Zuhause, ein Hotelzimmer,
ohne Heizung, mit Waschbecken,
Blick auf den See,
ungepflegte Umgebung,
abbruchreif, verwahrlost,
Schandfleck für den Ort,
Blick auf den See,
ständig erstaunte Besucher,
Hochzeiten, Geburtstage,
Silvester, zum Spaß,
Bedauern, schon lange vorbei,
Blick auf den See,
Partys, Feiern, Gelage,
Festlichkeiten, Tanzabende,
Erinnerungen beleben,
Erlaubnis erteilt,
Schranke, kleiner Durchgang,
Blick auf den See,
Führung zur Terrasse,
respektvoller Abstand,
alte Momente nachempfinden,
Umarmungen, Gelächter,
wie schön ist es hier,
nie Geld angenommen,
Blick auf den See,
in der Ferne die Alpen,
jeden Tag diese Sicht,
Gäste singen, Gläser klirren,
Geschirr zerbricht, Türen knarren,
Steintreppe zum Weinkeller,
zu früheren Zeiten herabgestiegen,
eine Bruchbude, ihr irrt.
Manch Randnotiz
ein schlechter Witz,
allzu viel Ehre
läuft ins Leere,
bloß keine Hast,
eh nichts verpaßt.
Zeit läuft davon,
eine Musik ohne Ton,
verlogene Versprechen
sich nunmehr rächen,
Mutter Erde stöhnt,
wurde zu oft verhöhnt.
Wer das Gute nicht sieht,
am Ende alles flieht,
die Gier hat’s vermasselt,
in Talkshows nett gequasselt,
Zerstörung allüberall
kurz vor dem großen Knall.
Lehnt euch mal zurück,
zumindest ein kleines Stück,
es ist niemals zu spät,
obwohl alles durcheinandergerät,
den Faden neu zu knüpfen,
Gedanken freudig hüpfen.
Wer den Tod vor Augen hat,
selbstgefällig, aber dennoch satt,
das Ziel verloren glaubt,
seiner inneren Kreativität beraubt,
dem sei am Ende alles egal.
Hatte er zuvor etwa eine Wahl?
Die Ära Merkel endet, mit ihrem Scheiden werden die politischen Karten neu gemischt. Wenigstens hat die Union so gar kein leichtes Spiel. Ohne die Grünen sitzt sie in der Opposition. Einzige Ausnahme, sie koaliert mit den Liberalen und den Nazis. The worst case!
Werfen wir einen Blick auf mögliche oder dramatische Regierungskoalitionen.
Rot-Rot-Grün
Wahrscheinliches Ergebnis. SPD mit 22 Prozent, die Grünen mit 18 Prozent, die Linken mit 7 Prozent. Eine 47-Prozent-Koalition. Alle müßten aufeinander zugehen mit erheblichen Kompromissen. Ein Olaf Scholz als Bundeskanzler zwischen den Fronten zweier Parteien, die in etlichen Punkten uneins sind. Grün befürwortet die Nato, die Linken nicht. Hartz IV, das ehemalige Werk von Rot-Grün, läßt Federn, die Betroffenen hätten wieder mehr Chancen an einer Teilhabe am Leben. Umweltpolitik und die Ansage, die Klimakrise nicht nur ernst zu nehmen, würde in Taten münden müssen, besonders FFF sei Dank!
Schwarz-Gelb-Grün
Um es dem Ländle gleichzutun, allerdings mit den Liberalen. Wahrscheinliches Ergebnis. Union mit 23 Prozent, die Grünen mit 18 Prozent, die Liberalen mit 11 Prozent. Eine 52-Prozent-Koalition. Dabei müßten die vier Parteien nicht nur aufeinander zugehen, die Grünen wichtige Ziele über Bord schmeißen, weil Schwarz-Gelb dies fordert. Das möchten viele sich besser nicht vorstellen, in den nächsten Landtagswahlen verlieren die Grünen dann an Zustimmung.
Schwarz-Rot-Gelb
Was einer 56-Prozent-Regierung entspräche. Wesentlich solider als mit den Grünen im Boot. Ein Herr Lindner Finanzminister, die Rente mit 70 wird ziemlich real, Klimakrise bleibt Randthema, Sozialabbau erhalten. Sozialdemokraten würden uns erneut verraten. Gab es schon, funktionierte etliche Male auch mit Frau Merkel. Da kann man ohne weiteres einen Armin Laschet als Bundeskanzler aushalten zum Nachteil der Bevölkerung, der Umwelt. Fazit: ein weiter so wie bisher.
Rot-Grün-Gelb
Wenn wir die möglichen Prognosen addieren, wäre dies eine 51-Prozent-Koalition. Ein etwas höheres Ergebnis als Rot-Rot-Grün, aber mit vielen Streitpunkten. Die kleine FDP wäre der Stein des Anstoßes. Eine liberale Politik gegen das Volk, das Klima außer acht lassend, verträgt sich mitnichten mit den Vorhaben der Sozialdemokraten und Grünen. Insofern zum Scheitern verurteilt, allerdings ein viertes mögliches Regierungsmodell.
An den Ästen hingen Feuerbälle,
Rauch war Mitteilungsquelle,
beißender Qualm, den die Alten kannten,
es roch nach Broten, nach verbrannten,
kein Geräusch, ich weiß, Kinder schrien,
einige summten Lieder auf Knien,
die zischenden Flammen die Zeit vertrieb‘,
ich weiß noch, du hattest mich lieb,
es gab nirgends ein schützendes Gemäuer,
wir waren im Freien, das war so ungeheuer,
frei und doch eingeschlossen,
wehrlos ausgeliefert donnernden Geschossen,
gräulicher Himmel, verdunkelte Seelen,
verwundete Herzen, du wirst mir fehlen,
nur diesen letzten Kampf, erzählten sie ihnen,
danach sind alle bereit, der Heiligkeit zu dienen,
wer damit gemeint war, das sagten sie nicht,
ich sehe ständig in ein lächelndes Gesicht,
für mich ein Gräuel, auch diese Hoffnungslosigkeit,
Mord und Totschlag für eine Herrlichkeit,
die warnenden Rauchschwaden lichten sich,
ich weiß, du wirst dich immer erinnern an mich,
grüne Zitronen sind keine gelben Bananen,
Tränen verwischen den letzten Phantasierahmen.
Die in den Köpfen dürften sowieso außer Konkurrenz in diesem Fall keine Rolle spielen, obwohl eine Mischung aus geistigem Unvermögen und krimineller Energie tagtäglich Mutter Erde belastet, erst recht im Land begrenzt beschränkter Möglichkeiten, wo die Stars und Stripes meinen, sie müßten nach Gutsherrenart regieren. Vor kurzem zumindest handelte der mit der blonden Tolle dementsprechend ungehobelt.
Jedoch macht ihm ausgerechnet der Klimawandel einen Strich durch die Rechnung, wo er doch bereits wieder sich öffentlich wirksam lauthals zu präsentieren beginnt mit Blick auf die bevorstehende US-Wahl 2024. The man who thinks ruling two times as the President of the United States of America. Fehlanzeige, dessen Grenzmauer offenbar durch Wüstenregen massiv beschädigt.
Wie war das nochmal mit dessen typisch hochstaplerischen Meinung? „Keiner baut Mauern besser als ich.“ Mister America First griff erneut ins Leere. Alle seine angeblichen politischen Bemühungen erweisen sich als Fauxpas par excellence. Während immer noch genügend Anhänger ihm folgen, versucht ein Joe Biden sich in Schadensbegrenzung. Weiterhin keine leichte Aufgabe mit etlichen Fehlentscheidungen, vor allem mit Blick gen Afghanistan!
Manch Vergleiche mögen hinken, dennoch lohnt sich ein Blick zu anderen Mauerprojekten. Dabei führen ausgerechnet die Chinesen den Westen vor mit ihrer über 6.000 km langen Mauer, die bald 400 Jahre standhält als Bollwerk gegen Feinde aus dem Norden.
Die Mauer quer durch Berlin ein deutliches Signal zwischen West und Ost, Kapitalismus und möglichen Kommunismus, hielt immerhin über 28 Jahre. Von Trumps Grenzmauer, wohl eher ein Zaungebilde mit Fluttoren, wurden am Ende seiner Amtszeit gerade mal 727 km neu errichtet, ganz neu 129 km, als eigentliche Mauer gerade mal rund 75 km lang. Kaum durfte der frischgewählte Joe regieren, verfügte dieser am ersten Tag seiner Amtszeit den Baustop.
Der stets negierte Klimawandel machte zusätzlich dem blonden Dollen alle Ehre mit dessen unwiederrufbarer Naturgewalt, Regenmassen mehr denn je zerstören das Prestigeobjekt, die letztlich sowieso in der Monsunsaison an der Tagesordnung sind. Moral der Geschicht‘, Mauern halten und taugen meist nicht.
Früher, meinte sie zu wissen,
als ob es von Bedeutung wäre,
diesen Zeitpunkt zu bestimmen,
waren ihr Photos verdächtig,
die in Rahmen gezwängt
Früheres bewahren sollten.
Es überfiel sie so ein Gefühl
von verpflichtendem Gehetze
des Festhaltens des Frühers,
gepreßte Blüten in Büchern,
durchbohrte Insektenleiber,
Wissen, das im Rahmen lebt.
Heute ist ihr Früher eingerahmt
in Handlungen und Sprache,
eingebettet in fliehenden Ideen
für ein eventuelles Später,
wenn gleichzeitig ein Treffen
für beide aus dem Rahmen fällt.
In einer schnellebigen Zeit sind jene paar Wochen letztlich eine Bestätigung dafür, daß die Parteien, die maßgeblich die Bundestagswahl beeinflussen und entscheiden werden, allesamt nur zu genau wissen, der heiße Wahlkampf hat jetzt seine Pforten geöffnet. Mit Blick zu den neuesten Wahlprognosen liegen die Sozialdemokraten mit der Union gleichauf.
Allerdings frohlockt völlig berechtigt Rezo mit dem zweiten YouTube-Video auf über „Die Zerstörung der CDU“, die CSU hat sich seiner Meinung nach einzureihen, wo besonders Armin Laschet und Julia Klöckner ihr Fett wegkriegen, zumal gerade sie sich in unglaubwürdige Widersprüche verstricken. Keine Neuigkeit, aber gut auf den Punkt gebracht.
Drei Parteien profitieren vom Stimmenverlust der Union
Laut Insa bei gestriger Veröffentlichung. SPD und die Union auf Augenhöhe mit 22 Prozent. Die Liberalen verbessern sich um ein Prozent auf 13 und die Nazis ebenso um ein Prozent auf 12. Nur die Linken verharren bei 7 Prozent, während die Grünen gerade mal 17 Prozent wählen würden.
Wahlprognosen spiegeln nicht das Verhalten der Wähler in der Wahlkabine oder in Corona-Zeiten zur Briefwahl wider. Fünf Wochen, Zeit genug, noch mit irgendwelchen Übertreibungen bis hin zu Lügen aufzuwarten, am dreistesten seitens der Union, wie Rezo wunderbar verkündet hat, die beigefügten Anglizismen mal schmunzelnd außer acht gelassen.
Wenn ein Laschet den Bosbach den Maaßen bespaßen läßt, ohnehin sich stets in Widersprüche vertrickt, unabhängig von unprofessionellem Gegacker bei tieftraurigen Anlässen, dann darf sich eine Union über Stimmenverluste keinesfalls wundern.
Schickt die Union endlich auf die Oppositionsbank
Die letzte Überschrift inpliziert einen notwendig, nahezu überlebenswichtigen Appell. Denn eine erneute Regierung mit der Union bedeutet bestenfalls eine Lightversion der Klimapolitik, Sozialabbau, Aufrüstung, eine Rente mit 70+, Verschlechterung von Bildung und Gesundheit, Fortsetzung der Umweltzerstörung.