Deutschlands föderales System hinderlich bei Corona-Pandemie

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Merkel muß letztendlich hart durchgreifen

Wir leben in keinem autokratischen Staat wie in der Türkei, in Russland oder gar in Nordkorea. Aber der Föderalismus bremst hierzulande besonders während der Corona-Pandemie wichtige Maßnahmen aus, stellt sich eher als hinderlich dar.

Im Anne Will-Interview, welches jüngst Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der Talkmoderatorin führte, zeigte sich überdeutlich, worin noch notwendiger Handlungsbedarf verbleibt. Prompt widersprechen Laschet und Hans Merkel im Umgang mit Öffnungen. Auch Bernd Althusmann sowie Bodo Ramelow halten sich nicht zurück, kritisieren die Kanzlerin. Völlig zu Recht gibt allerdings die CSU ihr notwendige Rückendeckung, betont Seehofer, daß die Bundesregierung handeln muß.

Nachtreten hilft tatsächlich niemand in dieser harten Krise

Wie wir jüngst auch anmahnten, selbst wenn diese Corona-Pandemie überdeutliche Defizite uns zeigt. Es gilt, zusammenhalten, sich eben nicht zu verzetteln, wie ausgerechnet ein Herr Laschet es erneut versucht. Dadurch spaltet er den demokratisch-politischen Zusammenhalt. Frau Merkel hat zwar in der Anne Will-Talkshow darauf hingewiesen, daß Politik stets auch Kompromißbereitschaft bedeutet, aber die vorpreschenden Ministerpräsidenten sollten nicht den Fehler begehen, zuviel zu riskieren. Am Ende bedeutet dies schlichtweg mehr Long-Covid-Patienten als auch Todesfälle.

Die Medien bzw. die Presse reagieren ziemlich unterschiedlich. Während der Spiegel behauptet, Merkel hätte keinen Plan, es ging zurück zum Klein-Klein, schreibt die Süddeutsche von Merkels Revanche, setze sie die Ministerpräsidenten unter Druck. Für die FAZ sei Merkel unentschlossen oder autoritär, somit erleben wir eine Geisterstunde. Die Welt interpretiert, Merkel sitze nicht auf der Anklagebank, sondern die Ministerpräsidenten. Beim Focus ist eher die Rede von einem Plausch, statt einem Kreuzverhör. T-Online kommt der Talkshow am Nächsten, informiert, was tatsächlich dort geschah. Nämlich Merkel einerseits den Föderalismus in Schutz nimmt, andererseits betont, daß am Ende die Bundesregierung die Hauptverantwortung trage. Alleingänge der Länder hätten uns eben nicht gutgetan!

Die dritte Welle wird ihren Tribut fordern

Ohne wenn und aber. Das bedeutet obendrein, daß die Bundeskanzlerin jetzt wesentlich härter durchgreifen muß, wenn so wenig Einsicht anhalten sollte, wie diese sich bereits wieder offenbart. Insofern ein günstiger Umstand, daß wenigstens die CSU Frau Merkel den Rücken stärkt.

Lotar Martin Kamm

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Corona-Pandemie zeigt uns überdeutliche Defizite

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Wege aus der Krise zwischen Lösungen und Fehlentscheidungen

Wer immer noch meint, es handle sich bei Covid-19 um eine Grippe, ein Diktat des Staates, uns alle zu unterjochen, eine gezielte Verschwörung, der blendet schlichtweg die Realität aus, sucht förmlich gezielt nach Scheinargumenten, um möglichst selbst davon zu profitieren. In anderen Worten, diese Pandemie erlaubt keinerlei Spekulation, sondern verlangt besonnenes Handeln, soweit dies überhaupt möglich ist.

Im zweiten Corona-Jahr, mit beginnender dritter Welle, wo auch hierzulande die Inzidenzwerte kontinuierlich steigen, ebenso die Neuinfektionen, kann ernsthaft niemand mehr bestreiten, wie gefährlich eine Fehleinschätzung zu mehr Krankheits- und Todesfällen führen wird. Während die USA als auch Großbritannien ziemlich effektiv beim Impfen vorgehen, tuen sich die EU und auch das zuvor gelobte Deutschland besonders schwer, sind viel zu wenig Menschen bisher geimpft worden.

Woran liegt das? An zögerlichem Verhalten, wobei auch der Blick aufs Geld erheblich dazu beigetragen hat, zu feilschen, was unterm Strich Leben kostet. Und der Rest der Welt, all die Länder, die kaum bis gar keine Hilfe erhalten, denken wir an etliche afrikanischen Nationen? Zeigt uns jene politische Ignoranz nicht überdeutlich, inwieweit Solidarität und somit Humanismus real angewandt wird? Ein hochnäsiger Westen läßt hilfsbedürftige Länder im Regen stehen. Unglaublich.

Dasselbe Muster, die gleiche Haltung erleben Menschen in Not, tagtäglich in Flüchtlingslagern, in den Sozial- und Arbeitsämtern, wenn es darum geht, gerecht zu verteilen, die soziale Komponente real ernst zu nehmen. Während Reichtum sich arrogant glücklich schätzen darf, auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen, hat der Rest schlichtweg Pech gehabt. Wie lautet die Essenz einer glücklichen Gesellschaft nochmal? Sämtliche Hochkulturen scheitern, zerfallen genau dann, wenn die soziale Komponente außer acht gelassen wird.

Aber was hat denn das mit der Corona-Pandemie zu tun, könnte man fragen. Sehr viel, wenn nicht genau an dieser Stelle sich zeigt, wie Mensch zusammenhalten sollte, will er seinen Auftrag auf Erden tatsächlich verantworten, vor sich selbst, vor anderen. Aus diesem Grund hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ganz besonders Rückgrat gezeigt mit ihrer Entschuldigung an die Bevölkerung, einen Fehler begannen zu haben. Das tat bisher noch kein Regierungsführer weltweit.

Häme nutzt dies für ihre Zwecke, um daraus eine angebliche Stärke zu stricken. Tatsächlich verkennt sie aber den Ernst der Lage. Die Menschheit hat schlichtweg keine Zeit mehr, zu zögerlich gegeneinander zu agieren, will sie mit möglichst kleinem Schaden die Pandemie bewältigen. Nur durch ein intensiv klug durchdachtes Miteinander bestehen überhaupt Chancen, zumal dieses Virus noch genügend Überraschungen für uns alle bereithält. Nutzen wir dies.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Union im freien Fall bei neuester Umfrage

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Bundestagswahlen stehen viel Turbolenzen bevor

Eigentlich keinesfall verwunderlich, zumal die Große Koalition schon länger ein Auslaufmodell darstellt. Während rechtskonservative Kräfte von einer linken Bundeskanzlerin schwafeln, linke Politiker weiterhin Frau Merkel und ihrem Kabinett etliche Fehlentscheidungen besonders im Kontext zur Aufrüstungspolitik bescheinigen, beschleunigt die Corona-Pandemie mit einer scheidenden Kanzlerin kurz vor dem Bundestagswahlkampf die politische Landschaft.

Laut Süddeutsche stürzt Union in Umfrage ab. Nichts Neues hierzulande, absehbar und durchaus folgerichtig. Sowohl ein Herr Merz als auch diese Werteunion haben ihr übriges dazu beigetragen, der Union eben keinen Bärendienst zu erweisen. Obendrein kann auch eine SPD kaum mehr punkten, die prognostizierten 15 Prozent laut Forschungsgruppe Wahlen vom 26. März sprechen Bände, wenn man obendrein bedenkt, daß immerhin jene AfD noch 12 Prozent erhalten würde. Schrecklich!

Vor allem die Grünen punkten erneut

Was schon länger absehbar ist, letzte Woche stellten wir die Frage in den Raum, ob denn Annalena Baerbock nächste Bundeskanzerlin sein könne. Dieses Szenarium rückt deutlich näher, schließlich würden die Grünen mit 23 Prozent die zweitstärkste Kraft im Lande jetzt sein. Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben, während die Union die ein oder andere Wählerstimme verlieren wird.

Bereits in den beiden neulichen Landtagswahlen erlitt die CDU erhebliche Stimmenverluste, was ebenso voausschaubar war. Wenigstens auf Länderebene büßten diese Nazis viele Wahlstimmen ein. Das läßt hoffen, daß auch auf Bundesebene mancher vielleicht ins Grübeln gerät.

Der Linken traut man wohl kaum noch über den Weg

Wobei eine Sahra Wagenknecht und diese unsägliche Plattform „Aufstehen!“ garantiert ihren Anteil daran hat, daß man den Linken keine Regierungsbeteiligung anvertrauen mag. Mit gerade mal 7 Prozent wäre sie das Schlußlicht, während die Liberalen wenigstens 9 Prozent an Wahlstimmen erhalten würden.

Falls dieser Trend anhält, und es schaut bisher sehr danach aus, dürfen wir uns auf einige Turbolenzen zur Bundestagswahl gefaßt machen, obendrein was mögliche Regierungsbündnisse anbelangt. Eine Große Koalition wie bisher darf man ausschließen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Ihr Name


In all den Jahren,
habt ihr vergessen,
wie Schwester
man schreibt,
ein Stuhl
auf dem Liebste
einst gesessen,
dessen Sitzfläche
wird niemals kalt,
die restliche Nähe,
das wärmende Herz
wird ausgelöscht,
habt ihr vergessen,
wenn man ihren Namen
nicht mehr schreibt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte
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Corona zum Trotz


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Gestorben wird immer
tagtäglich.
Was sei daran so kläglich,
fragen manch Ignoranten
in der Pandemie.
So etwas gab’s noch nie.
Solch Dilettanten!
Doch sie seien das Volk,
schweben auf ihrer Wolk‘,
fordern Meinungsfreiheit.
Ist das gescheit,
das Grundrecht auf Gesundheit
mit Füßen zu treten?
Da hilft kein Beten,
sondern ein klares Verbot
in allerhöchster Not.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Abschied von WordPress

Money makes WordPress go round

Das war’s, wir werden WordPress den Rücken kehren nach über 5 Jahren. Heute wollte ich ein Gedicht veröffentlichen und mußte feststellen, daß WordPress  über Nacht den „Klassischen Editor“ entfernt hat, nur noch über dieses unübersichtliche Textfeld geschrieben werden kann. Somit auch keine andere Formatierung für die Gedichte, geschweige denn Bilder eingesetzt werden können!

Das brauchen wir nicht, tun wir uns nicht an. WordPress selbst bietet allerdings den „Klassischen Editor“ an, wer zum wesentlich teueren „Business Tarif“ wechselt, dort mit der zugesagten Aussicht, den Editor wenigstens bis Ende 2022 den Kunden großzügigerweise zu überlassen. Aha, danach folgt dann eine noch teuere Knebelung? Wie nennt man das? Money makes WordPress go round, bloß nicht kundenfreudlich sein. Wir ziehen die Konsequenz! Das heißt aber nicht, daß wir gänzlich aus dem Internet verschwinden. Nein. Rechtzeitig informieren wir euch, wohin es uns verschlägt, auf welcher Plattform.

 

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Nächtliche Besucher leiten des Menschen Reise ein – Teil 3

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Zurück zu den Sternen der alten Heimat entgegen

‚Die der Ablenkung dienten?‘, fragte sich Rita und wurde diesmal von Styllux aufgeklärt, wie simpel doch Homo sapiens gestrickt sei, bis auf wenige Ausnahmen, die nicht alles hinnehmen würden. Die reale Welt sei sowieso ein Abbild mit etlichen Projektionen, wobei parallel die Realität es um ein Vielfaches schwerer habe, sich ins Bewußtsein wacher Geister zu manifestieren, die ohnehin fast alles in Frage stellten. Kurzum, das Leben folgte keinem geradlinigen Weg.

Das Dahingleiten des UFOs entsprach zunächst dem Gefühl einer schnellen Eisenbahnfahrt, bloß daß keinerlei Schwankungen im Bodenbereich logischerweise wahrzunehmen waren, zunächst die in sehr weiter Ferne sichtbaren Sterne fast schon starr an ihren Punkten verharrten. Im nächsten Moment änderte sich aber der beschauliche Flug, als sie einen Meteoritenschwarm durchkreuzten. Jedesmal wenn einer jener Sternenbrocken dem Flugobjekt zu nahe auf die Pelle rückte, verglühte ein unsichtbares, extrem starkes Energiefeld ihn kurzerhand. Die beiden erinnerten sich an die „billigen“ Starwarsfilme, wo noch per Laser geschossen wurde. Das mußte hier nicht eingesetzt werden.

Doch was anschließend geschah, damit hatten sie so gar nicht gerechnet, zumal die beiden Rostrythaner sie vorher keineswegs in Kenntnis setzten. Eine ungeheuerliche Schubkraft ging durch sämtliche Materie innerhalb des UFOs, durchströmte ebenso ihre Zellen, beim Hinaus-schauen entfernten sich Sterne und Galaxien gespenstisch schnell.

„Wie schnell fliegen wir eigentlich?“, fragte Rita die beiden.

„In den Zahlen ausgedrückt, die ihr kennt, dürfte es sich um cirka 15-fache  Lichtgeschwindigkeit handeln“, beantwortete Scophia ihre Frage und grinste ob der erstaunten Gesichter, „das benötigen wir aber auch angesichts der weiten Entfernung, die noch vor uns  liegt.

Geosin grübelte vor sich hin, schien nicht mehr sonderlich das Geschehen um sich herum wahrzunehmen. Irgendwie wurde ihm erst jetzt so richtig bewußt, daß sie auf dem Weg zurück zu den Sternen, der alten Heimat entgegen sich befanden. Eine gewisse Traurigkeit durchfuhr seinen kleinen Körper, wissend, daß sie vielleicht nie wieder die Erde sehen würden. Zugleich folgte aber auch eine Anspannung, die in ihm neugierige Erwartungen hervorrief.

Viele Fragen lagen ihm auf der Zunge, wie wohl dort die Landschaft aussehen würde, ob dicht besiedelt, so etwas wie eine Tier- und Pflanzenwelt vorhanden. Welche Bauten zum Leben den Bewohnern dienten, ob es Wasser gäbe und auch Wettergeschehen die Atmosphäre heim-suchte.

Was die beiden nicht wußten, keinerlei Anzeichen zu erkennen waren, Styllux und Scophia ihnen somit nicht ausdrücklich mitgeteilt hatten, etliche andere Raumfahrzeuge begleiteten sie auf der Reise durchs All, zig Tausende Menschen hatten sich ihnen angeschlossen, gänzlich vertrauensvoll, frohen Herzens.

Lotar Martin Kamm

Nächtliche Besucher leiten des Menschen Reise ein – Teil 1

Nächtliche Besucher leiten des Menschen Reise ein – Teil 2

Erschienen im Buch „Hrabans geheimnisvolle Reise zum Kontinent des Lächelns“ (BoD)

Kategorie: Kurzgeschichten

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