Ihr Glanz um sie herum

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Nunmehr, es schien ihr,
die Sonne gönne ihr zu wenig Licht,
ständig würde sie geblendet
von strahlenden Menschen.

Das Augenkneifen fast schon ein Tick,
Kälte in den Gliedern selbstverständlich,
in jedem Spiegel diffuses Flackern,
nicht mal ein Elefant darin zu erkennen.

Ein Elefant im Porzellanladen sei sie,
in Trümmern ihre Ausstattung,
zerbrochen die Fenster, die Sicht zur Welt,
verwundert war sie, das Glas nicht herausfiel.

Die Menschen sah sie zersplittert,
ihr Funkeln durch Prismen wahrnehmbar,
sie hatten keine eigene Ausstrahlung,
ihr Scheinen war der Glanz um sie herum.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Chance für eine Ampelkoalition ziemlich realistisch

Vielen Unkenrufen zum Trotz Mut zur Einigung

Die Union hat versagt, dafür haben sich drei Parteien angenähert, die allesamt einen Stimmengewinn verzeichneten zur 20. Bundestagswahl. Die CDU/CSU obendrein am Bundestagswahlsonntag gleich zweimal als größter Verlierer hervorging. Insofern eine eindeutige Bestimmung seitens der Wählerschaft, diese Ampelkoalition doch zu wagen.

Innerhalb relativ kurzer Zeit, – wir erinnern uns noch an die zähen Verhandlungen im Jahr 2017 zur möglichen Jamaika-Koalition, die schließlich scheiterte -, bemerkt Christian Lindner nach den Verhandlungen zur Ampelkoalition: „Eine Zäsur für die politische Kultur in Deutschland“, um noch hinzuzufügen, es habe lange Zeit keine vergleichbare Chance gegeben, Gesellschaft, Wirtschaft und Staat zu modernisieren. Recht hat er.

Alles nur Lippenbekenntnisse oder ein echter Aufbruch?

Selbstverständlich schwingt zugleich Skepsis in den Köpfen etlicher Kritiker, schließlich wiederholten sich in den zurückliegenden Legislaturperioden vollmundige Ver-sprechungen seitens der Vorgängerregierungen, 16 lange Jahre unter Angela Merkels Kanzlerschaft, ohne diese weitreichend umzusetzen. Vielmehr dümpelte man in vielen Bereichen vor sich hin, die Menschen im Lande fühlten sich zurecht verschaukelt, soziale Nöte nahmen zu, während Superreiche ihre Gewinne oft skrupellos einstrichen.

Schon liest man erste Abstriche, z.B. das Temoplimit 130 scheint vom Tisch gefegt worden zu sein, dafür sollen wenigstens Asylverfahren beschleunigt werden. Kein Wort zu den desolaten Flüchtlingscamps an der EU-Außengrenze, den dortigen extrem menschen-verachtenden Zuständen, in diesem Kontext der Verweis zum Interview mit Ina.

Natürlich einigten die drei Parteien sich auf den Mindestlohn von 12 Euro im ersten Jahr, was die Union vehement ablehnte, auch auf die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre bei Bundestags- und Euopawahl. Gut so, eine wichtige Entscheidung, schließlich können und sollten junge Menschen in diesem Alter ihr politisches Bewußtsein zum Ausdruck geben dürfen.

Klimaschutz, bezahlbarer Wohnraum, Offensive für mehr Pflegepersonal

Um nur mal drei Eckpunkte des Sondierungspapiers zu benennen, in welchem sich die drei unterschiedlichen Parteien einigten. Eine Forderung von FFF wird zugleich an-gestrebt, nämlich den Kohleausstieg aufs Jahr 2030 vorzuziehen statt 2038 wie die Große Koalition unter Angela Merkel noch verabschiedet hatte? Wir werden dies akribisch beobachten in den noch verbleibenden neun Jahren.

Bleibt zu hoffen, daß nicht in letzter Minute eine der drei Parteien einen Rückzieher macht. Wohl eher unwahrscheinlich angesichts des bisher zügigen Vorgehens.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Jeder ein Zuviel

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An mir vorbei
laufen sie
oder ich an ihnen,
unerkannt,
für immer unbekannt,
manchmal ein Lächeln,
oft, wie soll ich sagen,
mit Blick durch mich hindurch,
bin nicht wahrnehmbar,
geisterhaft, ein Schatten,
ohne bleibende Erinnerung,
ich bin ein Zuviel,
ohne und mit Abwertung,
sie gehen an mir vorbei,
und ich mit ihnen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Für meine alte Buche

Meine Bilder brauche ich nicht zu malen,
meine Träume nicht auszuschmücken,
meine Ängste nicht offenbaren,
meine Freude nicht ausposaunen
vor dir, du verstehst im Stillen.

Mit deiner wärmenden Flut
aus pulsierendem Leben
schenkst du mir Verständnis,
sobald ich mein pochendes Herz
an deinen Baumstamm lehne.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Bitte Platz nehmen im Deutschen Bundestag

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FDP in die Mitte – ein berechtigter Wunsch

Während die Verhandlungen zur Ampel-Koalition auf Hochtouren laufen, man kann sich nur wünschen, daß am Ende sie zustandekommt, haben die Liberalen völlig zurecht gefordert, sie wollen lieber im Bundestag neben Grünen als der AfD sitzen. Das kann ihnen niemand ernsthaft verdenken.

Wenn da nicht die Union wäre, die plötzlich entdeckt, daß rechtsradikale Abgeordnete ihr auf die Pelle rücken könnten. Ach, tatsächlich? Wie ist dann die Nähe zu den Nazis noch zu rechtfertigen, wenn man an jenen Herrn Maaßen denkt, ein NSU-Prozeß besonders durch christdemokratische Politik erheblich entgleiste?

Die FDP hat diese neue Sitzordnung sich redlich verdient

Selbstverständlich gehört die FDP in die Mitte des Bundesparlamentes zwischen Grünen und der Union. Das hätte schon vor vier Jahren so stattfinden müssen. Insofern bestätigen sich die einschlägigen Erlebnisse der zurückliegenden Jahre. Allein schon die sexuelle Belästigung im Bundestag spricht Bände, wie die bayerische SPD-Abgeordnete Bela Bach in diesem Sommer bekanntgab, sie sei kein Einzelfall.

Kein Wunder, daß besonders Nazis im Parlament keine Scheu haben, FDP-Abgeordnete entsprechend ungehobelt und unerschrocken vulgär sowie sexuell zu belästigen. Das sollen jetzt mal in Zukunft Unionsabgeordnete aushalten. Natürlich nicht, aber vielleicht ändert sich ja mal die Einstellung zu solchen Straftatbeständen, wie man sie mal klar und deutlich beim Namen nennen sollte!

Wie oft werden denn noch Nazis bei Bundestagswahlen bestätigt?

Obwohl jene AfD einen Stimmenverlust von 2,3 Prozent einstecken mußte, war deren Ergebnis somit noch zweistellig. Zieht man die im Sommer des letzten Jahres neu gegründete Partei diebasis hinzu, wäre das Gesamtergebnis jener Nazis wieder fast so hoch wie zur Bundestagswahl 2017. Eine klare Ansage jener Wähler.

Man sollte stets betonen, AfD’ler sind Extremisten und Nationalsozialisten, wer etwas anderes behauptet, verschließt die Augen, duckt sich weg vor gegebenen Tatsachen. Diese AfD offenbart ständig ihre rechtsextreme Haltung. Punkt.

Gönnen wir den Freien Demokraten ihren Platzwechsel, sie haben ihn sich tatsächlich redlich verdient, zumal eine Union ohnehin neben diese AfD gehört. Dort darf sie dann als „rechter“ Oppositionsblock im Parlament auftreten, ganz dem Wählerwillen entsprechend.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Mir schwante etwas

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Der Brief kam als letter,
alles wird better,
Schwäne leben worldwide,
ihr Gefieder ist white.

Meine Tinte schreibt black,
bald bin ich back,
das Leben meint es good,
fantastisch meine mood.

Weißt du, niemals ich saw
schwarze Schwäne before,
sie existieren really,
meine Träume sind jetzt clearly.

Ich bin kein schwarzes sheep,
immer deuchte es mir zu cheep,
ich bin ein schwarzer swan,
schwimme, fliege, gehe, wohin ich can.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Raus aus der Sackgasse

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Draufhauen,
Ideen klauen,
böse schauen,
zerstören,
Ahnungslose betören,
Haß heraufbeschwören.

Wie wäre es mal mit lieben,
statt nonstop andere zu bekriegen?
Woran mag das wohl liegen,
jenes brutale Handeln,
alles irgendwie zu verschandeln?
Besser in Positives verwandeln.

Mensch, schau an all die Taten,
ohne ständig darauf zu warten.
Mutter Erde ist dein einziger Garten,
der behutsam gepflegt werden muß.
Beende diesen maßlosen Überdruß,
sonst ist schon bald endgültig Schluß.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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