Kein Ansehen auf der Bank


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Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Es gibt sie,
die Menschen,
die alles dürfen.
Regeln, ach was,
Gesetze brechen,
ohne Konsequenz.
Ihr Ansehen,
sorry, das Sehen
ihres gefüllten
Bankkontos
reicht aus,
sie ihrer Würde
nicht zu berauben,
dafür gibt es
Straffreiheit.
Sie legen Feuer,
verpesten die Umwelt
mit ihren Taten,
ihre Namen
sind Gift für die Welt.

Für die letzte Strecke
reichte nicht ihr Geld,
schwarz ist sie gefahren,
zehn Euro fehlten
ihr dafür, damit sie
sich von ihrer Mutter für
immer verabschieden kann.
Zugig war es am Bahnhof,
frostig die Stimmung,
erschlichen die sichere Reise,
kein Ansehen auf der Bank.
Sie sehen ihre Verbrechen,
Raub am Kapitalgewinn,
Betrug an der Gemeinschaft,
wie würdelos doch Menschen
sind, die zu wenig haben.
Kein letztes Tschau am Grab
ihr vergönnt. Keine Werte
bezeugen ihre Taten, keine
Zahlen benennen ihren Namen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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