In der Gestaltung liegt die Kraft

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Kein Tag sei wie jeder andere

Manchmal hören wir sie fluchend vor sich hin seufzen, gewisse Zeitgenossen, die so gar nicht wissen, wie den Tag zu füllen, aufstöhnend bemerken, sie hätten unendliche Langeweile. Darüber sollte man sich eigentlich so gar nicht wundern, denn im täglichen Trubel einer ewiglichen Reizüberflutung via Fernsehen, Internet oder PC-Spiele werden stille Gedanken weggepustet, können sich erst gar nicht zu entfalten beginnen.

Wo verbleiben dabei die kreativen Momente, die Ideen sowie der Spielraum einer entspannten Intuition, die Wege suchend wirken möchten? Kein Tag sei wie jeder andere, weil in der Gestaltung liegt die Kraft. Das sollte jetzt nicht allzu wörtlich betrachtet werden, die Welt besteht nicht nur aus Kunstschaffenden.

Das innerste Sein birgt den Schlüssel des Antriebs

Im Grunde genommen lebt jeder Meditierende genau diese Ruhe, die benötigt wird, um mit sich selbst und der Umwelt im Reinen zu sein. Nach der Geburt auf die Reise der Selbstfindung geschickt, beginnt der Prozeß des Suchenden nach seinen Wurzeln, seinen Fähigkeiten und Grenzen. Dabei gelangt man vielleicht zu der Erkenntnis, das innerste Sein birgt den Schlüssel des Antriebs. Was nutzen sämtliche Lehrbuchmeinungen und vorgelebte Erfahrungen anderer, wenn man nicht erkennt, worin die Stärken und Schwächen uns ins gesundmachende Lot zu rücken vermögen?

Vielfältigkeit zeichnet das gesamte Leben aus, unabhängig davon, daß der Kosmos ohnehin keinerlei Grenzen schöpferischer Entfaltung zu kennen scheint, sondern liebend gern unendlich sich gestalterisch auszutoben vermag. Und sehenden Auges bemerkt der aufmerksame Mensch solche Zusammenhänge, sucht Mittel und Wege, der Schöpfung es gleich zu tun, hält eisern fest an seinen Träumen, die niemals verfliegen dürfen. Darin liegt eine besondere Chance der Verwirklichung, mit dem Leben zurechtzukommen.

Wirtschaftsabläufe mit zerstörerischen Einflüssen

Alltagstrott dennoch viele Menschen hochgradig gefährdent belastet, davon explizit betroffen all jene, die einer stupiden Arbeit nachgehen müssen, weil bestimmte Wirtschaftsabläufe dies einfordern, denken wir an Fließbänder, an Charlie Chaplins „Moderne Zeiten“, welches weiterhin exemplarisch für eine abstumpfende Tätigkeit steht.

Trotz allen Fortschritts der Mensch immer noch solchen Mechanismen ausgesetzt, der Wirtschaft dienlich und nicht umgekehrt sie dem Menschen selbst? Dürfen wir dann noch erstaunt feststellen, daß dermaßen Betroffene kaum noch Lebensmut und Freude verspüren, wenn solch Arbeitstrott zermürbend die Seele quält?

Denn jeder Mensch hat ganz eigene Sehnsüchte, einen Ideenschatz, selbst wenn tief verborgen. Wer sie nicht zuläßt, weil die Außenwelt zweckgebunden solche Arbeitsabläufe fordert, nimmt ihnen ureigene Möglichkeiten der Entfaltung. Andererseits, wer verrichtet dann solche Arbeiten? Oder aber verbirgt sich genau darin die eigentliche Forderung, eben Mittel und Wege zu ersinnen, stupide Tätigkeiten gänzlich zu vermeiden?

Am Anfang war die Idee – nutzen wir sie

Nimm dir die Zeit und beobachte deine Umwelt, deine Mitmenschen ausführlichst. Was siehst du? Richtig, ein tägliches Miteinander, aber auch nur, wenn man länger hinschaut und nicht kurzweilig verharrend innehält. Ganz besonders Kinder offenbaren eine herrliche Leichtigkeit im Zusammenwirken spielerischen Austauschs, wenn ihnen denn nicht bereits „abgelenkt“ durch eine technisierte Welt viele Ideen genommen, sie auf diese Weise eventuell schon „vorbelastet“ beeinflußt wurden.

Letztlich entwickeln sich beim Spielen Ideen und kreative Momente, die es nur noch zu fördern gilt. Das sagt sich viel leichter, als man es umzusetzen vermag. Und doch sollte darin wieder das Augenmerk liegen, weil solch Zusammenspiel äußerst wichtig für die Entwicklung, zumal es unser Leben viel mehr bereichert, als manche vielleicht erkennen. Aufmerksame Eltern und Großeltern wissen das zu schätzen, wenn sie nicht gänzlich befangen durch Karrierediktat oder an die Grenzen von Existenznöten gedrängt den Überblick verlieren.

Unsere Welt braucht Freiräume unbeschwerter, kreativer Entfaltung. Doch erreichen können wir sie nur, wenn die gesamte Gesellschaft mitwirkt. Dies wiederum bedeutet eine vollständig umgekrempelte Wirtschaft, die sich an den Grundbedürfnissen des Menschen richten muß, aber auch an einer Erneuerung des Schulsystems sowie des Gesundheitssystems. Tatsächlich hat die Politik sich dem Volk zu beugen. Aber solange das Diktat einer kleinen Elite uns den Stempel ihrer Ziele aufdrückt, ändert sich nichts, herrscht oftmals Melancholie und eine gewisse Aussichtslosigkeit, gefangen im Karussell des Überlebens ohne gestalterische Impulse.

„Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat.“ (Mark Twain)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Im Grunde

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Fängt einer
mit reden an,
im Grunde,
nicht zuhören,
er steckt im Grunde
auf dem Grunde
des Brunnens
der Gedanken,
ist dort verheddert,
hadert im Grunde
mit dem Grunde
des Gedankens,
fängt im Grunde
nie den Grund
des Gedankens ein.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Die Grünen positionieren sich zur Bundestagswahl

Parteichef Robert Habeck mahnt an

Dabei können sie durchaus auf stabile Prognosen blicken, sind die doch weit vor der SPD in der Wählergunst akzeptiert mit über 20 Prozent. Eine Regierung mit der Union wird keinesfalls ein leichtes Unterfangen. „Die ganze AfD ist ein Fall für den Verfassungsschutz“, bemerkte Robert Habeck zum Auftakt des Grünen-Parteitags in Bielefeld.

Im Grunde nichts neues, letztlich völlig selbstverständlich, wenn nur die verantwortliche Regierung entsprechend handeln würde, bräuchte es nicht eine solch berechtigte Anmahnung. Darüber hinaus verweist der Parteichef der Grünen, die Partei als „Bündnispartei“ in der Mitte der Gesellschaft zu platzieren.

Im Bundestag macht sich weiterhin Kritik breit

Am Fehlverhalten der Bundesregierung wie z.B. beim Klimaschutz, wobei Anton Hofreiter kein Blatt vorm Mund nimmt, auch die SPD in die Pflicht zu nehmen. Dem SPD-Politiker Martin Rosemann fällt nichts besseres ein, als Hofreiters schwäbischen Dialekt nachzuäffen.

Das ist dürftig bis armselig, der Grünen-Politiker kontert zu Recht, daß dies peinlich sei, einen Dialekt lächerlich zu machen, es seien gerade die Grünen, die sich in Baden-Württemberg bemühen, die Windkraft auszubauen. Jüngste Zahlen deuten  auf keine rosige Zukunft über diese wichtige erneuerbare Energiegewinnung hin.

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre

Schaut es für die Grünen ziemlich gut aus. In letztmaliger Umfrage von Infratest dimap (14.11.) erreichen sie 22%, die Union liegt nur 3 Prozent drüber, die SPD hätte gerade mal 15%, die AfD würde sich mit einem Prozent weniger zufrieden geben müssen. Die Linke könnte 9% erreichen, die FDP 7%.

Allerdings ist es eher müßig, mögliche Koalitionen jetzt schon ins Auge zu fassen, wo doch noch fast zwei Jahre bis zur nächsten 20. Deutschen Bundestagswahl liegen, die spätestens am 24. Okober 2021 stattfinden muß, falls nicht zuvor die instabile GroKo beendet wird.

Im T-online-Interview mit Johannes Bebermeier und Jonas Schaible schildert Anton Hofreiter, wie die grüne Wirtschaft gestaltet werden sollte.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Er fiel noch nie daneben

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Er fiel
gestern,
gestern schon
fiel der Schnee von
gestern,
dreckig, matschig
liegt er da,
lag schon
immer da,
Kinder dürfen nicht
mit ihm spielen,
Erwachsene
schlagen sich darum,
bis sie Schwielen
kriegen,
er rieselte sanft,
funkelte im Glanz
des Mondes,
erwärmte die Gemüter,
deshalb
die vielen Hüter
von gestern,
vom Schnee
von gestern,
ihr Gehirn rieselt sanft,
reicht zum Denken
über den Tag,
gestern ist es
gemütlich gewesen,
er fiel
gestern,
gestern schon
fiel der Schnee von
gestern,
immer ist es
so gewesen,
der Schnee von gestern
fiel noch nie daneben.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Zum Vierjährigen von Makadomo (Querdenkende)

© Lotar Martin Kamm

Jubiläen haben manchmal auch etwas ergreifendes an sich, offenbaren sie doch einen zurückliegenden Zeitraum, es wird einem bei genauerem Hinschauen bewußt, was da inzwischen alles geschah. Mit Blick auf statistische Zahlen erst recht, aber die ersparen wir uns mal lieber. Wer in den Reiter Kategorien hineinschaut, wird fündig, wieviele Themen vorhanden sind.

Am 16. November 2015 ging dieses Blog ins Internet, WordPress sei Dank ohne große Komplikationen, kurz nach dem Pariser Terroranschlag, über den ich natürlich schreiben mußte. Seit dem 01. Dezember 2015 handelt es sich um eine Site mit der generischen Top-Level-Domain „.com“.

Am 31. August erfolgte eine Namensänderung, wir entschieden uns dafür, Querdenkende als Seitennamen aufzugeben, um sie Makadomo zu nennen, hauptsächlich weil innerhalb sogenannter Querfront sich gerne rechtsradikales Gedankengut einschlich. Diesen fragwürdigen Beigeschmack wollen wir mitnichten bedienen.

Wir wurden in nahezu allen Ländern der Erde gelesen, u.a. auch einmal im Inselstaat Vanuatu aufgerufen, nordöstlich von Australien gelegen, welcher zu den pazifischen Inselgruppen Melanesiens zählt.

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Rauchiger Duft

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Sie flashte
die Gäste
mit Feuer,
ungeheuer
spannend,
verbannend
alle Luft,
rauchiger Duft
im Raum,
kaum
noch erkennbar
der Sitznachbar,
überall keuchen,
kein entfleuchen,
sie singt,
es klingt
infernalisch,
gespenstisch,
Gläser klirren,
Lichter flirren,
Fenster zerbersten,
die Ersten
applaudieren,
manche auf allen Vieren,
sie verstehen,
dies ist Auferstehen,
ein einzigartiges Erlebnis,
vom eigenen Begräbnis.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Hartz-IV-Sanktionen immer noch nicht abgeschafft

Sozialrassismus weiterhin geduldet

Das Bundesverfassungsgericht hatte am 05. November eben nicht generell Sanktionen verurteilt, sondern hält sie als grundsätzlich für zulässig, lediglich die Höhe wurde bis auf weiteres begrenzt. Eine schallende Ohrfeige an alle Betroffenen, eine Befürwortung sozialrassistischer Vorgehensweise mit jener Gesetzgebung, um Menschen zu gängeln.

Karlsruhe entscheid somit, daß Mitwirkungspflichten auch mit Sanktionen durchgesetzt werden dürfen, eine 30-prozentige Leistungskürzung sei noch verhältnismäßig. Richter befürworten im höchsten deutschen Gericht somit, daß fast ein Drittel weniger als das Existenzminimum mit der Meschenwürde vereinbar sei. Welch dramatische, menschenverachtende Entscheidung! Die Bundesagentur für Arbeit reagierte nunmehr, hat Sanktionsbescheide für alle kassiert.

Was erst mal nett erscheint, entpuppt sich als Trugschluß

Sicher doch, die unter 25-Jährigen sollen von der Bundesagentur für Arbeit ebenso verschont werden wie ältere Betroffene. Man könnte meinen, das sei gerecht. In Wirklichkeit auch nur reine Makulatur, weil weiterhin Sanktionen greifen, zumindest bis zu 30 Prozent.

Was bereits schon vor über drei Jahren ein wichtiges Thema war für die engagierte Inge Hannemann, per Podiumsdiskussion für entsprechende Schlagzeilen sorgte, die Würde des Menschen sei sanktionsfrei, hat sich offensichtlich so lange hingezogen bis eben zu jenem dürftigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Eine unbelehrbare Politik ohne notwendige Einsicht, eigene Verfehlungen zuzugeben, da hält man sich lieber an altbewährter Knechtschaft.

Das BGE dringender denn je

Die berechtigte Forderung zitierten wir wegen der untragbaren Bemerkung der Deutschen Bundesbank, doch die Rente mit 70 gutzuheißen, eine Verhöhnung von Arbeitnehmern. Eigentlich nicht weiter verwunderlich, wer den ausbeuterischen historischen Verlauf betrachtet. Solange Mensch nicht endlich begriffen hat, daß Eliten uns bevormunden, ändert sich nichts an der Handhabung untereinander.

Letztlich wird es im Deutschen Bundestag mit gestriger Debatte vorläufig bleiben, als die Grünen und die Linken eine Abschaffung der Sanktionen forderten, die anderen Parteien fühlen sich berechtigt, jene Praxis als gerecht zu betrachten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Soziales

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