Vergessen

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Für euch bin ich
der Splitter einer Vase,
ein durchgestrichener Name
auf der Einladungsliste,
der Schlick im Straßengraben,
der Rest im Glas,
das unbekannte Gesicht in der Masse,
für euch vergessen,
weggefegt,
unerwähnt,
entsorgt,
unbedeutend,
nicht real,
für euch vergessen,
ein Teil zu sein,
ohne Namen,
kein Zuhause,
aufgebraucht,
Bild im Dunkel,
für euch vergessen.
Ich bin
die Zeile eines Liedes,
der Augenblick im Chaos,
das verlegte Puzzleteil,
ein Staubkorn im Wind,
die Träne, die nie verrinnt.
Für euch, vergeßt es.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Russlandphobie: Vor- und Nachteile zu wessen Gunsten?

Wenn Putin und Trump keinem Techtelmechtel aufgesessen sind

Ein aalglatter Wladimir Putin sitzt dem Hitzkopf Donald Trump gegenüber, der Kalte Krieg war gestern, ein letztlich durchaus überschaubares Szenarium, heute vermag kaum jemand wirklich das Knäuel etlicher Informationen, Fakenews und Spekulationen zu entwirren. Gezielte Absicht, die sich dahinter verbirgt?

Bei RT wird überdeutlich hinter die Kulissen geschaut seitens Jürgens Kain Külbel in seinem dortig erschienenen Artikel: Aufgedeckt: Verbindung zwischen BILD und der britischen Geheimoperation „Integrity Initiative“. Daß Russia Today ganz eigene Ziele verfolgt, auch als Propaganda-Fernsehsender Russlands gilt, dürfte sich längst herumgesprochen haben. Trotzdem entstehen Zweifel, welche Absicht dahintersteckt, wie Florian Rötzer bei Telepolis im Anschluß anmerkt. Erleben wir just einen Showdown, der ohnehin überfällig ist oder noch mehr Verwirrung?

Hauptsache keiner merkt was

Allein schon mit derartigen Vorsätzen hat man verloren, weil in einer medialen Welt ständig gegenseitiger Beobachtung dies nicht fruchten kann. Tatsächlich? Vielleicht darf man hingegen gar behaupten, daß genügend Möglichkeiten der Vertuschung sich eher hinzugesellen, zumal gerade bestimmte Mächte alles unternehmen, um ihren Kurs durchzusetzen.

Beim Brexit hat auch ein Herr Putin die Finger im politischen Geschäft, dies kann und sollte man keinesfalls ausschließen, zumal er alles dransetzt, die EU möglichst zu zerschlagen, „Proud Bear“ feierte ihn dementsprechend. In der realen Weltpolitik spiegelt sich dies ohnehin wider, wie zuletzt bei der Jahrespressekonferenz im Kreml zu beobachten war.

Donald Trump in der Rolle des Bad Boy?

Reine Ablenkung, um wesentliches zu vertuschen? Ausgerechnet dieser Choleriker soll die Geschicke der Weltpolitik lenken, ihm gegenüber ein moderat wirkender Wladimirowitsch? Das wäre alles viel zu simpel und entspricht höchstwahrscheinlich eher nicht der Wirklichkeit.

Fakenews insofern ein wunderbares Instrument, um die Verwirrung erst recht unter die Menschen zu streuen, selbst Journalisten nicht mehr wissen sollen, was real geschieht. Doch jede Verunsicherung, Falschmeldung ruft dennoch akribische Recherche hervor, am Ende kommt meistens die Wahrheit ans Tageslicht, selbst wenn Restzweifel und manch Dubioses unaufgeklärt bleiben. Die Russlandphobie hat bisher wunderbar gefruchtet, achten wir tunlichst darauf, sie nicht mehr zuzulassen, es gilt, beide Seiten ganz genau zu beoachten, sich eben nicht einseitig manipulieren zu lassen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Ungeklärtes

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Irrwege ins Chaos

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Klare Gedanken auf der Suche ins Nirgendwo
taumelnd im Vakuum einer Sinnlosigkeit,
allseits geflissentlich bereit
zu hinterfragen den Statuts quo.

Gegensätzliches im fragwürdigen Bann
umherirrend in Geiselhaft einer Bequemlichkeit,
keineswegs wirklich gescheit
festzustellen, was währt dauerhaft lang.

Chaotische Rückschlüsse in steter Regelmäßigkeit
zielführend neue Fragen aufwerfen,
den triebigen Verstand schärfen.
Das wäre eine Option zur Einigkeit.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Justizirrtümer nicht auszuschließen

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Unfehlbarkeit der Rechtsordnung menschenverachtend

Die Vorstellung völlig unschuldig hinter Schwedischen Gardinen zu sitzen, beschäftigte wohl bestimmt schon die meisten von uns. Welch tragisches, persönliches Ereignis für solch Betroffene, denen aufgrund von Justizirrtümern die Freiheit genommen und dafür sogar jahrelang einsitzen müssen.

Dabei kommt man nicht umhin, die Unfehlbarkeit der Rechtsordnung als menschenverachtend zu bezeichnen, zumal es wohl etliche Unschuldige gibt, die chancenlos weggesperrt ihrer Freilassung entgegenblicken. Was läuft da verkehrt auch in unserem Land, welches sich Demokratie nennt, die UN-Menschenrechtscharta unterzeichnet hat und dennoch der Justiz dermaßen unerschrocken den Rücken stärkt?

Unser Rechtssystem abhängig von menschlicher Willkür?

Oder wollen wir einen Schritt weitergehen und behaupten, daß man ohne weiteres unliebsame Gesellen mit ganz gezieltem Vorgehen über Jahre hinter die Mauern einer Justizvollzugsanstalt verbannen kann? Was ein wenig polemisch dialektisch sich in dieser Frage verbirgt, entspricht in manchen Fällen garantiert der Wirklichkeit. Je höher der öffentliche Druck, desto eher können sich Verfahrensfehler bei Polizei und der Gerichtsbarkeit einschleichen, die letztlich zu Fehlurteilen führen, selbst wenn niemand bewußt „nachhelfen“ will.

Einer der wohl dramatischsten und weltbekanntesten Fälle war der Justizirrtum, den der US-amerikanische Arbeiteraktivist, Thomas Joseph Mooney, durchleben durfte. Mooney wurde für den Bombenanschlag des Preparedness Day (22.07.1916) verantwortlich gemacht, direkt nach der Verhaftung in einem lychjustizähnlichem Schauprozeß mittels vorher schnell „eintrainierter“ und somit angeblichen Augenzeugen zum Tode durch Erhängen verurteilt. Obwohl zwei Jahre später die Strafe in lebenslange Haft umgewandelt wurde, seine Unschuld sogar bewiesen war, eine weltweite Kampagne für seine Freilassung initiiert wurde, saß er noch fast 23 Jahre im Gefängnis und verstarb ein Jahr nach seiner Entlassung.

Justizirrtum – was geschieht danach?

Was damals in den USA geschah, findet hierzulande ebenso statt, auch wenn die Öffentlichkeit noch viel zu wenig sich darüber mokiert. In dem Film von Anja Kretschmer, „Unschuldig hinter Gittern„, der am 06. Juni 2012 in der ZDF-Sendung „37°“ zu sehen war, handelt es sich um drei Betroffene, die über ihr Schicksal sprechen, während die Filmautorin selbst zu Beginn ihrer Recherche sich die wichtige Frage als Ausgangspunkt stellte: „Können auch staatstragende Institutionen wie die Justiz irren?“

Während Alexandra R. vorgeworfen wird, Autos in Brand gesteckt zu haben, sie dafür fünf Monate in U-Haft sitzt, Monika de M. sogar gleich 889 Tage aufgrund eines fehlerhaften Brandgutachtens mit dem Urteil, ihren Vater vorsätzlich ermordet zu haben, und der Soziologe Dr. Andrej H. gar wegen des Verdachts zur Mitgliedschaft einer terroristischen Vereinigung in „filmreifer“ SEK-Manier verhaftet wird, stellt sich in allen drei im Film geschilderten Fällen hinterher der Justizirrtum heraus. Monika de M. hat ihre Freilassung ihrem Schwager zu verdanken, der nicht locker ließ und sich sehr intensiv mit Brandschutz und unserem Rechtssystem auseinandergesetzt hatte.

Anschließend erfolgt die staatliche Entschädigung als sogenannte Wiedergutmachung, die lächerlicher kaum daherkommen mag, wenn man sich die Summe vergegenwärtigt. Für einen Nichtvermögensschaden erhält der Betroffene 25 € pro Hafttag als Entschädigung. Unsere österreichischen Nachbarn gönnen ihnen wenigstens das Vierfache! Die Entwürdigung, der Ruf, der sich zwangsläufig eingestellt hat, bei manchen ein sehr lang anhaltendes Trauma, das alles kann eine solch geringe Geldsumme nicht wieder aus der Welt schaffen. Justizirrtum-Betroffene haben keine Lobby, bleiben sich selbst überlassen. Wer noch eine intakte Familie hinter sich stehen hat, darf sich glücklich schätzen.

Keinerlei Einsicht – Gerichtsroben als Götter in Schwarz?

Sabine Rückert, Journalisten und Autorin des Buches „Unrecht im Namen des Volkes. Ein Justizirrtum und seine Folgen“ schrieb einmal: „Wie oft es in Deutschland tatsächlich zu Fehlurteilen aufgrund falscher Beschuldigungen kommt, wird nicht erforscht. Im Gegenteil – für Gerichte, Staatsanwaltschaften und sogar für die Wissenschaft sind Fehlleistungen der Strafjustiz kein Thema.“

Man muß leider feststellen, daß bei jährlich weit über 800.000 rechtskräftig erledigten Strafsachen lediglich gerade mal ca. 90 Wiederaufnahmen ihnen gegenüberstehen, was überdeutlich aufzeigt, wie unendlich schwierig die zu überwältigenden Hürden sein müssen. Daher muß man von einer relativ hohen Zahl unschuldig Verurteilter ausgehen, die chancenlos auf das Ende ihrer Haft warten. Eine Justiz und somit eine Gesellschaft, die jene mit ihrer Ermöglichung duldet, muß hinterfragt werden und sich den Vorwurf gefallen lassen, daß in vielen Fällen Menschenrechte mißachtet werden.

Schon Dieter Hildebrandt bemerkte völlig zurecht äußerst bissig:

„Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muss auch mit der Justiz rechnen.“

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Geborgene Liebe

© Doris Mock-Kamm

Mit gieriger Zärtlichkeit
blickte er zu ihr,
stundenlang, tagelang,
ach, was sag ich,
das ganze Leben
schmachtete er,
verzehrte sich
an ihrem Liebreiz,
vergötterte sie,
und das, obwohl
sie niemals
Rücksicht nahm auf ihn.

Sie ließ sich stets treiben,
mal uneigennützig,
mal biestig, ohne Erbarmen,
mal frivol, großzügig,
nie charakterlos, stets eigen.
Ihrer Gleichmütigkeit
gab er sich getrost hin,
denn eines Tages
wird ihr Erdenschoß
ihn aufnehmen,
sich mit ihm verbinden,
er ein Teil von ihr, sie von ihm.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Das Rätsel um Angelas Raute entlarvt

Lebensabschnittspartner erzählen einen Witz

Deutschland hatte gewählt und sich erneut für die Bundeskanzlerin entschieden. Wir beschäftigen uns mit der ominösen Gestik von Angelas Raute. So manch einer wird sich des öfteren die Frage gestellt haben, warum die Bundeskanzlerin urplötzlich dermaßen offensichtlich weithin sichtbar öffentlich mit der Raute-Haltung auftritt. Nun, man mag ihrer Begründung, die Fingerhaltung würde helfen, den Rücken gerade zu halten, keinen Glauben schenken, zumal dies kein Physiotherapeut ernsthaft bestätigen kann, andererseits ist es daher nicht weiter verwunderlich, daß die Gerüchteküche kocht.

Dabei gibt es in Wirklichkeit eine völlig simple Erklärung, die das Lebensabschnittspaar, Ellen und Mike, ihrem Freund Gerd zum Besten geben, in dem sie ihm einen Witz erzählen. Parallelen zu Kurt Tucholskys „Ein Ehepaar erzählt einen Witz“ sind nicht zufällig, allerdings in die aktuelle Gegenwart projiziert.

Mike: Wo wir jetzt hier so gemütlich zusammen sitzen, lieber Gerd, muß ich mal unbedingt einen Witz loswerden, den uns neulich der Felix zum Besten gab. Wir alle fragen uns hin und wieder, wieso die Bundeskanzlerin mit dieser Rautengestik sich öffentlich präsentiert…

Ellen: Stop, stop, stop, stop, stop… das war völlig anders, du mußt schon unserem Besucher den ganzen Witz erzählen, du hast zugleich den Anfang vergessen. Also, mein lieber Gerd…

Mike: Entschuldige, daß ich dich unterbreche, aber es kann nicht angehen, daß du mir einfach so dazwischenfunkst, ist völlig Wurscht, wie ich anfange…

Ellen: Eben nicht! Laß mich mal machen, nächstes mal einfach besser aufpassen, wenn der Felix spricht. Vielleicht warst du auch nur abgelenkt. Genau so war es, da lief doch dieses lesbische Pärchen vorbei, wo du doch in dem Moment nur Augen für die hattest, stimmt’s?

Mike: Jetzt lenk mal nicht ab, Ellen. Ich bleibe dabei, kommen wir zurück zur Frage, wieso Angie die Raute…

Ellen: Nix da, Mike. Also, Gerd, das begann so: Unzählige Medien stellen sich immer wieder die Frage, wieso Frau Merkel mit der Raute aus heiterem Himmel plötzlich daherkommt. Siehste, Mike, geht doch, du mußt zugeben, daß die formulierte Frage mittels der Medien ein Unterschied ist, statt zu behaupten, wir alle fragen uns…

Mike: Okay, von mir aus. Da wir das ja jetzt geklärt haben, möchte ich mal endlich fortfahren, schließlich wollen wir ja nicht den Gerd unnötig auf die Folter spannen. Nun, findige Menschen haben nach langer Suche einen alten Sandkastenfreund von der Merkel aufgetrieben, der wiederum den Medien, welche das waren, weiß ich nicht mehr,…

Ellen: Aber Mike, siehste, kommt davon, wenn man seine Augen und Ohren für Momente nicht beisammen hat! Erstens handelte es sich nicht um einen alten Sandkastenfreund, sondern es war Angelas erste Schulfreundin, die sie allerdings im Sandkasten kennenlernte, da sie sich dort zunächst heftigst gestritten hatten! Und zweitens war sie es, die sich nicht bei irgendwelchen Medien meldete, sondern prompt die BLÖD-Zeitung anrief.

Mike: Also gut, dann war es halt die BLÖD, ist doch völlig Wurscht, wenn du so weitermachst und mich ständig unterbrichst, dann bekommt der Gerd gar nichts mehr mit, oder Gerd? Na, eben, sag ich doch. Diese Schulfreundin erzählte der BLÖD, daß Merkel ständig dabei war, Vierecke in den Sandkasten zu malen. Und sich heftigst bei der Lehrerin beschwerte, wenn jemand ihr Kunstwerk zerstörte…

Ellen: So ein Quatsch, Mike! Da hast du wohl gar nicht aufgepaßt, weil genau das die Bundeskanzlerin längst dementiert hatte…

Mike: Jetzt ist aber mal gut, liebste Ellen. Darauf wollte ich doch zu sprechen kommen, daß eben diese Schulfreundin sich nur bei der BLÖD wichtig tun wollte. Hättest du mich nicht schon wieder unterbrochen, wäre dies längst geklärt. Nachdem also die BLÖD ihr auf den Leim gegangen war, diese Erklärung veröffentlicht hatte, mußte sie diese sogenannte Sensationsmeldung prompt dementieren. Daraufhin erschien beim Spiegel…

Ellen: Falsch! Beim Stern, der Spiegel ist nicht ganz so reißerisch, wie sicherlich auch der Gerd weiß…

Mike: Von mir aus beim Stern. Dort erschien eine völlig neue, unbekannte Variante der rätselhaften Raute unter der Überschrift: Bundeskanzlerin entpuppt sich als Bayernfan. Richtig wiedergegeben, Ellen?

Ellen: Ja, mein Liebster, hast du, aber versau jetzt nicht die Pointe!

Mike: Was meinst du, was dabei herauskam, lieber Gerd? Na? Mach dir nichts draus, ich wußte es wie so viele andere auch nicht. Sie hatte ein einziges mal des abends in ihrem Stammrestaurant, leicht angetrunken und somit ein wenig offener, einer alten Freundin ihre heimliche Sympathie mit Bayern bekundet, was wiederum ein Kellner zufällig gerade noch mitbekam. Der hatte nichts besseres im Sinn, als genau das dem Stern zu erzählen. Und als Zeichen ihrer Bewunderung zeigt sie halt jetzt die Raute in der Öffentlichkeit, vielleicht auch, um auf diese Weise sich bei der CSU einzuschmmeicheln.

Ellen: War’s das, Mike? Ja? Du hast aber das wichtigste vergessen! Doch, hast du, brauchst gar nicht mit dem Kopf zu schütteln. Also, lieber Gerd, die Raute sehen wir in der bayrischen Staatsflagge, das sind die wie ein Schachbrettmuster dort enthaltenen blau-weißen Rauten. Und Gerd, wie findest du den Witz?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Kurzgeschichten

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Wenn kalte Tränen Feuer entfachen

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Die getränten Farben der Liebe,
wären sie ungeweint geblieben,
nie hätten wir uns gefunden,
in den staubverhängten Katakomben
unserer innersten Freiheit.
Kein Erkennen ohne den filigranen Tau,
dieses wässrigfahle Schimmern,
das die feuchtglitzernde Tiefe
bestrahlte als Hinweisschild
zur Tränengrotte, in der man heult.
Sprühende Blitzfeuerwerke
zogen uns magisch an,
beleuchtet, verdunkelt, beleuchtet,
verdunkelt im flimmernden Schein,
lodernde Funken schmolzen uns zu eins.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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