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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte
Die Woche ist heute dann wohl rum, doch zuvor treffen sich etliche zu Demos in Berlin, sei’s drum, Rechtsextremisten wird nichts verzieh’n. Wenn solche Pappnasen meinen, sie müßten lautstark ihre Parolen gröhlen, gilt’s, sie vehement zu verneinen, ihre Orte mit Bannern wie „Stoppt den Hass“ auszuhöhlen.
Was hat das AfD-Geschrei mit Politik zu tun? Indem im Bundestag menschenverachtendes Geschwätz sich ausbreiten darf? Die wollen sich auf ihren zurechtgebastelten Haß ausruhen, sind dermaßen auf Bürgerkrieg scharf. Denn nur so haben sie das Volk gespalten, brüllen von einem Wir. Daher muß man sie aufhalten wie ein tollwütiges Tier.
Tragisch genug was weltweit vor aller Augen geschieht, denkt man nur an jenen dollen Blonden übern Teich. Wer solche Zusammenhänge tatsächlich sieht, wird dadurch wenigstens an Erkenntnissen reich. Die Sorgen verbleiben völlig zu Recht, zumal ein Kim Jong-un oder ein Putin nicht gerade Vertrauen schafft. Manch einem wird dabei schlecht, man nur noch gen politische Weltbühne erstaunt gafft.
Hat Mensch noch nicht genug Unheilvolles angerichtet? Nichts aus der eigenen Geschichte gelernt? Vieles wird simpelst manch einem angedichtet, Hauptsache man fürs ein oder andere Idol wohl schwärmt. Manipulation stets Wege findet, sich auszubreiten völlig unerschrocken. Zerstörung und Haß sie bindet, inzwischen gar im Bundestag hocken. Gegendemos somit völlig angebracht, der Welt aufzeigen wollen, daß Widerstand solch Haß auslacht, möge die rechte Brut sich davontrollen.
Wenn eine stillhaltende Mitte weiterhin tatenlos schweigsam diesen rechten Mob duldet, irrtümlich meint, der verzieht sich gar obendrein unverschuldet, bei der Unwissen aufkeimt. Ein Blick in die Vergangenheit sollte sie lehren, wie schnell ein Flächenbrand entsteht. Dumpfer Haß tut sich stets bewähren, Menschlichkeit wird dann hinweggefegt.
Stell dir mal vor, am Sonntag jene rechte Mischpoke durch Berlins Straßen ziehend lärmt, manch Tor gar für sie gedankenlos schwärmt. Umso wichtiger in Gegendemos ihr Paroli zu bieten, sich auch nicht von einer Polizei provozieren zu lassen. Es sind besonders manch Politnieten, die weiterhin am Volk vorbei prassen. Das führt zu noch mehr Armut, Elend und Krieg. Wer’s kapiert, es gibt keinen Sieg. Am Ende Mensch nicht nur seine Würde verliert. Geld stets regiert die Welt, dabei nicht zählt, wer wohl wen wählt, sondern einzig und allein die Macht, die soviel bösartiges bisherig hat entfacht.
Lotar Martin Kamm
Kategorie: Satire