
pixabay.com
Gelöscht die Gedanken,
die längst bekannten,
der Zug fährt langsam,
verständlich der Text,
kein Mord durch Gewalt,
zerfleddert die Seele,
kalt liegt die Landschaft,
schwarz verschmiert auf weiß.
Doris Mock-Kamm

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Gelöscht die Gedanken,
die längst bekannten,
der Zug fährt langsam,
verständlich der Text,
kein Mord durch Gewalt,
zerfleddert die Seele,
kalt liegt die Landschaft,
schwarz verschmiert auf weiß.
Doris Mock-Kamm

Wikimedia Commons CC BY 3.0
Das Thüringen-Desaster darf man als die Spitze des Eisberges betrachten, selbst in milden Zeiten, wo von Winter kaum eine Spur, eher ein Orkan wie Sabine über Deutschland fegt, welch Parallele nach den vergangenen letzten Tagen. FFF, ein cholerischer Donald und eine perfide Nazi-Partei sorgen für entsprechenden Diskussionsbedarf.
Die Zusammenstellung paßt ins Konzept einer politischen Ausrichtung, die sich nach den Vorgaben einer Elite hält, ganz ähnlich wie eine minutiös geplante Regieanweisung, wobei die Darsteller ihren Rollen gerecht werden. Dennoch sitzen im Publikum Buh-Rufer, die nicht gedankenlos einfach Beifall klatschen, sondern sehr kritisch hinschauen.
Trotzdem duldet ausgerechnet Deutschland sie in ihren Parlamenten, getarnt als angebliche Konservative, gar als Alternative, die per Proteste die anderen Parteien ermahnen und beschimpfend beleidigen. Dazu gesellt sich eine Ablehnung demokratisch verbriefter Rechte, wird das Grundgesetz in Frage gestellt genauso wie das Land selbst, wer das Reichsbürgergeschwätz mit einbezieht, welches stets präsent als Begleiterscheinung geduldet wird als Mittel zum Zweck.
Der lautet, den Status Quo zu untergraben. In Thüringen gelang es, wer mal hinter die Kulissen schaut. Das ließe sich doch permanent fortsetzen, wo doch eine CDU und FDP längst verunsichert sind. Ziel erreicht. Nur braucht kein Mensch Nazis, diese selbst werten sich gern als Übermenschen, wenn man sie nicht strikt ausbremst.
Schon steht die Frage Raum, wer den Kanzler bei der Union stellt, wo doch, letztlich eben nicht unerwartet, AKK zurückgetreten ist. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sieht bereits dunkle Wolken aufziehen, ein nächster Kanzlerkandidat würde kein Kanzler werden, wenn man so weitermache. Aha. Welch clevere Schlußfolgerung. Wer mit einer AKK nichts zu lachen hat, dem traut man erst recht kaum was zu, das möge gar nicht so verkehrt sein. Insofern passen Merz, Spahn und andere sowieso nicht als CDU-Kandidat, die Grünen laufen ihnen eher den Run ab!
Mal schnell die jüngsten Sonntagsfragen zur Bundestagswahl außer acht lassen, zu viel Ungereimtheiten offenbaren sich gerade in den letzten Tagen, vor allem die simple Masche jener Rechtsradikalen läßt tief blicken. Das beweist nämlich besonders eins: Diese Demokratie steht auf ziemlich wackligen Beinen, weder der Verfassungsschutz noch manch andere Organe wie Bundeswehr oder Polizei können Verläßlichkeit bieten. Umso wachsamer muß Politik jetzt handeln. Solange aber z.B. ein Sven Liebich tönen darf, hat sie alles falsch gemacht!
Lotar Martin Kamm

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Wir,
das sind
ich, ich
und nochmal
ich,
damit
kein Zweifel
aufkommt,
ich sind wir.
Doris Mock-Kamm

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„Kuckuck, Kuckuck, ruft’s aus dem Wald. Lasset uns singen, tanzen und springen! Frühling, Frühling wird es nun bald!“ – so die erste Strophe des bekannten Liedes, welches August Heinrich Hoffmann von Fallersleben 1817 geschrieben hatte. Doch schon sehr bald ruft’s nicht mehr aus dem Wald, wenn der beobachtete Rückgang anhält, der u.a. dem Klimawandel zugeschrieben wird, dadurch den Eierschmuggel in fremde Gelege verhindert.
„Sim sa la bim, bam ba, sa la du, sa la dim, auf einem Baum ein Kuckuck saß“, werden wohl die meisten von uns noch aus Kindertagen kennen, dieses Lied, dessen Komponist und Texter unbekannt ist, ein Volkslied aus dem Bergischen Land, erstmals erschienen im Jahre 1838.
Der fast turteltaubengroße Kuckuck, ein Meister darin, die Eier in fremde Nester zu legen, sich einfach bestimmter Wirtsvögel zu bedienen, erreicht immerhin eine Flügelspannweite von 55-60 cm. Dabei frißt das Kuckucksweibchen durchaus ein bis zwei Eier der Wirtsvögel, ehe es das eigene, sehr selten zwei, den potentiellen zukünftigen Adoptiveltern unterschiebt, die es dann schön brav ausbrüten, füttern und großziehen.
Was für eine clevere Taktik der Natur muß man feststellen! Bevorzugte Wirte sind Bachstelzen, Braunellen, Grasmücken, Neuntöter, Pieper, Rohrsänger, Rotschwänze und Zaunkönige. Aber noch viel raffinierter, sonst würde der Schwindel ja auffliegen, sind die farblich angepaßten Eier bei der Ablage, die jeweils denen der Wirtsvögel verblüffend ähnlich sehen.
Bedenken wir, selbst viele Wirtsvögel sind explizit betroffen aufgrund der Zerstörung ihrer Lebensräume, bei denen der Mensch erheblichen Anteil hat. Kein Wunder, daß der Kuckucksbestand um 25 Prozent geschrumpft ist, man auf den Klimawandel zurückführen muß. Milde Winter nutzen somit ihre Wirtsvögel, um wesentlich früher mit Balz und Nestbau zu beginnen. Erreichen dann zu Beginn des Mais die Kuckucke aus Afrika kommend Deutschland, ist es oftmals zu spät. Ebenso der starke Rückgang von Maikäfern und Schmetterlingen, wichtige Nahrungsmittel für den Kuckuck, der mit erhöhtem Pestizideinsatz zusammenhängt, trägt dazu bei, den beliebten Vogel zu verdrängen.
Während die vom Deutschen Rat für Vogelschutz (DRV) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) erstmals am 10. März 2014 erstellte „Rote Liste wandernder Vogelarten“ den Kuckuck auf die Vorwarnliste der Gefährdung setzt, vermerkt die Weltnaturschutzunion IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources), er sei beim weltweiten Status mit „Least concern“, somit als „nicht gefährdet“ zu bezeichnen.
Mag ja sein, aber hierzulande und im gesamteuropäischen Raum wird der Kuckuck zurückgedrängt. Grund genug sich Sorgen zu machen, Gegenmaßnahmen einzuleiten, die sicherlich nur in kleinen Schritten erfolgen können, wenn sie denn überhaupt den Rückgang zu stoppen vermögen.
„Warum Vögel den Menschen nie verstehen werden? Körner im Winter – Vogelscheuchen im Sommer.“ (Markus M. Ronner)
Lotar Martin Kamm
Ständig ändern sie ihre Namen,
schließlich sind sie Kameraden,
um sich zu erkennen,
reicht es das Codewort zu nennen,
sie lieben die Geheimniskrämerei,
verneigen sich vor einem Konterfei,
den sie als Helden stilisieren,
damit ihnen kann nichts passieren,
unter seinem Schutz
selbst ein Nichtsnutz
wird zum Kommandeur,
läßt sich feiern als Hasardeur,
mit Rücksichtslosigkeit
wird gekämpft gegen Menschlichkeit,
sie stoisch stets auf Arroganz beharren,
ansonsten sie fühlten sich als Narren,
die sie auch tatsächlich sind,
aber ihre Blickwinkel sind blind,
wer haust in dunklen Höhlen,
dessen Geist und Sinne veröden,
auf Maskerade verstehen sie sich exzellent,
großzügig gesponsert von Finanzprominenz.
Doris Mock-Kamm
And the winner is The Donald, der kam, sah und siegte, wie Cäsar fühlte sich der 45. US-Präsident, läßt prompt seine Gegner spüren, was er von ihnen hält, inwieweit im Weißen Haus der Ton eines Alleinherrschers den politischen Kurs bestimmt. Who makes America great again? Neben jedem Trump-Fan ihro Gnaden selbst, meint er.
Einfach es dabei belassen, weil letztendlich der Wahlausgang jetzt schon feststeht? Das könnte man, wenn man denn wollte. Eventuelle Überraschungen sind trotzdem nicht auszuschließen. Als 2016 jener Donald Trump zur US-Wahl antrat, hielten viele ihn für chancenlos. Mit Tricks, Häme, russischer Hilfe und rassistisch-rechtsradikaler Bereitschaft im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wurde es am Ende The Donald. Eine Wiederholung in Sichtweite?
Keineswegs mit deftigen Argumenten geizen. Doch reicht das auch? Beim TV-Duell der Demokraten präsentierten sich sieben der noch verbliebenen elf, wobei der Ex-Bürgermeister Pete Buttigieg offensichtlich nach der Iowa-Wahl in Umfragen zulegen konnte, der Abstand zu Bernie Sanders kleiner wurde. Man bedenke, Sanders ist gar 40 Jahre älter, so daß der noch junge Buttigieg zwar über weniger Erfahrung verfügt, aber wesentlich robuster ist in Sachen Gesundheit und Energieressourcen.
Trotzdem liefert natürlich ein Bernie Sanders manche Argumente, um dem amtierenden Donald Trump die Stirn zu bieten, selbst wenn dieser in seiner Häme keineswegs nachlassen wird, sich äußerst bestärkt fühlt nach jenem Impeachment-Debakel.
Damit ein Donald Trump nicht gleich alleinig für die Republikaner in dieser 59. US-Wahl antritt. Nach den Vorwahlen verbleibt nur The Donald, dessen demokratischer Gegenspieler ein Bernie Sanders oder ein Pete Buttigieg sein wird. So die Einschätzung bereits nach erster Vorwahl in Iowa.
Es folgen noch 18 Vorwahltage bis zum 06. Juni in den Jungferninseln, dann enden die Vorwahlen, nachdem zuvor beim letzten Super-Tuesday am 02. Juni in fünf wichtigen Bundesstaaten bestimmte Entscheidungen fallen. Am Ende stehen die beiden Kontrahenten zur Präsidentschaftswahl fest.
Es verbleibt eben jener fade Beigeschmack, diesem Donald Trump nicht seines Amtes enthoben zu haben, obwohl etliche Indizien dafür sprechen. Kein guter Tag für die Demokratie nicht nur in den USA, sondern weltweit, wo doch gleichzeitig der „Siegeszug“ rechtsradikaler Kräfte sich zu festigen versucht.
Lotar Martin Kamm

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Groß war der Stuhl,
einem Thron gleich,
zum Zappeln lud er ein,
zum Fläzen, er war so breit,
und diese Lehnen
so einladend sich
dem Träumen hinzugeben,
wie verlockend der Wunsch
auch im Alter so einen Sitz
einem eigen wär,
und so leicht zu ergattern,
im Prinzip gar nicht schwer,
das trotzige Kind
wird zu Berufung,
ermüdet ob der ständigen
Belehrungen
jedem verstehen zu geben,
für jedermanns Traum
das Vorbild zu sein,
indem man alles abnickt,
was zum eigenen Vorteil,
und schon ist man König,
ach ja, der Stuhl, der Thron,
behäbig muß er wirken,
mächtiger als das Menschlein,
das sich darauf tummelt
und austobt,
auf diese Niedlichkeit
fällt jeder rein.
Doris Mock-Kamm