierung seien nicht geeignet, um den Klimakollaps zu verhindern. Wer das abstreitet, hat den Ernst der Lage noch nicht erkannt.

Einerseits hat der Bundeskanzler das Gespräch in der Friedrich-Ebert-Stiftung geführt, andererseits zeigte es nur allzu deutlich auf, daß uns allen die Zeit davonrennt, die Politik am Ende versagt, wie Henning Jeschke ausdrücklich betonte.

Proteste durchaus berechtigt und notwendig

Hand aufs Herz, ohne die Protestbewegungen der letzten Jahrzehnte, besonders hierzulande, hätte sich politisch viel weniger geändert, säßen die Grünen mitnichten im Deutschen Bundestag. Es ist das Gebot der Stunde, daß die Politik sich auch tatsächlich bewegt, in aller notwendiger Geschwindigkeit. Die zurückliegenden Jahrzehnte haben verdeutlicht, wie halbherzig die anstehenden Probleme schlichtweg ignoriert wurden.

Mit FFF gestalten natürlich Proteste sich wesentlich einfacher, weil deren Auf-merksamkeit weltweit beachtet wird, genügend Nachahmer mit Nachdruck sich zur Wehr setzen. Insofern kann man Aufstand der letzten Generation nur zustimmen, es ist kurz nach Zwölf, keine Zeit mehr vorhanden fürs Wegducken, will die Menschheit noch überleben.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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Geliebter minimaler Raum

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Einige Schritte vor,
einige zurück,
stehen, wippen,
minimaler Raum
ohne Grenzen,
selbstgewählte Zelle
mit Blick
und Blick zurück.

Mit Aussicht
zum schnellen
Weiterkommen,
rasant dem Ort,
der Zeit entwischt.

Es gab Plätze,
die ich liebgewonnen,
beim Verlassen
Traurigkeit mich befiel,
ich versprach
wiederzukommen
zu dieser Straße,
dieser Stelle.

Mein Versprechen
halte ich noch immer
im Blick,
mit Blick zurück
ohne Grenzen
begehe ich
den minimalen Raum
mit Aussicht
auf ein Weiterkommen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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