Den Bogen raus

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Vor Wochen wollte ich schon,
tat es aber nicht,
auch griff ich nicht zum Telefon,
wollte wurde zum Vergessen, schlicht.

Wollte dir mitteilen,
damals war es wichtig,
die Sache mit den Pfeilen,
zu komisch, so witzig.

Der Bogen überspannt,
die Sehne riß entzwei,
der Pfeil traf den Spann,
was für ein Geschrei.

Nicht ich wurde getroffen,
ein fremder Mann
torkelte danach wie besoffen,
vom Schuß in seinen Spann.

Was mußte er auch gerade
über die Wiese laufen,
ich trainierte für die Vereinsolympiade,
mein Ziel war ein Heuhaufen.

Erst schrie er Gotterbarm,
Verwünschungen von Teufel und Hölle,
aber als ich näherkam,
Amor, der Spann ist die falsche Stelle.

Was soll ich noch erzählen,
Bögen werd´ ich nicht mehr spannen,
nächsten Monat werden wir uns vermählen,
er ist Koch, mit ihm hantiere ich mit Pfannen.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Liebe – nichts währt ewig, wenn keine Basis vorhanden

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Wege aus der Krise

Emotionen schaukeln hoch, suchen sich ihren Weg, ob es uns paßt oder nicht, während man völlig aufgewühlt im Chaos unruhiger Gedanken sich selbst verliert, ahnungslos irgendwelche Fäden entwirren möchte, die haltlos zwischen den Fingern entgleiten.

Der klare Verstand könnte in solchen Momenten für geordnetes Sortieren sorgen, was dabei verkehrt gelaufen, um dem Leben wieder eine Richtung zu geben. Aber sagen Sie das mal einem Gestrandeten, der sich verloren zu haben scheint, so zumindest es derjenige signalisiert. Wenn in diesen Momenten keine hilfreiche Hand oder Schulter zur Verfügung steht, kein offenes Ohr, welches geduldig zuhört, mögen die Verzweifelten sehr tief fallen. Doch wir fangen sie rechtzeitig auf.

Begleiten sie ein Stückweit, zeigen unterschiedliche Wege auf, die Alternativen sein können, ja sogar unabdingbar beschritten werden müssen, will der Gepeinigte nicht gänzlich sich verlieren. Ahnen Sie bereits, welch Beispiel hier verdeutlicht? Wir kennen es alle, zumindest von anderen, wenn nicht selbst im Leben mal betroffen: Trennung vom Partner. Doch was waren die Auslöser, die niemals einseitig geschehen, schließlich geht dem Bruch ein gewisser Prozeß voraus. Um so tragischer, wenn beide oder einer von beiden an diesem Ende festhält, nicht loslassen kann, was eigentlich so offensichtlich.

Und schon befindet man sich wieder beim eingangs zitierten Gefühlschaos, welches sich ausbreiten wird. Der gesunde Menschenverstand sich stets um Ausgleich bemüht, die innere Waagschale sucht, damit das erschaffene Wohlbefinden ihm hilft, zu wachsen. In einer gesunden, harmonischen Beziehung dient ein solcher Weg beidseitig. Aber wehe, die Schale kippt einseitig in eine Richtung, der oder die „Geprellte“ gerät ins Hintertreffen, es erfolgt keine Erwiderung der Bemühung zum Ausgleich, das Gespräch versiegt oder körperliche Ablehnung breitet sich aus.

Dann heißt es, sich zu sortieren. Freunde an der Seite der plötzlich aus der Lebensbahn Geworfenen vermögen eine durchaus wichtige Rolle spielen, jedoch nur eine Weile lang. Es gilt, sich selbst neu zu orientieren, Wege aus der Krise zu finden, den anderen Partner ziemlich nüchtern und mit gebührenden Abstand zu betrachten, mit sich selbst tiefgründig ins Gericht zu gehen, was da verkehrt gelaufen, um anschließend nach etlichen Geprächen, auch mit guten Freunden, wohl durchdachte Konsequenzen zu ziehen.

In einer Zeit, in der Oberflächlichkeit vorherrscht, man schaue sich mal die Zunahme der Singles an, das sagt viel aus, brauchen wir uns nicht wundern, wie vorschnell Beziehungen enden. Da bedarf es, daß beide an sich arbeiten, zusammen wachsen, wenn denn Harmonie angestrebt.

Die Liebe verleiht uns viele Flügel. Nutzen wir all diese Möglichkeiten einer wunderschönen Vertrautheit im gegenseitigen Respekt und dem gleichzeitigen Wissen, daß jeder Moment in Harmonie niemals nur ein zufälliges Geschenk oder gar eine Selbstverständlichkeit bedeutet, sondern nur geschieht, wenn beide wahrhaftig dazu bereit.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Zerronnen

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In eine warme Decke gerollt,
zärtlich verstaut im gepolsterten Koffer,
aufbewahrt unter Verschluß,
kein Leid ihr zugefügt werden kann.

Denkt man an sie nach Jahr und Tag,
liebevoll den Koffer öffnet,
liegt sie da verkümmert,
ohne Schicksal die Zeit war.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Deutschland zwischen den Fronten des Wettrüstens

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Machos gefährden den Weltfrieden

Natürlich könnte man sich den Wahnsinn des alten Kalten Krieges herbeisehnen, als die beiden Supermächte sich gegenüberstanden, getrennt von der deutsch-deutschen Mauer, die seitens der DDR errichtet, ein Bollwerk kontra US-Westen, der ständig die UDSSR nötigte, selbst in den Kreislauf der Rüstungsspirale zu geraten. Dabei schwebte der rote Knopf wie ein Damoklesschwert über den Köpfen verängstigter Generationen, daß er niemals gedrückt werden würde.

Doch das wäre nicht nur kontraproduktiv, unrealistisch, obendrein ändert es nicht die Umstände, die einen neuen kalten Krieg herbeibeschwören, ausgelöst durch Machos, denen nichts besseres einfällt, als die Welt erneut an den Rand eines dritten Weltkrieges zu treiben bis zum vernichtenden atomaren Schlagabtausch.

Die Briten bemängeln Bündnistreue – Putin droht den USA

Obwohl Großbritannien alle Hände voll damit zu tun hat, halbwegs ohne großen Schaden ihren einmal initiierten Brexit über die Bühne zu bringen, fällt Außenminister Jeremy Hunt nichts besseres ein, als in einem Brandbrief Heiko Maas zu maßregeln, Deutschland würde der britischen Rüstungsindustrie schaden durch die Entscheidung mehrere Rüstungsverträge mit Saudi-Arabien auszusetzen, aufgrund der brutalen Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Kashoggi. Das sei ein Verstoß gegen die Bündnistreue.

Zugleich bekräftigte Wladimir Putin in dessen Rede zur Nation, „das Wohl russischer Familien zu steigern“, obendrein warnte er den Westen davor, Mittelstreckensysteme zu stationieren. Da ist sie wieder, die allseits gewohnte Drohkulisse des alten Kalten Krieges, nur mit dem Unterschied, daß die Welt komplexer und komplizierter geworden, gar mit China als dritte große Atommacht im Bunde die Waffenysteme um ein Vielfaches gefährlicher und effektiver ihre Vernichtungsgewalt vollbringen können.

Münchner Sicherheitskonferenz somit ein fatales Signal entsandte?

Wer die Reden des Mike Pence nicht außer acht ließ, weiß das nur zu genau. Obendrein sorgt ein unberechenbarer Choleriker wie jener 45. US-Präsident erst recht für Unfrieden. Wie beschrieben, Merkels Machtwort verhallt im neuen Wettrüsten.

Letztlich entscheiden mal wieder die Militärs, Kurt Tucholskys Anmahnung wurde keineswegs verinnerlicht. Zur Erinnering, er formulierte mal:

„Der Krieg“, hat einmal ein sterbender französischer Offizier gesagt, „ist eine viel zu ernste Sache, als daß man ihn den Militärs anvertrauen könnte.“

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Silbernebel

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In aller Herrgottsfrühe,
fragil
hat sie gedacht,
und dann
vorbei die Nacht,
Kühle verstreicht sich
zärtlich in ihrem Gesicht,
an Weihrauchschwaden
denkt sie andächtig,
zerbrechliche Stille,
Kapelle in der Nebelbrühe,
verschwommenes Kalkül,
weiß sie,
mit Silber
bespannt der See,
beschattet von
einem Schwanenpaar,
fragil,
fühlt sie,
wird der Tag.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Deutsche Justiz greift unsere Zivilgesellschaft massiv an

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Mit freundlicher Unterstützung rechtskonservativer Politik

Dabei sind ganz besonders gemeinnützige Vereine und Organisationen betroffen, wie ROBIN WOOD neulich deutlich anmahnte, Gemeinnützigkeit diene dem Allgemeinwohl. Genau das scheint gewissen Kräften ein Dorn im Auge zu sein, da versuchen sie einfach, per simpler Stigmatisierung und Kriminalisierung Vereine vor den Kadi zu zerren.

Obendrein ist die Gemeinnützigkeit längst kein unbekanntes Feindbild in den Augen all derer, die eben keine Gerechtigkeit für alle wollen, vielmehr ihre Herrschaftsansprüche nach ihrer Fasson durchsetzen, koste es, was es wolle. Mündet oftmals in Diktaturen oder Scheindemokratien, worüber sich all jene im Klaren sein sollten. Nächstenliebe wird als Belanglosigkeit degradiert, ganz besonders in Zeiten, in denen erneut Rechtsextremismus aufkommt.

Menschliche Werte auf der Anklagebank

Den Staat von innen aushöhlen, Menschen gegeneinander aufhetzen, was wir seit der letzten Bundestagswahl besonders anschaulich im Deutschen Bundestag erleben dürfen mit jener AfD, die zwar inzwischen vom Verfassungsschutz unter Beobachtung stehen soll, was dennoch keinerlei Garantie beinhaltet, daß Denunzierung nonchalant verschwindet. Ganz im Gegenteil, sie nimmt eher zu.

Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen haben es ohnehin nicht leicht, mit den neuesten Versuchen, deren Gemeinnützigkeit gerichtlich anzuprangern, offenbart auch die Justiz ihre Steigbügelhalterqualität, die sowieso politischen Beobachtern schon eh und je sauer aufstößt, denkt man an die schlampige NS-Aufarbeitung, gefolgt von der Stasi-Aufarbeitung nach der Wende bis hin zum NSU-Prozeß, Paradebeispiel auffälliger Vertuschung!

ROBIN WOOD unbedingt beipflichten

Wiederholen wir doch gern die berechtigten Forderungen von ROBIN WOOD:

  • Der Einsatz für eine gerechte Welt ist gemeinnützig.
  • Der Einsatz für die Umwelt ist gemeinnützig.
  • Der Einsatz für eine gerechte Wirtschafts- und Sozialpolitik ist gemeinnützig.
  • Der Einsatz für konzernunabhängige Nachrichten ist gemeinnützig.
  • Der Einsatz für saubere Luft in Städten und eine ökologische Verkehrswende ist gemeinnützig.
  • Solidarität ist gemeinnützig.

Gemeinnützigkeit dient dem Allgemeinwohl. Ein Angriff auf die Zivilgesellschaft und die Gemeinnützigkeit linker Strukturen ist ein Angriff auf das Allgemeinwohl. Gemeint sind wir alle!

Extremismus reitet stets auf der Welle seiner ausgrenzenden Art, eine scheinbare Norm durchbrechen will, obwohl doch Menschen stets versuchen, Kompromisse zu ersinnen, um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Kein je nach Belieben

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Ich bin kein Allgemeingut
und schon gar kein Strandgut,
über das man verfügen kann,
je nach Belieben.

Ich bin nicht hier, um zu gefallen,
anderen nach dem Mund zu lallen,
zu parieren, zu gehorchen,
je nach Belieben.

Ich bin niemals du oder wir,
ebenso kein ihr,
weder Gewinn noch Niete,
je nach Belieben.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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