Seehofsöder wie gemeine Köter kläffen

https://pixabay.com/de/figur-mann-fernglas-zaun-gag-2687801/

pixabay.com

Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Die rechte Mischpoke ohnehin sich übt im Nachäffen. Das weiß, wer genauer hinschaut, es zahlen viele den Preis, wenn sich blaunes immer mehr traut, im Hintergrund von manch Konzern mit aufgebaut. Hauptsache der einfache Mann, auch die Frau, kriegt nichts mit, zieht man gezielt in jenen patriotischen Bann, welch trügerische Schau. Statt aus der Geschichte zu lernen, kommt manch einem wohl bekannt vor, züchtet man erneut ne fiese Brut auch in Kasernen. Wach auf, du teutscher Tor!

Solange ne CSU als kleinster Koalitionär darf bis hinein in die Europapolitik ihr Machwerk ungebremst ausleben, sollte niemand einfach sich beschämt wegducken. Wer stoppt jenes nationalistische Bestreben? Wenn nicht, wird sich dies als großer Fehler entpuppen. Darauf sind die Seehofsöders erpicht. Der Letzte mache aus das Licht!

Na, wer wird denn gleich die Flinte ins Korn werfen, wer nicht kämpft, hat schon verloren. Jetzt erst recht die Krallen schärfen, keineswegs nett gedämpft, sondern voll Tatendrang wie neu- geboren. Gegendemos sind klare Argumente, überall Widerworte finden, beäugt dabei och die Polente, unbedingt wenn aalglatte Politiker sich winden. Die haben nur ihren Posten, weil fünfzehn Prozent mal Protestzeichen setzen wollten. Wenn nur wüßten jene Vollpfosten, daß deren Klientel alles andere als unbescholten. Aber Mensch läßt sich nun mal blenden, dieses Spiel hat meist Erfolg, man trägt seine Helden auf Händen, hievt sie auf manch irrationale Wolk’.

Entfleucht aus Ösiland damals entfachte der mit Stutzbärtchen den allseits bekannten Brand, wie markig doch die Geschichte sich wiederholt, heut ischt’s ein langer Kurz, der per Achse der Willigen seine Landsleute umpolt. Da folgt kein Sturz vom hohen Roß, Dekadenz spielt sich auf als Boß. Das Fatale daran: Europa läßt sich erneut spalten, die Neue Rechte zieht es in ihren Bann, schon darf in Bayern die Polizei schalten und walten!

Hunde, die bellen, beißen nicht, bei Kläffern ist manch einer darauf erpicht, die Füße stillzu- halten, weil jene Amtsinhaber sich alles krallten, was nicht niet- und nagelfest. Wer dagegen interveniert, dem geben sie den Rest. Völlig ungeniert. Schließlich haben genug Willige per Haßgeschrei, sie seien das Volk, ihnen den Weg planiert. Einerlei, von nun an wird pariert!

Wer sich ihnen widersetzt, wird datentreu aufgelistet, oder gegen sie gehetzt, weil der blaune Sumpf sich längst hat eingenistet. Demokraten weltweit und in diesem Land, seid bereit, verjagt jene Schand, bevor sie noch mehr Macht ausüben werden. Denn die fackeln nicht lange, alles zu zerstören, was mühsam aufgebaut. Manch einem wird angst und bange, wie simpel sie Massen betören, was sich erneut zusammenbraut. Seid bereit, noch gibt es die Zeit, zu stoppen sich anbahnendes Leid.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

Veröffentlicht unter Satire | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Schau – hin und her

https://pixabay.com/de/schaukel-spiel-spielplatz-spielen-339255/

pixabay.com

Die Schaukel weht im Wind,
alleine, auf ihr sitzt kein Kind.
Ihre Quietschgeräusche sind leise,
einsam unternimmt sie ihre Reise.
Klagend bewegt, daß es einem erscheine,
man vernimmt ein Kind, das weine.

Und sie schaukelt hin und her,
wiegt sich mit Erinnerungen schwer.
Träumt sich fort aus dieser Zeit,
fühlt das Lachen und die Heiterkeit,
hört das Kind seine Welt erklären,
spürt Liebe, sie läßt den Wind gewähren.

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Edward Snowden: Russisches Exil weiterhin fragwürdig

Ein Leben als Verräter und Held

Der Ton macht bekanntlich die Musik. Trumps harsche Ausdrucksweise im Kontext seiner unverkennbar deutlich spürbaren Politik trägt längst Früchte einer zunehmenden Verrohung weit über die Grenzen der USA hinaus. Als Zeichen einer sich wiederholenden Ära des Nationalismus, wer nicht die Augen vor sich anbahnender Realität verschließt.

Der Whistleblower und ehemalige CIA-Mitarbeiter Edward Snowden stellte sich kürzlich im Interview mit der SZ den Fragen, die ihn per Überschrift zitiert: „Er hatte nie vor, hier zu sein.“ Betrachtet man den Ablauf seiner Flucht vor den US-amerikanischen Häschern, blieb ihm auch nichts anderes übrig, als das Angebot Russlands anzunehmen. Europa gewährt ihm bis heute kein Asyl, für ihn sei Merkels Haltung eine Enttäuschung.

Wegducken hinter Terrorbekämpfung ein Mittel zur totalen Überwachung

Edward Snowdens Enthüllungen haben damals eine Tür aufgestoßen, die niemand mehr zu schließen vermag, allein dafür gehört er als Held gefeiert, mit Preisen und Ehrungen überhäuft, wenngleich er selbst lieber in Freiheit leben möchte, mitnichten in Russland, von Beginn an jede Zusammenarbeit mit dem Kreml auschließt. Eine weise, folgerichtige Entscheidung. Sogenannte Putinversteher werden ihn deshalb schneiden.

Was die westliche Welt, die unter der Fuchtel der Amis weiterhin zu agieren hat, sich erlaubt, bezeugt die anhaltende Ohnmacht, sich dem Hegemon widersetzen zu können. Das Ende der NSA-Affäre verdeutlicht dies genauso wie der Freifahrtschein für ungehindertes Ausspionieren seitens des BND, alles im Namen der Terrorismusbekämpfung. Es gehört nicht viel Phantasie dazu, auch gänzlich ohne in Verdacht zu geraten, irgendwelchen Veschwörungstheorien auf den Leim zu gehen, einen Kontext zwischen 9/11, der Zunahme weltweiten Terrors und den um sich greifenden Überwachungsmechanismen zu erkennen. Umso besser, wenn Menschen an gewissen Schaltstellen den Mut aufbringen, die Öffentlichkeit zu informieren, wie dies Snowden tat.

Pattsituation oder eher ein Stelldichein kurz vor der Ohnmacht?

Alles schön und gut, jener Optimismus, den auch Edward Snowden letztendlich im SZ-Interview an den Tag legt, in dem er hofft, die Menschen würden aus seinen Enthüllungen dazulernen. Viele folgen ihm, die große Masse aber fügt sich, bis hin zu Regierungen, die auch nur am Tropf der USA hängen. Die Bundeskanzlerin hätte tatsächlich die Macht, nutzt sie aber nicht, bei G.W. Bush und Barack Obama knickte sie ein, am Ende könnte auch The Donald sich durchsetzen, solange Wirtschaftskriminaliät nicht das Handwerk gelegt wird.

Edward Snowden lebt weiterhin geduldig vor, während die Bevölkerng nur noch verinnerlichen braucht, den Mächten Paroli zu bieten. Genau darin liegt die Pattsituation, jenes Wechselspiel zwischen Mächten, Gehorsam und Auflehnung ohne Revolte, ein Stelldichein kurz vor der Ohnmacht.

Der Paradigmenwechsel steht bevor, angekurbelt durch Menschen wie Edward Snowden und viele andere.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

Veröffentlicht unter Quergedachtes | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Kartoffel oder rohes Ei

https://pixabay.com/de/erde-feuer-wasser-welt-fregatten-2635273/

pixabay.com

Sie ist nur eine Kartoffel
oder ein rohes Ei,
einerlei,
du Stoffel,
denn sie dreht sich doch,
und dreht sich noch,
und dreht am Rad,
Menschen sind übergeschnappt.

Haben etliche Schrauben locker
diese eingebildeten Weltverzocker,
haben stets zu wenig Tassen im Schrank,
gute Ansichten empfinden sie als krank.
Kein Wunder, daß die Erde eiert,
es wird gerülpst, gesoffen, gefeiert,
egal ob nebenan jemand Hungers stirbt,
einer macht immer die Rechnung ohne den richtigen Wirt.

Die Erde stöhnt,
ist einiges gewöhnt,
fragt sich, wer zündet den Docht,
für dessen Unsterblichkeit er focht.
Der Trottel entzündet einen Feuerball,
sein Name, keine Spur mehr hinterläßt im All.
Aus, vorbei, zu Ende, auf Knall und Fall,
ihre Gene irgendwo andocken, wird ein neuer Erdenball.

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Gesellschaft zwischen geistiger Verdummung und hochnäsigem Habitus

https://pixabay.com/de/m%C3%A4dchen-frau-lebensfreude-springen-2940655/

pixabay.com

Wo beginnt oder endet unser Glück?

Die Welt versinkt im industriellen Müll unserer schnellebigen Konsumgesellschaft, die beinahe tatenlos an diesen Folgen mitwirkt. Anstatt diesen alltäglichen Wahnsinn ernsthaft zu stoppen, versucht ein jeder seine Schäflein ins Trockene zu bringen. Was interessieren schon die Belange einer zerschundenen Umwelt, wenn man selbst es sich gutgehen läßt.

Die ewiglich anhaltende Armut letztlich ein Zustand zwischen geistiger Verdummung und hochnäsigem Habitus, in dem kein Platz vorhanden, ihn nachhaltig zu verändern? Wo beginnt oder endet unser Glück, welches lediglich in bestimmten Momenten sich offenbart, während ansonsten alles darauf abzielt, es krampfhaft herbeizusehnen?

Unterschiedliche Welten begegnen sich oft ahnungslos

Wir kennen es von Gleichnissen wie in Märchen, wenn das arme Aschenputtel oder Goldmarie jeweils ihre gegebenen Umstände zäh erdulden, während Arroganz und Hochmut am Ende den Kürzeren ziehen oder wie bei Pretty Woman, wo der eiskalte Geschäftsmann Unternehmen aufkauft, während sie ihm gar die „Augen öffnet“. Ein Leben unterschiedlicher Welten findet all die Zeit statt, obwohl sie sich ahnungslos begegnen. Doch welche Umstände führen zu den extremen Verhältnissen zwischen unsäglicher Armut und Überreichtum?

Während man natürlich die rein finanziellen Vermögensverhältnisse in Betracht ziehen kann, um Armut und Reichtum zu beurteilen, handelt es sich hierbei um knallharte Zahlen, die längst nicht den menschlichen Faktor widerspiegeln. Natürlich lebt es sich scheinbar angenehmer in wohlgeordneten, in Überfluß bestehenden Verhältnissen. Wo hingegen solche Zeitgenossen keinerlei Vorstelllung haben, wie ein Dasein als Obdachloser am Rande der Existenz sich gestaltet. Wenn wir all unsere Materie verlieren, nur noch ums nackte Überleben kämpfen in einer Welt des Habitus, des Glamours, wo sehr viele hinwollen, da stören die sichtbar Armen erheblich dieses „Bild“ eines ungetrübt sich selbst feiernden Reichtums.

Reichtum ein Ergebnis grenzenloser Ausbeutung

Wann werden diese Zusammenhänge endlich wirklich verinnerlicht, die nicht im geringsten etwas mit Neid, Mißgunst oder gar Kommunismus zu tun haben? Eigentlich verhält es sich sehr simpel. Was dem einen nicht gegönnt, somit genommen wird, ein menschenwürdiges Leben ohne Sorgen, nimmt sich der andere mittels grenzenloser Ausbeutung: eine Fortsetzung des Adels, der Herrschaftshäuser und Großgrundbesitzer. Kein Mensch müßte Hunger leiden sowie in Armut vor sich hinsiechen, weder hierzulande noch sonstwo auf Erden.

Aber was macht Mensch daraus? Er erhebt sich über andere, nützt deren Gutmütigkeit, ihre Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe aus, in dem er nach mehr trachtet, sämtliche Register zieht, seinen eigenen Reichtum zu vergrößern. Im Kleinen wie im Großen beherrscht dieses Denken den Lauf der Welt. Solange wir uns davon nicht wirklich verabschieden, setzen sich sämtliche daraus entstehenden Ungerechtigkeiten fort, versinken die Völker in Zwietracht und Unfrieden.

Unser aller Glück muß nicht in Momenten stattfinden, sondern kann ohne weiteres ein harmonisches Miteinander bedeuten, wenn endlich begriffen wird, daß der Run auf Materie, auf Statussymbole und das Geifern nach Maßlosigkeit stets Ausbeutung bedeutet, Zerstörung folgt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

Veröffentlicht unter Gesellschaft | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Modisch ist althergebracht

https://pixabay.com/de/modische-m%C3%A4dchen-in-gl%C3%A4sern-1382947/

pixabay.com

Glatt rasiert,
Haut wie geschmiert.
Mimik versteinert,
Gang wie ein Rad, das eiert.

Mode, modern, modisch,
nein, althergebracht, wie komisch.
Wie man Schönheit modelliert,
der Herrgott hat´s für uns „intoniert“.

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Putin-Trump-Gipfel: Techtelmechtel der Supermächte

Er liebt mich, er liebt mich nicht?

Chance oder Treffen fürs Poesiealbum? In jedem Fall sollte man eine generelle Kommunikation zwischen Staatschefs begrüßen, ob dabei etwas konstruktives herauskommt, bleibt mal dahingestellt, erst recht mit einem unberechenbaren Donald Trump. Allerdings wird er wohl kaum danach Twittergewitter entsenden angesichts der Brisanz, die dies auslösen kann.

But you never know how the show works! Immerhin stieß The Donald des öfteren die Weltöffentlichkeit vor dem Kopf, gewisse Parallelen cholerischer Entgleisungen zum kürzlich sich etablierenden Sultan und Diktator der Türkei flackern schon auf, wer sich erinnern mag. Andererseits wird Putin mit gewohnt lässiger Besonnenheit jedwede unüberlegte Regung des US-Präsidenten für seine Zwecke verwerten können. Noch im Juli soll das Techtelmechtel der Supermächte stattfinden, wie der Kreml ankündigt.

Trumps Europareise bietet sich an – reale Chancen oder nur nette Statements?

Wenn Trump ohnehin Europa bereist, würde ein Treffen zwischen Putin und ihm beiden gelegen sein, unabhängig, was beim Nato-Gipfel herauskommt, insofern wäre Mitte Juli möglich, wahrscheinlich direkt nach der Fußball-WM.

Doch sollte niemand zu hohe Erwartungen an den Tag legen, weil die weltpolitische Lage dies weder zuläßt, noch die Politik der US-amerikanischen Administration dafür Gelegenheiten anbieten will. Ganz im Gegenteil, das atomare Wettrüsten setzt sich fort, die „America-First-Doktrin“ Trumps nimmt konkrete Formen an, ein Handelskrieg zwischen den USA und den Chinesen sowie Europäern hat längst begonnen. Wer hierbei reale Chancen sieht, sollte sich eher auf nette Statements einstellen.

Gerät Europa etwa ins Hintertreffen?

Weil in Wirklichkeit die beiden Supermächte längst ihre anvisierten Pläne kontinuierlich umsetzen? Das verzerrte Bild vom guten Putin vs. bösem Westen nur Ablenkung? Betrachtet man den erneut eingeschlagenen Weg zurück zur Nationalstaaterei, mögen gewisse Kräfte händereibend ihre Kriegsphantasien ausleben, wenn Europa auseinanderdividiert wieder Feindschaften gedeihen läßt. Das bewährte Spiel vergangener Jahrhunderte könnte neu entflammen, die Supermächte den „Kuchen“ sich einfach teilen, eine Mauer hat wohl nicht gereicht.

Als perfides Vorspiel läßt man mal soeben den Iran über die Klinge springen, Trump sorgt für noch mehr Spannungen im Pulverfaß Naher Osten, von Friedensabsichten keine Spur, daran ändert gleichwohl auch kein Treffen mit Kim Jong-un etwas. Zu schnellebig fordern wirtschaftspolitische Entwicklungen entsprechende Reaktionen heraus, was heute noch zählt, muß morgen bereits nicht mehr gelten. Erst recht nicht bei soviel Unberechenbarkeit eines Donald Trump. Putins weise Zurückhaltung scheint seriöser, darauf verlassen sollte sich allerdings niemand, wenn man bedenkt, daß er gern nicht zufällig Rechtsradikale unterstützt!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

Veröffentlicht unter Quergedachtes | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar