Trump provoziert einen Bürgerkrieg in den USA

Militantes Wahlkampfprozedere als Ablenkung vor eigener Unfähigkeit

Wer bisher geglaubt hatte, daß Donald Trump bereits genug Unheil angerichtet hat, der wird eines Besseren belehrt. Der Anfang vom Ende, frei nach dem Motto, nach ihm die Sintflut, er werde tatsächlich mit allen Mitteln seinen Präsidentensessel behaupten? Was zählen schon Wahlen, Faschismus fürs Fernsehen, da genau das seinem Weg des Entertainings folgt? Es schaut ganz danach aus.

Einerseits glänzt jener US-Präsident vor lauter Unvermögen, die Liste seiner Verfehlungen mag man gar nicht mehr aufzählen, besonders in der Corona-Seuche offenbart er seine Handlungsunfähigkeit, andererseits muß man inzwischen ein gezieltes Kalkül ihm unterstellen, wenn jetzt Bundespolizisten auf Demonstranten losgelassen werden. Der Beginn einer dramatischen Gewalteskalation in den USA?

Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt

The Donald als Erlenkönig sich profilieren will? Rechtsradikale haben ohnehin im Land der Stars and Stripes einen Aufwind, unübersehbarer Rassismus darf sich ungeniert ausleben, trauriger Höhepunkt der brutale Mord seitens weißer Polizisten an George Floyd. Während alle Welt dies mit Nachdruck verurteilt, erklärt Trump Demonstranten kurzerhand als linke Krawallmacher, die es jetzt zu bekämpfen gilt.

Die Idee der „Müttermauer“ verpufft angesichts der geschickt eingesetzten Bundespolizisten in voller Kampfmontur, Erinnerungen an mittelalterliche Verhältnisse finden ihren Weg in den Köpfen erstaunter Beobachter. Während Medien ohnehin als Teufelswerk und Fakenews abgetan werden, nutzt dieser Präsident seine ihm zur Verfügung stehenden Machtinstrumente, kaltschnäuzig, empathielos und brutal einkalkulierend.

Wenn schon Geheimdienstexperte Malcolm Nance warnt  

Spätestens dann sollten Alarmglocken schrillen! Donald Trump plant in etwa den Ausnahmezustand, falls nach der Wahl er als Verlierer dastehen würde? Man könne doch kurzerhand die 59. Präsidentenwahl als nichtig, somit ungültig erklären, um dann auch in diesem Fall vorzubeugen mit einem Heer von Bundespolizisten?

Insofern sind die Einwände von Geheimdienstexperten Malcolm Nance, der inszenierte Kriegszustand von Portland sei eine „Trockenübung“, um im Anschluß der Präsidentenwahl erst recht seine Macht zu demonstrieren, berechtigt. Das schaut alles andere wie ein demokratisch legitimiertes Verhalten aus, sondern vielmehr als der direkte Weg zum Faschismus. Ende Gelände mit einem freien Westen im Herzen Amerikas, in den USA? Soweit dürfen es die US-Amerikaner keinesfalls kommen lassen, erst recht nicht westliche Verbündete!

Lotar Martin Kamm

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Insel hinter Holzstapeln

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Seitlich im Garten
versteckt hinter
Holzstapeln,
Bullauge an Bullauge,
mit Ketten verschweißt,
wippen ganz leicht
des Abends
im milden Lüftchen,
melodisch begleitet
knirschendes Eisen,
das sanfte Schaukeln.

Seitlich im Garten
versteckt hinter
Holzstapeln,
peitscht Sturm
an die Scheiben
Wasserbälle,
die im Lärm
rasselnder Ketten
scheppernd aufplatzen,
tosende Stimmen
ums Echo wetteifern.

Seitlich im Garten
versteckt hinter
Holzstapeln,
brechende Äste
verheddern sich
zwischen dem
quietschenden
Metall der Glasaugen,
versperren die Sicht,
schwanken im Taumel
knarrenden Gewichts.

Seitlich im Garten
versteckt hinter
Holzstapeln,
erstarrte Kettenglieder,
Eiskristalle sprenkeln
runde Sichtfenster,
blind verstummt,
im rötlich weißen Licht,
bis die Morgensonne,
Orientierungslosigkeit
durchbricht.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Joe Biden sollte Donald Trump aus dem Weißen Haus verbannen

Neue Vizepräsidentin letztendlich die größere Hoffnung der Demokraten

Was reitet da nur die Demokraten bei dieser 59. Wahl zum 46. Präsidenten der USA? Warum hat sie keinen wesentlich jüngeren Kandidaten ins Rennen gegen jenen Donald Trump geschickt, schließlich wäre Joe Biden ins neue Amt gewählt immerhin dann mit 78 Jahren der älteste US-Präsident.

Trotzdem geht Joe Biden in die Offensive. Höchste Zeit, möchte man ihm zuraunen. Schließlich geht es mitnichten nur darum, jenen unfähigen Donald Trump endlich aus dem Weißen Haus zu verbannen, sondern obendrein die USA und die Welt zu erleichtern vor so viel Inkompetenz. Eine zweite Amtszeit mit jenem cholerisch narzißtischen Rüpel wäre ein extremes Desaster im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Wie tickt der ehemalige Vizepräsident unter Barack Obama heute?

Taktisch gut aufgestellt wagt er gleichwohl sich an Donald Trumps Steckenpferd, die Wirtschaft. Während der Amtierende meint, mit seiner Kampagne, Buy American, würde er irgendwas reißen, hat diese sich als gefährlichen Trugschluß herausgestellt. Kein Wunder, denn wenn die größte Wirtschaftsnation sich selbst in vielen Bereichen ins Aus katapultiert, obendrein einen Handelskrieg mit den Chinesen vorantreibt, darf sich niemand wundern, daß dies nicht fruchtet.

Muß der demokratische Kandidat automatisch radikal sein, um als Pendant zu Trump punkten zu können? Dies darf angezweifelt werden. Insofern dürfte mit einem gemäßigten Joe Biden die Demokratische Partei keine schlechte Wahl getroffen haben. Dessen Ankündigung, die USA per saubere Energie nach vorne zu treiben, kommt der ganzen Welt schließlich zugute. Daß dabei die Einkommenssteuern für Unternehmen wieder von 21 auf 28 Prozent erhöht werden sollen, kann man nur begrüßen.

Trumpomanie gehört bald schon der Vergangenheit an

Üben wir uns in Geduld in den verbleibenden sechs Monaten, bis ein neuer Präsident die USA anführen darf, hoffentlich nicht wieder jener Donald Trump, dessen Trumpomanie gerade in Höchstform aufläuft, mitnichten als Zeichen von hoher Qualität, sondern viel eher von totaler Unfähigkeit. Die USA vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten hin zum Land der größten Versager? Das muß man leider bestätigen, obwohl wie gesagt Hoffnung zur Änderung besteht.

Vor allem was das Amt der Vizepräsidentin anbelangt, welches Joe Biden bevorschwebt. Gesetz den Fall, er wird es, muß aber sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen, würde die Vizepräsidentin die neue Hoffnungsträgerin sein. Wir dürfen gespannt sein, für wen er sich unter den potenziellen Kandidatinnen letztendlich entscheidet.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Gestern, heute, morgen

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Eingebläut
den Leut‘
eh‘ ihr’s reut
streut
Haß
in Maß
zu eurem Spaß
erlaß‘
ich Dekret
diskret
perfekt
direkt
das garantiert
ihr pariert
damit floriert
funktioniert
meine Herrschaft
eure Bereitschaft
zur Knechtschaft
Komplizenschaft
zur Randale
Schikane
der Schlendriane
deren Ideale
Menschlichkeit
Aufrichtigkeit
Großzügigkeit
Unbestechlichkeit
also laßt die Wut raus
jagt sie aus den Häusern raus
macht ihnen den Garaus
dann leben wir in Saus und Braus

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Vom Fluch zu geringer Solidarität

Meinungsfreiheit
grenzenlos
ohne Hürden
Hauptsache hassen
viel lieber prassen
erst recht mit Worten
Morddrohungen
gegen Politiker
Künstler und Andersdenkende
Faschismus findet Wege
der Entfaltung
keine Enthaltung
den Rechtsstaat aushöhlen
die Demokratie abschaffen
Schweigende dabei gaffen
niemand hält sie auf
diese Rechtsradikalen
was sind schon Zahlen

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Vision

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Die Vision
verkauft
betitelt
angewandt
durchgesetzt
natürlich
menschengemacht
Mensch durchdacht
gleiches Muster
andere Farben
verschiedene Namen
die Vision
regelt
bewahrt
durch Haß
Wut und droh’n
immer schon
die Bösen
ins Palästchen
die Lieben
ins Knästchen
die Vision
erbärmlich
menschengelenkt
Mensch durchdenkt
gleiches Muster
andere Farben
verschiedene Namen
war immer schon
Vision
die Vision

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Mount Everest – Bergsteigen nicht nur Passion

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Bild von Eknbg auf Pixabay

Manche wollen sehr hoch hinauf

Wer die Grenzen des Ichs auslotet, mag völlig unterschiedliche Möglichkeiten in Betracht ziehen, obwohl meist dieser Auseinandersetzung ein in Frage stellen jedweder psychisch-physischer Belastung vorausgeht, man in Versuchung gerät, dem Wahnsinn nahe übers Maß hinauszuschießen. Das gilt für künstlerisch schaffende Menschen genauso wie für Erfinder, Wissenschaftler und Extremsportler, unter ihnen die Bergsteiger.

Es war der neuseeländische Imker und Bergsteiger, Edmund Percival Hillary, der schließlich als erster Mensch den Mount Everest erfolgreich bestieg. Man sollte erst recht betonen, daß Bergsteigen nicht nur eine Passion ist, sondern eine nachvollziehbare Kette menschlicher Bedürfnisse im Dialog zwischen dem jeweiligen Berg und eigenem Leben.

Zu Beginn wagte es George Leigh Mallory als erster

Und zwar knapp 29 Jahre zuvor, nachdem die Royal Geographical Society (RGS) endlich 1921 erstmals Expeditionen zum Mount Everest zustimmten. Mallory und sein Kollege Andrew Irvine versuchten am 08. Juni 1924 das letzte Stück des Aufstiegs vom Lager VI aus, um nie wieder für die in den unteren Lagern wartenden Expeditionsteilnehmer zurückzukehren, zunächst für die Nachwelt da draußen als verschollen zu gelten.

Kein geringerer als der niederländische Journalist und Dichter Aleid Johan Herman August Wensink verfaßte unter dem Pseudonym Willem Enzinck das äußerst packend geschriebene Buch „Der große Berg. Drama am Mount Everest“, welches 1966 im Paulus Verlag erschien. Wunderschön formuliert sein Gleichnis der letzten Eindrücke des Mallory aus der Sicht des Autors:

Sternbild des ewigen Bergsteigers. Zu spät, er hatte bereits den letzten Schritt zu jenem anderen Himmel getan – zu seinem Himmel der Freiheit und der Stille.

Es sollten noch 75 Jahre vergehen, bis die Leiche von George Leigh Mallory schließlich doch noch geborgen werden konnte, während die von Andrew Irvine für immer dem Qomolangma (tibetischer  Name des Mount Everest) gehört.

Unter der Leitung von John Hunt gelang Hillary die Erstbesteigung

An einem Freitag, dem 29. Mai 1953 brachen morgens gegen 6:30 Uhr George Hillary und der fünf Jahre ältere Tenzing Norgay (aus dem Himalaya-Volk der Sherpa) auf, um den 8.848 m hohen Berg zu besteigen, nachdem drei Tage zuvor das erste Team unter der Expeditionsleitung des britischen Bergsteigerführers und Offiziers, John Hunt, aufgrund technischer Probleme des Sauerstoffsystems die Südgipfel-Besteigung abbrechen mußte.

Insofern bot sich auf diese Weise die Chance für das sherpa-neuseeländische Zweitteam, welches um 11:30 Uhr den welthöchsten Gipfel schließlich erreichte. Auch wenn von asiatischer Seite aus Norgay als Erstbesteiger gefeiert wurde, so bestätigte zwei Jahre später dieser, daß Hillarys Füße als erster den Gipfel betraten.

Einige berühmte Bergsteiger und ihre Errungenschaften

Neben Mallory und Hillary sowie dessen Begleiter seien hier noch vier andere berühmte Bergsteiger erwähnt unter all den vielen, die solch derart grenzwertige Herausforderungen aufsuchten.

Dem Notar und Bergsteiger Gerhard Schmatz gelang es, nachdem zuvor drei Nordamerikaner dies erreichten, als erster Europäer die erfolgreiche Besteigung der Seven Summits (das sind die höchsten Berge der sieben Kontinente) und war 1979 bei der Besteigung des Mount Everest als 50-Jähriger der älteste Mensch, dem das bis dato gelang.

Natürlich muß man hierbei Reinhold Messner zitieren, mit einer der erfolgreichsten Bergsteiger aber auch Abenteurer, der obendrein es sehr gut verstand, seine Liebe zu diesen Extremtouren zu beschreiben und zu vermarkten. So gelang ihm nicht nur als erster Mensch der Aufstieg zum Mount Everest gänzlich ohne Zuhilfenahme von Flaschensauerstoff, sondern er bestieg darüber hinaus auch als erster alle vierzehn Achttausender.

Dem Südtiroler Extrembergsteiger und -skifahrer Hans Kammerlander gelang zusammen mit Reinhold Messner die erste Doppelüberschreitung von zwei Achttausendern. In nur acht Tagen schafften sie diese Herausforderung bei den Bergen Gasherbrum II (8.034 m) und Hidden Peak (8.080 m) ohne Abstieg ins Basislager oder andere Unterstützung. Über die Risiken berichtete er in diesem Interview.

Der schwedische Extrembergsteiger Göran Kropp bewies sportliche Höchstleistung, in dem er mit dem Fahrrad von Stockholm nach Nepal in den Himalaya fuhr, ohne irgend eine Hilfe und natürlich ebenso ohne Sauerstoff den Mount Everest besteigen wollte, sogar noch in Bergnot geratenen Kollegen half, dadurch den Aufstieg abbrach, um im zweiten Anlauf den Gipfel zu erreichen. Anschließend fuhr er mit dem Fahrrad wieder zurück in seine skandinavische Heimat Schweden.

Es war George Leigh Mallory, der einmal wie im Buch „Der große Berg“ zitiert, bemerkte:

Wenn wir auf dem Gipfel eines Berges stehen, haben wir dann einen Feind besiegt? – Keinen anderen als uns selbst. Haben wir einen Erfolg erzielt? Dieser Begriff bedeutet hier nichts. Haben wir ein Königreich erobert? Nein und ja – wir haben ein Schicksal erfüllt. Kämpfen und begreifen lernen, und nie das eine ohne das andere – das ist das Gesetz des Lebens.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Wissenswertes

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