Perfektion

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Schwarz war der Stick,
darauf ein Gedicht
voller Romantik.

Aufs zärtlichste
beschrieben die Liebe.
Zwei, die sich fanden
im Trubel
von Ignoranten,
die Sehnsüchte,
Leidenschaft,
bei Kerzenlicht,
bei einem Glas Wein,
nicht verstanden.

Geschmolzene Tränen
glitzerten im Licht
ihrer warmen Augen.
Seine vom Wein
purpur schimmernden
Lippen säuselten
im selben Atemmoment,
nie wieder will ich sein
von dir getrennt.

Irgendwie harmonisiert
das nicht,
so viel schmachtende,
hingebungsvolle Liebe
auf einem schwarzen Stick.
Gedichte wie dieses
benötigen zur
Vollkommenheit
den passenden Rahmen,
einen zartrosa USB-Stick,
zusammen ein Ganzes,
das brilliert.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Annegret Kramp-Karrenbauer übernimmt Amt als CDU-Chefin

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Spitze Zungen sprechen von einer Merkel 2.0

Erneut kann eine Frau Männern ein Schnippchen schlagen, was noch in der Politik für Aufregung sorgt, obwohl auch in höheren Ämtern das weibliche Geschlecht sich wacker hält, manch Chef-Sessel von ihm ergattert wird. So wie gestern beim 31. Parteitag der CDU, wo Annegret Kramp-Karrenbauer bei der Stichwahl sich gegen Friedrich Merz behauptete, Angela Merkel ablöste.

Am Ende hatte die Saarländerin eine Stimmenmehrheit von 35 Delegierten hinter sich, also 517 von den 999 abgegebenen gültigen Stimmen, so daß Friedrich Merz schließlich doch verlor. Da halfen diesem weder die Rückendeckung von Wolfgang Schäuble noch Lob seitens des anderen Wolfgangs, dem Herrn Grupp. Deutschland bleibt jene Peinlichkeit auf weiteres erspart.

Frauenpower toppt haltlose Versprechen

Wer auf dermaßen hohen Roß antritt wie Friedrich Merz, er hatte vor der Wahl zum Bundesvorsitz der CDU behauptet, er könne die Stimmen der AfD einfach mal halbieren, eine „Agenda der Fleißigen“ gefordert sowie allen Ernstes vorgeschlagen, Rentner mögen Aktien kaufen, um ihre Renten zu verbessern, darf sich nicht wundern, daß Annegret Kramp-Karrenbauer dabei bodenständiger und somit glaubwürdiger die Delegierten beim Parteitag überzeugen konnte.

Jens Spahn verlor gleich bei der ersten Wahl, was ohne weiteres absehbar war. Die neue CDU-Chefin betont die Zusammenführung innerhalb der Partei, sie selbst störe das Kürzel ihres Namens AKK wohl nicht, wie sie auch in der ZDF-Interview-Reihe Was nun,…? kurz nach der Wahl bestätigte.

CDU erhält neuen Kurs hin zur Mitte mit intoleranter Haltung?

Die neue Führung dieser CDU wird sich gegen eine Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften mit der Ehe aussprechen, Frau Kramp-Karrenbauers homophobe Haltung wurde in der Vergangenheit vielfach deutlich, selbst wenn sie gleichzeitig betont, sie bestehe darauf, Diskriminierung abzubauen. Dieser Widerspruch ist somit keineswegs aus der Welt geschafft.

Man darf gespannt sein, ob sie die CDU aus dem Fahrwasser sinkender Zahlen lavieren kann. Wer behauptet, sie würde die Politik einer Merkel 2.0 fortsetzen, verkennt den Sachverhalt und die Unterschiedlichkeit zwischen den beiden, Angela Merkel ist kinderlos, Annegret Kramp-Karrenbauer Mutter von drei erwachsenen Kindern. Fragwürdig genug, die Behauptung mancher, die Bundeskanzlerin betreibe eine linksliberale Politik. Davon bekommt die Bevölkerung nichts zu spüren mit zunehmenden Sozialabbau, einer Zustimmung zu mehr Aufrüstung als auch Rüstungsgeschäften mit zweifelhaften Staaten wie dem Königreich Saudi-Arabien.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Stillgestanden

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Fachkompetenz trifft faulen Lenz,
ach, wohin des Wegs? Na, nen Keks?
Es tönen Phrasen, man kann’s nicht lassen,
allen voran dieser Merz, ohne Scherz.

Von Fleiß ist die Rede, ohne Scheiß,
sagt sich leicht, wenn Birne von Kohle aufgeweicht.
Hat mit Essen weniger zu tun, du dummes Huhn,
vielmehr mit Arroganz, wat fürn Affentanz!

Aber mal zurück zu jenem Hans im Glück,
der da Friedrich genannt. Welch Schand.
Sowas will einen auf Kanzler machen, nix zu lachen
haben die, die man ohnehin behandelt wie Vieh.

Immer schön nach unten treten vor lauter Moneten,
die einem das Leben versüßen, andere verdrießen.
So schließt sich der Kreis. Und manch einer weiß,
morgen wird in Uniform marschiert. Kapiert?!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Gelbwesten-Proteste längst außer Kontrolle

Demonstranten säen gezieltes Chaos

Was am Samstag, dem 17. November, mittels sozialer Medien konkrete Formen annahm, sich per Mouvement des Gilets jaunes zu organisieren, um gegen die französische Energiewende (geplante Besteuerung von Kraftstoffen) von Präsident Emmanuel Macron friedlich zu demonstrieren, lief ziemlich schnell aus dem Ruder, längst mischten sich die linkspopulistische Partei La France insoumise sowie die rechtsextreme Rassemblement National unter die Protestierenden, sodaß Gewaltexzesse folgten.

Auch am jetzigen Wochenende, vor der Schlacht um Paris, droht eine heftige Fortsetzung, die Staatssekretärin des Verteidigungsministeriums, Geneviève Darrieussecq, spricht gar davon, daß „die Republik angegriffen wird“, die „Demonstranten wollen das Chaos säen.“

Gilets-Jaunes-Bewegung hat viele Anhänger

Selbst Wähler, die sich für Emmanuel Macron entschieden hatten, sind unter ihnen vertreten, es solle sich um 54% handeln. Einzig und allein nur der Unmut wegen angekündigter Steuererhöhungen? Das mag noch anfangs sich so verhalten haben, betrachtet man aber den weiteren Verlauf dieser Proteste, kann davon kaum noch die Rede sein, alldieweil Macron inzwischen sie endgültig zurückgezogen hat.

Von friedlichen Protesten haben sich die Gelbwesten somit verabschiedet, es dominiert der unabdingbare Wille, möglichst viel Unmut gegen die Regierung auf die Straße zu verlagern, der Journalist und Verleger, Bernard-Henri Lévy, spricht bereits von „Braunwesten“, erinnert an faschistische Gruppierungen der 1930er Jahre Frankreichs. Aber reicht es aus, nur jene Fronten zu benennen? Während Sahra Wagenknecht die „Gelbwesten“ in Frankreich lobt, „sie finde es richtig, wenn Menschen sich wehren und protestieren, wenn die Politik ihr Leben verschlechtert, wir lassen uns viel zu viel von schlechten Regierungen gefallen“, warnt Linken-Chef Riexinger vor rechtem Potential der „Gellbwesten“.

Chancen zur Besserung oder eher ein Hoch für Extremisten?

Zweiteres muß man eher vermuten, zumal europa- und auch weltweit radikale Strömungen immer mehr Zulauf erhalten, insbesondere erneuter Nationalismus sich etablieren will, allen voran die USA unter Donald Trump. Letztlich ein Aufbäumen der Ausbeuter, ihre Systeme weiter aufrecht zu erhalten, es funktionierte doch bisherig so vortrefflich, Armut und Elend im großen Stil zu pflegen, um einigen Wenigen ausschweifenden Luxus zu gönnen.

Im Kern, tief im Inneren sind jene Gelbwesten ein exemplarisches Beispiel dafür, den überfälligen Unmut nach außen zu tragen, ein Warnsignal, daß Schluß sein muß mit sozialer Ungerechtigkeit, die auch ein neoliberal geprägter Emmanuel Macron anwendet. Das Dilemma dabei, per Gewalt werden niemals Forderungen sich durchsetzen lassen, zumal extremistische Strömungen sie für ihre Zwecke mißbrauchen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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Hingeben

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Liebe schenken,
wild denken,
ungestüm,
ohne Kostüm.

Eine Berührung,
Verführung,
loslassen,
nicht verpassen.

Geschenkte Liebe,
wilde Triebe,
ungeheuer,
gar nicht teuer.

Keine Erstattung,
ohne Erwartung,
geben,
nichts erstreben.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Kunstaktion „Soko Chemnitz“ hält Gesellschaft Spiegel vors Gesicht

ZPS beweist erneut großartigen Ideenreichtum

Erst wenn etliche mit der Nase drauf gestoßen werden, begreifen manche, hoffentlich immer mehr von ihnen, welchen Zweck gezielte Aktionen verfolgen. Jedes Schauspiel lebt davon, sein Publikum in den Bann zu ziehen, Applaus eine direkte Anerkennung bedeutet, was aber in den Köpfen nachhaltig hängen bleibt, unterstreicht erst recht den Erfolg. Das gilt insofern auch für Kunstaktionen des Zentrums für politische Schönheit (ZPS).

Philipp Ruch und seine Mitstreiter haben erneut ganze Arbeit geleistet, das ZPS bedankt sich für Haß und Gewaltaufrufe gegen Soko Chemnitz, die Aktion sei ein Trick gewesen, nämlich um Namen von Beteiligten der Demos in Chemnitz zu ergattern, ganz im Sinne der Website, die sich als honeypot entpuppt.

Mit Online-Pranger Grenzen des Erträglichen überschritten?

Prinzipiell kann man dem nur zustimmen, alldieweil gerade innerhalb der Szene Rechtsradikaler genau das praktiziert wird, jede Gelegenheit, die sich bietet, für ihre eigenen Haßtiraden einzusetzen. Selbst wenn noch keine Beweise für Verbrechen seitens Migranten vorliegen, tönt ein Mob unüberseh- und hörbar, in Social Media sich vernetzt, bis hin zu Gewaltaktionen, Flüchtlingsheime werden angezündet, Ausländer zusammengeschlagen.

Unter anderem kursieren jede Menge bösartige Video-Clips auf YouTube, wo sich ungeniert ausgetobt, neben Haßbotschaften obendrein Geschichtsklitterung betrieben wird, Hauptsache möglichst viele Verunsicherte erreichen, so das Ziel jener Rechtsextremen. Dieses Muster eines Online-Prangers nutzte jetzt das ZPS, auch wenn die Springerpresse eher empört berichtet, sollte niemand verkennen, wie im Alltag rechtes Gedankengut sich verankern will, inzwischen gar im Deutschen Bundstag mittels jener AfD.

Von „Lethe-Bomben“ bis zur „Soko Chemnitz“ – Aktionen des ZPS

Erstmalig trat das ZPS mit der Aktion der „Lethe-Bomben“ vor neun Jahren in Erscheinung, Bomben-Attrappen vorm Reichstag sollten daran erinnern, daß Krematorien in Auschwitz seitens der Alliierten nicht angegriffen wurden, gleichwohl die UN-Schutzzone bei Sebrenica im Bosnienkrieg hinterfragt wurde. Im November letztes Jahr war die Aktion von Ablegern des Berliner Holocaust-Mahnmals in Bornhagen, womit Björn Höcke anschaulich vorgeführt wurde, ein voller Erfolg.

Dazwischen unterstrich die Gruppe um Philipp Ruch in zehn anderen Aktionen ihren Ideenreichtum, machte auf desaströse Versäumnisse besonders der verantwortlichen Politik aufmerksam. Solche Kunstaktionen sind kreative Proteste, die natürlich an Schmerzgrenzen des Erträglichen gehen müssen. Bedenken wir, daß das verursachte Leid jener rechtsextremen Klientel als zunehmendes Problem immer mehr Menschen trifft. Umso wichtiger, anzumahnen, einer verunsicherten Gesellschaft den Spiegel vors Gesicht zu halten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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Verdorben ein bißchen

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Etwas Überreife schadet nicht,
regt auch bei Tieren an den Appetit.
Sie pflücken gern die reifen Früchte,
dafür brauchen sie keine Ausflüchte,
beim Menschen im Gegensatz
gibt es schon mal auf die Tatz´.

Genießt er gegorenes Obst,
meist flüssig, na, dann Prost,
fängt er an zu torkeln, zu lallen,
oftmals nicht nur Türen knallen,
denn leicht angefault manch Beeren
sich verwandeln in Alkohol durch Gären.

Anrüchig sind nicht nur Pflanzen,
auch Menschen, die auf Tischen tanzen.
Verdorbene Charaktere nennt man sie,
die ihr Leben gestalten mit Phantasie,
manche gar ohne Moral und Anstand,
ein wenig Biß schadet das wirklich jemand?

Nafia

Kategorie: Gedichte

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