Seeräuber

Man weiß es nicht so genau,
zu viele halten sich für schlau,
manche wollen es besser wissen,
als man kann tatsächlich wissen.

Deshalb berichte ich ganz aufrichtig,
vielleicht ist dieser Fakt gerade wichtig.
Ob es der Seeräuber oder die Seeräuber war,
der Unterschied liegt im Plural und Singular,

die See klauen, tags oder nachts,
vielleicht früh morgens oder mittags,
ist es einer, dann ist es nicht gefährlich,
sind es mehrere, dann wird’s beschwerlich,

mit Davonjagen, Fangen, Einsperren,
dafür braucht es Tapfere, die sich wehren.
Zudem, das will ich auch noch erzählen,
weil einige vergessen, es zu erwähnen,

bis heute wird nirgends ein See vermißt,
möglich also, daß das Wort ein Hirngespinst ist.
Deshalb wird seit Jahren immer noch gestritten,
die Aufklärung hat darunter sehr gelitten.

Die Frage beschäftigt nun schon Generationen,
ohne Ergebnis, machen wir uns da keine Illusionen.
Nur ein listenreicher Dichter, so meine Antwort,
kann Menschen irritieren mit nur einem Wort.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Dritter Weltkrieg schneller Realität als vorauszusehen?

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Giftgas und seine verheerende Wirkung

Sowohl tatsächlich für Organismen als auch, um es taktisch einzusetzen. Obwohl längst keine Beweise vorliegen, tönt der US-Westen bereits in einer Weise, die ziemlich gefährliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Schon ist die Rede von einem mächtigen Donald Trump, der endlich beweisen möge, Obamas Zurückhaltung zu übertrumpfen, in dem ein zweiter militärischer Vergeltungsschlag Assad treffen solle.

Durchaus verständlich, wenn Russland die USA vor gravierenden Folgen warnt. Berücksichtigt man die Entwicklung in Syrien, kommt niemand umhin, festzustellen, daß erneut eben nicht deeskalierend gehandelt wird. Nicht nur die Supermächte haben sich in dem Land des Nahen Ostens festgebissen, vielmehr beteiligen sich immer mehr Nationen, denken wir an die Türkei und Israel. Die Rolle der UN wird zunehmend fragwürdig, zumal von einem Verhalten im Sinne des Völkerrechts schon lange keine Rede mehr sein kann.

Insofern liegen die Nerven ziemlich blank, ein möglicher dritter Weltkrieg wird wahrscheinlicher. Das Dramatische daran, die simple Gefolgschaft, die nahezu zwanghaften Verpflichtungen, wenn eine Nato mit einbezogen wird, das weltweite Kräfteverhältnis ins Wanken gerät, von friedensschaffender Stabilität kaum noch was übrig zu sein scheint, gleichzeitig ein jüngst von Trump angezettelter Handelskrieg erst recht Mißtrauen schafft.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Kurznachrichten

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Mighty Earth prangert Tropenwaldzerstörung an

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Futterimporte aus Übersee endlich stoppen

Maßlosigkeit beherrscht große Teile unserer Konsumgesellschaft, belastet die Umwelt und letztlich auch den Menschen bis hinein in sämtliche Winkel unserer Erde. Anstatt nicht nur dies als gegeben zu erkennen, zu verinnerlichen, um entsprechend den Lebenswandel zu ändern, zieht besonders die verantwortliche Politik es vor, nahezu alles beim Alten zu lassen.

Selbstverständlich sollte auch der Kreislauf der brutalen Massentierhaltung längst verinnerlicht sein, die Zusammenhänge vom exklusiven Tierfutter wie Sojabohnen, die obendrein genbelastet im großen Stil in Südamerika angebaut werden, dadurch der Regenwald weiterhin nonstop vernichtet wird. Erneut folgt eine dringende Warnung, die Umweltorganisation Mighty Earth prangert die Tropenwaldzerstörung an, ROBIN WOOD fordert somit Konsequenzen.

Jeder einzelne Verbraucher kann vieles bewirken

Wenn er denn endlich umdenkt. Insofern sind Vegetarier davon ausgeschlossen, leisten ihren Beitrag dazu, eben Massentierhaltung zu verhindern. In jenem kausalen Zusammenhang jetzt eine sofortige Umstellung der Ernährung einzufordern, wäre sicherlich äußerst hilfreich, läßt sich nur nicht umsetzen. Dennoch könnte bereits täglich weniger Fleischkonsum einiges dazu beitragen, jenen unverantwortlichen Kreislauf in Frage zu stellen, sogar am Ende zu stoppen.

Was nützen schon großartige Demos gegen Massentierhaltung wie die alljährliche „Wir haben es satt“, wenn trotzdem der gedankenlose Verbraucher seinen täglichen Wurst- und Fleischbedarf keineswegs überdenkt und Maßlosigkeit walten läßt? Schaut man sich die Preisentwicklung dazu an, sind im Verhältnis Obst und Gemüse stetig teurer geworden, während die fleischverarbeitende Industrie ständig mittels Subventionen ihre Preise niedrig halten konnte. Eine dramatische Entwicklung zu Ungunsten der Umwelt!

Cargill-Konzern im großen Still an Regenwaldzerstörung mitbeteilgt

Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache, wenn man bedenkt, daß der US-Familienkonzern Cargill Incorporated immerhin ein gutes Fünftel des US-Fleischmarktes beliefert, größter Geflügelproduzent in Thailand ist, sämtliche Eier der McDoanald’s-Fast-Food-Restaurants in den USA von Cargill-Farmen stammen, obendrein im großen Stil an der Regenwaldzerstörung in Südamerika mitbeteilgt ist.

Wer stoppt eine solch fatal, anhaltende Entwicklung? Die Politik nicht im geringsten, aber wir Verbraucher haben wesentlich mehr Macht, wenn wir sie denn endlich begreifen und danach handeln würden. Tierschutz nur eine perfide Rechtfertigung, um anschließend einfach zur Tagesordnung überzugehen?

Während Jane Fonda mal äußerte, wer gingen mit dieser Welt um, als hätten wir noch eine zweite im Kofferraum, setzt sich besonders die verantwortliche Politik darüber hinweg, genau dies zu verhindern: Hauptsache der Profit stimmt, was interessieren da schon Mensch und Natur.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

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Alter Wein in neuen Bäuchen

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Sie haben allen Wein aufgetrunken.
Diese Halunken!

Ihren Geist mit Wahrheit angefüllt,
vermeinen sie, wie Stärke sich anfühlt.

Sie bringen den Verstand ins Wanken,
behaupten, die Welt würde schwanken.

Die Menschheit dem Tode geweiht,
Toleranz Kulturen entzweit,

das Gute in Wahrheit das Übel,
zu stutzen sei der linke Flügel,

der Linksdrall in der Natur
sei zu stoppen, da bleiben wir stur.

Wir werden das Schiff schon schaukeln,
sind Meister im Vorgaukeln

von sozialer Gerechtigkeit, Frieden.
Wir können Liebe in Haß verschieben.

Torkeln, Zweifel wird ein Ende gesetzt,
Gehorsam, Disziplin wird Gesetz.

Wenn Betrunkene reinen Wein einschenken,
sie wollen deinen Verstand einschränken.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Ungarn-Wahl: Orbáns Sieg bestätigt die Einstellung der Bevölkerung

Rechtspopulismus darf sich weiterhin austoben

Im kleinen Ungarn, wo Viktor Orbán seiner vierten Amtszeit entgegenblickt, nachdem mit einer Wahlbeteiligung von 70 Prozent dessen rechtkonservative Partei, die Fidesz, gar die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit erreichen konnte. Die rechtsradikale Partei Jobbik verlor offensichtlich ein paar Stimmen zugunsten der Fidesz, bleibt allerdings zweitstärkste Kraft im Lande.

Insofern ziemlich klare Indizien, die eine ungarische Mehrheit befürwortet, bestätigt deren Einstellung, die ganz besonders von der simplen Islamophobie seitens dieses fragwürdigen Ministerpräsidenten sich manipulieren läßt. Trotz eines mobilisierten Widerstands von einer Bewegung für Obdachlose, Protesten von Frauenorganisationen sowie einer Gay-Parade, sitzt Orbáns Regierung weiterhin fest im Sattel, setzt ihren EU-kritischen Kurs fort. Obendrein wirkt sein in Szene gesetztes Feindbild gegen den US-amerikanischen Investor George Soros, dieser plane eine Massenzuwanderung hauptsächlich aus islamischen Ländern, um das christliche Erbe Ungarns zu zerstören.

Orbáns Kurs zur Demokratur erhält mehr Stimmen

Damit wird der Abbau der Menschenrechte in Ungarn vorangetrieben. Die Unabhängigkeit der Medien im Lande ist ohnehin ziemlich fragwürdig, seitdem die Nemzeti Média- és Hírközlési Hatóság (kurz: NMHH), die „Staatliche Behörde für Medien und Nachrichtenübermittlung“ am 01. Januar 2011 besteht.

Besonders deutlich zeigte sich die Fokusierung auf die Person Viktor Orbán dadurch, daß eben kein Regierungsprogramm im Wahlkampf vorgestellt worden war, alles drehte sich um die einfachen Parolen seiner Kampagne. Dessen sichtbare Nähe zu Herrschern wie Putin und Erdoğan verdeutlicht zusammen mit den europäischen rechtsradikalen Kräften, wohin die Reise gehen soll. So hält er sicherheitshalber die nationalistische Grund-stimmung im Lande, während er gleichzeitig die Vorteile der Einbindung in der EU vollmundig nutzt.

Es ist noch nicht alles Gold, was glänzt – Orbán wird Farbe bekennen müssen

Mit Blick nach Polen, Tschechien und der Slowakei schneidet Ungarn wesentich schlechter ab, stagniert Orbáns Wirtschaftswachstumspolitik viel eher, immer mehr junge, gut ausgebildete Ungarn kehren ihrem Land den Rücken, um im europäischen Ausland ihr Glück zu versuchen.

In ländlichen Regionen herrscht bereits Ärztemangel, die Lebenssituation in der Be-völkerung verschlechtert sich zunehmend, was einem Viktor Orbán egal zu sein scheint, Hauptsache er punktet mit dem installierten „ungarischen Modell“. Dabei ist dies aber von Brüssel selbst abhängig, extrem hoch belastet werden sozial Schwache mit der europaweit höchsten Mehrwertsteuer von 27 Prozent. Während gut Verdienende sich ins Fäustchen lachen bei der einheitlich eingeführten niedrigen Einkommenssteuer von derzeit gerade mal 15 Prozent, dem Ausbleiben progressiver Steuertarife, nützt es den Ärmeren im Lande nichts. Wird dieser Ministerpräsident tatsächlich Farbe bekennen und Betroffenen helfen? Wohl eher nicht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Rückenprobleme trotz Fortschritt

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Vorprogrammiert ohne Muskelaufbau und aus-reichende Bewegung

Bereits am frühen morgen mit den ersten Sonnenstrahlen begaben sie sich auf die Felder, um diese zu bestellen. Das hieß, Furchen ziehen mit dem Pfluge, eggen, säen und später Unkräuter jäten, immer wieder hacken, düngen und am Schluß ernten. Was die Bauern vollbrachten, all jene in ebenso mühevoller Arbeit tagtäglich in den Hallen und Lagern schuften mußten für ein wenig Geld, um zu überleben. Wer kennt sie nicht, die Bilder von altgebeugten Menschen in völliger Fehlhaltung, weil meist mit sichtbaren Rückenproblemen belastet, ein Übrigbleibsel einer geknechteten Gesellschaft.

Allerdings sollte man sich keiner Illusion hingeben, es sei heutzutage besser geworden, weil der Fortschritt manch pfiffige Idee entwickelt zur Entlastung des gepeinigten Menschen, der weiterhin der Mühsal ausgesetzt von klein auf bis ins hohe Alter. Was nutzen alle Hilfsmittel und maschinell dienliche Kräfte, um dem menschlichen Körper die Arbeiten zu erleichtern, wenn eben kein stabiler Muskelaufbau förderlich wahrgenommen, obendrein täglich ausreichende Bewegung als unnötige Anstrengung verpönt verkümmert?

Was im Kindesalter verpaßt, belastet die Gesundheit der Erwachsenen

Schon mal einen Schulranzen angehoben, liebe Leser? Mit Sicherheit die Eltern, die noch mit wachsamen Augen das Leben kritisch reflektieren. Aber die große Masse an überforderten Menschen, die ohnehin einer profitgeilen Wirtschaft beruflich hinterherhinken, passen sich infolgedessen an, es ihr ja recht zu machen.

Das beginnt bereits bei den Erstklässerlern, wenn wohlbetuchten Eltern extra gute Schulranzen empfohlen werden. Was unter 140 € erst gar als qualitativ schlecht und unsicher gilt, offenbart in der Praxis meist die 200 €-Variante oder gar mehr. Was nutzen empfohlene Gewichtsrichtlinien, wenn bereits in den meisten Grundschulen das zu tragende Gesamtgewicht dem jungen Rücken zu sehr schadet? Doch wer das Pferd verkehrt rum aufzäumt, Kinder im jungen Alter hohe Gewichte zumutet, darf sich nicht wundern, wenn die Gesundheit der Erwachsenen bereits vorbelastet!

Immer öfters raten nicht zufällig Physiotherapeuten sowie alarmierte Kinderärzte vor zu wenig Bewegung bei vielen Kindern und Jugendlichen. Achten Sie mal darauf, wie leergefegt Dörfer, kleine Städte und auch Randbezirke der Städte wirken. Gehörte es früher noch zum gewohnten Bild aktiv sichtbarer Kinderscharen, möchte man sie heute akribisch suchen. Die Welt der Fernsehgeräte, Playstations und PCs hat sie längst in den Bann gezogen, man lümmelt sich mehr recht als schlecht, was zu frühen Haltungsschäden führt mit entsprechend dramatischen Folgen von Verspannungen bis hin zu komplexen Krankheitsbildern. Eine wohlwollende Geldquelle für vorschnelle Diagnosen bestimmter Ärzteschaft, die sich gern einfindet?

Rote Karte an die Pharmariesen und Weißkittel – einfache Prophylaxe die Lösung

Ärzte sind auch nur Menschen, und wer sich auf die Profitgier nimmersatter Pharmariesen einläßt, darf sich nicht wundern, abfällig meist zu Recht als Weißkittel von kritischen Patienten tituliert zu werden. Während viel zu oft nach vorschneller Diagnose bei vermutlichen Bandscheibenvorfällen zum Skalpell gegriffen, entsprechende Operationen vorgenommen werden, hierzulande immerhin rund 65.000 jährlich, wären prophy-laktische Lösungen nicht nur erheblich wirtschaftlicher, sondern ersparen den zukünftig Betroffenen einen schmerzhaft langen Leidensweg.

Was spricht dagegen, bereits Kindern vom Kindergartenalter an eine Rückenmassage mindestens einmal wöchentlich zu gönnen, selbstverständlich ausgeführt von staatlich geprüften Masseuren oder geschulten Physiotherapeuten, doch zumindest zu Beginn der Schulzeit dies zu fördern? Gar nichts, sondern unbedingt eine ziemlich wirkungsvolle Maßnahme darstellt, die aber nur dann sich sinnvoll ergänzt, wenn gleichzeitig auf genug richtige Bewegung und ausgleichende Körperhaltung geachtet wird. Dies könnte in Kindergärten und Schulen kostenlos angeboten werden, zumal solch prophylaktische Angebote bei weitem teure Medikamente und anhängige OPs verhindern helfen und vor allem um ein Vielfaches kostengünstiger sich auswirken für unser Gesundheitssystem.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesundheit

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Jedem Tierchen sein Pläsierchen

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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Die Luft ist raus – kennt man doch, oder? Jenes resigniertes Aufbäumen, nachdem verstärkt nahezu alles versucht wurde, um mit Biegen und Brechen wenigstens einen klitzekleinen Hoffnungsschimmer am Horizont erahnen zu dürfen. Aber nach etlichen Versuchen möge mit dem Zusammenbruch das Desaster des Aufgebens vorherrschen, selbst ein Restfunken Optimismus entschwinden.

Klingt ein wenig zu pathetisch? Vielleicht. Andererseits, schauen wir doch mal etwas genauer hin, was da in letzter Zeit uns eigentlich aufhorchen lassen sollte, welche Fehlentwicklung zu solch einer Einschätzung führt. Die Welt schien ein Stückweit in Ordnung während der Balance des Kalten Krieges. Mit dem Fall der Mauer kamen die eigentlichen Mauern in den Köpfen derjenigen zum Vorschein, die im Stillen schon immer Intoleranz am Liebsten ausgelebt hätten, frei nach der Facon, weg mit dem „Kanakenpack“.

Es sieht sehr danach aus, ansonsten kann man sich kaum jene 13 Prozent erklären, die exakt diesem rechtsradikalen Weg blind folgen! Obendrein erhalten solch nationalistische Gedanken einen ekelhaften Rückhalt mit Blick gen USA, Ungarn, Österreich, Russland und tendenziell in manch anderen Staaten. Nichts aus der Geschichte des letzten Jahrhunderts gelernt, geschweige denn sie tatsächlich umgesetzt? Im Gegenteil, sie wird fahrlässig nahezu wiederholt.

Richtig, es schwingt ein Funken Hoffnung zumindest beim Schreiber jener Zeilen hier, daß der große Rest hierzulande sich nicht beirren läßt. Doch manche „zündeln“ bereits innerhalb der CDU, um auf Stimmenfang zu gehen, indem ein Zurück von Frau am Heim und Herd folgen möge. Was jene Neuen Rechten können, die Union erst recht. Na, wenn da mal der Schuß nicht nach hinten losgeht! Es sei denn, Frau will ihren Kampf der letzten Jahrzehnte willenlos über Bord schmeißen und mir nichts dir nicht hinnehmen. Tatsächlich?

Jedoch sollte es nicht simpelst lauten, jedem Tierchen sein Pläsierchen. Das funktioniert schlichtweg nicht, weil zu viele Widerstände im Raum sind, die sich letztlich entfalten wollen. Am Ende per Gewalt, die ohnehin schon längst Wege aufzeigt, die erschreckende Formen annehmen, denken wir an Terroranschläge, bis hin zu den gestrigen, Fahrzeuge als Waffen eingesetzt wurden, um Menschen zu töten. Jede Gesellschaft offenbart das Spiegelbild ihrer ungelösten Probleme im Kleinen wie im Großen. Letzteres geschieht noch nicht vor Ort, in Europa, aber in anderen Krisen und kriegerischen Konflikten, während Politik sich selbst ihrer Verantwortung zunehmend entzieht.

Sie hat die Verpflichtung, soziale Not erst gar nicht zuzulassen, wenigstens alles zu tun, um sie schnellstmöglich zu beenden. Das trifft nicht zu mit Blick hinsichtlich der Wohnungsnot, die negtive Steigerung von Hartz-IV in ein neues Gedankenmodell, welches erst recht Ausbeutung vorantreibt per Ausbau des Niedriglohns. Um es mal auf den Punkt zu bringen: moderner Sklavenhandel! Wer sich weigert, darf dann früher verenden, frei nach dem Satz des SPD-Mannes Franz Müntefering: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Widerlich!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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