Bitte Platz nehmen im Deutschen Bundestag

https://pixabay.com/de/photos/bundestag-regierung-reichstag-732071/

Bild von TobiasGolla auf Pixabay

FDP in die Mitte – ein berechtigter Wunsch

Während die Verhandlungen zur Ampel-Koalition auf Hochtouren laufen, man kann sich nur wünschen, daß am Ende sie zustandekommt, haben die Liberalen völlig zurecht gefordert, sie wollen lieber im Bundestag neben Grünen als der AfD sitzen. Das kann ihnen niemand ernsthaft verdenken.

Wenn da nicht die Union wäre, die plötzlich entdeckt, daß rechtsradikale Abgeordnete ihr auf die Pelle rücken könnten. Ach, tatsächlich? Wie ist dann die Nähe zu den Nazis noch zu rechtfertigen, wenn man an jenen Herrn Maaßen denkt, ein NSU-Prozeß besonders durch christdemokratische Politik erheblich entgleiste?

Die FDP hat diese neue Sitzordnung sich redlich verdient

Selbstverständlich gehört die FDP in die Mitte des Bundesparlamentes zwischen Grünen und der Union. Das hätte schon vor vier Jahren so stattfinden müssen. Insofern bestätigen sich die einschlägigen Erlebnisse der zurückliegenden Jahre. Allein schon die sexuelle Belästigung im Bundestag spricht Bände, wie die bayerische SPD-Abgeordnete Bela Bach in diesem Sommer bekanntgab, sie sei kein Einzelfall.

Kein Wunder, daß besonders Nazis im Parlament keine Scheu haben, FDP-Abgeordnete entsprechend ungehobelt und unerschrocken vulgär sowie sexuell zu belästigen. Das sollen jetzt mal in Zukunft Unionsabgeordnete aushalten. Natürlich nicht, aber vielleicht ändert sich ja mal die Einstellung zu solchen Straftatbeständen, wie man sie mal klar und deutlich beim Namen nennen sollte!

Wie oft werden denn noch Nazis bei Bundestagswahlen bestätigt?

Obwohl jene AfD einen Stimmenverlust von 2,3 Prozent einstecken mußte, war deren Ergebnis somit noch zweistellig. Zieht man die im Sommer des letzten Jahres neu gegründete Partei diebasis hinzu, wäre das Gesamtergebnis jener Nazis wieder fast so hoch wie zur Bundestagswahl 2017. Eine klare Ansage jener Wähler.

Man sollte stets betonen, AfD’ler sind Extremisten und Nationalsozialisten, wer etwas anderes behauptet, verschließt die Augen, duckt sich weg vor gegebenen Tatsachen. Diese AfD offenbart ständig ihre rechtsextreme Haltung. Punkt.

Gönnen wir den Freien Demokraten ihren Platzwechsel, sie haben ihn sich tatsächlich redlich verdient, zumal eine Union ohnehin neben diese AfD gehört. Dort darf sie dann als „rechter“ Oppositionsblock im Parlament auftreten, ganz dem Wählerwillen entsprechend.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

Veröffentlicht unter Quergedachtes | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Mir schwante etwas

https://pixabay.com/de/photos/schw%c3%a4ne-schwarze-schw%c3%a4ne-v%c3%b6gel-5918853/

Bild von Zhu Bing auf Pixabay

Der Brief kam als letter,
alles wird better,
Schwäne leben worldwide,
ihr Gefieder ist white.

Meine Tinte schreibt black,
bald bin ich back,
das Leben meint es good,
fantastisch meine mood.

Weißt du, niemals ich saw
schwarze Schwäne before,
sie existieren really,
meine Träume sind jetzt clearly.

Ich bin kein schwarzes sheep,
immer deuchte es mir zu cheep,
ich bin ein schwarzer swan,
schwimme, fliege, gehe, wohin ich can.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Raus aus der Sackgasse

https://pixabay.com/de/photos/sackgasse-stra%c3%9fenrand-1464498/

Bild von komrakovav auf Pixabay

Draufhauen,
Ideen klauen,
böse schauen,
zerstören,
Ahnungslose betören,
Haß heraufbeschwören.

Wie wäre es mal mit lieben,
statt nonstop andere zu bekriegen?
Woran mag das wohl liegen,
jenes brutale Handeln,
alles irgendwie zu verschandeln?
Besser in Positives verwandeln.

Mensch, schau an all die Taten,
ohne ständig darauf zu warten.
Mutter Erde ist dein einziger Garten,
der behutsam gepflegt werden muß.
Beende diesen maßlosen Überdruß,
sonst ist schon bald endgültig Schluß.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Nur Wert fürs Ego

https://pixabay.com/de/photos/relief-metall-wandteller-blumen-80151/

Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay

Wieder war zu lesen,
wie schön die Frau doch sei,
begehrenswert ihr Wesen.

Wirklich,
gierig wird nach ihr verlangt,
ein Ego zu schmücken, schrecklich.

Hineingedeutelt,
willenlos wartend auf Charmeur,
weil Leben sie gebeutelt.

Frauen Ängste vorgegaukelt,
als Retter naht das starke Geschlecht,
von klein an werden Mädchen verschaukelt.

Nur zu gerne würde ich öfters lesen,
wie interessant die Frau doch sei,
stets Gespräche mit ihr zu kurz gewesen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Viel Ungereimtes zur Corona-Pandemie fordert noch mehr Opfer

https://pixabay.com/de/illustrations/virus-medizinische-finanzen-5115034/

Bild von btaskinkaya auf Pixabay

Meinungsfreiheit vs. Gerüchteküche

Jetzt mal Butter bei die Fische. Ganz im Ernst, wieviele Tote ertragen Gesellschaften eigentlich, die allesamt oder zumindest inzwischen zu einem Großteil hätten vermieden werden können?  Abgesehen von plötzlichen, unerwarteten Unglücken, Natur-katsastrophen oder Kriegen. Letztere besonders im alten Europa an der Tagesordnung waren, von den wenigen friedlichen Jahren dazwischen mal abgesehen.

In der öffentlichen Aufmerksamkeit war die Spanische Grippe vor rund hundert Jahren an uns vorbeigezogen trotz wesentlich mehr Verstorbenen. Mit der Corona-Pandemie hat weltweit dieses Virus für etliche Reaktionen gesorgt, die ganz besonders den Fokus daraufsetzte, Ansteckungen, Erkrankungen und Todesfälle zu vermeiden. Teilweise mit späten, wirkungsvollen Maßnahmen bis hin zu rasant entwickelten Impfstoffen, einer wissenschaftlichen Meisterleistung.

Typisch für rechtsradikale Kräfte, die keine Gelegenheit auslassen, um die eigene Aufmerksamkeit zu erhaschen, die Einflußnahme bei ersten Widerständen gegen Corona-Maßnahmen. Mit der sogenannten „Querdenker-Bewegung“, weil Querulanten eben nicht querzudenken vermögen, bildete sich ein Protest, der die Meinungsfreiheit in Frage stellte, den Spieß umdrehte, die Maßnahmen der Bundesregierung als diktatorisch wertete. Welch Trugschluß!

Dramatisch genug Wotans #allesaufdentisch als peinlicher Wisch, im Anschluß folgt ein bekannter Gleichgesinnter, der medienwirksam, ausgerechnet bei Springers BILD, im Interview bekräftigt, er sei kein Arzt, aber… Wenn schon, denn schon, Herr Liefers. Verständlich die Reaktion: Karl Lauterbach ärgert sich über TV-Auftritt von Liefers. Vollkommen zurecht. Weil Jan Josef Liefers den Querschwurblern eine erneute Steilvorlage liefert mit seinen unqualifizierten Statements. Er sollte nicht in irgendwelchen Intensivstationen herumnölen, das Virus greife nur Vorbelastete an, sondern sich fundierte Kenntnisse vergegenwärtigen, daß selbst junge, kerngesunde Menschen an Covid-19 schlichtweg verreckt sind! Und nun?

Mit Blick gen Russland darf und muß sich nur noch gewundert werden. Bereits zu Beginn der Pandemie war Skepsis durchaus berechtigt, daß dort „so wenig“ gestorben wurde, während weltweit das Virus sich austobte. Die Parallele zur VR China ohnehin ein Paradebeispiel darstellt, China offenbart sein wahres Gesicht in der Corona-Krise.

Aber Russland zwischen Impfskepsis und Infektionshoch, täglich mehr Corona-Tote meldend? Und dies, obwohl dessen Impfstoff Sputnik V laut RND-Bericht eben nicht so unwirksam zu sein scheint wie sein Ruf? Warum hält die russische Virenforschung eigene Daten gegenüber der EMA unter Verschluß? Muß niemand verstehen, zumal daraus resultierend in Russland täglich zuviele Todesopfer zu beklagen sind, kaum sich welche impfen lassen, Maskentragen halberherzig vernachlässigt wird.

Im Resümee bleibt zu hoffen, daß im nächsten Jahr die Corona-Pandemie ihr langsames Ende findet. Dennoch eine Gesellschaft zurückläßt, die sich selbst fragen muß, wer dabei sich Vorteile verschaffen wollte, rücksichtslos, menschenverachtend und eiskalt kalkulierend.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

Veröffentlicht unter Meinung | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Friedensnobelpreis 2021 an zwei Journalisten

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d3/Medal_Nobel_Peace_Prize_%28cropped%29.jpg/600px-Medal_Nobel_Peace_Prize_%28cropped%29.jpg

Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0

Maria Ressa und Dmitri Muratow gewürdigt

Vor drei Jahren konnte bei der Verkündung des Friedensnobelpreises keine Rede sein von weltpolitischer Entspannung, besonders im Hinblick auf sexualisierter Kriegsgewalt. Seitdem hat sich insofern mitnichten etwas geändert. In diesem Kontext selbstverständlicher Menschenrechte gehört gleichwohl die Meinungsfreiheit. Der diesjährige Friedensnobelpreis für die Journalisten Maria Ressa und Dmitri Muratow ist somit ohne Weiteres gerechtfertigt.

Das Nobelpreiskomitee setzt ein Zeichen mit Signalwirkung, schließlich gibt es bis heute etliche Bemühungen, überall die Pressefreiheit durchzusetzen. Dabei kann niemand ernsthaft schwarze Schafe ausschließen oder fragwürdige Methoden wie selbst Reporter ohne Grenzen letztlich zugeben muß, außer die NRO ignoriert berechtigte Kritik gegen sich.

Ein fast aussichtsloser Kampf im Land extralegaler Hinrichtungen

Seit über fünf Jahren leidet die Republik der Philippinen besonders heftig unter ihrem Präsidenten Rodrigo Duterte, der gleich zu Beginn seiner Amtszeit Todesschwadronen im Lande zuließ, die im Zuge der Ermordung von Drogensüchtigen, Drogenhändlern und Kriminellen Selbstjustiz direkt vor Ort ausüben dürfen. Ganz ähnlich verhält er sich zur Covid-19-Pandemie, die ihm ermöglicht, brutale staatliche Willkür durchzusetzen.

Kein Wunder, daß auch die philippinische Journalistin und Autorin Maria Ressa, die 2012 das Online-Nachrichtenportal Rappler gegründet hatte, etlichen Repressalien ausgesetzt wurde durch die despotische Staatführung Dutertes. Die Behörden unterstellten ihrer Holdings Corporation Steuerhinterziehung, obwohl keinerlei Beweise vorlagen, die diese rechtfertigte. Am 15. Juni 2020 wurde Ressa der Verleumdung für schuldig befunden, wobei bis heute das Strafmaß noch aussteht.

Komitee zum Schutz von Journalisten lobt Muratows russische Zeitung

Böse Zungen könnten jetzt behaupten, weil das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) seinen Sitz in den USA hat, es wäre Russland gegenüber politisch befangen. Davon kann allerdings keine Rede sein, wenn man bedenkt daß das CPJ selbst Barack Obama in seinem Bericht im Herbst 2013 kritisierte, es herrsche in den USA keine Pressefreiheit, sondern ein Klima der Angst.

Mit Gleichgesinnten verließ Dmitri Muratow die Zeitung Komsomolskaja Prawda, weil sie die Redaktionspolitik anmahnten, gründeten zunächst die Gruppe 6. Stock, um mit der Gründung der Nowaja Gaseta wöchentlich zu berichten. Unerschrocken beharrte er auf seine pressefreiheitliche Arbeit, obwohl bisher sechs angestellte Journalistinnen und Journalisten ermordet worden waren.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

Veröffentlicht unter Gesellschaft | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Als ich mein Leben gewann

https://pixabay.com/de/photos/see-sonnenuntergang-himmel-natur-5186660/

Bild von Leslin_Liu auf Pixabay

Als ich mein Leben gewann,
war ich sprachlos,
betäubt vor Freude,
von Gefühlen überwältigt.

Als ich mein Leben gewann,
hatte ich ein Los gezogen,
nicht eine Gewinnoption,
das Los zum Start ins Leben.

Als ich mein Leben gewann,
Bedürfnisse ich geschenkt bekam,
manche konnte ich weiterreichen,
andere nicht gebrauchen.

Als ich mein Leben gewann,
die Wege unendlich lang,
wurde Traum Wirklichkeit,
genau ich es nicht weiß.

Als ich mein Leben gewann,
Liebe mir noch unbekannt,
sie ist des Leuchtturms Leuchten,
ein Hafen, ein befestiges Land.

Als ich mein Leben gewann,
wußte ich nicht wofür,
damals eine Ahnung existierte,
das Licht auch Ende signalisiert.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar