Flucht nach vorn

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Gerade jetzt, sehr ungünstig,
dieser aufdringliche Gedankenhaufen.
Diese Ansammlung unsortierter
Gegebenheiten,
unterschiedlicher Kenntnisse,
ungefährer Ansichten.

So funktioniert das nicht,
aus diesem Chaos formt sich kein Licht.
Er will dir keinen reinen Wein einschenken,
er schenkt dir Daten zum Ersaufen.
Löscht, kopiert, verzerrt, beschönigt,
läßt dich an der langen Kette schaukeln.

Biberzähne hören nie auf zu wachsen.
Schüsse auf Kennedy, erstes Mal ferngesehen.
Meta, neues Modewort, Meta meine Schulfreundin.
Eine unförmige Kartoffel, genannt die Erde.
Platitüde, Plattitüde, Platitude, Gedankenballon,
ein Pikser, Pommes möchte ich mal wieder essen.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Weist sie in ihre Schranken zum Abdanken

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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Von wem mag wohl hier die Rede sein? Na, die Welt ist doch in Wirklichkeit ziemlich klein, erst recht wer mal genauer hinschaut. Von wegen geklaut, mitnichten per Luftschlösser gebaut. Was der Schreiber sich hierbei traut? Ganz simpel, dat weeß bereits jeder Gimpel. Man braucht nicht in die Ferne schweifen, um letztlich zu begreifen, daß hier unter uns Politik zur Verantwortung gezogen werden muß. Jetzt ist Schluß!

Genug von Kumpanei, Korruption und täglicher Ignoranz, wech mit diesem lächerlichen Affentanz. Den ham wir uns schon lang genug angeglotzt, manch einer dabei würgt und kotzt, das will man sich nicht weiter antun, bis Gerechtigkeit verweilt in passenden Schuhen. Beispiele gefällig? Jetzt wird’s mal so richtig gesellig.

Da wagt doch jener Spahn, mit der Botschaft aufzuwarten, der Krebs sei in 20 Jahren letztlich begraben in jedem Garten, obwohl Ärzte es besser wissen, läßt der politische Heißsporn Respekt missen. Als ob dies längst nicht genug sei, folgt ein anderes faules Ei. Der Herr Scheuer reagiert schon gleich gar nicht geheuer, statt endlich seinen Job zu machen, tat er Ungereimtes entfachen. Gekoofte Lungenärzte leugnen die Folgen von Stickoxiden, von Giften, das würde nur Unsicherheit anstiften.

Doch damit nicht genug, wie unklug. Solch selbsternannte Experten möchten noch ganz anderes für sich verwerten. Hauptsache Kritik verschwindet vom Tisch, findet sich auf keinem Wisch. Wären da nicht wachsame Geister zur Stelle, die der Regierung rücken auf deren selbstgefällige Pelle, wäre das Desaster noch wesentlicher komplett. Wie nett!

Die Spiele mit der Macht haben so manchen Mist entfacht, es sei ja gelacht, daß es dabei mitnichten kracht. Leider ein Wunschdenken, sie wollen uns mal wieder ablenken. Zu dumm, mehr Aufmerksamkeit geht verteilt herum. So simpel lassen wir uns nicht weiter verschaukeln, gar vorgaukeln, alles sei im Lot. Stimmt nicht, weiß fast jeder Idiot.

Anstatt die notwendigen Konsequenzen zu ziehen, tun solch Pappnasen, wie oben genannt, sich in Ausreden bemühen. Damit ist aber niemand geholfen, erst recht nicht mittels Golfen, wie jener Humpty-Trumpty drüben in den USA meint, tun zu müssen. Das sollte inzwischen jeder wissen, Hochstapler und Narzißten tummeln sich seit jeher auf allen Pisten.

Entlarvt sie möglichst schnell gezielt, bevor sie dämlich verspielt noch mehr Unheil anrichten, Blödsinn dazudichten. Das gilt insofern auch für die Bundesregierung mit ihren falsch besetzten Posten. Deren Stühle und Sessel längst rosten, für sich sparen sie nicht an Kosten, doch der Kleine Mann hat mal wieder die Arschkarte gezogen, wird wie eh und je erneut betrogen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Reale Träume

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Der Schlaf war da,
das Bett auch,
acht Kilometer entfernt,
keine Straßenlaterne brennt.

Der See, der glänzt,
macht alles nur schlimmer,
täuschend vage Helligkeit,
Schritte wie auf Eis.

Schweiß gerinnt zu Träumen,
vor Albgeräuschen fliehend,
stürze ich in kalte Bäche,
im Kinostuhl, Grusel, ich lächle.

Mein Haus, das Bett steht da,
Müdigkeit verschlafen,
ich hasse Kaffeebecher
bedruckt mit blökenden Schafen.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Bankenfusion soll Rettungsanker sein

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Bundesregierung eifert den Großmächten nach

Manchmal vermögen Gleichnisse ziemlich treffend gewisse Mißstände oder gar Selbstüberschätzung aufzeigen, wenn man sich kurz auf sie einläßt. Bereits in Kindertagen machen wir Menschen die späterhin wichtige Erfahrung, sich niemals mit den Großen anzulegen, da man stets den Kürzeren zieht.

Beim Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz scheint das hingegen eher auf taube Ohren zu stoßen, die Finanzexpertin Isabel Schnabel kritisierte ihn Anfang September letzten Jahres ob seines Rufes nach größeren Banken. Da sollte der SPD-Politiker mal besser sein Förmchen im Sandkasten liegen lassen, sonst könnte das mit einer unangenehmen Überraschung enden.

Finanzkrisen waren gestern

Heute möchte die ohnehin zweifelhafte Bundesregierung davon nichts mehr wissen, erst recht unter Finanzminister Scholz. Sicher doch kann er die Schwäche der europäischen und deutschen Banken beklagen, das ist sein gutes Recht, allerdings vermag die „wahnsinnige Ehe“, die Fusion der Deutschen Bank mit der Commerzbank, eher keine gute Idee sein.

Lisa Nienhaus kommentiert im Zeit-Artikel den Traum der Bundesregierung, für Deutschand eine Superbank zu suchen. Ihre Bemerkung, zwei Pinguine können auch dann nicht fliegen, wenn sie einander an den Flügeln halten, trifft den Nagel auf den Kopf. Schon gleich gar, wenn ausgerechnet diese beiden angeschlagenen Banken den Hafen trauter Ehe ansteuern wollen. Anstatt aus den Lehren vergangener Finanzkrisen die richtigen Weichen zu stellen, sollen gescheiterte Rezepte auf einmal funktionieren? Too big to fail – daran sollte man sich besser richten!

Keineswegs zufällig ein Friedrich Merz im Hintergrund?

Wir erinnern uns, wie Altkanzler Gerhard Schröder sich noch stark machte für Friedrich Merz. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt? An soviel Zufall mag niemand glauben, der gern mal querdenkt. Je schmutziger das Pokerspiel, desto mehr Verlierer. Keineswegs eine simple Phrase, sondern eher traurige Wahrheit, schließlich pusht BlackRock den Finanzkapitalismus nach ihren Regeln.

Im September letzten Jahres traf sich Friedrich Merz als Aufsichtsrat von BlackRock u.a. mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz und dem deutschen Investbanker und Staatssekretär Jörg Kukies. Dabei hatten sie bestimmt keinen unwichtigen Plausch. Darf man davon ausgehen, daß eine Schattenbank wie BlackRock erneut im Hintergrund mitmischt? Man muß es sogar.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Wirtschaft/Finanzen

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Von Belang

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Ich wollte.
Weiß nicht,
ob ich sollte.
Nötig war.
Nein, nicht.
Und doch.
Vielleicht.
Damit er weiß.
Weiß er´s nicht?
Ich tu´s.
Nebenbei.
Belanglos.
Du.
Ach, nichts.
Du.
Bloß so.
Ich liebe dich.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Folgen des Klimawandels eine zunehmende Bedrohung

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Mittels Ignoranz und Verhöhnung ändert sich gar nichts

Kleine Kinder halten gern ihre Hände vor die Augen, wenn sie befürchten, schlimmes sehen zu müssen, eine vermeintlich gefährliche Situation sie belasten könnte, ein natürlicher Reflex, der sie tatsächlich zunächst bewahrt. Wirklich dramatisch aber wird es, wenn Erwachsene offensichtliches einfach ignorieren, nicht wahrhaben wollen, gar denjenigen Glauben schenken, die sie dreist belügen.

Ein solcher Fall findet bei den Klimawandelleugnern statt, die stoisch daran festhalten, es hätte schon immer einen Klimawandel gegeben, es gäbe keinen Zusammenhang zwischen gefährlichen Wetterextremen und dem Klimawandel, weil Mensch ein Stückweit dies begünstigt. Augen zu und durch kann keineswegs eine Option sein, dann lieber mal die Hirnzellen bemühen und genauer hinschauen.

Kälteausbrüche nehmen eher zu

Bei derzeitiger Kältewelle in den USA sind etliche Todesopfer zu beklagen, Forscher sagen häufigere Kälteausbrüche vorher, ebenso besonders betroffen Sibirien, selbst Europa sollte man nicht gänzlich ausschließen. Durch schwächelnde Polarwirbel gelangt die arktische Luft in südlich gelegenere Regionen, der Klimaforscher Prof. Stefan Rahmstorf sieht einen direkten Zusammenhang zum Klimawandel, die globale Erderwärmung begünstige die Verlagerung des Polarwirbels.

Wer weiterhin meint, der Klimawandel sowie die globale Zerstörung sei eine hysterische Anmahnung, verkennt den Ernst der Lage. Was muß noch alles geschehen, bis die Leugner endlich bemerken, wie verkehrt sie liegen?

Typische Reaktion dieser Haß gegen Greta Thunberg

Je bedrohlicher das Geschrei, die Hetze und Haßbotschaften, desto mehr wird deutlich, daß die sechszehnjährige Greta Thunberg alles richtig gemacht hat. Wer die Wahrheit verkennt, weiß sich halt nicht anders zu helfen als mit solch bösartigen Reaktionen. Dabei schreckt jener rechtsradikale Mob nicht davor zurück, ihr Asperger-Syndrom zu benutzen und sie erst recht zu diskreditieren.

Das sollte all jene bestätigen, die die Folgen des Klimawandels erkennen, nicht eher ruhen, bis die verantwortliche Politik endlich reagiert und entsprechend vorbeugt, um zukünftige Szenarien zumindest abzumildern. Mit einem Donald Trump wird sich nichts ändern, der suhlt sich lieber in seinen Twitter-Eskapaden, bläst ins selbe Horn wie jene Rechtsextremen, hofiert obendrein lieber Auto- und Ölkonzerne.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Klima/Wetter

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Gesunken, um nicht zu versinken

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Da sah er
tief
im Gefühlskleid
den Makel.
Sind sie nicht
alle gleich,
diese Flecken?
Sie tauchen auf,
wenn man abtaucht
aus dem Rhythmus.

Und er sah
seine Tiefe,
als ob sie ihn riefe,
nicht mehr
aufzutauchen.
Der Schmerz
kroch in ihn ein.
Vermißt du mich?
Riefen sie beide.

Schon.
Tief unten,
versunken,
am Boden zerstört,
hat der Makel
im Schmerz
zu sich gefunden.
Dieses Seelenkostüm
kann nicht sinken.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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