Corona-Leugner dürfen sich weiterhin austoben

Heute zehntausend und morgen gar mehr?

Dies wünschen sich jene Querulanten gar sehr, weil eine Meinungsdiktatur sie nonstop abstraft, eine Polizeimeute freundlich gafft, Grund genug sich sicher zu fühlen, sollen Gegendemonstranten sich mit Masken verhüllen. Corona-Leugner halten die Pandemie für eine Mär, ihr Recht auf Demos daher nur noch fair.

Daß sie dabei andere frechweg gefährden, und das kann sehr gefährlich werden, interessiert sie einen Dreck, Hauptsache Merkel und Co. sind weg. Gemeinsam mit Nazis tummelt es sich völlig ungeniert, am Ende ihnen sowieso nix passiert. Der Staat hat all die Zeit nur zugeschaut, sich eben keinesfalls getraut, ihnen Paroli zu bieten, Politiker sich nicht mal darüber berieten.

Manch einer hat dadurch ein Déjà-vu, erinnert sich an angebliche Aufarbeitung der Nazi-Zeit. Dazu ist bis heute dieses Land überhaupt nicht bereit, man läßt die Nazis einfach gewähren, wähnt sich in politisch-korrekten Sphären, während die braune Brut erneut auf den Straßen lustwandelt vor Wut. Schwamm drüber, Ignoranz das Zauberwort beim Affentanz, man dichtet sie um in Konservative, das ist das Fiese! Drum hält auch die Polizei still, ohje, wie schrill!

Während das Virus uns alle eines Besseren belehrt, handelt man auch in Stuttgart verkehrt. Heute zehntausend sich auf den Straßen und Plätzen tummeln und morgen viel mehr in anderen Städten zielsicher ohne Masken bummeln? Wie lang halten die Menschen das noch aus, trauen sich kaum noch aus dem Haus, während man jene Querulanten einfach läßt? Na, wer hier wohl gegen wen tatsächlich hetzt?

Was muß noch alles geschehen, bis Politik hat ein dringendes Einsehen? Man kann ihr nur bescheinigen, sie will sich darauf einigen, Zwietracht zu säen. Paßt übrigens zum bisherigen Weg, das ist tatsächlich ziemlich schräg. Während bei Linken mit aller Macht manch Knüppel auf sie bei Demos kracht, wird dem rechten Mob gegenüber freundlich gelacht. Was das wohl entfacht?

Angeblich hielt man in Stuttgart wegen der Bundestagswahl die Füße still. Das glaube mal wer will, in Wirklichkeit sind Corona-Leugner gar erwünscht, man eigene Verfehlungen dadurch übertüncht, Hauptsache die große Masse merkt es nicht. Na, geht auf beim ein oder anderen ein Licht? Da ist viel Geld im Spiel, so das erklärte Ziel. Mit enormen Summen wird ein rechter Mob gelenkt. Doch geschenkt. Kritische Presse dies zwar benennt, aber wenn der Pöbel Journalisten überrennt, am Ende kein Schuldiger wird gefunden. Nazitum zieht weiterhin seine gewollten Runden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Wind in ihren Augen

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Sie hatte diesen Wind in ihren Augen,
diesen stillen, der Momente in Zeitlupe mißt,
der wärmenden Unruhe, der Taten abbricht.

Sie hatte diesen Wind in ihren Augen,
diesen tosenden, der schneller als die Ewigkeit ist,
der zuckenden Blitze, der die Welt zerbricht.

Sie hatte diesen Wind in ihren Augen,
diesen sorgenden, der ahnte, was Gewißheit ist,
der direkten Wahrheit, in der du Liebe bist.

Sie hatte diesen Wind in ihren Augen,
diesen wütenden, der Erkenntnisse stets vermißt,
dem unheilvollen Trübsal, in der du ihr Spiegel bist.

Sie hatte diesen Wind in ihren Augen,
diesen glänzenden, der Staubkörner zum Funkeln bringt,
der Melodien gebiert, der dich tanzen läßt im Lichtermeer.

Sie hatte diesen Wind in ihren Augen,
diesen Luftzug, der Sprache ersetzt aus dem Brunnen der Seele,
der Gefühle schreibt, der Lachen und Weinen vermehrt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Als rätselhafte Kräfte ihm begegneten

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Roberts Schilderung beim Besuch von Keltengräbern

Es gab sie noch, und zwar zahlreicher als manche vermuteten, die Orte der Kelten. Und jedes Mal, wenn Robert sie besuchte, spürte er eine Verbundenheit, die ihm eindeutig signalisierte, daß er in einem seiner früheren Leben mit ihnen zusammengewesen sein mußte.

Im Westerwald gab es die Dornburg, die längst nur noch ein einziger Steinhaufen war, zerfallen, zerstört wurde. Am Südwesthang der Burg befand sich eine alte Gräberstätte, die kaum jemand kannte. Sie wurde auch in keiner Weise respektiert. Dies sah man überdeutlich daran, daß sie selbst die Oberkante eines der größten Basaltabbaugruben bildete. Somit wurde nach und nach diese alte Kultstätte unterhöhlt, bis sie aufgrund von Profitgedanken eines Tages zusammenbrechen würde.

Schon viele Menschen hatten versucht, diese Politik zu verhindern – ohne Erfolg. Robert faszinierte dieser Ort stets, und so gehörte er zu seinen Hundespaziergängen, als er dort noch in der Nähe lebte. Sein damaliger treuer Gefährte, ein Border-Collie namens Brian, begleitete ihn auch an einem wunderschönen, heißen Sommertag zur Dornburg. Unweit der Gräber gab es einen Weg, der schluchtartig aufgebaut war, d.h. rechts und links türmten sich überwachsene Steinhaufen und mittig konnte man laufen, wenn auch mit Mühe, da er weder eben noch überall frei zugänglich war, Sträucher und auch kleinere Bäume behinderten den Gang.

Aus diesem Grund zog er es vor, mit Brian oberhalb zu laufen. Und plötzlich waren da diese Momente, die er bis heute nie vergessen konnte. Sowohl Brians als auch seine Nackenhaare, aber ebenso alle auf den Gliedmaßen, standen senkrecht, ein Schauer nach dem anderen durchfuhr ihn. Brian selbst blieb wie angewurzelt stehen, spitzte seine Ohren, und sein Schwanz stand waagrecht in der Luft. Ein Zeichen auf Überwachsamkeit kurz vor einem Kampf. Robert selbst war wie gelähmt, wußte, daß eine enorme Kraft beide umgab, die er aber nicht einzuordnen vermochte. Es lag allerdings eine extreme Bedrohung in der Luft, wie er sie noch niemals in seinem Leben erfahren hatte.

Sein nächster Gedanke war: nichts wie weg. Anfangs konnte Robert nur mit äußerster Mühe sich fortbewegen, als ob diese Kraft ihn mit aller Gewalt zurückhalten wollte. Aber dies wiederum war Ansporn genug, sich ihr zu widersetzen. Etwas hilfreich war dabei Brians Zugzwang. Erst als er unterhalb der Donrburg sich wieder befand, atmete er erleichtert auf.

Natürlich standen etliche Mutmaßungen und Fragen im Raume. Hatte er die Ruhe der Toten gestört? Wollten sie ihn auf Mißstände aufmerksam machen? Dennoch suchte er die Dornburg danach hin und wieder auf, allerdings nie wieder diesen speziellen Weg.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Ungeklärtes

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Tränendes Buch

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Ich habe das Buch geschlossen
aus dem so viele Tränen flossen,
Stille verfing sich in den Haaren,
wollte mich vor Leid bewahren,
mich mit ihrer Lautlosigkeit trösten,
doch die stummen Töne lösten
nicht der Worte Schmerzen,
die sich festgekrallt im Herzen,
die Erzählung meine Seele kränkte,
aus der sich mein Wesen tränkte,
also öffnete ich das Buch wieder,
ließ meine Tränen fallen hernieder
auf die beschriebenen Seiten,
gefüllt mit menschlichen Bosheiten,
das Papier sog meine Gefühle auf
wie der Text meinen Gedankenverlauf,
falls wir uns irgendwann begegnen,
ich bin die, die Gewissen läßt regnen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Corona einfach ausgeblendet

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Kein Gewissen, keine böse Falle,
auf mit dem Flieger nach Malle,
was interessieren manch Bedenken,
Hauptsache komatöses Ablenken.

Die Pandemie wird einfach ignoriert,
jesoffen und jehurt völlig ungeniert,
sie wollen Party machen,
lassen es auf Malle ordentlich krachen.

Nach Ostern wird fleißig weitergestorben,
gar Querdenker und Nazis gezielt umworben,
weil so schön bequem die Ignoranz,
da stört nur kritischer Firlefanz.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Bidens geplantes Wirtschaftspaket gefährdet

Zögerliches Verhalten in eigenen Reihen

Politische Vorhaben können durchaus etwas ziemlich Pathetisches ausstrahlen, vor allem wenn sie bereits im Vorfeld zu scheitern drohen, weil die Republikanische Partei ohnehin vehement blockiert, aber auch bei den Demokraten der ein oder andere sich weigert, was Joe Biden plant, nämlich das radikalste Wirtschaftspaket seit dem New Deal.

Dabei wird es allerhöchste Zeit, genau jene Verbesserungen in den USA real anzupacken, bevor der Schaden noch wesentlich größer die Bevölkerung belastet. Daß eine superreiche Klientel sich weigert, dem Allgemeinwohl Besserung zu bescheren, sollte inzwischen deutlich geworden sein, zeigt sich spätestens bei jener erneuten Blockadehaltung.

Größten Eingriffe seit Roosevelts New Deal

Der New Deal war der größte Eingriff, die der 32. US-Präsident mit einer Serie von Wirtschafts- und Sozialreformen in den Jahren 1933 bis 1938 trotz des Widerstandes der Republikaner durchsetzen konnte. FDR war obendrein der einzigste Präsident, der gar eine vierte Amtszeit noch antrat. Er führte unter anderem erste staatliche Sozialversicherungen ein sowie einen Mindestlohn und setzte ein Verbot von Kinderarbeit unter 16 Jahren durch.

Joe Biden versucht ihm ganz offensichtlich zu folgen, was einem Bill Clinton und Barack Obama nicht gelang, möchte der 46. US-Präsident endlich anpacken, zumal es allerhöchste Zeit wird. Schließlich ist der unübersehbare Zerfall im Lande weit fortgeschritten, „das Leben aller Amerikaner wird sich verbessern.“

Gieriger Überreichtum kann Bidens Vorhaben vereiteln

Doch was nutzen all die notwendigen Pläne, wenn im Hintergrund genau jene Leute lauern, die ohnehin ungern bis gar nicht teilen wollen. Das erinnert an die gleiche Dekadenz, wie wir sie schon seit jeher erleben dürfen. Verbrechen wider einer gerechten Gesellschaft scheinen sich weiterhin ungebremst fortzusetzen, wenn man sie nicht endlich stoppt.

Gewissenlosigkeit sollte sich nicht mehr auszahlen können, das gilt es mit aller Entschiedenheit zu verhindern. Wenn Republikaner dermaßen asozial agieren, muß man sie schlichtweg abwählen, gleichwohl jene Demokraten, die sich gegen Joe Bidens Wirtschaftspaket stemmen. Vielleicht entsteht genau an dieser Stelle ein gezieltes Bewußtsein darüber, inwieweit jene gierige Klientel in ihre Schranken zu weisen ist. Sie hat ausgedient, sollte sich erübrigen, weil nur eine gesunde, sozial abgesicherte Gesellschaft bei gerechter Verteilung uns allen weiterhilft.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Wirtschaft/Finanzen

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Kosmetikbranche trickst einfach weiter

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Greenpeace-Untersuchung entlarvt Mikroplastik in kosmetischen Produkten

Umweltschutz hat auch in Zeiten grüner Politik kaum ein besonderes Augenmerk, die Industrie darf fleißig weiterhin ungebremst sündigen, es werden sich schon genügend willige Politiker einfinden, die wegschauen, ignorieren oder eine lasche Gesetzgebung installieren. Lobbyisten unter sich handeln einem Ehrenkodex gleich, Hauptsache der Profit stimmt.

Greenpeace hat die skandalösen Machenschaften der Kosmetikbranche aufgedeckt und explizit benannt, die ungeschminkte Wahrheit rückt ins Rampenlicht einer kritischen Medienlandschaft, wenn auch dortigst nur wenige dies dokumentieren. Aber das ist ja allgemein bekannt, in einer Welt des Konsums und des Glamours passen halt keine kritischen Nachrichten.

Betrügerisches Verhalten seitens Kosmetikindustrie

Das mahnt Greenpeace in seinem Artikel an, vertieft die Umweltorganisation im Report „Zum Abschminken“ ziemlich anschaulich, wobei gleich vorneweg auch die Bundesregierung kritisiert wird, weil sie nur auf freiwillige Selbstverpflichtung der Firmen statt auf ein klares Verbot von Mikroplastik in Kosmetik setzt, in Österreich ebenso.

Die Problematik von Plastikmüll festzustellen, die Gefahren zu kennen, die uns Menschen und die Umwelt belasten, gefährden, scheint sich längst in sämtlichen Kreisen herumgesprochen zu haben, Konsequenzen wurden aber seitens verantwortlicher Politik schlichtweg verschlafen. Ein Riesenskandal! Allein schon, daß 90 Prozent der Augen-Make-up-Produkte Plastik enthalten, welches meist ahnungslose Verbraucher benutzen, spricht Bände. Zertifizierte Naturkosmetik beweist doch ziemlich deutlich, daß es sehr wohl anders funktionieren kann.

Verbraucher haben viel mehr Macht, als ihnen bisher bewußt zu sein scheint

Nützt allerdings auch nur, wenn sie denn tatsächlich begreifen, was da vor ihren Augen die Industrie ihnen antut. Greenpeace sowie andere Umweltorganisationen leisten seit Jahrzehnten eine kontinuierliche Aufklärungsarbeit, doch der Verbraucher selbst muß endlich wesentlich geschlossener reagieren. Sonst verharren solche kriminellen Firmen und eine Politik, die die Füße stillhalten.

Weg vom Plastikmüll, hin zum Verzicht, das mahnten auch wir vor gut vier Jahren an, wiesen auf Nadine Schuberts Buch „Besser leben ohne Plastik“ hin. Solche Initiativen gibt es folglich schon länger, sollen uns allesamt Mut machen, daß es auch anders geht. Es müßten wesentlich mehr Menschen dies beherzigen, dann besteht die Chance, daß sich etwas ändert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

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