
pixabay.com
Ich wollte.
Weiß nicht,
ob ich sollte.
Nötig war.
Nein, nicht.
Und doch.
Vielleicht.
Damit er weiß.
Weiß er´s nicht?
Ich tu´s.
Nebenbei.
Belanglos.
Du.
Ach, nichts.
Du.
Bloß so.
Ich liebe dich.
Nafia

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Ich wollte.
Weiß nicht,
ob ich sollte.
Nötig war.
Nein, nicht.
Und doch.
Vielleicht.
Damit er weiß.
Weiß er´s nicht?
Ich tu´s.
Nebenbei.
Belanglos.
Du.
Ach, nichts.
Du.
Bloß so.
Ich liebe dich.
Nafia

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Kleine Kinder halten gern ihre Hände vor die Augen, wenn sie befürchten, schlimmes sehen zu müssen, eine vermeintlich gefährliche Situation sie belasten könnte, ein natürlicher Reflex, der sie tatsächlich zunächst bewahrt. Wirklich dramatisch aber wird es, wenn Erwachsene offensichtliches einfach ignorieren, nicht wahrhaben wollen, gar denjenigen Glauben schenken, die sie dreist belügen.
Ein solcher Fall findet bei den Klimawandelleugnern statt, die stoisch daran festhalten, es hätte schon immer einen Klimawandel gegeben, es gäbe keinen Zusammenhang zwischen gefährlichen Wetterextremen und dem Klimawandel, weil Mensch ein Stückweit dies begünstigt. Augen zu und durch kann keineswegs eine Option sein, dann lieber mal die Hirnzellen bemühen und genauer hinschauen.
Bei derzeitiger Kältewelle in den USA sind etliche Todesopfer zu beklagen, Forscher sagen häufigere Kälteausbrüche vorher, ebenso besonders betroffen Sibirien, selbst Europa sollte man nicht gänzlich ausschließen. Durch schwächelnde Polarwirbel gelangt die arktische Luft in südlich gelegenere Regionen, der Klimaforscher Prof. Stefan Rahmstorf sieht einen direkten Zusammenhang zum Klimawandel, die globale Erderwärmung begünstige die Verlagerung des Polarwirbels.
Wer weiterhin meint, der Klimawandel sowie die globale Zerstörung sei eine hysterische Anmahnung, verkennt den Ernst der Lage. Was muß noch alles geschehen, bis die Leugner endlich bemerken, wie verkehrt sie liegen?
Je bedrohlicher das Geschrei, die Hetze und Haßbotschaften, desto mehr wird deutlich, daß die sechszehnjährige Greta Thunberg alles richtig gemacht hat. Wer die Wahrheit verkennt, weiß sich halt nicht anders zu helfen als mit solch bösartigen Reaktionen. Dabei schreckt jener rechtsradikale Mob nicht davor zurück, ihr Asperger-Syndrom zu benutzen und sie erst recht zu diskreditieren.
Das sollte all jene bestätigen, die die Folgen des Klimawandels erkennen, nicht eher ruhen, bis die verantwortliche Politik endlich reagiert und entsprechend vorbeugt, um zukünftige Szenarien zumindest abzumildern. Mit einem Donald Trump wird sich nichts ändern, der suhlt sich lieber in seinen Twitter-Eskapaden, bläst ins selbe Horn wie jene Rechtsextremen, hofiert obendrein lieber Auto- und Ölkonzerne.
Lotar Martin Kamm

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Da sah er
tief
im Gefühlskleid
den Makel.
Sind sie nicht
alle gleich,
diese Flecken?
Sie tauchen auf,
wenn man abtaucht
aus dem Rhythmus.
Und er sah
seine Tiefe,
als ob sie ihn riefe,
nicht mehr
aufzutauchen.
Der Schmerz
kroch in ihn ein.
Vermißt du mich?
Riefen sie beide.
Schon.
Tief unten,
versunken,
am Boden zerstört,
hat der Makel
im Schmerz
zu sich gefunden.
Dieses Seelenkostüm
kann nicht sinken.
Nafia

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Wer hat sich nicht schon gefreut, was in der Regel ohnehin höchst selten vorkommt, einmal einen leibhaftigen Feldhasen zu Gesicht zu bekommen. Die meisten erschraken dann viel eher ob dessen stattlicher Größe, weil die Bilder im Kopf vom niedlich flauschigen, wesentlich kleineren Kaninchen.
Feldhasen dank Lebensraumverlust bald endgültig verdrängt, lediglich zu Ostern nur noch der Schokohase herhält, weil Meister Langohr nicht mehr durch Feld und Wiesen hakenschlagend unterwegs? Der Mensch ist ihm wohl doch zu dicht auf die Pelle gerückt.
So die lateinische Bezeichnung für den Feldhasen, die wohl größte Hasenart Europas. Immerhin können sie vom Kopf bis zum Schwanzansatz gar 70 cm groß werden, wobei ihr Schwanz selbst eine Maximallänge von 13,5 cm erreichen kann. Während das dämmerungs- und nachtaktive Tier bei Gefahr sich eher bewegungslos an den Boden drückt, möglichst nicht gesehen werden will, schnellt es im allerletzten Moment hervor, um mit einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h wegzurennen, dabei ohneweiteres obendrein hakenschlagend es Freßfeinden wie dem Fuchs erst recht schwermacht.
Doch inzwischen steht auch der Feldhase längst auf der Roten Liste gefährdeter Arten, muß sich einreihen als Opfer menschengemachter Lebensraumbeschneidung.
Zunächst sollten ganz deutlich die Gründe seiner Verdrängung benannt werden. Zum einen trägt die intensive Bebauung und damit die einhergehende Zerstückelung der Landschaft erheblich dazu bei, seinen Lebensraum einzuengen. Zum anderen spielt die intensive Landwirtschaft eine tragische Rolle, weil Kunstdünger, aber vor allem Pestizide ihm erheblichen Schaden zufügen, die Perversion der konventionellen Agrarwirtschaft belastet daher auch den Feldhasen.
Bedenken wir, diese Tiere ernähren sich bevorzugt von Grünpflanzen sowie Wurzeln und Knollen, aber auch Getreide. Im Winter dient ihnen die Rinde junger Bäume, was den Förster wiederum dazu veranlaßt, diese mittels Maschendraht vor Wildfraß zu schützen.
Während weiterhin erst recht Monokulturen dem Feldhasen keineswegs hilfreich sind, so vermag eine Extensivierung der Landbewirtschaftung als auch die Bepflanzung von Hecken, so wie dies früher sowieso der Fall war, diese gar großartigen Schutz boten vor Sturm und Schneeverwehungen, und das Anlegen von Blühstreifen durchaus hilfreich sein. Dadurch haben die Feldhasen wieder ein reichhaltigeres Nahrungsanbebot und Chancen, sich besser zurückzuziehen.
Lotar Martin Kamm

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Es sträuben sich die Nackenhaare
bei dem Gelaber, Laber, Gelabre,
künstlich erzeugter Sprachen,
Mißbrauch in so manchen Textlachen.
Eifrig konkurrieren Dichter
und nicht wenige Klugewichter,
wer am Besten Worte verwirbelt,
am besten Begriffe knebelt,
bis zu Unkenntlichkeit.
Schnee wird Weißheit,
Kälte geschäumtes Eis,
das softet atemleis
durch gesänftigte Lichtporen
ins Hirn und in die Ohren.
Nasenschleim inspirierte zum Schnösel,
der Lackel greift zu Mörser und Stößel.
Nafia

https://www.flickr.com/photos/hmoong/8123907243/sizes/z/ (CC BY-NC 2.0)
Ganze Generationen faszinierten sie, die Beatles, die vier Bandmitglieder aus Liverpool, deren Erfolg bis zu ihrer Auflösung 1970 immerhin zu über 600 Millionen verkaufte Tonträger, EMI schätzt gar über eine Milliarde, führte. Daher darf man ruhig von der wohl erfolgreichsten Band in der Musikgeschichte sprechen.
Dennoch sollte man vor lauter Superlative nicht den Blick fürs Wesentliche verlieren, schließlich wirkten vier vollkommen unterschiedliche Musiker zusammen, was natürlich auch für so manche Spannungen sorgte. Gerade die beiden Hauptakteure, sie schrieben die meisten Songs, John und Paul, gerieten des öfteren aneinander.
Die wohl eindrucksvollste Biographie schrieb Hunter Davies, The Beatles erschien 1968, auch wenn John Lennon zwei Jahre später es in einem Interview im Rolling Stone Magazin als „bullshit“ bezeichnete. John paßte halt der Beatles-Mythos nicht im geringsten, was man ihm nicht unbedingt verdenken mag.
Nach dem Konzert in San Franciscos Candlestick Parc, am 29. August 1966, beschlossen die Beatles, kein Live-Konzert mehr zu veranstalten, der Streß und die Beatlemania belaste sie zu sehr. Auf dem Dach von Apple in Londons Savile Row begann zur Mittagszeit des 30. Januar 1969 das letzte sogenannte Rooftop Concert, in den knapp 45 Minuten spielten sie 12 Songs.
Einige wenige Passanten hatten den Mut, Nachbardächer zu erklimmen, somit das letzte Live-Konzert besser hören und gar sehen konnten. Es drohte ein Verkehrschaos, nachdem immer mehr Zuhörer sich eingefunden hatten, was die Polizei zu verhindern versuchte, die Beatles aufforderten, doch leiser zu spielen. Genau jene Intervention seitens der Polizei benutzte der Regisseur Michael Lindsay-Hogg für den Film Let it be, schnitt sie dahingehend so, daß der Eindruck entstehen möge, die Ordnungshüter hätten den Live-Auftritt abgebrochen.
John Lennon kommentierte am Ende das Rooftop Concert mit den Worten: “I’d like to say thank you on behalf of the group and ourselves and I hope we passed the audition.” („Ich möchte mich im Namen der Gruppe und unserer selbst bedanken und ich hoffe, wir haben das Vorspielen bestanden.“)
Lotar Martin Kamm
https://vimeo.com/279940593?fbclid=IwAR1s1SKAJP2Qx6-36tu-sOkFXfzabYEjXFh3n6epM5t8VLKWq2f13UH_z4w

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Leider kann man dies nur bestätigen, ein zunehmendes Interesse einiger Konzerne für Erdöl, Erze, aber auch Metalle der Seltenen Erden ist unverkennbar vorhanden. Man kann somit keineswegs ausschließen, daß es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis der Hunger nach Ressourcen mittels des Abbaus gestillt wird, die nördlichste Erdregion einem Kollaps entgegenblickt, der nicht folgenlos für Mutter Erde bleibt.
Der Sinn von Weltorganisationen darf unbedingt hinterfragt werden, besonders wenn Mensch ständig Möglichkeiten findet, deren Zweck zu mißachten, gerade weil Wirtschaftsinteressen sich erlauben, ihren Kurs der Ausbeutung zielstrebig rücksichtslos zu verfolgen. Im Ergebnis steht die ursprünglich gutgemeinte Absicht solch politischer Vereinbarungen auf verlorenem Posten, denn im Endeffekt hat sich die Macht eines Wirtschaftsdiktats durchgesetzt.
Da sollte man schon die Frage aufwerfen, ob solche Institutionen wie die UNO oder im hiesigen Problemfall der Arktische Rat lediglich als Mittel zum Zweck dienen. Es handelt sich dabei um die acht Anrainerstaaten der Arktis, nämlich Dänemark (also Grönland), Finnland, Island, Kanada, Norwegen, Russland, Schweden, die USA sowie die sechs Dachorganisationen der „Permanent Participants“ (ständigen Teilnehmer) der Ureinwohner. Seit Mitte Mai 2017 führt Finnland den Rat an. Obendrein übernehmen bestimmte Länder und Organisationen wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien einen Beobachtungsstatus, dürfen sich in Projekten mit engagieren. Doch können sie deshalb den Kurs der Ausbeutung verhindern?
Nachdem das Parlament im Oktober 2013 für den Abbau von Uran und den Metallen der Seltenen Erden gestimmt hatte, verbleibt jene fragwürdige Haltung bis heute bestehen. Als Begründung führte die Premierministerin gern an, daß auf diese Weise Grönland sich eine gewisse Unabhängigkeit zum Königreich Dänemark verschaffen wolle, darüber hinaus der hohen Arbeitslosigkeit begegnet werden solle.
Na super, mal wieder meint die Politik zusammen mit der Wirtschaft, daß der unbedarfte Abbau derartiger Stoffe das Allheilmittel sei, den Menschen eine Beschäftigung zu ermöglichen, anstatt die Langzeitfolgen zu überdenken. Der Traum von Unabhängigkeit seitens der weltweit größten Insel könnte sich als gefährlichen Trugschluß erweisen.
Die Arktis blickt bedrohlichen Zeiten entgegen, die Welt im übrigen ebenso, wenn das Grönlandeis weiterhin dermaßen schnell schmilzt, die Weltmeere wesentlich höher ansteigen, als noch vor kurzem vermutet. Doch dies scheint vielen Zeitgenossen einerlei zu sein, Hauptsache man sitzt selbst im Trockenen, was interessieren da schon ein paar Milliarden Menschen, die in absehbarer Zukunft lebensbedrohlich gefährdet sein werden?
Das hat die Menschheit zu bedenken, will sie sich nicht dem Vorwurf aussetzen lassen, sie hätte derartige Katastrophen verhindern können. Aber der fortschreitende Klimawandel begünstigt eine auf der Lauer liegende Schiffahrt, denken wir an die chinesischen Frachter, die aufgrund freigwordener Seewege im arktischen Norden nunmehr sich den langen Umweg über den Suezkanal ersparen können. Eine Unep-Studie (Umweltprogramme der UN) befürchtet einen 40-fachen Anstieg der Schiffahrt in dieser Region bis zum Jahre 2020. Ölkonzerne wie Exxon Oil, Kanada BP und Gazprom haben längst Probebohrungen in Planung, sobald im wahrsten Sinne des Wortes das „Eis gebrochen“, wird die Gier nicht zu stoppen sein.
Da gilt es, Widerstand dem entgegenzusetzen, nicht nur seitens Greenpeace mit ihrem Anliegen „Raus aus der Arktis“, sondern da sollten sich neben den Betroffenen vor Ort sämtliche wachen Geister aufgerufen fühlen, bevor die Arktis einer wirtschaftlichen Ausbeutung zum Opfer fallen wird, dessen zerstörerischen Ausmaße weltweit niemand real voraussagen vermag.
Lotar Martin Kamm