Ankommen

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Ich schlief ein,
zwei-, dreimal,
die Fahrt lang,
stickig die Luft.

Der Zug hielt,
zwei-, dreimal,
ich stieg aus,
heimatlich hier.

Ich sah mich um,
zwei-, dreimal,
ein Zug hielt,
ich stieg ein.

Die Fahrt begann,
zwei-, dreimal,
ich wachte auf
im Zuhause.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Wahljahr 2022 richtungsentscheidend in Deutschland

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Bewährungsprobe für die einen, Sinkflug für andere

Gelästert wurde bereits im Vorfeld, als die Ampelparteien sich zu Sondierungsgesprächen einfanden, während die Union abgeschlagen auf dem Weg zur Opposition auf der Suche zu einem neuen Vorsitzenden zunächst orientierungslos dastand. Jetzt soll es Merz richten.

Vier Landtagswahlen und die Wahl zum Bundespräsidenten stehen im neuen Jahr 2022 bevor. Keinesfalls ein Superwahljahr, aber durchaus als erste Prüfung der neuen Bundesregierung, ob sie denn sattelfest das politische Geschehen weiterhin beherrschen vermag.

Was die Prognosen im Einzelnen bedeuten

Mit Blick zu einer möglichen Bundestagswahl schaut es laut INSA vom 01. Januar wie folgt aus. Die Union käme demnach auf 24%, die Sozialdemokraten verbessern sich, erhielten 27% der Wählerstimmen. Ebenso die Grünen hinzugewinnen mit 16%. Gleichwohl die Nazis mit 11%, während die Liberalen ein wenig verlieren, mit nur noch 10%. Die Linken verharren bei 5%, nicht weiter verwunderlich angesichts der anhaltenden Zustimmung von Sahra Wagenknecht.

Am 27. März finden die Landtagswahlen im Saarland statt. Dort würde die Union erheblich an Stimmen verlieren. Laut Infratest dimap vom 24. November 2021 käme sie nur noch auf 28%, ein Verlust von rund 13%, während der SPD 33% prognostiziert wurde, ein Plus von über 3%. Die Linke hätte ein Minus von 6%, also mehr als die Hälfte im Vergleich zur letzten Landtagswahl!

Bei der Landtagswahl Schleswig-Holstein am 08. Mai schaut es ganz ähnlich aus. Die Union würde laut INSA auch vom 24. Novemeber 2021 satte 11% an Wählerstimmen verlieren, erhielte nur noch 21%. Die SPD würde sich mit 0,7% verbessern, die Grünen und Liberalen ebenso, allerdings die Grünen höher.

Eine Woche später steht die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen an. Dort wiederholt sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen der Union und der SPD. Laut Forsa vom 15. Dezember 2021 erhielten beide Lager 27%. Die Grünen würden fast 11% zulegen, während die Linke nahezu ein Prozentpunkt verlieren würde, nur noch 4% der Wähler überzeugen können.

Im Herbst, am 09. Oktober, wird der Landtag von Niedersachsen neu gewählt. Die Union hätte mit einem Verlust von über 10% zu rechnen laut Infratest dimap vom 19. November 2021, erhielte nur noch 23%, während die SPD mit 36% gerade mal 0,9% weniger Wählerstimmen hätten. Auch dort punkten die Grünen, würden sich auf über 7% verbessern mit 16% laut Wahlprognose. Die FDP hätte 2,5% an Stimmenzugewinn mit 10%.

Kann sich Frank-Walter Steinmeier weiterhin behaupten?

Am 13. Februar findet die 17. Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten statt. Doch Grüne zögern weiter bei zweiter Amtszeit Steinmeiers, sie bevorzugen eine Frau als Bundespräsidentin. Der Grünen-Politiker Omid Nouripour bedauert zurecht, daß stets Frauen fürs Amt von den Parteien nominiert würden, die ohnehin keine Chance hätten, kein Gegengewicht für die Gleichberechtigung.

Insofern darf man eher davon ausgehen, daß mit der satten Mehrheit der Ampel-Koalition Frank-Walter Steinmeier bestätigt wird für dessen zweite Amtszeit.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Neujahr 2022

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Wunsch fürs Neujahr

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Hurra,
das neue Jahr ist da.
Alles klar.
Vorbei, was einmal war?

Erneut eine Menschenschar,
Widerstand noch zu rar.
Welch Beginn im neuen Jahr,
unter ihr gar kein Narr.

Sie fordern Freiheit,
doch die geht zu weit.
Corona braucht seine Zeit,
erfordert geduldige Einigkeit.

Jene Leugner sind aber nicht bereit,
suchen viel eher provozierten Fight,
fühlen sich wohl in diesem Streit,
ergötzen sich an all dem Leid.

Möge der Kelch an uns vorbeiziehen,
es nützt so gar kein Entfliehen.
Vielmehr Zusammenhalt im Team,
selbst wenn Humanismus ist verschrien.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Silvester – Neujahr

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Steinerne Fregatte

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Das steinerne Schiff
auf meinen Bühl,
umgeben von Brennesseln,
Brombeeren und Winden,
war die aussichtsreichste Welt,
rechts und links nur Ferne,
vor mir der Bodanrück,
hinter mir das Zuhause.

Bröckelnde Stufen führen hinab
auf einen betonierten Rumpf,
der nur schwankt,
wenn ich Kreise tanze,
den Löchern, Rissen ausweiche,
die den Tanz choreographieren,
auf schaukelnden Wellen
schwebe ich in den Lüften.

Selbst in meinem Hotelzimmer
mit fließendem Wasser, Luxus
ist die grauweiße Form der Fregatte,
meine Insel, die selbst nachts leuchtet,
den Blindschleichen und Kreuzottern
es nicht ermöglicht, sich anzuschleichen,
um mich mit gespaltenen Zungen
zu hindern, mich in der Weite zu entfalten.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Unbequeme Wahrheiten kommen auf uns zu

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Trennt die Spreu vom Weizen, bevor es zu spät sein wird

In Krisenzeiten halten Menschen besser zusammen oder verdeutlichen ihren eigentlichen Charakter. Genau das erleben wir ganz besonders im zu Ende gehenden Jahr 2021. Zwischen diesen beiden Extremen spielt sich die Wirklichkeit ab, die manche eben nicht wahrhaben wollen, weil es vielleicht auch herrlich bequem zu sein scheint auf der Couch, im sicheren europäischen Westen. Dabei befinden sie sich unbedingt in einem ziemlich trügerischen Fahrwasser.

Während explizit Neonazis, also jene inzwischen im Deutschen Bundestag vertretenen Politiker der blauen Partei meinen, sie könnten weiterhin einen Keil in die Gesellschaft trimmen, eine Spaltung der Gesellschaft sich erwünschen, treibt dies etliche auf Straßen und Plätze, um erst recht in jener Corona-Pandemie diese für jene gezielten Zwecke für sich zu nutzen. Die Anhängerschar wächst dabei, gut sichtbar in den sozialen Medien, während Despoten gleichwohl daraus Kapital schlagen, von Trump bis Erdogan, von Orbán bis Putin. Sie alle nutzen Krisen für ihre Zwecke, rücksichts- und gewissenlos.

Die Kehrseite der Medaille läßt allerdings nicht lange auf sich warten. Gleichzeitig gibt es genügend Widerstände derjenigen, die jenes perfide Spiel längst durchschauen. Insofern obsiegen demokratische Kräfte? Im Prinzip schon, wenn nicht gleichzeitig genügend Unzufriedene parallel nur darauf warten, daß ein „starker Führer“ endlich wie Phönix aus der Asche erscheint, um sie zu retten vor staatlicher Willkür, „linken Zecken“, Flüchtlingen und anderen Wunschfeindbildern. Mit dermaßen billigen Argumenten lassen sich trotz intensiver Aufklärung nach wie vor einfache Menschen ködern, um jenen Phrasen auf den Leim zu gehen.

Obendrein hat Menschheit keine Zeit mehr, sich mit solchen Vorurteilen zu belauern, ganz andere Gefahren kommen auf uns zu. Unweigerlich. Die größte Herausforderung ist der Klimawandel, auch wenn es immer noch welche gibt, die ihn leugnen. Unverständlich, weil längst erwiesen. Das Ausmaß der nahenden Katastrophen ruft bei etlichen schlaflose Nächte hervor, zumal Politik weiterhin viel zu zögerlich agiert!

Wir haben aber keine Zeit mehr für jenes Abwarten oder Verharren. Die Jugendbewegung um Greta Thunberg hat daher unbedingt Recht, sie muß notgedrungen wesentlich heftiger protestieren, weil in der Bevölkerung selbst noch gehadert wird, es würde irgendwie gutgehen. Damit kann und wird es nicht getan sein. Gleichzeitig belastet unser Zusammenleben das Ausmaß etlicher Umweltbelastungen, vom Plastikmüll über Ölkatastrophen bis hin zur Luftverschmutzung besonders in Großstädten oder Ballungszentren.

Man könnte auch schlichtweg sagen, daß der Menschheit all die Warnungen der letzten Jahrzehnte auf die Füße fällt, weil die Ermahnungen von Greenpeace, dem Club of Rome oder Bürgerbewegungen nicht genügend Gehör fanden, um nachhaltiger politisch zu reagieren. Das ganze Ausmaß jener gleichgültigen Ausbeutung wird immer deutlicher, je genauer hingeschaut und die Mißstände beim Namen genannt werden. Es kann bereits zu spät sein, doch die Hoffnung, wahrlich, die stirbt tatsächlich zuletzt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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