Ein Hoch auf fragwürdige Zeiten Basti und Wladi einleiten

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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Da heißt’s, sorgfältig sich vorbereiten. Bei weitem kann niemand mehr bestreiten, daß jene nationalen Kräfte überall sich formieren. Na denn, immer schön parieren, erst recht in Ösiland, wo es längst keine Schand, wenn ein Wladi mit großem Aufwand auf Karins Hochzeit erscheint. Das vereint, vor allem wenn Basti mit dem Heinz erscheint, eine Nation vor Rührung weint.

Als ob die Welt keine anderen Sorgen hätt’, tanzt man ausgelassen entsprechend nett, um Stunden später das Merkel in Schloß Meseberg zu treffen. Wer will hier wohl was nachäffen? Schlimm genug, daß ein Humpty-Trumpty nonstop sich weltweit blamiert, der Wladi scheinbar ganz gerührt. Wie die Neue Rechte das Volk, all die Dummschwätzer verführt! Aber Hauptsache mit viel Pomp den Leuten Sand in die Augen streuen, ständig per Hetze ihre Phrasen überall einbläuen.

Das hat schon früher prima funktioniert, wer sich darüber genauer informiert. Aber wollen oder können das die meisten Menschen überhaupt? Es sei doch mal erlaubt, gezielt zu hinterfragen, wann und wo in den letzten Monaten und Tagen echter Widerstand sich breitgefächert zeigt. Das wurde wohl vergeigt, selbst wenn der ein oder andere nicht abgeneigt, sich lautstark Luft zu machen. Damit kann man kein Feuer des Protests entfachen.

Denn wer noch genauer hinschaut, dem wird schnell vertraut, mit welch perfiden Mitteln besonders das Gros der Politik stillhält. Ob mancher darunter seine gekommene Stunde zählt? Fragt Euch mal, woher kommt denn all das Geld? Welch Qual, im Hintergrund lauern lange schon bösartig sehr Gutbetuchte, die mancher inzwischen verfluchte. Ändert aber nichts am vorbestimmten Ziel, das gehört nunmal zum geplanten Spiel.

Verkommen im Reigen sich wiederholender Schandtaten, die geradezu all jene einladen, die im Stillen ihren Haß gegen fast alle Kulturen bisherig unterdrücken, sich jetzt anschicken, ihn ungehobelt auszuleben. Was für’n vernichtendes Anstreben! Das gehört zu jenem neurechten Ton, welch Hohn. Anstatt die große Masse im Volk hat dazugelernt, wird erneut nonchalant Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit simpelst entfernt.

Niemand sollte bestreiten, wenn Basti und Wladi ein Hoch auf fragwürdige Zeiten einleiten, dann mag dies in ihrem Sinne geschehen. Da gibt es nichts Falsches zu verstehen. Mit friedlichen Absichten hat das gar nichts zu tun. Jene Nationalisten werden nicht eher ruhen, bis ihr häßliches Gedankengut sich in den Köpfen der Menschen erneut festsetzt. Solange wird einfach weitergehetzt und verletzt. Drum gilt Widerstand dagegen – jetzt!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Licht

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Er ist nicht der Mann am Klavier,
seine Stimme kennt alle Melodien,
er ist einfach immer nur hier,
zu Zeiten als andere längst gingen.

Er, schrieb ich er; er ist kein Mann,
eine Sie ist es auch nicht,
es, es ist ziemlich nah dran,
manchmal, es leuchtet wie Licht.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Österreich versinkt im rechtsradikalen Pomp

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Und das Volk schaut nahezu ohnmächtig zu

Um es gleich mal vorwegzunehmen, natürlich gibt es in Österreich Widerstände angesichts jener Regierung Kurz/Strache, die mitten in Europa ein fatales Zeichen setzt, schlimm genug daß zwei Nachbarstaaten, nämlich Ungarn und Italien, jenem neurechten Zeitgeist folgen, Deutschland zwar noch tapfer trotzt, dennoch jene AfD im Deutschen Bundestag sich austoben darf.

Aber das große Verharren und Dulden des Volkes, einen Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache gewähren zu lassen, offenbart eine deutlich sichtbare Ohnmacht. Man fügt sich, mal schauen, was da kommt. Wirklich große Widerstände bleiben aus, selbst wenn die „Omas gegen Rechts“ noch im Frühsommer mit ihrem Bündnis gegen die Tradition des Wegschauens im Zentrum Wiens demonstrierten.

Alexander Van der Bellen und Sebastian Bohrn Menas Stimmen verhallten

So wie etliche andere gleichwohl, demokratisch gewählt entschied sich eine breite Mehrheit des Volkes für den ehemaligen jungen Außenminister Sebastian Kurz und den Neonazi Heinz-Chistian Strache. Welch dramatisches Bündnis. Hatte noch im Dezember 2016 Alexander Van der Bellen mit seiner gewonnenen Wahl zum Bundespräsidenten Europas Rechtspopulisten eine schallende Ohrfeige verpassen können, lehrte ihn und andere die neue fatale Koalition schon ein Jahr später eines Besseren.

Den einmal eingeschlagenen politischen Kurs Österreichs konnte auch Sebastian Bohrn Menas Appell keineswegs verhindern, sich entschiedener den Anfängen rechter Hetze zu erwehren. Ganz im Gegenteil, er entwickelte sich schnell zum Alltag, während besonders die breite Masse des Volkes stillhält.

Einerseits vorsichtige Proteste, andererseits erscheint Putin bei Kneissls Hochzeit

Wir erinnern uns, es gab mal die Bemühung, eine 35-Stundenwoche hierzulande einzuführen. Inzwischen arbeiten Menschen in Deutschland manchesmal 48 Stunden und mehr, davon etliche unbezahlt. Willkommen im Zeitalter des Sozialrassismus, ermöglicht durch einen sozialdemokratischen Bundeskanzler.

Doch was hier tragisch genug geschieht, weiß das neurechte Regierungsbündnis in Österreich noch zu toppen mit der Erhebung der maximalen Wochenarbeitszeit von 60 Stunden. Daran wird auch der Protest Zehntausender wohl nichts ändern.

Obendrein unterstreicht jene neue Regierung ihre Dekadenz bei der Austragung der Hochzeit von Außenministerin Karin Kneissl mit der Einladung Wladimir Putins. Die Frage, warum er zu einer Hochzeit nach Österreich kommt, kann man schon stellen, doch etliche Antworten können nur Spekulationen hervorrufen. Faktisch beweist dies dennoch, was Putin und eben jene Neue Rechte verbindet: der Nationalismus. Eine dramatische Entwicklung, die Europa eigentlich überwinden wollte mit der Gründung der EU.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Belave

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Über das Wasser klang ihr Lachen:
Weich und sanft einer Birne gleich
tauchte die Stimme auf,
floß in Schwaden über den See.

Die Göttin sammelt Melodientropfen,
verschüttete Nachtmusik des Mondes,
bevor die Sonne den Morgennebel,
das wirbelige Rieseln mit Wärme übersät.

Sie hockte mit feuchtem Haar im Schilfgras,
auf ihrem Schoß das neugeborene Kind.
Töne pustete sie von ihrer Handfläche.
Belave. Das Flüstern die Göttin in sich aufnimmt.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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US-Sanktionen gegen die Türkei erschüttern Europas Politik

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Die Spreu vom Weizen trennen äußerstes Gebot

Die Zusammenhänge in der Weltpolitik erweisen sich wie eh und je als äußerst kompliziert und komplex. Einerseits gehört die Türkei als wichtiges Bollwerk der Verteidigung Europas zur Nato, andererseits beweist der türkische Präsident Erdoğan fortlaufend seine Machtstellung als Despot, was willkürliche Verhaftungen nach sich zieht, selbstverständliche Menschenrechte außer acht gelassen werden.

Während die USA berechtigterweise bemerken, „sie werden nichts für die Freilassung eines unschuldigen Mannes zahlen“, der unter Hausarrest stehende US-Pastor Andrew Brunson sei unschuldig und soll sofort freigelassen werden, daraufhin mit weiteren Sanktionen drohen, umgarnt die Türkei bereits Deutschland und Frankreich, mit der Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Macron sei man sich einig im Widerstand gegen die Drohungen aus Washington. Da scheint aber mächtig etwas durcheinander zu kommen!

Sanktionen und Strafzölle letztlich nicht nur ein Druckmittel

Vielmehr auch eine Drohung bis hin zum Handelskrieg, ein Eingeständnis für das diplomatische Versagen, keine politische Lösungen gefunden zu haben oder gar erst gar nicht verhandeln zu wollen. Denken wir zurück an den anfänglichen Konflikt zwischen Russland und die Ukraine, nach der Einnahme der Krim durch Putin Europa und die USA mit Sanktionen konterten, schließlich die Ukraine auch militärisch berät und unterstützt.

Donald Trump ließ es sich nicht nehmen, Europa und China mit Strafzöllen in die Knie zu zwingen, jene Handelskriege muß man als dramatischen Einbruch in die transatlantischen Beziehungen bezeichnen, keine guten Zeichen für eine friedfertige Weltpolitik. Erdoğans unnachgiebige Haltung führt zur Destabilisierung der türkischen Lira, belastet gleichwohl den Euro. Obendrein brechen für die Türkei neue Zeiten an mit der 15-Milliarden-Dollar Geldspritze aus Katar, wie Susanne Güsten spitz im Bonner General-Anzeiger bemerkt.

Neue Allianzen und Verbündete hilfreich oder eher kontraproduktiv?

Das läßt sich keineswegs ad hoc beantworten. Da sanktionieren die USA die Türkei, die wiederum sucht ausgerechnet Halt bei den Europäern, die Erdoğan noch zuvor als Nazis brüskiert hat, unter dem Deckmäntelchen der Terrorgefahr und eines angeblichen Putschversuches willkürliche Verhaftungen zuläßt, um gleichzeitig mit Putin und Katar zu liebäugeln.

Moralisch nicht hinnehmbar, wer Menschenrechte mit Füßen tritt, und doch soll dieser türkische Despot demnächst beim Staatsbesuch in Deutschland ehrenvoll empfangen werden. Andererseits muß Europa Geschlossenheit anpeilen, wenn Trumps USA per Strafzölle den Handelskrieg fortsetzen. Einen derartiger Knoten zu entflechten, fordert nicht nur politisches Augenmaß, auch klare Trennlinien müssen folgen, sonst könnte durchaus ein Vertrauensverlust entstehen, neu geschmiedete Allianzen folgen, manch Verbündete sich gar als Gegner entpuppen. Insofern eher kontraproduktiv? Zeigt sich etwa ein sich verselbständigender Neoliberalismus als ein Garant dafür, daß am Ende weder Frieden verbleibt, schon gleich gar keine Sicherheit beim gegenseitigen Übervorteilen? Es schaut sehr danach aus.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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US-Presse wehrt sich gegen Donald Trump

Journalisten als „Volksfeinde“ beschimpft

Ausgerechnet im Land der Demokratie beharrt ein Donald Trump darauf, nonstop weite Teile der Medien zu bezichtigen, sie würden Fakenews verbreiten. Das alltägliche Prozedere hinterläßt er gern per Twittergewitter, macht sich dortigtst gar für poltische Entscheidungen zusammen mit entsprechenden Entgleisungen Luft, überspitzt könnte man feststellen, eine neue Form des Regierens ganz im Zeitalter des Internets.

Doch wer Journalisten als „Volksfeinde“ beschimft, wie The Donald fortwährend zum Besten gibt, der hat längst den glitschigen Boden etlicher Fallen betreten, vor allem nur eines im Sinn: die Demokratie zu schaden. Denn eines ihrer höchsten Güter ist die Pressefreiheit, kein Wunder, daß Hunderte US-Zeitungen sich gegen Trump vereinen.

Der mit dem Wolf tanzt, will keine Kreide fressen

Sondern weiterhin lautstark herumtönen. Anders kann und sollte man das Verhalten dieses 45. US-Präsidenten nicht werten. Daß er nunmehr erst recht im Fadenkreuz der Medien sich befindet, toppt jede Satire, was längst im Wahlkampf sich sichtbar manifestierte. Wahrhaben wollen dies bis heute manche immer noch nicht. Was muß noch alles geschehen, bis sie erkennen, welche Unfähigkeit jener Präsident an den Tag legt?!

Ein starker Mann, der seine Wahlversprechen tatkräftig um- und durchsetzt, argumentieren dessen Befürworter. Der Ruf zurück zum Nationalismus entspricht dem wiederkehrenden Zeitgeist, der überall seine Spuren hinterläßt, längst Europa infiziert hat. Da fühlen sich etliche berufen, wie Ratten aus ihren Löchern hervorzukriechen, nicht nur sprachlich zu verrohen, sondern mit simpelsten Phrasen Wählerstimmen zu manipulieren.

Lügenpresse zieht immer

Wie damals bei den Nazis. Oder etwa doch nicht? Immerhin entsteht Widerstand, nicht nur in den USA mit dem #FreePress-Aufruf jener Zeitungen. Alles was nicht der Meinung der Neuen Rechten genehm, wird als „links“ abgetan, selbst eine Frau Merkel sei links gerichtet. Auch ein Indiz billigster Verunglimpfung ohne Hand und Fuß, was sich schnell einreiht mit solch polemischen Wortkreationen wie „Gutmensch“.

Anstatt sich mit realen Problemen sachlich auseinanderzusetzen, ziehen die wiederauferstandenen Neuen Rechten es vor, per Haß lautstark zu pöbeln. Da paßt ein Donald Trump prima ins Konzept, obendrein eine Kumpelschaft zu Putin, die gleich hinzugedichtet wird. Kann nicht funktionieren bei erneutem Wettrüsten, aber dies scheint einfach mal ausgeblendet zu werden.

Wer Fakenews unterstellt, sollte wenigstens den Beweis antreten, anstatt selbst mit eigenen Nachrichten aufzuwarten, wie dies etliche neue Medien und Internetplattformen weit gestreut versuchen bis hinein in die Social Media.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Mulmig beim Finale

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Verstohlen
beäugte er die Phiolen
im Schrank,
blaß wirkte er, irgendwie krank.

Fasziniert,
oder war er irritiert,
starrte er auf die Farben,
die die einzelnen Flaschen haben.

Es war nicht ulkig,
mir wurde mulmig.
Ich ergriff eine Phiale,
nickte er, bei unserem Finale?

Nafia

Kategorie: Gedichte

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