Gasbar

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Ich höre dein Herz so gerne klopfen,
dein Geruch ähnelt frischen Regentropfen.
Wenn du dich zu mir neigst,
deine ganze Persönlichkeit mitteilst,
gebiert dein sanfter Druck
in mir einen kristallenen Krug,
gefüllt mit Liebesfunken.

Im Licht dieser Welt tief eingesunken,
deine sonore Stimme zu Plätzen mich trägt,
wo keine Glocke mehr das Ende schlägt.
Gasbar, du verwandelst mich mit deiner Seele,
öfters als ich es mir eingestehe,
zu einem Gefährten, hin zur Göttergunst,
du grauer Kater bist große Schöpfungskunst.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Von einem der auszog, die Welt zu retten

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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Träume werden wahr, wer sie denn umsetzt und in der Lage, sie nicht nur folgerichtig zu interpretieren, sondern ihre Botschaften zu verstehen. Apropos Botschaften, beim Wort Diplomatie sollten gewisse Zeitgenossen letztlich zusammenzucken, wie ungehobelt und daher unsensibel manch politische Staatsmänner sich verhalten, denken wir an Er-dat-kann oder Humpty-Trumpty.

Mitnichten Figuren aus einem Märchen, einer Fabel oder gar einem Science-Fiction-Roman, vielmehr im Hier und Jetzt ein Stückweit die Weltpolitik gestalten. Wollen, dürfen, müssen und glauben, zu können. Mit dem Glauben ist das so eine Sache, Dogmen vermögen schnell in eine Einbahnstraße münden, ganz ähnlich wie Sektiererei, die einem Fanatismus Vorschub leistet. Kommt obendrein Macht und Gewalt ins perfide Spiel menschlicher Abgründe, leidet die Umwelt. Die dramatischen Folgen erleben wir weltweit in permanenter Vielfältigkeit.

Superhelden, erschaffen aus menschlicher Phantasie, die ohnehin das Böse im Visier ausleben läßt, kein Wunder, daß The Donald mit einer Space Force aufwartet. Wladimirowitsch wäre insofern nicht abgeneigt, ein Gleichgewicht der Kräfte zu schaffen per UCF, Ursus Cosmos Force, während Ksi-Jin-Bimm längst darüber siniert, sich als dritte Power-All-Streitmacht auszusprechen: Pauell-All-Stleitmacht, dazwischen zu positionieren. George Orwell hätte seine helle Freude bei soviel Umsetzung seines Romans und dem Blockdenken über Erden hinaus.

Zurück zu den Illusionen, die sowieso in allen Träumen sich widerspiegeln. Phantasie kennt keine Grenzen, Menschen fast immer, um sie daher mit all ihrem Aggressionspotenzial zu verteidigen. Per Mauern, eine chinesische, die bald dreitausend Jahre alt immer noch steht, während die deutsch-deutsche keine dreißig Jahre sich halten konnte oder eine mexikanische, die der blonde Dolle errichten will. Die Festung Europa stoppt Flüchtlinge, läßt sie im Mittelmeer ersaufen. Ein Zurück in historisch barbarische Zeiten, wenn es ums Eingemachte geht wie Wohlstand und Konsumrausch, ist Schluß mit nettem Plausch.

Wo verharrt der Superheld, der auszieht, um die Welt zu retten? Jesus wird’s nicht sein im längst begonnenen dritten Jahrtausend, Chance verpaßt, zumal die Verstaatlichung des Glaubens dessen Gleichnisse zunichte macht, Kirchen den Untergang einläuten, im wahrsten Sinn des Wortes. Islamismus, die passende Antwort einer fehlgeleiteten Huldigung Allahs. Gott läßt sich nicht gängeln, reduziert auf menschliche Machtgelüste, die nonstop die Schöpfung mit Füßen tritt!

Es sollte vielmehr lauten, von keinem der auszog, die Welt zu retten. Ob Superhelden oder schlichte Messiasse, sie alle haben kein Bedürfnis, das angerichtete Chaos einer nimmersatten Menschheit zu ordnen, soll sie doch im eigenen Saft schmoren, da draußen im Kosmos existiert eine unendliche Vielfalt an Lebensformen, die sich stets reproduziert, ohne Haß, ohne Gewalt und Zerstörung eigenen Zutuns.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Mittäglicher Weltfrieden

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Mittags auf der Schaukel
quietscht es neben mir,
kaum zu glauben,
da hat sich jemand
einen Scherz erlaubt
und schaukelt
friedlich in die Welt.

So funktioniert das nicht,
der Weltfrieden gehört mir
und nicht dir.
Unterlassen Sie das Quietschen,
den Lärm laß ich mir nicht bieten,
Sie stören die Mittagsruh
und meinen Frieden.

Der stellt sich stur.
Sind Sie taub?
Quietschen mittags
nicht erlaubt!
Wer nicht hören will,
muß gebremst werden.
Den werd ich runterzerren.

Wie entspannend
so ein Frieden ist,
auf einer Bahre liegend,
verarztet die Wunden.
Stille. Mittagszeit.
Kein Gekreisch.
Die Erde schaukelt leicht.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Deutsche Politik mit deutlich sichtbaren Bewegungen

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Parteienlandschaft formiert sich neu

Als die Bundesrepublik noch jung sich präsentierte nach verlorenem Krieg, dieser Nazi-Herrschaft, bestimmten anfangs zehn Parteien die Geschicke des Landes, vom vierten bis neunten Bundestag beherrschten die bekannten vier Parteien das politische Geschehen. Erst mit dem Einzug der Grünen zum zehnten Deutschen Bundestag griffen die jahrelangen Proteste von Umweltbewegungen, weil schon damals die Sozialdemokraten Stimmen im Volk nicht bemerkten.

Zum zwölften Bundestag wurde deutlich, daß pseudolinkes Gehabe der Grünen und ein konservativer Kurs der Sozen gestandene Linke auf den Plan rief, die Partei des Demokratischen Sozialismus erhielt entsprechende Wählerstimmen, positionierte sich im Parlament. Zwölf Jahre später schienen die Linken sich zu verlieren, um allerdings beim sechzehnten Bundestag sich verstärkt zu behaupten, eine Legislaturperiode weiter ihren Parteinamen Die Linke zu finden und obendrein bisherig die meisten Stimmen erhielten.

Der achtzehnte Deutsche Bundestag mußte zum ersten und einzigsten Mal ohne die Liberalen auskommen, ein Jahr später fand jene neugegründete Partei, Alternative für Deutschland, den Weg in die ersten Landesparlamente, um bei der letzten Bundestagswahl als drittstärkste Partei zu punkten. Jene Wähler mögen wohl rechtsradikale Ansichten und das nach dieser deutschen Vergangenheit. Es ist mal wieder soweit!

Linke sammeln sich, eine NAfD durchaus möglich

Doch die etabliert gesättigte Politik wurschtelt einfach vor sich hin. Allein schon die kläglich entstandene, erneute Große Koalition zeugt von viel „Weiter so wie bisher“, während parallel die weltpolitische Lage immer bedrohlicher auch Europa taxiert. Antworten auf dem Fuße? Unbedingt, aber nur beim rechten und linken Lager, die sich obendrein zerstreiten, wie nicht anders zu erwarten.

Sahra Wagenknechts Sammlungsbewegung #aufstehen erhielt erwartungsgemäß etliche Absagen, einen Korb von Konstantin Wecker. Gutes Omen oder denkbar ungünstig? Politische Diskussionen sind stets notwendig, aber ein Zusammenhalt gleichwohl, der bei den Linken schon immer für Furore sorgte. Unsicherheit breitet sich aus, vor allem wenn irritierende Kompromißbereitschaft Wege findet, die mehr als fragwürdig, wenn gar Elsässer und Co. nicht entschieden zurückgewiesen werden!

Doch wer tatsächlich glaubte, es sei bei den Rechtsradikalen anders, der schaut nicht genauer hin. Nach außen zeigten sie sich meist geschlossener, inzwischen legt man jenen Alternativen immerhin einen „rechten Flügel“ nahe. Ein rechter Flügel in einer rechtsradikalen Partei? Zeichen für eine Spaltung hin zur NAfD (Nationale Alternative für Deutschland)? Hat was, nicht nur zum Schmunzeln, sondern hinterläßt Bauchkrämpfe, wie simpel man Wähler manipulieren kann. Die Frage stellt sich völlig zu Recht, was wir Demokraten dem Populismus und den Populisten entgegensetzen können. Mit Sicherheit nicht zwei linke und zwei rechte Parteien im Deutschen Bundestag, dazwischen die anderen, die schon viel zu lang oftmals versagen!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Handschlag selten tödlich

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Hat sie mir jemals die Hand gegeben?
Natürlich nicht, das widersprach ihrem Wesen.
Sie hat mich umarmt, an mir gerochen
wie an einem Knochen.
Geprüft, ob es sich lohnt,
an diesem zu nagen,
denn sie war gewohnt,
selbst aus Resten Profit herauszuschlagen.

Ihre Hand hat sie niemandem gereicht,
selbst gierig, man nicht mit Fingern speist.
Dieses herzliche Drücken hat mein Herz erweicht,
keine Speise konnte ich mehr sehen, aber wie man scheißt.
Ich habe mich zerfressen lassen von der Eifersucht,
ihr Schmatzen gab mir Zuflucht.
Zum Dank wollte ich sie drücken,
da stieß sie mir den Dolch in den Rücken.

Nafia

Kategorie: Gedicht

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Trumps „Space Force“ soll amerikanische Dominanz ausbauen

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Von Science-Fiction-Phantasien beflügelt

Größenwahn steigt so manchem Gesellen zu Kopf. Je mehr Macht ihm verliehen, desto höher die Möglichkeit, diesen tatsächlich in die Tat umzusetzen. Da kommt ein „Humpty-Trumpty“ daher und will gleich ganz viel mehr. Sei es eine Mauer zwischen Mexiko und seinem America First, Nordkorea und dem Iran zu drohen oder aber eine Weltraum-Streitkraft 2020 ins Leben zu rufen.

Mutter Erde ächzt unter der folgenreichen Last einer Menschheit, die so gar kein Verständnis für Umweltschutz hat, den hausgemachten Klimawandel eben nicht einfach wegsteckt, welchen The Donald ohnehin als unzutreffend bezeichnet. Was interessieren die Belange auf dem blauen Planeten, wenn vermeintliche Feinde aus dem Kosmos uns alles streitig machen wollen? Wer in solchen Bahnen denkt, hat nicht nur zuviel Science-Fiction-Filme konsumiert, sondern sowieso einen gehörigen Denkfehler!

Gefahr von grünen Marsmännchen bis hin zur Unterjochung der Menschheit?

Bevor man sich in solchen Szenarien vergallopiert, sollte man völlig nüchtern der Realität ins Auge blicken, soweit dies überhaupt möglich angesichts technischen Fortschritts anderer Spezies aus dem All. Denn wenn derartige in der Lage, mittels entsprechender Ausrüstung uns aufzusuchen, sind sie der Menschheit haushoch überlegen. Nehmen wir die nicht aus der Luft gegriffenen Beobachtungen von UFOs hinzu, – man darf ruhig davon ausgehen, daß diese real vorhanden -, erscheint jedwede Space Force als ein Gag, der kaum noch zu toppen ist!

Was sollen solche Streitkräfte ausrichten, Mr. Trump? Nichts! Sogenannte „Weltraum-Kriegsführungsprofis“ können auf keinerlei Erfahrungswerte zurückgreifen, es sei denn, sie werfen einen Blick in die unzähligen Science-Fiction-Filme, die allerdings menschlicher Phantasie entsprungen. Einen Schritt weitergedacht, geht Mensch stets von eigener Grundeinstellung aus: Es gäbe eine Gefahr von „grünen Marsmännchen“ bis hin zur Unterjochung der Menschheit. Und nun? Falls Spezies aus den Weiten des Kosmos dies beabsichtigen sollten, hat Mensch ohnehin keine Chance, dies zu verhindern.. Viel wahrscheinlicher: Sie wenden sich ab, weil Homo sapiens als hoffnungsloser Fall sich selbst und Mutter Erde vernichtet!

Eine Politik der Zerstörung sucht ständig neue „Spielwiesen“ ihrer Entfaltung

Wenn Macht den Hals nicht voll genug bekommt, sucht sie sich stets neue „Spielwiesen“. Auf einem Fußballplatz oder im sportlichen Wettstreit mag das noch mit halbwegs fairen Spielregeln ein Ventil sein, Krieg und Elend sind die Ergebnisse jener folgenschweren Eigenschaft.

Eine Menschheit, die mal den Mond betrat, versucht, in naher Zukunft auf dem Mars zu leben, alles in unserem sehr kleinen, beschränkten Sonnensystem, sollte tunlichst kein Kriegsgeheul im All in Erdnähe veranstalten, das schaut nicht nur lächerlich aus, das verpulverte Geld wäre besser zum Schutz der Umwelt oder für soziale Projekte angelegt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Gedankenwirbel

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Ich gedenke nicht,
an morgen zu denken,
wenn ich jetzt
mit wirbelnden Gedanken rumhänge.
Was soll es nützen,
mich in die Zukunft zu flüchten,
wo ich mich jetzt muß schützen,
vor der Welle der Eindrücke,
die nicht fähig, eine Brücke
zu bilden zur Gedankenstütze.
Sie trollen wie Sand im Wind
von einer Hirnwand zur nächsten hin,
häufen sich an, weg ist der Sinn.
Kindische Spielchen sind das,
mit einem Sieb Wasser schöpfen,
auf Konfetti Buchstaben schreiben,
sie fängt, damit sie den Namen des Liebsten anzeigen.
Zeitvertreib im Stundenglas,
versuch doch, einen von uns dir vorzuknöpfen,
macht´s Spaß, Sandkörner im Kopf zu zerreiben?
Den Gedanken ist es egal,
es ist heute und zukünftig legal,
Blätter im Sturm einzusammeln,
oder Fenster und Türen zu verrammeln.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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