Vaters Tag

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Hinter der Zeit,
süß herber Harzduft
klebt als Hauch
an diesem Tag.

Ein stiller Wind
streicht den Raum,
den wir zusammen
betraten.

Kurz seine Dauer
und doch beständig,
jedes Jahr,
Dank dir, ich erlebe.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Ganz im Sinne von Quertreibern und Nazigesocks

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So gar keine Not, dann sind wir halt alle tot

Sprache entlarvt schonungslos ihre geistigen Ergüsse oder eben ein deutliches Unvermögen, in Krisenzeiten per Augenmaß zu handeln. Hauptsache sich Luft gemacht, die da oben uns schickanieren, haben sich alles für ihre Zwecke bloß ausgedacht. In Fakenewszeiten sich Quertreiber zusammen mit Nazibanden auf den Tag X vorbereiten, der da schnellstmöglich kommen mag.

„Wenn der Lockdown bis Ostern dauert, wird es ein Blutbad geben“, so die Warnung der Adler-Sanierer. Erinnert ein wenig an jemand in den USA, der fühlt sich keinesfalls als Verlierer, tönt weiterhin von Wahlbetrug. Wann endet dessen Geschwafel in den Medien? Der kriegt einfach nicht genug. Kein Wunder mit Blick zu weltweitem Trend, die rechte Mischpoke ohnehin nicht pennt!

Nur nicht das Wesentliche aus den Augen verlieren, das Virus uns nach wie vor beschäftigt. Während Politik und Wissenschaft alles versucht, um Wege aus der Krise zu finden, eine tröge Masse Corona-Leugner dummdreist gafft, um andere zu belehren, zu infizieren, sie haben ohnehin nichts zu verlieren außer ihren Verstand. Den haben sie schlichtweg verkannt.

Die Zahl der Toten steigt von Tag zu Tag, was manche nicht taxieren mag. Was läuft schief in der Gesellschaft? Läßt sich die Geduld überstrapazieren? So manche haben nichts mehr zu verlieren. Dann lautet’s schnell wieder Parieren. Kommt einem irgendwie bekannt vor. Mensch macht dieselben Fehler erneut, du Tor?!

Stagnierende Coronazahlen sollten uns zu denken geben, wer das ignoriert, darf sich fremdschämen. Manch Virologe verstört mit anderen Prognosen, oh man, da geht wohl was in die Hosen! Der einfache Mensch kann das kaum nachvollziehen, erstaunlich die Geduld im Volk dennoch anhält, das sollte mal lobend erwähnt werden. Extreme aufeinandertreffen, das kleine Lager der Corona-Leugner und die große Masse, die geduldig ausharrt. Zur letzteren, wie betont ein Lob, klasse!

Wie sagte am Ende des Interviews Emma Hodcraft ganz treffsicher? Aber eines sollten die Politiker aus der ersten Welle gelernt haben: Warten ist in einer Pandemie nie die Lösung. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, außer sich nicht von einem Herrn Laschet oder gar anderen beeindrucken zu lassen, die weder Augenmaß noch Geduld haben.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Warndreieck

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Das Dreieck war deutlich zu sehen,
drei Ecken, was ist daran nicht zu verstehen,
warnen vor einer Gefahr,
ehe sie dir ist gewahr.

Gründe zu warnen, gibt es viel,
jeder weiß das, der schon stolperte und fiel,
aber warum die drei Ecken,
die dich sollen vorab schrecken?

Warum nicht vier, fünf, sechs, sieben, acht,
welch Schlauer hat sich das ausgedacht,
irgendwie erinnert es an die Dreifaltigkeit,
Gott, Sohn, Heiliger Geist stoppt Einfältigkeit?

Steinschlag soll‘s hier geben laut Schild,
netter Versuch mich fernzuhalten, ich lächle mild,
Wasser, Eis, Dampf, ich erkenne zu spät,
drei Faktoren und schon entsteht Trinität.

Felsbrocken stürzen den Hang hinunter,
mir ist nichts passiert, bin putzmunter,
du, ich unsere Gedanken, habe ich jetzt verstanden,
müssen nicht auf dem gleichen Standpunkt landen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Kein Wandel in Sicht

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Solange Armut herrscht,
kann keine Rede von Wohlstand sein.
Wer ständig seine Kassen auffüllt,
der ist ein Kapitalistenschwein.

Wir mögen über die Wut streiten,
die treffsicher sich Wege sucht.
Diskussionen führen nicht zum Ziel,
ändert die Zustände, Herrschaftszeiten!

Doch das Kapital hat kein Erbarmen,
keine Moral, Ethik oder Gewissen.
Politik reagiert nach eigenem Plan,
die Meisten werden regelrecht beschissen.

Solange Reichtum sich ausbreitet,
kann keine Rede von Frieden sein.
Wer nonstop zu schlichten versucht,
bleibt mit seinen Problemen allein.

Mensch hat es jederzeit in der Hand,
Zusammenhänge ernsthaft zu überdenken.
Doch er verpaßt so manche Gelegenheit,
vermag kein gesundes Leben allen schenken.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Impeachment-Verfahren: Republikaner folgen den Instinkten der Angst

Trump offenbart der Welt, wie die Mafia agiert

Vollkommen ungeniert, seinem vierjährigen zurückliegenden Regierungsstil folgend, von Gewissensbissen ohnehin keine Spur, ganz im Gegenteil, siegesgewiß, daß ihm sowieso die Wahl geklaut wurde. Coppolas Pate hätte es keineswegs besser gemacht, wer aus solchem Holz geschnitzt, kann gar nicht anders, als per Einschüchterung sämtliche Gegner zurechtweisen. Dem mißglückten Sturm aufs Kapitol folgt der Triumph des Wahnsinns, die Impeachment-Entscheidung spricht Bände.

Dabei war diese unbedingt voraussehbar, schließlich duckten sich etliche Republikaner ohnehin stets weg, wenn The Donald in harschen Worten sie zurechtstutzte, per Drohgebärden Zweifler daran erinnerte, welche Konsequenzen sie zu erwarten hätten. Angst ist ein guter Ratgeber im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, erst recht nach jenem historischen Verlauf, wie alle Welt wissen sollte, wer nicht allzu blauäugig wegschaut.

Jede Satire steht Schmiere

Ob man nicht doch dabei etwas Wichtiges verliere. Während die Demokraten noch genügend Rückgrat beweisen, diesem ehemaligen Präsident Paroli zu bieten, zeigt Trump im Scheinwerferlicht den Bösewicht, wohl ganz auf seine Rolle erpicht, weil nach wie vor ihm kaum jemand widerspricht.

Doch lassen wir diesen Reim mal besser sein. Die moralisch-politische Verkommenheit hat letztendlich obsiegt, wie Roland Nelles zu Recht in seinem Kommentar betont. Ob das Comeback des Ex-Präsidenten bereits in drei Jahren automatisch deshalb besiegelt sein wird, bleibt mal dahingestellt. Allemal scheinen noch genügend Trump-Wähler ihn zu hofieren, erst recht mit dieser äußerst fragwürdigen Entscheidung. Das beflügelt deren Sachverstand, den sie sich einreden.

Joe Bidens Gegner lauern schon

Schließlich hat die US-amerikanische Gesetzgebung mit dieser Entscheidung diesem mafiösen Ex-Präsidenten obendrein Recht gegeben. Das entspricht einem Freifahrtschein für zukünftige Vorhaben, läßt Rassismus und Rechtsextremismus in den USA weiterhin gefährlich aufleben, von Entspannung mittels Joe Bidens euphorischen Vorhaben kann kaum die Rede sein. Sie wird explizit von außen befeuert.

Natürlich war zunächst vorsichtiger Optimismus das Credo nach gewonnener Wahl, ließ sich das Biden-Team keinesfalls verunsichern. Doch die rauhe Wirklichkeit mit dieser Trumpomanie läßt ziemlich tief blicken, wohin das US-amerikanische Regierungsschiff steuert. Es befindet sich mitten auf stürmischer See, bedarf eines souveränen Kapitäns. Mit Joe Biden haben die USA dennoch eine Chance, auch wenn er eine ziemlich verläßliche Mannschaft braucht. Gönnen wir es ihm und sorgen dafür, daß die Bösartigkeit jenes Donald Trump stets sofort beim Namen genannt wird, sobald sie aufflackert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Wagnis oder Resignation?

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Außer Fragen
an vielen Tagen
möcht‘ man’s wagen?
Nichts sagen,
außer manch Klagen,
die somit herausragen?

Politik
etwa ein banaler Trick,
das wäre chic?
Wer wagt den Blick,
nach vorn oder zurück,
ohne Worte, mit Musik?

Beim Lauf der Welt
zählt nur noch Geld,
egal wer wen wählt.
Wer was davon hält,
ob im Haus oder im Zelt,
ob er fällt oder sich schält?

Das Ende eine Qual,
ob mit oder ohne Wahl,
erscheint in manch Saal,
der Blick dabei ziemlich fahl,
auf einmal
empor aus finstrem Tal:

Ein wachsames Aufbegehren,
man möchte es sofort verzehren.
Eindrücke dabei sich vermehren,
Taschen geheimnisvoll entleeren,
ein eindrucksvolles Ausscheeren,
niemand kann sich dem erwehren.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Das Herz ist nicht die Seele

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Tief im Innern des Herzens,
wo Licht ebenso undurchsichtig
wie Dunkelheit sichtbar ist,
fluten keine Wellen das Hafenbecken,
zerschellen Holzbalken an den Felsen,
in Fahrstühlen streben die Menschen
dem geöffneten Himmel entgegen,
orientieren sich in den Spiegelbildern
der anderen im blankgeputzten Stahl,
eingepfercht trotzen sie dem Einsturz
ihrer bröckelnden Schutzmauer,
wärmen sich an der Eiseskälte
der stummen, gehörlosen Leiber,
die Blitze senden im Licht,
die Steine werfen im Dunkel,
blind verfehlen sie den Leuchtturm,
das Land der Seelen, die Welt
zwischen strömenden Kräften.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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