Wenn Störche klappern und plappern

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Es klappert und plappert ein Storch tagaus, tagein,
ach, könnt’ ich doch so nen Schwein wie der Hoecke sein.
Doch außer miesen Phrasen fällt ihm nichts besseres ein.
Da hat, es ist ne sie, genannt Bea, nur so zum Schein
sie ne Idee, so richtig ganz für sich allein.
Uns kriegt man nie und nimmer klein,
weil viel zu viele Flüchtlinge wollen hier rein,
das sollte aber keinesfalls so sein!
Kein Gewissen, schon gar keine Pein
ham sie beim Frotzeln und Schreien
über die Medien, all die anderen Parteien.
Kann man soviel Haß noch irgendwie verzeihen?
Mitnichten. Nein!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Das freie Truckerleben alles andere als ein Honigschlecken

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Wirklichkeit zwischen Traum und Praxis

Selbstverständlich hat der Globalismus seinen Preis, das wissen alle nur zu genau, und doch werden die Schattenseiten inzwischen im Alltagsleben hingenommen bzw. fallen kaum noch auf, da wir ohnehin mit viel zu vielen Problemen beschäftigt sind. Wer nimmt sich schon die Zeit, Gedanken daran zu verschwenden, wie unendlich komplex insbesondere das westlich orientierte Leben bis ins kleinste Detail durchorganisiert sein muß, um alle Verbraucher zufriedenzustellen?

Der Kunde betritt das Geschäft, den Discounter und erwartet einfach genau die Ware, die er aus Gewohnheit seit eh und je konsumiert oder aber ihm in Werbeprospekten verheißungsvoll umgarnt angeboten wurde. Während das dortige Verkaufspersonal die Regale füllt, kassiert, gelangt die Ware stets durch LKWs zielgerichtet an Ort und Stelle. Doch was bleibt übrig von der einstigen LKW-Fahrer-Idylle, dem freien Truckerleben? Wie gestaltet sich die Wirklichkeit zwischen Traum und Praxis?

Brummifahrer – Könige der Straße oder „Deppen der Nation“?

Wer schon mal spät abends unterwegs sich befindet auf Deutschlands Autobahnen und die Rastplätze ansteuert, sollte bemerkt haben, wie überfüllt sich dort Parkplatzmöglichkeiten gestalten. Manchmal kann ein Sattelzug schnell mal erhebliche Probleme erhalten, ein dramatisches Rangieren folgenschwer auf den Fahrer zukommen, weil er sich zu weit hineinwagte auf der Suche nach der vorgeschriebenen Pausenzeit. Die früher oftmals als Könige der Straße bezeichneten Brummifahrer heute vielmehr „Deppen der Nation“?

Bedenken wir mal, daß früher vor einigen Jahrzehnten sowohl eine wesentlich geringere Verkehrsdichte herrschte als heute und vor allem generell das Lohnniveau noch halbwegs sozial verträglich sich mit den Lebenshaltenskosten arrangierte. Diese Zeiten begannen sich nach der Wende mit den ersten Nullrunden und spätestens zu Beginn der sozialrassistischen Hartz-IV-Gesetzgebung dramatisch zu ändern, auch LKW-Fahrer mußten sich dem Druck beugen. Enggesteckte Dispositionszeiten gab es freilich auch früher, Streß war an der Tagesordnung, ganz besonders im Inlandsgüterverkehr, wobei genau diese Fahrer wesentlich mieser bezahlt wurden als die Fernfahrer. Wurde früher nicht so genau hingeschaut auf die Lenkzeiten, es fehlten eben effektivere Kontrollmöglichkeiten, sind es heute die bekannten 4,5 Stunden, erfaßt per Fahrerkarte. Doch wie schaut die verordnet theoretische Gesetzesvorgabe im Vergleich zur praktischen Anwendung aus?

Vom Streß durch unlogische Disposition, Staus und Lohndumping

Ein Wunder, daß nicht viel mehr Unfälle geschehen auf den Landstraßen und Autobahnen im LKW-Güternah- und Fernverkehr, da scheinen bestimmt Schutzengel mitzuspielen, oder? Sicherlich gibt es neben den meist schlecht bezahlt und mies behandelten LKW-Fahrern durchaus auch korrekte Arbeitsverhältnisse, jedoch sollte man davon ausgehen, es handelt sich dabei um wenige Ausnahmen, wobei die bekannt gewordenen schwarzen Schafe in der Speditions- und Zulieferbranche nur die Spitze des Eisberges offenbaren, weil die meisten betroffenen Fahrer einfach stillhalten, aus Angst ihren Job zu verlieren.

Arbeitslose Kollegen suchen händeringend eine Anstellung, indirekte Erpressung somit vorprogrammiert, oder? Und wer aufmuckt, fliegt raus, spätestens mit der dritten, gesetzlich geregelten Abmahnung. Warum planen Disponenten wissentlich die Touren so ein, daß kein Stau berücksichtigt wird, obwohl diese auf alle Fälle tagtäglich stattfinden? Die Konkurrenz ist riesengroß in der Speditionsbranche: je straffer und billiger die Angebote, um so höher die Belastung für die LKW-Fahrer.

Nicht etwa für die Lageristen, die können ihr Arbeitstempo selbst bestimmen, während der gebeutelte Fahrer stets im schlimmsten Fall mit einem Bein im Knast ob der großen Verantwortung, jedoch stets zumindest mit Bußgeldern zu rechnen hat, ihn die kontrollierenden Leute vom BAG (Bundesamt für Güterverkehr) belangen, mitnichten ihre Arbeitgeber. Zäumt da etwa der Gesetzgeber das Pferd verkehrt rum auf, weil der Termindruck der Märkte die Chefs der Speditionen veranlaßt, diesen Druck nach unten abzugeben und als letztes Glied der Kette, der Brummi-Fahrer, mit den Konsequenzen sanktionierender Maßnahmen zu leben hat?

Was war zuerst da: die Märkte oder die Verbraucher?

Was für eine leidliche Frage, die ähnlich wie die mit dem Huhn und dem Ei nicht beantwortet werden kann, eine gewisse Pattsituation entsteht. Wer von Ihnen hat noch die lange Reise des Joghurtbechers in Erinnerung, wobei der ganze Wahnsinn eines selbstgefällig luxuriösen Lebens überdeutlich aufgezeigt wurde? Und wir bezeichnen uns als fortschrittlich zivilisiert, um naserümpfend z.B. dem Urwaldmenschen gegenüberzutreten?

Dieser schont seine Umwelt mit gebührendem Respekt, während wir selbst mit unserer Welt umgehen, als gäbe es ständig Ersatz! Es wäre zu vermessen und zu simpel, schlagartig die Entwicklung zur Industriegesellschaft zurückzuschrauben, alldieweil dies sich nicht einfach so umsetzen läßt, obwohl durchaus infolge von Naturkatastrophen und Weltkriegen Endzeitszenarien uns ein solch plötzlichen „Rückschritt“ diktieren werden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Dacht´ ich doch

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Rosa schien es zu gefallen.
Bruno ließ die Tür zuknallen.
Der Hahn krähte heute nicht.
Ich kümmerte mich ums Licht.
Auf dem Hof Auto gestartet.
Zum Beruhigen kurz gewartet.
Auto vor den Hühnerstall gelenkt.
Gittertür nach links geschwenkt.
Fernlicht eingestellt.
Hühnerstall erhellt.
Kein Mucks, kein Muh, kein Mäh.
Eins, zwei, drei. Ich bin zäh.
Jetzt wird aus den Federn gehüpft.
Niemand entkommt, keiner entschlüpft.
Das Hupen bewirkte Wunder.
Überall ging´s drüber, auch drunter.
Bellen, Krähen, jemand schrie.
Wortgefechte, sonst schiel ich nie.
Alle Feriengäste waren wach.
Ich blinzelte, lächelte schwach.
Mein Eingreifen wurde gelobt.
Der Einbrecher sicher tobt.
Für mich gab´s jeden Tag Eis.
Für die Eltern kostenlos Nachspeis’.
Mama, Papa, wißt ihr noch?
Nichts darf man sagen, dacht‘ ich´s doch.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Glyphosat-Urteil beeindruckt Bayer-Tochter Monsanto keineswegs

Trotz etlicher Proteste diktieren Investmentgesell-schaften den Kurs

Was interessieren Konzerne und Finanzgiganten die Belange des einfachen Mannes, die Politik? Losgelöst im Vakuum einer selbsterschaffenen Welt ungehinderten Deligierens riesiger Geldflüsse, bestimmen Investmentgesellschaften den Weg, wie und wo es langgeht. Das klingt nach übertriebener Schwarzmalerei in den Ohren all jener, die berechtigt und somit ziemlich engagiert versuchen, deren Machenschaften zu entlarven und öffentlich anzuprangern.

Mit dem Urteil eines Gerichts in San Francisco, Monsanto 290 Millionen Dollar an einen Krebskranken zahlen soll, wittern etliche andere Betroffene ihre Chance, selbst ihre Klagen vor Gericht erfolgreich durchzusetzen, während weiterhin der Chemiegigant sich windet, darauf beharrt, es ginge keine Krebsgefahr von Glyphosat aus, ankündigte, er würde Berufung gegen das Urteil einlegen.

Die CSU fällt nicht nur Merkel fortlaufend in den Rücken

Denken wir an das Polit-Theater kurz vor der Sommerpause mit jenem Herrn Seehofer. Hier wird aber konkret der dramatische Weg vom immer noch eingesetzten Glyphosat thematisiert. Über die Hälfte der Abgeordneten des EU-Parlaments hatte noch 2016 die WHO-Einschätzung, daß Glyphosat wahrscheinlich krebserregend sei, kurzerhand ignoriert, insofern einer beschränkten Zulassung des Unkrautvernichtungsmittels zugestimmt.

Ein gutes Jahr später fällt der EU-Kommission nichts besseres ein, als für eine Light-Anwendung von Glyphosat zu werben, die Proteste flackerten erneut auf, etliche Stimmen meldeten sich zu Wort, forderten eine Absage einer langjährigen Zustimmung seitens der Politik. Einerseits reagierte die damalige Umweltministerin Barbara Hendricks, nur Landwirtschaftsminister Christian Schmidt zog es dann vor, der Bundeskanzlerin in den Rücken zu fallen, in dem er ohne ihr Wissen einer Lizenzverlängerung des Unkrautvernichters Glyphosat zustimmte. Das Unkrautvernichtungsmittel darf vorerst die nächsten fünf Jahre unsere Umwelt belasten, Menschen mit Krebs gefährden, um es mal deutlich zu sagen!

Bayer hat sich mit zu verantworten – folgt nunmehr ein Glyphosat-Anwendungsstop?

„Was kümmert es die stolze Eiche, wenn sich eine Wildsau an ihr reibt?“ – die „Wildsau“ Bayer hatte keinerlei Bedenken, Monsanto zu übernehmen, im Vorfeld beschrieb Jan Pehrke im Interview, wie Investmentgesellschaften ticken, solche Deals ausgehandelt werden, welche Kräfte wirken.

Selbstverständlich hat sich Bayer mit zu verantworten, wenn Glyphosat dermaßen schädlich Mensch und Umwelt belastet. Auch nicht weiter verwunderlich, daß die Grünen-Chefin Annalena Baerbock die Bundesregierung in die Pflicht nimmt, diese habe sich für einen schnellen Glyphosat-Anwendungsstop einzusetzen. Nach all jenem Gezerre darf dennoch angezweifelt werden, daß real sich in absehbarer Zeit etwas ändert, gewisse Lobbyisten scheinen sich weiterhin durchzusetzen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

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Unbekannt

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Sie verließ den Hof,
da war sie gestorben.
Kein Grabstein, keine Urne,
kein Platz auf dem Friedhof,
keine Erinnerung daran,
daß sie hier zur Welt kam.

Hinter der Friedhofsmauer
beginnt das Leben,
sang sie,
und mit jedem Schritt lauter,
einen Namen auf Dauer
nicht jedem ist gegeben.

Unbekannt ist die Welt,
ein Name, der auch mir gefällt.
Ich mach mir keine Sorgen,
den Namen kann sich jeder borgen.
Ich denke, es mir gut damit geht,
wenn Unbekannt auf dem Grab steht.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Umfrage: Sammlungsbewegung #aufstehen im Fokus der Kritik

Eine Demokratie lebt unbedingt von Meinungsvielfalt, unterschiedlichen Positionen, die man parteipolitisch austragen kann und auch sollte. Solange die Gesellschaft sich eben nicht von extremistischen Strömungen beeinflussen läßt, schon gleich gar nicht einem bevorstehenen Diktat auf den Leim geht, um am Ende sich im Faschismus wiederzufinden, bleibt eine Demokratie ungefährdet.

Dennoch versuchen manche Parteien, genau dies auszuhebeln, treten entsprechend doppelzüngig oder mit verrohten Umgangsformen auf, wie wir das seit der letzten Bundestagswahl mit jener AfD erleben dürfen. Keine guten Vorzeichen, obendrein wenn daraufhin die etablierte Politik sich nervös aufscheuchen läßt. Die Parteienlandschaft formiert sich neu, was nicht unbedingt ein Nachteil sein muß.

Noch gibt es kein nachlesbar veröffentlichtes Programm zur Sammlungsbewegung #aufstehen, die in aller Munde, ab dem 04. September durchstarten will, bereits am Sammeln ist. Querdenkende fragt seine Leser, möchte Sie in folgender Umfrage bemühen, die bis nächsten Montag, dem 20. August, freigeschaltet sein wird. Es stehen wieder unterschiedliche Antworten zur Verfügung, Sie dürfen auch mehr als eine ankreuzen. Natürlich kann nur einmalig gestimmt werden.

Lotar Martin Kamm

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Die Nacht zum Tage machen

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Freiwillig oder gezwungenermaßen sie uns fordert?

Wer kennt das nicht, sich unruhig im Bett hin- und herwälzen, keine Gedanken ans Einschlafen uns bewegen, entspannt ins Reich der Träume zu gleiten? Dabei beneiden jene ihren Partner oder andere, die zu später Stunde längst den wohlverdienten Schlaf gefunden. Nachtschwärmer manchmal unterweges ohne Rast und Ruh, wenn späte Stunden uns dabei eventuell inspirieren?

Dabei finden sich gar gute Ideen, die zu Blatt gebracht oder per Tastatur des Computers ihren Weg in die Tiefen seines Systems finden, schön fein absortiert unter Dokumente, Texte. Andere wiederum haben sich angewöhnt, einen Stift und Schreibblock neben sich auf dem Nachtschränkchen griffbereit zu legen, um ganze Träume stichpunktartig oder bestimmte Momente festzuhalten. In Großstädten wird auch in Bars oder Diskos getingelt, um das Nachtleben zum Tag aufleben zu lassen.

So weit so gut. Oder vielleicht doch nicht? Jugend und junge Menschen vertragen dies kurzweilig bestimmt, ganze Heerscharen von Schichtarbeitern bleibt nichts anderes übrig, als den letztlich ungesunden Rhythmus von Tag- und Nachtschicht hinzunehmen, weil sie auf solche Jobs angewiesen. In einigen Berufen geht es ohnehin nicht, auf diese Dienste zu verzichten wie Notärzte, Feuerwehr und Polizei.

Doch was treibt diejenigen an, die eigentlich den notwendigen Schlaf nach langem Tag sich nicht genehmigen? Stattdessen als Nachtschwärmer unterwegs zu sein, wo auch immer? Neben der Unruhe, Geistesblitzen, einer ganze Palette schöpferischer Gedanken und Ideen, die nur noch ein Ventil der Entfaltung, des Ausbruchs suchen und dann meist finden? Natürlich darunter auch diejenigen, die tags schlafen und nachts aktiv sind.

Zeigen uns solche Verhaltensweisen nicht, daß Mensch außerhalb bestimmter Normen und Gebräuche sein Leben selbst bestimmt? Während die große Masse tagsüber den Tag gestaltet und des nachts ruht, dazwischen all jene, die sich gleiten lassen in der Stille der Nacht, wenn nicht gerade dem Großstadttrubel ausgesetzt?

Gönnen wir jenen Menschen ihr Dasein, ihr rastloses Treiben, weil keine Norm das Recht sich anmaßen sollte, darüber zu urteilen. Selbstverständlich im gegenseitigen Respekt, die Nachtruhe des anderen nicht störend. Die biologischen Uhren mögen unterschiedlich ticken, im Endeffekt bleiben unsere Bedürfnisse als ein Teil von uns.

„Bei Tage ist es kinderleicht, die Dinge nüchtern und unsentimental zu sehen. Nachts ist das eine ganz andere Geschichte.“ (Ernest Hemingway)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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