Dennoch Chancen vorhanden
Trumps MAGA greift schier grenzenlos um sich, während in Wirklichkeit sowohl die US-Amerikaner selbst als nunmehr gleichwohl die Europäer darunter zu leiden haben. Ursula von der Leyens demütige Haltung dem autokratischen US-Präsidenten gegenüber läßt ziemlich tief blicken. Wer tatsächlich behauptet, der 15-Prozent-Zoll-Deal sei das kleinere Übel gegenüber den angedrohten 30 Prozent, die am 01. August folgen sollten, hat den Kern jener Rüpelei mitnichten verstanden!
Dabei hat dieser 47. US-Präsident einmal mehr gezeigt, mit welcher Skrupellosigkeit er die globale Politik mit Füßen tritt. Für ihn zählen weder eine multilaterale Zusammenarbeit noch liberale Prinzipien, erst recht keine Institutionen, sondern vielmehr sein natioalistischer Weg ganz im Sinne der MAGA-Bewegung.
Putin und Xi Jinping reiben sich längst die Hände
Schon könnte man vermuten, Russland sowie China haben das global politische Drehbuch verfaßt, in welchem jener Donald Trump seiner Rolle gerecht werdend demnach handelt. Denn während die Europäer als auch die USA selbst dadurch Schaden nehmen, können Putin und Xi Jinping ihre eigenen wirtschaftlichen Ziele verwirklichen. China rückt näher, um die angestrebte Weltherrschaft zu übernehmen.
Dabei spielt auch dieser brutale Krieg gegen die Ukraine eine nicht unwesentliche Rolle, weil China unverhohlen seine Vormachtstellung im Südchinesischen Meer ausbauen kann und wird, die USA obendrein im Nahen Osten beschäftigt sind.
Rechtskonservative Gefahren lauern
Und zwar wider die Demokratie. Ganz besonders auch hierzulande mit dieser KleiKo, denn ein Trump-Sympathiesant wie Jens Spahn, der obendrein mit Kanzlerabsichten hausieren geht, spielt den Nazis in der AfD in die Karten, die wiederum ganz gezielt Putins Kreml mischte. Keinesfalls eine Verschwörungstheorie, sondern vielmehr schlimmstenfalls Gewißheit, die spätestens 2029 in einem faschistischen Bündnis zwischen Konservativen und jenen Nazis münden kann.
Wer dabei tatenlos zuschaut, verkennt den Ernst der Lage. Insofern sollten alle demokratischen Kräfte sich dessen im Klaren sein. Verpassen wir es, dies zu verhindern, schaut es weltweit erst recht ziemlich düster aus!
Lotar Martin Kamm






