Cyberkriminalität nimmt bedrohlichere Formen an

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Die Schattenseiten der PC-Welt

Im Jahre 1921 sah die Welt noch anders aus, wenngleich bereits in den 1920er Jahren kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs bekanntlich vorprogrammiert war, inwiefern bestimmte Kräfte am Erstarken des Faschismus sorgten, mitten in Europa ausgerechnet in Deutschland eine Diktatur sich entwickeln durfte, unter deren Folgen wir bis heute zu leiden haben.

Man stelle sich nur mal für Momente vor, die Nazis hätten die Möglichkeiten heutiger Technik, kaum auszudenken. Doch in der knallharten Realität betrifft dies uns alle, Cyberkriminalität ist längst kein entferntes Phänomen, sondern belastet jeden, bis hin zu Gemeinden wie im jüngsten Fall eines Hackerangriffs. Landkreis ruft bundesweit ersten Cyber-Katastrophenfall aus, wie die Zeit berichtet.

Erpressungsversuch nicht auszuschließen

Die Rede ist vom ersten Cyber-Katastrophenfall hierzulande, der mittels eines Hackerangriffs im Landkreis Anhalt-Bitterfeld stattgefunden hat, Kriminelle hatten am 06. Juli das Computersystem der Verwaltung des Landkreises in Sachsen-Anhalt attackiert. Unfaßbar und dennoch durchaus voraussehbar.

Was einerseits etliche zurecht bestürzt, sollte andererseits letztendlich nicht wirklich verwundern. Tragisch dabei, die Hilflosigkeit der Gemeinde, des Bundeslandes und schließlich was die Kompetenz der Bundesregierung, also die Politik anbelangt. Ein Anfang, ein Tor, welches nunmehr geöffnet wurde, ziemlich weit, weil andere sich berufen fühlen könnten, solches gleichzutun? Wir müssen davon ausgehen.

Bereits ein milliardenschwerer Schaden

Immerhin haben sich die Schäden durch Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage, die der deutschen Wirtschaft jährlich entstehen, im Jahr 2019 lag der Gesamtschaden bereits bei 102,9 Milliarden Euro, was analoge und digitale Angriffe zusammengenommen betrifft, im Vergleich zu 2016/17 nahezu verdoppelt. Ein Indiz dafür, daß die Lage ziemlich bedrohlich wird.

Bei der US-Wahl 2016 konnte man ziemlich deutlich eine Wahlmanipulation feststellen, Cyberkrieg ist längst auf dem Vormarsch. Keine Ahnung von nix, im Dschungel des Internets offenbart sich viel Hilflosigkeit? Ganz so blauäugig sollte man allerdings nicht die Flinte ins Korn werfen. Es liegt besonders an der Politik selbst, ob sie der IT-Branche einen höheren Stellenwert gibt. Die Zeit der Tatenlosigkeit hat jetzt zu enden, bevor uns Cyberkriminalität um die Ohren fliegt, etliche gefährliche Szenarien uns bedrohen können.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Lissys Tanz

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Es tanzte im lieblichen Maien
Lissy zur Musik von Schalmeien,
Galane um ihre Gunst weinen,
sie verschmäht alle, nicht einen
sie für beachtenswert hält,
sie bewegt sich, wie es ihr gefällt,
die Melodie ist es, die sie liebt,
sie ihr den Halt im Leben gibt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Kein laut dabei

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Der Tag, der mir am nächsten war,
war in meinen Kindertagen
und ist bis heute mir gewahr,
begleitet Antworten und Fragen.

Ein kleines Erlebnis nur,
doch ein ausfüllendes Erkennen,
es lebt, fühlt, spricht die Natur,
sie kann mit mir sogar flennen.

Seither bin ich stets in Begleitung,
trotzdem unabhängig und frei,
oft ist es eine stumme Unterhaltung,
Verstehen braucht kein laut dabei.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Bad Boy sich selbst treu

Zurückgeblickt,
sich angeschickt,
das Leben kritisch
zu hinterfragen,
alles auf den Tisch,
er hat viel zu sagen.

In Lügen verstrickt,
wohl nie genug gekriegt,
selbstgefälliger Despot,
gewissenlos grinsend,
kennst keine Not,
nach Vorteilen linsend.

In die Zukunft geblickt,
keine Untat davonfliegt,
Beobachter berichten
über all die Verbrechen,
ohne hinzuzudichten,
lassen sich nicht bestechen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Manche „Experten“ in der Causa Baerbock liegen völlig daneben

Wollen wohl nach Höherem streben

Wobei das „manche“ bereits inpliziert, es seien wenige. Das Gegenteil trifft viel eher zu, wer gen Medien blickt, kommt aus dem Staunen nicht hinaus. Ob Politikerkollegen, berühmte Wichtigtuer bis hin zu Journalisten, allesamt in der Mehrzahl männlichen Geschlechts, sie be- und verurteilen Annalena Baerbock, die „Sau“, die man gern durchs Dorf jagt.

Jüngste Krönung entgleister Versuche, sie erneut an den Pranger zu stellen, Reinhard Müller in der FAZ: Nicht professionell und deshalb untauglich. Rums, das hat gesessen, wir sind allesamt perplex ob dessen unwiederbringliche Fachkenntnisse, die er zum Besten gibt.

Seit wann löschen Bundeskanzler Brände?

Wohl eher ein Fall für die Feuerwehren, ob freiwillige oder von Berufs wegen. Klar doch, nur mal den kurzen Blick gen Kohl, Schröder und Merkel gerichtet, sie hatten allesamt etliche Krisen zu bewältigen. Das würde einer Annalena Baerbock gleichwohl bervorstehen. Aber die Unterstellung, sie könne kein „schlagkräftiges, gut vernetztes Team zusammenzustellen, das früh Krisen erkennt“, die spricht schon Bände.

Woher weiß das eigentlich Herr Müller? Soviel Sachkenntnisverstand haben mitnichten selbst Journalisten, die tagtäglich im politischen Tagesgeschäft vor Ort in Berlin bereitstehen. Das wäre obendrein ziemlich schräg, man zeige den Politiker, die Politikerin, der, die sich gern in die Karten schauen läßt. Insofern Mumpitz jene Behauptung.

Frau Baerbock will bestimmt nicht mit Förmchen schmeißen

Denn genau das unterstellt ihr Reinhard Müller am Ende seines Kommentars, es ginge in der Politik leider nur nicht darum, die „großen Zukunftsfragen“ fair zu diskutieren. Hinsichtlich mancher Versäumnisse besonders der letzten drei Bundeskanzler in diesem Lande, kann von Fairneß in der Tat wohl kaum die Rede sein. Das will Annalena Baerbock selbstverständlich nicht zulassen, sondern vehement verhindern, wie sie oft genug kundtat.

Dies ruft natürlich Widerstand hervor, auch von solchen „Experen“ wie Herrn Müller, wäre ja noch schöner, wenn große Zukunfsfragen mit Weitblick gelöst werden. Der Umkehrschluß trifft explizit zu. Annalena Baerbock ist unbedingt für die große Politik tauglich, erst recht nach der Bundestagswahl im Herbst.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Medienschelte

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Immer noch mittendrin

Ich habe in einer Zeit gelebt,
da roch es in den Straßen
noch nach Faschismus,
keinen hat es interessiert,
die Qualen sind doch längst
auskuriert, sagten sie einem.

Ich habe in einer Zeit gelebt,
da flüsterte es in den Straßen,
so schlecht kein Faschismus ist,
keinem würde es schaden,
Gehorsamkeit schließlich sei,
Ordnung der Dinge zu wahren.

Ich habe in einer Zeit gelebt,
da tröpfelte es in den Straßen,
Faschismus falsch dargestellt,
stets das Soziale im Blickfeld,
die Nation dadurch Gutes erhält,
die ersten Fake-Artikel in Journalen.

Ich habe in einer Zeit gelebt,
da pfiff es in den Straßen,
Faschismus berge keine Gefahren,
Uniformierung, Einheitlichkeit
bringe den Menschen Halt,
sie, die Retter einer chaotischen Zeit.

Ich habe in einer Zeit gelebt,
da tobte es in den Straßen,
Loyalität dem Faschismus,
Herrschsüchtige nur darauf warten,
die kleinste Unzufriedenheit
als Angriff auf ihr Leben zu werten.

Ich habe in einer Zeit gelebt,
da roch es in den Straßen,
nach Vergessen des Faschismus Taten,
Folter, Mord, Drohungen, Gewalt,
das Recht von Verbrechern,
mafiöse Arroganz machte sich breit.

Ich habe in einer Zeit gelebt,
da flüsterte es in den Straßen,
Faschismus bedeute Wiederkehr
von Moral, Sitte und Respekt,
das behage jedem der normal,
ich sage, er ist erzwungene Norm, total.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Tempo 30 in acht deutschen Städten als Pilotprojekt geplant

Allen Unkenrufen zum Trotz

Sommer 2021, die Coronazahlen sinken, Feierlaune, besonders in Fußball-EM-Zeiten, von Grillparties ganz zu schweigen, zu Lasten gepeinigter Nutztiere, Massentierhaltung als Zeugnis ignoranten Verhaltens, was interessiert schon Umwelt- oder Klimaschutz. Mensch als Mittelpunkt allen Lebens verkennt den Ernst der Lage. Bei den meisten trifft dies leider zu, wenige halten inne, denken um, warnen.

Selbstverständlich gilt das gleichwohl für den Verkehr, die tägliche Belastung besonders in Ballungsräumen. Schließlich wurde auch Deutschland gerügt, was die Luftverschmutzung in etlichen Städten anbelangt. Da paßt doch jenes neue Projekt ziemlich gut, acht deutsche Städte wollen Tempo 30 testen. Ein Anfang in die richtige Richtung.

Der ADAC schützt seine rasenden Autofahrer zum Leidwesen etlicher

Letztendlich nicht verwunderlich, der Automobilclub lebt schließlich von jener Klientel, man ist stolz darauf, daß hierzulande noch auf Autobahnen so richtig Gas gegeben werden darf, während um uns herum die europäischen Nachbarn einsichtig meist Tempo 130 auf Autobahnen gesetzlich verankert haben.

Warum nicht in Städten für weniger Belastung und mehr Verkehrssicherheit sorgen? Das mißfällt dem ADAC, wie er hier kundtut, zum Ergebnis gelangt, daß gar höhere NOx-Emissionen gemessen wurden bei Tempo 30. Doch der Vergleich hinkt tatsächlich. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages kommen zu einem differenzierten, anderen Ergebnis, wie Studien hier erläutern.

Ein weiter so kann nicht gutgehen

Das mißachten besonders jene Kritiker zu Tempo-30-Forderungen. Sie werden nicht ruhen, ihre große Klientel ignoranter Autofahrer weiterhin zu verunsichern, Tempolimitts herunterspielen, es würde doch genug zur Verkehrsicherheit und zum Klimaschutz getan. Mitnichten, viel zu wenig!

Daß Radfahren schon immer gefährlich war, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben, die Gesetzgebung hat zwar nachgebessert, doch in der Praxis können Radfahrer ein Lied davon singen, wie riskant im Straßenverkehr es sich weiterhin verhält. Vielleicht erledigt sich dies von selbst, wenn Öl und Gas verpönt vom Markt genommen, Elektro- und Wasserstoffautos noch eher wenig den Verkehr ausmachen. Ein weiter so, kann nicht nur nicht gutgehen, die Menschheit muß sich ziemlich schnell entscheiden, was sie will. Umweltzerstörung oder eine Welt, die sich zu erhalten unbedingt lohnt!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

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