Imperialismus vor lauter Verdruss

Geistesgestörtes Handeln
zieht Krieg nach sich,
sinnloses Töten,
ohne Sinn und Verstand,
Flucht außer Rand und Band.

Beleidigt wie ein Kind
befiehlt Putin Rachegedanken,
grenzenloser Haß auf dem Weg,
Propaganda ohne Wahrheitsgehalt,
Hauptsache er die Lichtgestalt.

Kein Ende in Sicht,
die Welt verharrt ratlos,
Frieden mehr als fraglich,
Eskalationen nicht auszuschließen
in erneutem Blutvergießen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Klimaschützer im Fadenkreuz offener Kritik

Ausgerechnet politische Versager polarisieren

Die Zeit rennt uns davon, das weiß ganz besonders die letzte Generation, deren Widerstände einerseits durchaus verständlich sind, andererseits manche ihrer Mittel oftmals grenzwertig Kopfschütteln verursachen. Allerdings sollte die verantwortliche Politik nicht mit Dreck werfen, denn wer im Glashaus sitzt und Steine schmeißt, zieht unbedingt den Kürzeren.

Beim Streit um Klimaschützer haben ziemlich offensichtlich gewisse Politiker jedes Maß verloren, wie Nicole Diekmann kürzlich bei T-Online anschaulich zum Besten gab. Dort ist die Rede von einer Spitzenpolitik, bei der seit einigen Monaten ein bestürzender Überbietungswettbewerb zu beobachten ist, wie sie bemerkt.

Vier konservative Parteien können sich offensichtlich nicht zurückhalten

Allen voran, wen wundert’s, die CSU, wobei Alexander Dobrindt des Öfteren vor der Entstehung einer „Klima-RAF“ warnt, während ausgerechnet die CDU-Politikerin Julia Glöckner ihren Nazi-Vergleich angemessen findet. Man möge sich daran erinnern, wie die ehemalige Ernährungs- und Landwirtschaftministerin frechweg Konzerne hofierte, denen Klimaschutz nicht interessierte!

Aber auch der FDP-Politiker Frank Müller-Rosentritt betitelte die Klimaschützer als „Abschaum“, während Michael Roth von der SPD sich hinreißen ließ mit seiner Behauptung, „sie scheißen auf die Grundrechte, zerstören Kunst ähnlich wie die Taliban“. Dabei erinnert Nicole Diekmann zu Recht daran, daß doch gerade die Politik vom Bundesverfassungsgericht gerügt wurde, das Klimagesetz der ehemaligen Großen Koalition sei in Teilen verfassungswidrig.

Diese Entwicklung hat gerade erst begonnen

Vor gut einem Jahr startete der Aufstand der letzten Generation durch mit ihren Protesten, auch wenn manches fragwürdig ist. Die Wut muß und sollte die Gesellschaft aushalten und nachvollziehen, die Zeit des Verharrens läuft ohnehin ab, denn Halbherzigkeit rächt sich beim Klimawandel, wie jeder halbwegs Gescheite längst wissen sollte.

Das Fazit von Diekmanns Kolumne kommt zu einem plausiblen Schluß. In der Tat, das Internet vergißt nichts, das gilt sowieso für eine Menschheit mit entsprechendem Geschichtsbewußtsein. Uns verbleibt keine Zeit mehr zu lamentieren, sondern die Politik muß jetzt Taten folgen  lassen ohne Wenn und Aber. Verpaßt sie das, geht es besonders der Menschheit an den Kragen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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China offenbart sein wahres Gesicht

Autokratie vs. Demokratie

Wer die historisch-politischen Zusammenhänge akribisch analysiert, kann nur zu dem Ergebnis gelangen, daß die VR China ihren autokratisch-herrschaftlichen Anspruch mit aller Härte verfolgt und somit auch nicht davor zurückschreckt, die Weltordnung in Frage zu stellen. China droht, wie T-Online in seinem Artikel feststellt.

Dabei hat die weltweit zweitgrößte Supermacht inzwischen etliche Verbündete an ihrer Seite, erhofft sich dadurch gewisse Vorteile. Bereits im Herbst 2019 verdeutlichte dieser Artikel, daß China zwischen Kontrollverlust und Weltherrschaftsphantasie sich einpendelt. Mit der jüngsten Drohung gen USA und Europa bestätigen sich die Beobachtungen.

Wenn eine neue Supermacht an die Spitze drängt

Hat die Welt das Nachsehen bis hin zu möglichen Kriegsszenarien, die niemand ernsthaft erleben möchte. Einerseits will China den USA den Run ablaufen, andererseits beteuert die VR, sie werde unterdrückt, wie Staatschef Xi behauptet. Dabei offenbart das Reich der Mitte überdeutlich, wie eine Unterdrückung im eigenen Land stattfindet. Die Bevölkerung hat sich dem Staatsapparat zu fügen, Minderheiten werden gegängelt oder gar gezielt unterdrückt.

Gleichzeitig spielt sich China auf, was besonders beim Positionspapier zu Friedensverhandlungen deutlich wird. Keine Rede von einem Angriffskrieg Russlands, sondern Putins Handlung wird als Krise betitelt. Verharmlosung par excellence bei gleichzeitiger Behauptung, die „legitimen Sicherheitsinteressen aller Parteien seien zu respektieren“. In anderen Worten eine Zustimmung dessen, Putins Krieg sei berechtigt.

Während Qin Gang von einem „Foulspiel“ fabuliert, welches die USA zusammen mit ihren verbündeten anstreben, verdeutlicht explizit sein Land, welche Absichten es verfolgt: mit aller Macht die Weltherrschaft an sich zu reißen.

Was obsiegt, die Vernunft oder eine dramatische Kapitulation?

Lieber mit einer Supermacht kooperieren, die zumindest demokratische Gepflogenheiten lebt, anstatt mit Autokratien eine Supermacht wie China zu begünstigen. Letzteres will sich jeder freiheitsliebende Mensch besser nicht vorstellen!

Wohin ein solches Dasein führt, können wir in der VR China selbst beobachten. Das kann und darf nicht Sinn und Zweck irdischen Lebens werden, weil nur ein freier Geist sich entsprechend entfalten und entwickeln kann.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Lukaschenko lässt Alex Bjaljazki für zehn Jahre wegsperren

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Wikimedia Commons CC BY 4.0

Despoten dulden keine Widerrede

Im letzten Jahr haben Alex Bjaljazki zusammen mit der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial und der ukrainischen Organisation Center for Civil Liberties in Abwesenheit den Friedensnobelpreis erhalten. Drei Jahre nach den Protesten wurde der belarussische Friedensnobelpreiträger zu zehn Jahren Haft verurteilt, wie der Spiegel berichtet. Es versteht sich von selbst, daß die Anschuldigungen fingiert sind, um Alex Bjaljazki zum Schweigen zu bringen.

Anstatt sich selbst zu hinterfragen, zieht es Alexander Lukaschenko vor, den Westen zu beschuldigen, dieser hätte die Proteste in Weißrussland mit initiiert. Dieselben Vorwürfe wie Putin ebenso den US-Westen beschuldigt, um Verbrechen im eigenen Land und außerhalb mittels dieses Angriffskrieges gen Ukraine zu rechtfertigen. Despoten erschaffen sich ihre eigene Wahrheit durch Fakenews und gezielter Propaganda.

Offensichtlicher kann eine Diktatur sich kaum outen

Lukaschenko hat es natürlich zu weit getrieben, darf sich dabei im Schlepptau von Putin in Sicherheit wiegen. Weißrussland weiterhin Europas Diktatur, so die Einschätzung, die wir im Sommer 2020 verlautbaren ließen. Mit dem Einmarsch russischer Soldaten in die Ukraine hat sich Belarus keinesfalls distanziert, sondern gewährt Putin Schützenhilfe wo immer möglich.

Während Swjatlana Zichanouskaja noch weiterhin in der litauischen Hauptstadt Vilnius ausharrt, begann jetzt am 17. Januar in Minsk in ihrer Abwesenheit der Prozeß gegen sie, in dem ihr unter anderem „Hochverrat“ und „Verschwörung zum Sturz der Regierung“ vorgeworfen wird. Natürlich entspricht dies als an den Haaren herbeigezogene, erfundene Behauptung, ein persönlicher Rachefeldzug Lukaschenkos, der bis heute nicht überwinden konnte, unbeliebt im Volk zu sein.

Die Wahrheit obsiegt am Ende immer

Ob das solchen Despoten recht ist oder nicht, sie werden sich dem Gewissen der Menschheit stellen müssen, selbst über ihren Tod hinaus. Auch wenn sie keinerlei Einsicht hegen oder gar ihr Handeln hinterfragen. Boshaftigkeit kennt ganz offensichtlich weder Moral noch Ethos, sondern erschafft sich ihre eigene Wahrheit, die mit der Realität nichts gemein hat.

Mögen Despoten möglichst schnell die politische Weltbühne verlassen, bevor noch mehr Unheil angerichtet werden kann. Mutter Erde und ihre Geschöpfe haben schon genug Probleme zu bewältigen, denken wir an den Klimawandel, an den Natur- und Umweltschutz.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Auf dem Weg zur Ruine

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Ich schau sie mir an, die Wand,
grau, Moos in den Ritzen,
Sonnenstrahlen reflektierend,
rötlich schimmernde Konturen,
Gesichter, die verschwimmen.

Verwandelbare Augenblicke,
eine Fahrt im Bus der Zeit,
ohne Winken oder Grüßen,
kein Kennen in der Ewigkeit,
erschaffene Mimik in Stein.

Wortlos erinnern sie mich,
ich sehe eine Wand, eine Mauer,
auf ihr mimen rötliche Schatten
Konturen von Gesichtern,
performen eine Kulissenwelt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Ein folgenreicher Startschuss geht nach hinten los

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Wagenknechts und Schwarzers neue Friedens-bewegung ein Flop

Weltweit gibt es Krisen, Konflikte und Kriege. Seit über einem Jahr tobt in Europa der Angriffskrieg Russlands, welchen Putin zu verantworten hat. Das vermeiden Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer auszusprechen, sondern kontern viel eher, „Sie haben Angst vor uns“: Wagenknecht sieht Demo in Berlin als „Startschuss“ für neue Friedensbewegung. Weit gefehlt, denn von den angeblich 50.000 Demonstrierenden waren es viel eher knapp ein Fünftel, die Polizei spricht von 13.000. Robert Habecks Äußerung von einer „Irreführung der Bevölkerung“ seitens jener Initiatorinnen trifft in Gänze zu, wer sich die Argumente vergegenwärtigt.

Daß die Linke sich zerlegt, war schon im Herbst letzten Jahres überdeutlich spürbar, zumal Sahra Wagenknecht immer wieder stoisch daran festhielt, wir sollten doch mit Putin verhandeln. Der diplomatische Weg funktioniert schlichtweg nicht, wenn diesem ein Diktatfrieden folgt, was gleichwohl bei der Friedensdemo schlichtweg ignoriert wird. Bekanntermaßen fordert Wladimir Putin die Unterwerfung der Ukraine, blendet den demokratischen Prozeß aus mit dessen Behauptung, Nazis würden dort regieren.

„Die Ukraine darf kein russisches Protektorat werden.“

So die Forderung der beiden, die tatsächlich Wladimir Putins Vorhaben schlichtweg übersehen und blauäugig an dieser Friedensbewegung festhalten, während parallel Russland die Ukraine bombadiert, Frauen vergewaltigt, Kinder verschleppt und neue Waffen aus China fordert. Von einer Verhandlungsbereitschaft seitens der russischen Machthaber kann keine Rede sein.

Wenn Wagenknecht Annalena Baerbock als „Elefant im Porzellanladen nennt, die über das internationale Parkett trampelt“, dann verkennt sie die beherzten Bemühngen unserer Außenministerin und stimmt ein in die trögen Rufe „Baerbock muß weg oder raus“. 141 Staaten haben bei der UN-Resolution den russischen Angriffskrieg verurteilt, eine deutliche Ansage, die somit Baerbocks Anliegen bestätigen.

Kriege werden am Ende am Verhandlungstisch beendet

Manchmal müssen aber Waffen sprechen, so wie das auch die Alliierten mittels ihres beherzten Vorgehens erreichten, somit Nazi-Deutschland besiegten. Der Despot Wladimir Putin fordert die freie Welt heraus mit seinem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine, die sich selbstverständlich verteidigt, auch mit Waffen-Unterstützung Europas und den USA. Blieb diese Hilfe aus, würde Russland sich die Ukraine als Protektorat einverleiben. Diese neue Friedensbewegung muß daher mit Fug und Recht nicht nur als Flop gewertet werden, darüber hinaus füttert sie Rechtsradikale und die Querfront!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Chaos statt Frieden

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Verhandeln
um jeden Preis
Verwandeln
ohne Scheiß
Verschandeln
kann Politik
Anbandeln
im Netz ein Tick

Zusagen
nichts wert
Unbehagen
wenn man aussschert
Viele Fragen
stehen im Raum
Manch Beklagen
sieht man kaum

Sicherheit
ein dramatisches Wort
Gemeinsamkeit
verliert sich hinfort
Ewigkeit
hat keinen Bestand
Kriegsbereit
außer Rand und Band

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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