Alternative für Dreistigkeit

Wo nehmt ihr diesen Haß nur her,
Wut angehäuft wie Geld der Milliardär,
in irgendeiner Lotterie gewonnen,
Jahrzehnte gelebt aus Mülltonnen,

nur um eure Frustkloake in Gestalt
von wütendem Krawall und Gewalt
durch die Straßen zu jagen,
keiner über zu wenig Haß soll klagen.

Der Name Alternative verrät euer Ansinnen,
neues Wort, um sich nationalistisch zu besinnen,
es bedeutet entweder- oder für uns,
eine Auswahlmöglichkeit nicht mit uns,

eine freie Entscheidung ist euch ein Groll,
denn Toleranz findet ihr nicht toll,
außer es betrifft euresgleichen,
dann dürfen eure eigenen Regeln abweichen.

Wo nehmt ihr diesen Haß nur her,
Wut angehäuft mit Geld vom Millionär,
alternus – einer nach dem andern
zu euren Diensten wandern,

weil zusammen ihr abwechselnd
gegenseitig Andersdenkende drechselnd
auf eure Norm bringt mittels Ängsten
über das Grundrecht ihrer Existenzen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Eine Welt ohne Autokraten

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Krieg und Zerstörung
gehen schnell über die Lippen,
so manche Betörung
vermag die Stimmung kippen,
denn wer die Macht anstrebt
ohne jedwede Gewissensbisse,
in Saus und Braus lebt,
scheißt auf Bündnisse,
der nimmt all den Haß in Kauf,
verliert den Fokus auf Menschlichkeit,
setzt dabei noch einen drauf,
ist zu jeder Schandtat bereit.

Drum laßt uns Autokraten stoppen,
daß sie nie wieder agieren,
ihre Untaten direkt floppen,
keine Verbrechen mehr passieren.
Wenn wir dies nicht tun,
sie weitergewähren lassen,
werden sie nicht eher ruhen,
bis ihre Saat aufgeht vom Hassen.
Im Grunde genommen ziemlich klar,
was wir anstreben sollen,
nicht später, vielmehr jetzt in diesem Jahr.
Wir müssen es nur beherzt wollen!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Vom Flächenbrand zum Dritten Weltkrieg?

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Innehalten das Gebot der Stunde

Die Welt in Aufruhr, erst recht, wenn Autokraten meinen, sie müßten die Herrschaft übernehmen, während in manchen Demokratien faschistische Parteien sich positionieren, eine ähnliche Konstellation wie vor dem Zweiten Weltkrieg. Im Nahen Osten terrorisierte nunmehr die Hamas Israel, Antisemitismus geht gar nicht. Etwa doch vom Flächenbrand zum Dritten Weltkrieg?

Dazu muß es keinesfalls kommen, auch wenn die Lunte von verschiedenen Akteuren gern gelegt wird, denken wir an den Iran, an Syrien oder dem selbstgefälligen Despoten in Russland. Schon offenbart er sein wahres Gesicht, was ohnehin eigentlich  nicht verwundern sollte, wer ihn akribisch beobachtet: Erdoğan zertrümmert Habecks Hoffnung. Robert Habeck für Wirtschaftsabkommen unterwegs in die Türkei hadert mit seiner Rolle, die alles andere als leicht in Zeiten, wo Erdoğan völlig unerschrocken die Hamas als „Befreiungsorganisation“ bezeichnet, die ihr Land beschützen wolle. Welch Unsinn, wer Terroristen dermaßen schönredet!

Ein sicheres Indiz für verhärtete Fronten

Politiker müssen das aushalten, wenn auch mit entsprechenden Magenschmerzen. Die Achse des Bösen wird immer deutlicher sichtbar. Auf der einen Seite Autokratien wie Russland, China, der Iran oder Syrien, auf der anderen Seite Demokratien, die versuchen, die Freiheit hochzuhalten, während der Nahe Osten sich als das eigentliche Pulverfaß entpuppt, genau dort jener Flächenbrand zu entstehen droht.

Willkommene Gelegenheit der Hardliner? Der Islam gegen den Rest der Welt, ein stellvertretender Glaubenskrieg als Anlaß, den Judenhaß erst recht auszuleben, um ihn auch hierzulande zu zelebrieren? Mittendrin ausgerechnet Rechtsradikale oder ein BSW, welches sie per Rhetorik für die Unzufriedenen ins Leben ruft. Weder ein cleverer Wurf noch lösungsorientiert, sondern vielmehr Sinnbild für noch mehr Chaos!

Im Prinzip nichts Neues

Jener Zustand, in dem wir uns jetzt befinden, dürfte eigentlich nicht verwundern. Mit Blick zu etlichen Science-Fiction Szenarien oder auch philosophischen Erkenntnissen wird es sowieso deutlich. Was steht der Menschheit bevor? Überlegungen möglicher Szenarien inbegriffen.

Doch was nützen sie tatsächlich, wenn die Realität uns Lügen straft, denn am Ende zählt das nackte Überleben, wenn es dann nicht zu spät sein wird. Es war Christian Morgenstern, der mal formulierte: Einen Krieg beginnen, heißt nichts weiter, als einen Knoten zerhauen, statt ihn aufzulösen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Demokratie dahin, Autokratie im Sinn

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Speichellecker fühlen sich berufen,
jede Demokratie einfach abzustufen,
frohlocken ohne Gewissensbisse,
auf daß man auf Leichen pisse,
ob Nazis hierzulande
oder in den USA jene Schande,
die den Trump simpelst hofiert,
als sei zuvor nichts passiert.

Mike Johnson schafft den Spagat,
steht nunmehr ganz locker parat,
um seine Standpunkte zu präsentieren,
diese Reps haben nichts zu verlieren,
sie wollen nach geklauter Wahl Trump zurück,
bauen auf dessen bisheriges Glück,
denn wer der Justiz nonchalant trotzt,
der bestimmt nicht zufällig protzt.

Möge uns allen jener Trump erpart bleiben,
dessen Machenschaften genug Böses treiben,
die Welt hat ohnehin nichts zu lachen,
erst recht nicht mit diesem asiatischen Drachen,
da braucht es nicht noch mehr Lug und Trug,
es fällt in den Brunnen sowieso jener Krug,
der da lautet, die Demokratie sei dahin,
Autokratie haben zu Viele im Sinn!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Antisemitismus geht gar nicht

Palästinenserkonflikt willkommene Gelegenheit

Die Nerven liegen blank und das letztlich schon lange. Nur mit dem gewaltigen Unterschied, daß die Hamas diesmal viel zu weit gegangen ist mittels ihres barbarischen Angriffs gen Israel am 07. Oktober 2023, der durch nichts zu entschuldigen oder gar zu glorifizieren ist. Auch wenn dies weltweit versucht wird, der ohnehin schon ewig schwelende Antisemitismus neuen Aufwind erhält, ausgerechnet hierzulande sichtbar, ganz besonders in Berlin-Neukölln.

Markus Lanz versuchte krampfhaft, seinen Busenfreund Richard David Precht in dessen Talkshow in Schutz zu nehmen, verzettelte sich mehr als fragwürdig im Streit mit Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die völlig zu Recht auf Prechts antisemitische Entgleisungen hinwies, selbst wenn Lanz dies öffentlich entschuldigen ließ. Wer obendrein sich als oberlehrerhaften Philosophen gibt, dem darf so etwas nicht passieren. Basta.

Während die Hamas den Raketenbeschuß gegen die betroffene Klinik im Gaza-Streifen nachweisbar zu verantworten hat, ziehen es die altbekannten Feinde des demokratischen Westens vor, deren Behauptung, Israel hätte die hohe Opferzahl zu verantworten, ihnen Glauben zu schenken, allen voran der Iran, die Türkei, der Irak und Syrien. Putin schließt sich dem unerschrocken an. Kein Wunder, weil ein willkommenes Szenarium, um vor dessen Angriffskrieg gen Ukraine abzulenken.

Schon machen sich verständlicherweise alle politisch wachen Geister größte Sorgen ob eines bevorstehenden Flächenbrandes, der sich schnell und zielsicher im Nahen Osten ausbreiten kann. Fast die gesamte arabische Welt stimmt dem simpelst zu, um ihren Haß gen Israel zu unterstreichen. Was für eine fatale Situation, zumal die USA selbst überdeutlich ein Don’t aussprechen ließ, was Joe Biden explizit mehrfach formulierte.

Antisemitismus geht gar nicht, weder in der Vergangenheit noch im Hier und Jetzt. Schlimm genug, daß die Rechten auch hierzulande diesen nonchalant ausleben, eine nicht unerhebliche schweigende Zahl im Bürgertum ganz ähnlich denkt, abgesehen von den Sympathisanten bei den Pro-Palästina-Demos.

Auch eine Greta Thunberg springt auf den Zug jener widerwärtigen Meinung, Israel sei an allem schuld, mit dem Plakat Stand with Gaza. Selbstverständlich will niemand die Zivilbevölkerung in Gaza in Mitleidenschaft ziehen. Nur die Hamas hat genau das in erster Linie mit ihrem brutalen Verhalten zu verantworten. Durch das Ausblenden jenes Hasses wird es nicht besser, Greta Thunberg!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Pulverfaß Nahost

Das Überraschungsmoment auf ihrer Seite,
der Mossad wußte nicht Bescheid,
massakrierte die Hamas Zivilisten,
es ist mal wieder soweit,
blutige Menschen in Tüchern und Kisten.

Schon frohlocken die Mullahs im Iran,
was von langer Hand geplant,
endet bald in diesen Kriegswahn,
welch dramatisch bösartige Schand‘.

Raketen gen Israel ausgerichtet,
die dessen Zerstörung bringen sollen,
Weltkriegsgedanken sich verdichtet,
kann verhindert werden, wenn wir es wollen.

Russland und China lauern im Hintergrund,
den bösen Ami vor geistigem Auge,
Haß und Vergeltung aus faschistischem Mund,
manch Fakenews für jene Saat wohl tauge.

Pulverfaß Nahost lang brachlag,
Anlaß genug für Bedachtsamkeit,
die freie Welt jetzt bis ins Mark erschrak,
es geht dabei um unser aller Freiheit.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Lobhudelei obsiegt bei den Landtagswahlen

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2019-11-23_Markus_S%C3%B6der_CDU_Parteitag_by_OlafKosinsky_MG_6071.jpg#/media/File:2019-11-23_Markus_S%C3%B6der_CDU_Parteitag_by_OlafKosinsky_MG_6071.jpg

Wikimedia Commons – CC BY-SA 3.0

Die Union bleibt stärkste Kraft – Nazis dürfen frohlocken

Im Grunde genommen keine Überraschung. Mit der Halbzeit zur Bundestagswahl offenbart sich der Ausgang der Landtagswahlen in Bayern und Hessen als genau das, was schon lange sich anbahnte. Die Union heimst wichtige Stimmen ein, während nach langem Stillhalten Nazis sich immer wohler fühlen, ihr Kreuzchen den Blauen zu gönnen, eine Wiederholung dramatischer Zeiten ausgerechnet hierzulande.

Wenn der „Welt“-Journalist Robin Alexander öffentlich kundtut, die AfD sei demokratisch gewählt, man müsse das auch mal zur Kenntnis nehmen, ein Friedrich Merz könne machen, was er wolle, er würde politisch als rechts außen gelten, dann sollte dieser nicht vergessen zu erwähnen, daß nämlich diese Nazis real jedwede Demokratie zerschlagen wollen. Punkt. Aber das paßt natürlich nicht ins Konzept konservativer Medien! Im April betonten wir das bereits.

In Hessen nur noch fünf Parteien im Plenum

Vier Parteien sind als Wahlverlierer zu bezeichnen, wobei die Liberalen mit Glück noch mit 5% im Parlament vertreten sind, die Linken über die Hälfte ihrer Wählerstimmen verloren, bei 3,1% ihm fernbleiben müssen. Nicht weiter verwunderlich, Sahra Wagenknechts Rechnung geht wohl auf. Die CDU hat die meisten Stimmengewinne zu verzeichnen, ein Plus von 7,6% auf 34,6%, die AfD mit 18,4% zweitstärkste Kraft, ein Plus von 5,3%.

Die meisten Wähler verloren ausgerechnet die Grünen mit einem Minus von 5,0%, erreichen somit nur noch 14,8%, selbst wenn am Ende das Schwarz-grüne Regierungsbündnis weiterhin bestehen bleibt. Die SPD verliert 4,7% und bleibt drittstärkste Partei mit 15,1%.

Auch die CSU muß als Wahlverlierer gewertet werden

Selbst wenn Markus Söder von einem Sieg faselt mit einem Minus von 0,2%.  In Bayern bleiben die Liberalen draußen, verlieren 2,1%, erreichen somit nur noch 3,0%. Die rechtsradikalen Parteien gewinnen im Freistaat die Wahlen. Die Freien Wähler mit einem Plus von 4,2% auf 15,8% und die AfD per Plus von 4,4% auf 14,6%.

Den größten Stimmenverlust erleiden die Grünen mit einem Minus von 3,2%, sind somit nur noch viertgrößte Kraft mit 14,4% im Parlament. Dahinter die SPD mit 8,4%, verliert 1,3% an Wählerstimmen. Das Regierungsbündnis zwischen der CSU und den Freien Wählern bleibt bestehen.

Vom Trend zur Realität

Was wir Ende Mai noch prognostizierten, hat uns längst eingeholt, dieser Rechtsruck läßt wahrlich sehr tief blicken! Weltweit betrachtet muß und sollte die Menschheit sich darüber im Klaren sein, was sie eigentlich will. Die totale Zerstörung oder ein friedlicheres Miteinander?

Wenn Despoten das Sagen haben, immer mehr Kriege stattfinden, die Umwelt genauso ignoriert wird wie der hausgemachte Klimawandel, dann hat die Menschheit keine Zukunft mehr. Es sei besonders an dieser Stelle betont, daß Konserven ein Verfallsdatum haben, mit Blick zum Konservatismus eine schallende Ohrfeige gen sogenannte Mitte der Gesellschaft. Die tut uns nämlich real keineswegs gut, wie endlich mal hinlänglich erkannt werden sollte.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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