Rucksackjob

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Ob sie glotzen, zu ihm glotzen oder vor der Glotze hocken, um anderen zuzuglotzen, damit die sie nicht ihr eigenes Leben anglotzen, was soll´s. Irgendwas sehen sie immer von sich selbst. Je angewiderter sie sich dabei fühlen, desto schöner ihre persönliche Welt. Heiner war angewidert.

Theresa, ihren wirklichen Namen kannte er nicht, schritt mit schnellem wippendem Gang an ihm vorüber. Gut einstudiert ihre Mimik. Die Kleidung in passenden Farben abge-stimmt. Auf dem Weg zu ihrem Büro. Angestelltenverhältnis, befristet. Verheiratet mit Markus. Markus hat zwei Kinder in die Ehe gebracht. Für Theresa kein großes Thema. Sie waren bereits Jugendliche und kurz davor, ihren Weg zu gehen. Selbständig ist der Markus. Baufirma. Theresa bräuchte nicht arbeiten.

„Zwei Körnerbrötchen.“ „Darf es noch etwas sein?“, mit einem anbiedernden einstudierten Tonfall fragte Shania, sie absolviert ein vierwöchiges Praktikum in der Bäckereifiliale und kennt die Angewohnheiten der Kunden nicht, oder sie wurde angewiesen, mit dieser Frage ein Zaudern auszulösen, das zum Mehrkauf verführen soll. Michael verneinte kopf-schüttelnd. So früh morgens ist seine sprachliche Kompetenz noch nicht ausgeprägt. Sie stellt sich spätestens ein, wenn die ersten Kunden im Elektrofachhandel sich hilfesuchend an ihn wenden, um von ihm die Absolution zu erhalten, dieses oder jenes Gerät sei der Hammer, weil sie dies gehört, gelesen hätten, und ob er eventuell als Fachmann sozu-sagen, auf freundschaftlicher Basis, ihnen nicht das eine oder andere Unvorteilhafte, Schlechte, Mißliebige gestehen möge, man will ja schließlich alles wissen, bevor man eine Entscheidung fällt, Katze im Sack zu kaufen, ist nicht ihr Ding. Seine Verkaufsquote ist nicht begründet auf sein allzu großes Knowhow, er kann einfach mit Menschen, in null Komma nichts erweckt er ein Vertrauensverhältnis, Garantie von einem Jahr, sicher können sie jederzeit vorbeikommen, Techniker kann auch vor Ort, kann mit einem Rabatt entgegenkommen.

„Die ganze Nacht hat er gehustet.“ „Habe einen Termin um neun gekriegt, die schieben mich mit Joel dazwischen.“ Natürlich habe ich kein Auge zugetan.“ „Kissen in den Rücken, hab ich gemacht.“ „Was sind denn das für Geräusche im Hintergrund?“ „Ach so!“ „Dachte du fliegst erst nächste Woche.“ „Klingst nicht sehr glücklich, habt ihr euch wieder gestritten?“ „Wenn du meinst, daß der Urlaub euch wieder näherbringt, ich weiß nicht, Sabine.“ „Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad, Swimmingpool in Hotelanlage, Sauna. Meer nicht weit. Ich weiß, hast mir doch das Prospekt gezeigt.“ Jeanette ließ kurz den Sportkinderwagen los, indem ihr kleiner Sohn den Schlaf der letzten Nacht nachholte, griff mit der rechten Hand nach Julian, der gerade dabei war, etwas von der Straße aufzuheben und befahl, nicht noch einmal seine Hand vom Kinderwagen zu nehmen. Währenddessen redete sie weiter mit ihrer Freundin, die am Flughafen wartete, auf daß der Flieger sie und ihren Mann einem Honeymoon entgegenbrachte, der in einer Hotelanlage in Ägypten auf sie wartete.

Lackaffe, dachte Rainer, das sah ihm Heiner an, als er beim wöchentlichen Appell den Spind öffnete. „Huber, Spind öffnen!“ Dabei war es der Lackaffe selbst, der die Türe mit seinem Körper zuknallte, als er den Spind von Heiner genauer durchsuchte. Sie rätselten beide lange darüber, wer ihnen diese Pornohefte und -filme untergeschoben hatte. Vom Lackaffen hörten sie, sie würden diese den Kameraden für viel Geld verkaufen. Wer immer es war, der diesen Handel in der Kaserne betrieb, er mußte gute Kontakte zu den Oberen gehabt haben. Rainer und Heiner hatten sie gewiß nicht, sie bekamen Arrest.

Heiner legte den Skizzenblock und den Stift in seinen Rucksack. Er hatte heute noch einiges vor. Wenn er Glück hatte und gleich einen Lift kriegen würde, würde er es noch zum Kaffeetrinken bei seiner Mutter schaffen. Es sind nur dreihundert Kilometer, vielleicht findet er jemanden, der direkt über die Autobahn gegen Norden fährt. „Alles Liebe zum Muttertag, Mama.“ Und er wird sie umarmen und ihr die nächsten Tage über glotzende Menschen erzählen, sich angewidert vorkommen, in seinem Zimmer stunden-lang auf der Schreibmaschine tippen, seine Eltern weiterhin mit ihrer Verzweiflung über ihn allein lassen, wenn er wieder den Rucksack packt, um die große Glotze in Skizzen einzufangen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kurzgeschichten

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Zwischen DSDS und ESC wird’s weltweit nimmer schee

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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Man könnte meinen, der Vergleich stinke, das sollte man entschieden verneinen, es geht doch stets um Pinkepinke, die natürlich die Welt regiert, deshalb all das Schreckliche auf ihr passiert. Haste nen Poptitan in der Glotze präsentiert, eine Woche später europaweit den ESC, kaum jemand das Weltgeschehen interessiert, zur Kritik sachste einfach ade.

Ob soziale Ausbeutung oder kriegerische Aufrüstung ungebremst sich ausbreiten darf, die Menschen werden vorstrefflichst abgelenkt, Hauptsache TV und Meldungen sind entsprechend scharf, man dadurch somit nicht all der Opfer gedenkt. Das war letztlich schon immer so, doch die Möglichkeiten der Manipulation enstehen vermehrt proportional, macht manche keineswegs froh, den meisten ist’s wohl egal.

Insofern der blonde Dolle passend in die Kameras grinst, als er den Iran-Atomdeal aufhebt. Wenn du deinem Chef ähnliches gegenüber bringst, deine Kündigung dir entgegenschwebt. Auf politischem Parkett wird keineswegs lamentiert oder gar herumgefeilt, einmal beschlossen der eingeschlagene Weg, dessen Ziel herbeieilt, jene bösartige Logik offenbart sich uns ziemlich schräg. Wie gelähmte Häschen vor des Schlangen Biß, – wer kennt nicht das Bild im Dschungelbuch von der Kaa -, haben die Menschen so viel Schiß, deshalb all das Leid bisherig geschah.

Anstatt solche Despoten und Pschopathen einfach entschieden zu stoppen, unterwerfen die meisten sich ergebenst ihrem Schicksal, ist solch Gebaren kaum noch zu toppen, denn man hat natürlich stets die Wahl. Zu langes Abwarten macht gar keinen Sinn, die Geschichte hat doch stets gelehrt, hinterher zu vieles hin, es lief alles verkehrt.

Um es mal auf den Punkt zu bringen, aufzuzählen die perfide Richtung, davon könnt man des öfteren ein Lied von singen, egal ob mit oder ohne Dichtung: Wer Bedürftige ins soziale Abseits drängt, erneut Waffen sprechen läßt, dem man am besten kein Glauben schenkt. Erneut manch rechte Parole gegen wen och immer hetzt! Stets tauchen solch Gesellen mit jener simplen Masche auf, andere einfach zu erniedrigen, die Masse glotzt entsetzt zuhauf, wenn Mächte sich auf deren Kosten befriedigen.

Dabei kam oftmals entschieden beherzter Widerstand vor, der berechtigt sich Wege sucht. Und was machst du simpler Tor, der die eigenen Leute verflucht? Dich wegducken, lieber andere verraten, sie gar bespucken, auf irgendwelche Anführer warten. Mit klarem Verstand hat all das nichts zu tun, vielmehr mit einer bequemen Haltung. Anstatt sich fortwährend auszuruhen, erkenne diese perfide Spaltung, die gezielt genauso stattfinden soll. Keine Liebe darf sich entfalten, sondern verheerender Groll, damit Herrenmenschen weiterhin schalten und walten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Samstagnachmittag

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Es hat geklingelt.
Schatz, es hat geklingelt!
Die Klingel.
Da ist jemand an der Tür!
Bist du taub?
Kannst du mal nachsehen?
Jan, es klingelt.
Jan!
Hast du die Kopfhörer an?
Ich kann doch nicht.
Jan, wo steckst du?
Es klingelt an der Haustür.
Jan, Liebling. Jan!

Mist. Mist. Mist!
Ich komme gleich.
Ja, ja, ich hab´s gehört.
Oh je! Verflucht nochmal!
Ich kann nicht so schnell.
Fuck. Fuck Klingel.
Ich bin nicht schwerhörig.
Brauchst nicht nochmal klingeln!
Jan, einen Moment noch!
Hatte ganz vergessen.
Du wußtest doch, ich wollte baden!
Warum nimmst du aber auch nie
einen Schlüssel mit beim Joggen!

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Skripal-Fall: Ungereimtheiten mehr als fragwürdig

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Schmutzige Deals sowie Rätselraten um den Verbleib der Skripals

Weltnachrichten führen stets zu großer Aufregung, sorgen für entsprechende Beweggründe, erfordern analytische Hinterfragungen, wobei ein nicht zu unter-schätzendes Ausmaß etlicher Spekulationen zu viel Unsicherheit führt, erst recht bei politisch hochbrisanten Meldungen wie im Fall Skripal.

Dessen Ungereimtheiten allerdings mehr als fragwürdig gewertet werden müssen, wer sich näher mit der Sachlage auseinandersetzt, bzw. Versuche unternimmt, Klarheit zu erhalten. Die soll ganz offensichtlich vermieden werden, obendrein nimmt das Rätselraten um den Verbleib der Skripals zu, die Schweizer Morgenpost fragte unter dem Titel, ob die Skripals getötet und Leichen beseitigt wurden.

Wenn Medien ständig nachbessern

Genau dann sollten Alarmglocken schrillen, ist Skepsis unbedingt angebracht. Zurecht weist Florian Rötzer darauf hin, unkommentierte Veränderungen von Berichten erhärten den Verdacht, daß Informationen gezielt verändert werden, mitnichten seitens Russlands. Obendrein solle Russia Today suggerieren, die britische Regierung kneble die dortigen Medien.

Insofern stehen sich zwei Fronten gegenüber: die US-westliche Allianz, die in Russland den Erzfeind vermutet, der den Doppelagenten Skripal und dessen Tochter vergiftet habe, während Moskau die Briten und den MI6 beschuldigt, hinter dem Giftanschlag zu stecken. Die allzu schnelle Reaktion, die gefährlich deplatzierte Ausweisung russischer Diplomaten, kann sich als folgenschwerer Fehler erweisen. Andererseits sollte man daraus auch andere Beweggründe nicht außer acht lassen.

Die Suche nach Bestätigung inszenierter Feindbilder am Ende erfolgreich?

Daß Großbritannien ein williger Partner der USA, ist ein offenes Geheimnis. Nur wer wagt dabei, den Finger in die Wunden derer zu legen, die ganz besonders davon partizipieren? Wer es dennoch nachvollzieht, wird meist vorschnell in die Ecke der sogenannten Putin-Versteher gestellt. Selbst leise Zweifel führen zu solcher Reaktion. In anderen Worten, am besten die Klappe halten und den US-Westen gewähren lassen?

Das kann und darf es vor allem auch nicht sein! Irgendwo zwischen all den Meldungen, Spekulationen liegt die Wahrheit im Verborgenen, was hierbei tatsächlich geschehen. Opfer wie die Skripals bleiben auf der Strecke, zurück ein fader Beigeschmack, welch bösartige Machenschaften am Werke. Das alles nur, um die Mächtigen in der Weltpolitik zu hofieren oder aber inszenierte Feindbilder aufrecht zu erhalten.

„Ob ein Mensch klug ist, erkennt man an seinen Antworten. Ob ein Mensch weise ist, erkennt man an seinen Fragen.“ (Nagib Mahfuz)

Viele Antworten, die wir auf unsere Fragen erhalten, mögen Indizien sein, den richtigen Weg einzuschlagen. Daß dieser kein Ende hat, erklärt sich von selbst.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Verrauchte Zeit

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Bald wird mir keiner mehr zunicken.
Liebes, warum läßt du dich nicht blicken?
Ausgemacht war drei.
Nun ist fast fünf vorbei.
Anwohner gucken bereits scheel.
Vermuten Auskundschafter zum Stehl’n.
Gegenüber wohnt ein alter Herr.
Schaut unverhohlen zu mir her.
Im Eckladen reckten sie die Köpfe.
Unruhig ich die Straße langwetzte.
Für was gibt es denn Smartphones?
Angeklingelt bei dir, zigmal schon.
Dreiundvierzig Häuser drüben, beachtlich.
Mit Eckhaus hier, siebenundachtzig.
Gezählte Fenster, tausendvierundvierzig.
Ein paar Mal verzählt, deshalb schätz ich.
Willst du wissen, wie viele Kippen rumliegen?
Wieviel Frust als Rauch zum Himmel fliegen?
Um drei wollten wir uns treffen.
Kinder schon meinen Schritt nachäffen.
Liebe Svenja, anbei die Reste der Warterei.
Neunundsechzig Kippen, aufgelesen nach drei.
Leute vor Ort mich für einen Irren hielten.
Zum Abschied schenk ich dir die Zeitnieten.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Albträume: Signale der erkrankten Seele oder klare Hinweise?

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Hilfe zwischen Therapie, Parapsychologie und gesundem Menschenverstand

Du öffnest ganz behutsam, ohne lange zu überlegen, das kleine Päckchen, welches bereits seit drei Tagen schon unbeachtet auf dem Schuhschrank im Flur gestanden hatte, denkst noch unbedarft über den verkorksten Vormittag nach, weil du wieder einmal dein Arbeitspensum selbst mit allergrößter Sorgfalt und Disziplin nicht erlangtest, um im nächsten Moment vor Schreck komplett zu erstarren. Da steht deutlich in Groß-buchstaben: Herzlichen Glückwunsch, Sie haben soeben eine Zeitschaltuhr aktiviert, in exakt 12 Sekunden fliegt Ihnen die Bombe um die Ohren.

Wissen Sie eigentlich, wie lange eine dermaßen kurze Zeitspanne sich offenbart, wenn Ihnen bewußt wird, daß Ihr Leben in wenigen Augenblicken ein jähes Ende haben wird? Was einem alles durch den Kopf an möglichen und unmöglichen Gedanken schießt, Sie scheinbar chaotisch, den bevorstehen Tod vor Augen möglichst viel Schärfe und Sorgfalt in diese dramatische Waagschale werfen, ohne auch nur im geringsten zusammen-zubrechen? Welch ironischer Schicksalsschlag, denken Sie?

Die Realität holt dich doch zurück

Schweißgebadet schreckst du plötzlich hoch, reibst dir verwundert die Augen, um zu registrieren, das alles war lediglich ein schrecklicher Traum. Verstohlen richtest du dich auf, schaust ein bißchen irritiert in den Flur zum Schuhschrank, ob nicht doch ein wenig vom Albtraum in die Realität schwappt. Jedoch liegt da nur der Schuhkarton, den dir letzte Woche Alina vorbeigebracht hatte, während lautes Autohupen dich gänzlich zurückholt in die Gegenwart.

Möchten wir uns solche Szenen, die keineswegs nur in Büchern oder Filmen vorkommen, sondern tatsächlich im realen Leben stattfinden, viel lieber ersparen. Niemand setzt sich freiwillig bestimmten Gefahren aus, um dennoch gern an ihre Grenzen zu gehen. Was beflügelt Menschen, in solche Situationen zu gelangen, die durchaus auch ganz andere Gefahrenpotentiale in Träumen entstehen lassen? Dabei sollte man nicht gleich auf den Konsum von vielen Horrorfilmen oder bestimmter Literatur schließen, die solche Alb-träume erklären könnten. Das wäre ein wenig zu simpel, zumal in der Regel niemand seine Träume zu steuern vermag, auch kein direkter Bezug der Wirklichkeit sich automatisch dort in ihnen widerspiegelt.

Aber sie sind wohl unvermeidbar Teil eines Ganzen, was wiederum jeder für sich auf seine Weise zu verarbeiten versucht. Wichtig dabei ist der Austausch mit anderen, weil unterschiedliche Sichtweisen sich als Vorteil erweisen könnten, Probleme oder Ungereimt-heiten besser zu verstehen oder zu lösen. Selbstverständlich gehört dazu ein nötiges Vertrauen. Wer erzählt schon gern unbedarft jedem seine innersten Bilder und Erlebnisse gar aus Albträumen. Merken Sie was? Es wird ganz bewußt der Hinweis zur Therapie vermieden, denn man muß ja nicht gleich, wie das in den USA schon lange stattfindet, einen Therapeuten bemühen. Erst wenn solche Albträume und Horrorszenarien sich zu wiederholen beginnen, kann man dies Betroffenen nahelegen.

Unser innerstes Sein im schutzlosen Raum ständig gefährdet?

Die Beschäftigung mit der menschlichen Psyche verdeutlicht zugleich ein schier extrem vielschichtiges Muster an Möglichkeiten der Interpretation, der Hinterfragung, was denn wichtig sei oder eben nicht, zumal eine erkrankte Seele ohnehin einen langen Leidensweg bereits hinter sich haben muß, bevor sie nach außen sichtbar dies vielleicht zeigt. Kein Wunder, daß manchmal die Außenwelt verstört reagiert, wenn Albtraumgeplagte sich äußern, sowieso die Gesellschaft inklusive der Allopathie ein verklärtes Verhältnis zu Körper, Geist und Seele nach wie vor noch hegt, obwohl immer mehr Menschen erkennen, wie wichtig die Abwendung zu religiöser Manipulation dabei eine Rolle spielt.

Wer sich ernsthaft dem Thema nähert, muß geradezu die Parapsychologie zumindest in Erwägung ziehen, zumal etliche Phänomene sich längst nicht von der Hand weisen lassen. Das hat weder mit esoterischer Verklärung zu tun noch mit einer Arroganz angeblich mystischer Zirkel, sondern vielmehr muß man hierbei eine Bereitschaft erwarten, alle möglichen Erfahrungswerte zumindest zu Rate zu ziehen. Mit einer ungetrübten, vor-urteilsfreien Objektivität kommt man der Wirklichkeit ein entscheidendes Stück näher.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Im Garten

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Schnabeltasse
runterfallen lassen.
Malvenbusch blüht.
Eine Blüte.

Die Pest seien sie,
die Fremde nicht hassen.
Der Ton genügte.
Gottes Güte.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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