Trumps Truppe trompetet trotzig totalitär

Wer a sagt, muß auch das Alphabet beherrschen

Wer hätte das gedacht, was sich in den USA jetzt wohl aufmacht? Die Wähler dort haben jüngst entschieden, es so gar nicht vermieden, den blonden Dollen abzustrafen, nunmehr lautet’s: tröge gaffen! Anstatt Kamala Harris zu wählen, will mehr als die Hälfte der Amis auf Trump zählen. Nun denn, nur zu, dann ist’s jetzt Schluß mit geordneter Ruh‘.

Ein Robert F. Kennedy Jr. fungiert schon bald als Gesundheitsminister, nahezu ähnlich wie ein Philister, nur daß der Robert per Verschwörungstheorien im Dunkeln tappt, oh weh, ist das vertrackt! Doch damit längst nicht genug, es setzt sich fort gänzlich unklug. Die umstrittene Ex-Abgeordnete Tulsi Gabbard darf als neue Geheimdienstkoordinatorin sich versuchen. Wie kann jener Trump sowas nur buchen? Weiter geht’s mit fragwürdigen Fehlentscheidungen, es berichten die Medien, die Zeitungen. Tech-Milliardär Elon Musk weicht dem designierten Präsidenten kaum mehr von der Seite, warum wohl sucht dieser nicht das Weite? Nur einmal dürfen Sie raten, nichts anderes sei zu erwarten! Es geht stets ums Geld, welches zählt.

Doug Burgum wird das Innenministerium leiten, ein Mann des Öls, der soziale Belange stets in den Wind schießt, Hauptsache sein eigener Geldfluß fließt. Matt Gaetz darf als Justizminister ran, ein Mann, der linksextreme Antifa-Aktivisten für den Sturm aufs Kapitol verantwortlich macht, wo doch längst bewiesen, wer diesen damals entfacht. Pete Hegseth wird sich als Verteidigungsminister ausprobieren, muß sich nicht genieren, US-amerikanische Kriegsverbrecher freizusprechen, genau das tut sich somit rächen. Marco Rubio als neuer Außenminister steht vorneweg bereits auf der Abschußliste als bekennender Russlandkritiker, wir erfahren es rechtzeitig in manchen Nachtrichtenticker.

Aufzuzählen seien noch Susie Wiles als neue Stabschefin im Weißen Haus, es wird kein Schuh daraus, Elise Stefanik darf als Botschafterin der USA in der UNO wirken, bekannt als Verfechterin der Big Lie, weil doch Trumps Wahl 2020 gestohlen worden sei.

Mit solch einer Truppe will Trump trotzig totalitär trompeten, wer hat ihn wohl dazu gebeten? Sie ahnen es schon, es war der tröge Wählerton. Wer nach der letzten Zeit nicht dazu war bereit, einzusehen, was dann wohl würde geschehen, der muß mit den folgenden Konsequenzen leben, die Trumps Leute anstreben.

Von wegen MAGA sei dann auf Kurs. Mitnichten, ein verlogener Pfurz. Fäkaliensprache bringt es manchmal auf den Punkt, wenn es läuft dermaßen ungesund. Statt den Blonden Dollen als das zu werten, was er ist, ein Haufen Mist, bietet man ihm ständig neue Offerten. Die Welt wäre sehr gut beraten, nicht allzu lang zu warten. Denn wenn dieser Trump die USA umgebaut hat in einen faschistischen Staat, dann geht auf eine schreckliche Saat.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Neuwahlen beenden keine Qualen

Image by PixelAnarchy from Pixabay

Als ob Neuwahlen etwas ausrichten,
viel eher Probleme verdichten.
Die Ampel hatte ihre kurze Zeit,
es ist mal wieder soweit.
Mit der Vertrauensfrage
entpuppt sich der Ernst der Lage.

Politik bleibt ein schmutziges Geschäft,
egal wer wen dabei ankläfft.
Wer glaubt, die Union wäre wunderbar,
dem ist so manches gar nicht klar.
Diese kann och nur mit Wasser kochen,
unwichtig an welchen Türen sie pochen.

Wer zahlt am Ende die Zeche?
Nicht der Ehrlose, aber der Freche.
Soziale Belange fallen dann unten durch,
reich gesät bestimmter Eliten deren Furch.
Mit Merz und Co. schaut es dann düster aus,
aus dieser Nummer wird kein Glück daraus!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Vorsicht beim Betreten der Schleimspur

Hofierung von Trump läßt tief blicken

Politik bleibt ein schmutziges Geschäft, zumal die wirtschaftlich globalen Verflechtungen nahezu alle Länder in die Pflicht nehmen, die weder unabhängig entscheiden können noch autark. Bündnisse und Abkommen sind per se verpflichtend, diplomatische Gepflogenheiten auf der Tagesordnung. Das gilt erst recht für den zukünfigen 47. US-Präsident, der kürzlich die Wahl für sich entscheiden konnte. Kamala For President war Wunschvorstellung, es weht ab 20. Januar 2025 ein anderer Wind im Weißen Haus.

Schon betreten die Speichellecker das politische Parkett, allen voran Unionspolitiker wie Jens Spahn, Friedrich Merz oder ein Markus Söder. Wen wundert’s? Aber auch der Bundeskanzler muß sich einreihen beim Überbringen der Gratulation zum Wahlsieg, es schickt sich an. Während Macron folgt, frohlockt erst recht dieser Orbán, der Quertreiber in der EU, der stets Putin, dem Kriegstreiber, die Stange hält. Wie soll dabei ausgerechnet jener Trump den Überblick behalten? Er hat schlichtweg keinen, benötigt ihn wohl mitnichten, wer dessen MAGA-Weg beobachtet.

Das Frohlocken rechtsradikaler Kräfte keinesfalls verwunderlich

Daß die AfD Trump hofiert, dürfte bekannt sein. Der Nazi Höcke bezeichnet ihn postwendend als „bedeutendsten Präsidenten der modernen Geschichte“, dabei betont dieser „freiheitsliebende Patrioten in Amerika als auch in Europa“. Sicher doch, Nationalismus gepaart mit Rassismus beschert jeden Neonazi feuchte Träume.

Weltweites Aufatmen all jener Despoten und derjenigen, die morgen schon als Alleinherrscher ihre Völker knebeln wollen, werten Trumps Wahlsieg als das, was er darstellt: Frauenrechte abschaffen, Klimawandel verteufeln, Eliten sowieso etablieren, soziale Belange ignorieren. Die Unberechenbarkeit Trumps scheint Faschisten viel eher zu beflügeln.

Die Weltpolitik am Scheideweg

Das ist die eigentliche Botschaft dieser US-Wahl! Mit Kamala Harris gab es noch Hoffnung auf konstruktive Politik, vor allem die Sicherheit des atlantischen Bündnisses. Mit Donald Trump befindet sich Weltpolitik auf gefährlichem Fahrwasser. Natürlich verlassen sich etliche Stimmen auf Verträge, Abkommen und wirtschaftliche Abhängigkeiten, die auch eine USA unter Trump nicht gänzlich mißachten können.

Dennoch hat schon die erste Amtszeit dieses US-Präsidenten nur allzu deutlich aufgezeigt, wie unstet er handelt. Die zweite birgt etliche neue Risiken, zumal weder der Iran, Nordkorea, Russland noch China bereit sind, auf die USA friedlich einzuwirken. Ein sich selbst überschätzender Trump kann und wird dabei wenig bis gar nichts ausrichten. Europa wäre sehr gut beraten, gezielt und vereint sich auf wirre Zeiten vorzubereiten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Global Player unter sich

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Die Achse des Bösen und die des Guten,
wer sagt an, wer haut drauf?
Wer hat eigentlich die Macht,
was all das entfacht?
Rätselraten im Stundentakt,
wirkungslos, ohnehin vertrackt.

Benennen wir sie doch beim Namen,
damit für alle Welt klar,
zum einen lange Zeit Nummer Eins die USA,
was lange einmal so war,
es folgen Russland, Indien und China,
vier Weltmächte, jetzt wird’s klar.

Global Player unter sich,
einfach fatal und widerlich!
Alle anderen Nationen
gilt es, nicht mehr zu schonen,
diese sind nur noch Nebenschauplatz,
Europa schon lange passé, ratzfatz.

Am Ende zählt, wer das Sagen hat,
wie beim Schach, Sieg oder matt.
Die Welt dachte, Demokratien werden’s richten,
doch in Wirklichkeit endet hier das Dichten,
Despoten bestimmen den Lauf der Geschicht‘,
drum glaube diesen stets niemals nicht!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Ich fahr dich

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Eisblumen
an unbeheizten Zimmern
Freude ohne den Tod
der Erschöpfung
zu spüren

Fallende Äste
auf gefrorenen Boden
ihr Knistern ersetzt
das fehlende Holz
in den Öfen

Der Winter hinterließ
kein Fünkchen Rot
blasses Gelb
gepreßt durch Nebel
signalisiert den Tag

Einzige sichtbare
Erinnerung an Sommer
zu Eis erstarrte Nadeln
Tausende grüne Marker
auf weiße Fläche gepinnt

Im Bemühen wässrigem Grau
die Schwärze abzuringen
wird das fahle Blau
zur schwimmenden Insel
Ich fahr dich auf Wellen fort

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Rot ihr Kleid

Image by Victoria from Pixabay

Ihr Kleid war rot,
rot wie Mohnblüten,
rot wie Zerbrechlichkeit
des Lotteriescheins Leben.

Sie wurde gesehen,
überall, auch wenn sie
nie an diesem Ort
verweilte, man sah sie.

Frivol, in Tränen ertrunken,
bedenkenlos offen
und unnahbar entrückt,
so war sie für das Leben.

Das Anstandskorsett
zermalmte Frau zu Staub,
sie wirbelte sich in die Lüfte,
ihr Rot weithin zu sehen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Zitterpartie nützt im Endeffekt Putin selbst

Viel Freundschaft ohne nennenswerte Hoffnung?

Joe Biden und Olaf Scholz treffen sich in Berlin, während der 46. US-Präsident zum ersten Mal die deutsche Hauptstadt zur Amtszeit des deutschen Bundeskanzlers aufsucht zwecks einer wichtigen Visite, nachdem zuvor Wolodymyr Selenskyj seinen sogenannten „Siegesplan“ vorgestellt hatte. Florian Schmidt titelt für T-Online mit „Danke, danke, danke“ über den Abschiedsbesuch Joe Bidens im Kanzleramt.

Allerdings dürfte in erster Linie Wladimir Putin sich ins Fäustchen lachen, weil bereits in 18 Tagen die Amis die Präsidentenwahl entscheiden, ob die USA per neuem Despoten Europa den Rücken kehren werden oder zum ersten Mal eine Präsidentin die Geschicke der Neuen Welt lenken wird. Der russische Despot rechnet wohl eher mit Trump.

Die Welt am Scheideweg

Im Grunde genommen eine Schicksalswahl, die in den USA stattfindet. Hatten noch viele gehofft, daß dieser schräge Herr Trump nach angeblicher gestohlener Wahl nicht wieder antreten würde, hielt auch die US-Justiz diesen nicht davon ab, es erneut zu versuchen. Zunächst schaute es für Joe Biden so gar nicht gut aus, erst mit Kamala For President besteht wieder Hoffnung!

Parallel beobachten wir schon länger die globalen Gefahren, die von autokratisch geführten Staaten ausgehen, denken wir an China, Russland, Iran, Türkei und etliche andere. Demokratien im Fahrwasser einer Weltpolitik, die den Preis der Freiheit opfert, um sich vor Despoten unterzuordnen. Insgeheim gesteuert seitens des Großkapitals, welches exakt solche Zustände gezielt fördert, rücksichtslos ohne jedwede Bedenken!

Mit schönen Reden läßt sich Kriegslüsternheit nicht beenden

Dies sollte eigentlich auch Herrn Scholz klar sein. Sein Einknicken vor Putin läßt diesen frohlocken, erst recht seinen brutalen Kurs im Ukrainekrieg fortzusetzen. Zumal Trump längst signalisiert hat, die Ukraine zu opfern, wenn er selbst ins Weiße Haus zieht, um dort sein Unwesen zu treiben.

Europa muß sich ganz schnell dann neu orientieren, bevor Russland auf den Geschmack kommt, eine geschwächte Nato herauszufordern. Dann vermag ein eventuell kerniger Herr Merz beweisen, wie geschickt er Putin Paroli bietet. Daß dies wohl eher als ein Rohrkrepierer zu werten ist, werden wir spätestens feststellen, wenn der psychopathische Präsident Trump diesem begegnet. Aber vielleicht entwickelt sich alles auch gänzlich anders, wenn Kamala tatächlich die Geschicke der USA lenken darf per Wählerauftrag. We will see rather soon!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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