Nur Wert fürs Ego

https://pixabay.com/de/photos/relief-metall-wandteller-blumen-80151/

Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay

Wieder war zu lesen,
wie schön die Frau doch sei,
begehrenswert ihr Wesen.

Wirklich,
gierig wird nach ihr verlangt,
ein Ego zu schmücken, schrecklich.

Hineingedeutelt,
willenlos wartend auf Charmeur,
weil Leben sie gebeutelt.

Frauen Ängste vorgegaukelt,
als Retter naht das starke Geschlecht,
von klein an werden Mädchen verschaukelt.

Nur zu gerne würde ich öfters lesen,
wie interessant die Frau doch sei,
stets Gespräche mit ihr zu kurz gewesen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Viel Ungereimtes zur Corona-Pandemie fordert noch mehr Opfer

https://pixabay.com/de/illustrations/virus-medizinische-finanzen-5115034/

Bild von btaskinkaya auf Pixabay

Meinungsfreiheit vs. Gerüchteküche

Jetzt mal Butter bei die Fische. Ganz im Ernst, wieviele Tote ertragen Gesellschaften eigentlich, die allesamt oder zumindest inzwischen zu einem Großteil hätten vermieden werden können?  Abgesehen von plötzlichen, unerwarteten Unglücken, Natur-katsastrophen oder Kriegen. Letztere besonders im alten Europa an der Tagesordnung waren, von den wenigen friedlichen Jahren dazwischen mal abgesehen.

In der öffentlichen Aufmerksamkeit war die Spanische Grippe vor rund hundert Jahren an uns vorbeigezogen trotz wesentlich mehr Verstorbenen. Mit der Corona-Pandemie hat weltweit dieses Virus für etliche Reaktionen gesorgt, die ganz besonders den Fokus daraufsetzte, Ansteckungen, Erkrankungen und Todesfälle zu vermeiden. Teilweise mit späten, wirkungsvollen Maßnahmen bis hin zu rasant entwickelten Impfstoffen, einer wissenschaftlichen Meisterleistung.

Typisch für rechtsradikale Kräfte, die keine Gelegenheit auslassen, um die eigene Aufmerksamkeit zu erhaschen, die Einflußnahme bei ersten Widerständen gegen Corona-Maßnahmen. Mit der sogenannten „Querdenker-Bewegung“, weil Querulanten eben nicht querzudenken vermögen, bildete sich ein Protest, der die Meinungsfreiheit in Frage stellte, den Spieß umdrehte, die Maßnahmen der Bundesregierung als diktatorisch wertete. Welch Trugschluß!

Dramatisch genug Wotans #allesaufdentisch als peinlicher Wisch, im Anschluß folgt ein bekannter Gleichgesinnter, der medienwirksam, ausgerechnet bei Springers BILD, im Interview bekräftigt, er sei kein Arzt, aber… Wenn schon, denn schon, Herr Liefers. Verständlich die Reaktion: Karl Lauterbach ärgert sich über TV-Auftritt von Liefers. Vollkommen zurecht. Weil Jan Josef Liefers den Querschwurblern eine erneute Steilvorlage liefert mit seinen unqualifizierten Statements. Er sollte nicht in irgendwelchen Intensivstationen herumnölen, das Virus greife nur Vorbelastete an, sondern sich fundierte Kenntnisse vergegenwärtigen, daß selbst junge, kerngesunde Menschen an Covid-19 schlichtweg verreckt sind! Und nun?

Mit Blick gen Russland darf und muß sich nur noch gewundert werden. Bereits zu Beginn der Pandemie war Skepsis durchaus berechtigt, daß dort „so wenig“ gestorben wurde, während weltweit das Virus sich austobte. Die Parallele zur VR China ohnehin ein Paradebeispiel darstellt, China offenbart sein wahres Gesicht in der Corona-Krise.

Aber Russland zwischen Impfskepsis und Infektionshoch, täglich mehr Corona-Tote meldend? Und dies, obwohl dessen Impfstoff Sputnik V laut RND-Bericht eben nicht so unwirksam zu sein scheint wie sein Ruf? Warum hält die russische Virenforschung eigene Daten gegenüber der EMA unter Verschluß? Muß niemand verstehen, zumal daraus resultierend in Russland täglich zuviele Todesopfer zu beklagen sind, kaum sich welche impfen lassen, Maskentragen halberherzig vernachlässigt wird.

Im Resümee bleibt zu hoffen, daß im nächsten Jahr die Corona-Pandemie ihr langsames Ende findet. Dennoch eine Gesellschaft zurückläßt, die sich selbst fragen muß, wer dabei sich Vorteile verschaffen wollte, rücksichtslos, menschenverachtend und eiskalt kalkulierend.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

Veröffentlicht unter Meinung | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Friedensnobelpreis 2021 an zwei Journalisten

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d3/Medal_Nobel_Peace_Prize_%28cropped%29.jpg/600px-Medal_Nobel_Peace_Prize_%28cropped%29.jpg

Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0

Maria Ressa und Dmitri Muratow gewürdigt

Vor drei Jahren konnte bei der Verkündung des Friedensnobelpreises keine Rede sein von weltpolitischer Entspannung, besonders im Hinblick auf sexualisierter Kriegsgewalt. Seitdem hat sich insofern mitnichten etwas geändert. In diesem Kontext selbstverständlicher Menschenrechte gehört gleichwohl die Meinungsfreiheit. Der diesjährige Friedensnobelpreis für die Journalisten Maria Ressa und Dmitri Muratow ist somit ohne Weiteres gerechtfertigt.

Das Nobelpreiskomitee setzt ein Zeichen mit Signalwirkung, schließlich gibt es bis heute etliche Bemühungen, überall die Pressefreiheit durchzusetzen. Dabei kann niemand ernsthaft schwarze Schafe ausschließen oder fragwürdige Methoden wie selbst Reporter ohne Grenzen letztlich zugeben muß, außer die NRO ignoriert berechtigte Kritik gegen sich.

Ein fast aussichtsloser Kampf im Land extralegaler Hinrichtungen

Seit über fünf Jahren leidet die Republik der Philippinen besonders heftig unter ihrem Präsidenten Rodrigo Duterte, der gleich zu Beginn seiner Amtszeit Todesschwadronen im Lande zuließ, die im Zuge der Ermordung von Drogensüchtigen, Drogenhändlern und Kriminellen Selbstjustiz direkt vor Ort ausüben dürfen. Ganz ähnlich verhält er sich zur Covid-19-Pandemie, die ihm ermöglicht, brutale staatliche Willkür durchzusetzen.

Kein Wunder, daß auch die philippinische Journalistin und Autorin Maria Ressa, die 2012 das Online-Nachrichtenportal Rappler gegründet hatte, etlichen Repressalien ausgesetzt wurde durch die despotische Staatführung Dutertes. Die Behörden unterstellten ihrer Holdings Corporation Steuerhinterziehung, obwohl keinerlei Beweise vorlagen, die diese rechtfertigte. Am 15. Juni 2020 wurde Ressa der Verleumdung für schuldig befunden, wobei bis heute das Strafmaß noch aussteht.

Komitee zum Schutz von Journalisten lobt Muratows russische Zeitung

Böse Zungen könnten jetzt behaupten, weil das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) seinen Sitz in den USA hat, es wäre Russland gegenüber politisch befangen. Davon kann allerdings keine Rede sein, wenn man bedenkt daß das CPJ selbst Barack Obama in seinem Bericht im Herbst 2013 kritisierte, es herrsche in den USA keine Pressefreiheit, sondern ein Klima der Angst.

Mit Gleichgesinnten verließ Dmitri Muratow die Zeitung Komsomolskaja Prawda, weil sie die Redaktionspolitik anmahnten, gründeten zunächst die Gruppe 6. Stock, um mit der Gründung der Nowaja Gaseta wöchentlich zu berichten. Unerschrocken beharrte er auf seine pressefreiheitliche Arbeit, obwohl bisher sechs angestellte Journalistinnen und Journalisten ermordet worden waren.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

Veröffentlicht unter Gesellschaft | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Als ich mein Leben gewann

https://pixabay.com/de/photos/see-sonnenuntergang-himmel-natur-5186660/

Bild von Leslin_Liu auf Pixabay

Als ich mein Leben gewann,
war ich sprachlos,
betäubt vor Freude,
von Gefühlen überwältigt.

Als ich mein Leben gewann,
hatte ich ein Los gezogen,
nicht eine Gewinnoption,
das Los zum Start ins Leben.

Als ich mein Leben gewann,
Bedürfnisse ich geschenkt bekam,
manche konnte ich weiterreichen,
andere nicht gebrauchen.

Als ich mein Leben gewann,
die Wege unendlich lang,
wurde Traum Wirklichkeit,
genau ich es nicht weiß.

Als ich mein Leben gewann,
Liebe mir noch unbekannt,
sie ist des Leuchtturms Leuchten,
ein Hafen, ein befestiges Land.

Als ich mein Leben gewann,
wußte ich nicht wofür,
damals eine Ahnung existierte,
das Licht auch Ende signalisiert.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Hinweg mit braunem Dreck

https://pixabay.com/de/photos/kunstwerk-herbstfarben-stiefel-2179055/

Bild von Pexels auf Pixabay

Im Nu
angezogen die Schuh‘,
was in der Politik Tabu,
ohnehin ein Clou,
nicht zu wählen jene CDU,
am Ende jetzt die Ruh?

Schließlich die Ampel sich anbahnt,
selbst wenn manch einer anmahnt,
ein Mißerfolg ihm schwant,
akribisch beäugt vom rechten Rand,
den Atem anhält das Land,
am Ende sich durchsetzt ganz galant.

Ein lang gehegter Traum,
weil lechzend gewisser Abschaum
nichts Gutes führt im Schilde wohl kaum,
in Gedanken Merkel erhängt am Baum,
wir müssen nun nach vorne schau’n,
lassen uns die Demokratie nicht klau’n!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Weiße Blüte

https://pixabay.com/de/photos/blume-wei%c3%9f-sand-strand-5887450/

Bild von Nicholas Demetriades auf Pixabay

Weiße Blume steckt im Sand,
winkt zum Abschied unverwandt,
sehe stetig die Blüte nicken,
kann nicht mehr woanders hinblicken,
kann nicht mehr weitergehen,
immerzu muß ich sie ansehen.

Ganz steif schon meine Glieder,
in mir klingen leise Lieder,
rosa, hellorange der Sonnenuntergang,
Tageslicht wandert am Horizont entlang,
färbt den Himmel mintgrün in Samt,
die Blüte von funkelnden Steinchen eingerahmt,

Ich lege das Buch zur Seite,
die Nacht verzichtet auf Weite,
genießt ihre unverzichtbare Nähe,
versinkt in ihrer eigenen Atmosphäre,
vom Mond beleuchtet die weiße Blüte,
nickend ich in mir ihren Frieden behüte.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Ernährung: Unsere Gesundheit steht auf dem Spiel

https://pixabay.com/de/photos/fr%c3%bchlingszwiebeln-lauch-salat-1540638/

Bild von congerdesign auf Pixabay

Wenn der Königsweg viele verunsichert

Unsere tägliche Nahrungsaufnahme hat einen enormen Stellenwert, weil ohne Essen und Trinken das Leben über kurz oder lang ein jähes Ende findet. Den Hungertod erleiden nach wie vor sehr viele Menschen, um dies an dieser Stelle auch kurz zu betonen, trotz des wichtigen Themas jene in sofern nicht im Geringsten sich fragen, was denn gesund sei oder nicht. Der Überlebenstrieb nimmt, was er bekommt.

Natürlich könnte man daher das Thema sofort ruhenlassen, wenn der Ernst der Lage nicht dermaßen frapant vorhanden wäre. Der alte Satz hat nach wie vor unbedingte Gültigkeit: Der Mensch ist, was er ißt. Nur was genau mag für den einen gut sein, dem anderen eher nicht, sollte jeder im günstigsten Falle für sich herausfinden. In Wirklichkeit steht bei der täglichen Ernährung unsere Gesundheit auf dem Spiel, wobei genau deshalb der Königsweg viele verunsichert.

Flut von Fachbüchern und Ratgebern – Lebensmittelindustrie diktiert Verbrauchern

Es streiten sich vortrefflich Fleischesser und Veganer, Ärzte und Heilpraktiker, Ernährungsberater und vor allem eine Lebensmittelindustrie, deren Anliegen in erster Linie nur ein Ziel verfolgt: den Umsatz zu steigern. In diesem Strudel beherzter Meinungsfronten vermag der ahnungslose, vorsichtig Fragende erst recht eine Flut von Fachbüchern und Ratgebern vorfinden, sie nützen ihm nicht wirklich etwas, weil oftmals gar Widersprüche jedwede Logik aushebeln.

Das kann dann unter Umständen sogar soweit gehen, daß eine gesunde Ernährung als ein Indiz für eine Eßstörung gewertet wird! Nanu, eine inzwischen an Fastfood und miesen Essen gewohnte große Masse erhebt sich über all jene, die weiterhin ein Augenmerk auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung legen? Wobei sofort die Frage im Raum steht: Wer bestimmt, was gute Ernährung sei und eben keine? Ginge es nach den Vorstellungen einer Lebensmittelindustrie, diktiert sie dem Verbraucher, welche Produkte er konsumieren mag.

Faktisch geschieht dies mit freundlicher Unterstützung einer oftmals sehr aggressiv gezielten Werbung, die keinerlei Rücksicht auf die Gesundheit nimmt, sogar nicht davor zurücksschreckt, krankmachende Stoffe den Menschen ins Essen zu mogeln. Ganz besonders die zarte Versuchung des allgegenwärtigen Zuckers.

Dreieinigkeit zwischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie Ärzten

Daß dadurch alljährlich Millionen von Menschen mittel- und langfristig an den Folgen einer falschen Ernährung erkranken oder gar sterben, interessiert wohl nicht so ganz. Eine nahtlos agierende Ärzteschaft und Pharmalobby stehen selbstverständlich ohnehin bereit, den Dienst am Menschen zu vollrichten. Um es sehr deutlich zu betonen: Manchmal möchte man schon nicht nur vermuten, daß Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie Ärzte Hand in Hand zusammenarbeiten, zumindest wirken, um profitabel beim Dienst am Menschen sich vorzüglich zu bereichern.

Drum muß man all jene bestärken, die andere Wege der Ernährung suchen, nicht alles blindlings glauben, was die Lebensmittelbranche ihren Kunden zumutet, sondern kritisch hinterfragen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesundheit

Veröffentlicht unter Gesundheit | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar