
https://www.flickr.com/photos/txmx-2/40414894840/sizes/z/ (CC BY-NC-ND 2.0)
Die Zeit läuft uns längst davon
Die UN-Klimakonferenz in Scharm asch-Schaich 2022 – international COP 27 – läuft letztendlich schon bereits vor ihrem eigentlichen Beginn aus dem Ruder, zu viele Kritikpunkte summerieren sich, nicht nur weil auch Greta Thunberg ihr Fernbleiben verkündet hatte, sondern gleichwohl weil die deutschen Klima-Bemühungen laut Experten unzureichend sind. Diese Bilanz hätte Baerbocks Staatssekretärin früher kritisiert, wie T-Online in ihrem Artikel bemerkte.
Wer dermaßen fadenscheinig Kompromisse zu Lasten des Klimas zuläßt wie ausgerechnet unsere Bundesregierung, darf sich nicht wundern, wenn ihre Glaubwürdigkeit auf dem Prüftstand steht, und zwar nicht nur seitens einer Klimaprotestbewegung, sondern auch von kritischen Zeitzeugen, die längst jenes politische Spektakel durchschauen.
Wenn Lippenbekenntnisse einfach verpuffen – gewisse Attacken alles andere als gut
Muß sich die verantwortliche Politik sofort stellen. Verpaßt sie dies, rächt sich deren Halbherzigkeit. Die Menschheit hat keine Zeit mehr für jene korrupten Spielchen, auch wenn das eine Union oder die weltweite Allianz rechtsradikaler Kräfte gutheißen würden. Mit Augen zu und durch ist niemand geholfen, zumal die Politik in den zurückliegenden 50 Jahren ohnehin per Ignoranz glänzte!
Wenn Klimaaktivisten ein wertvolles Gemälde mit Kartoffelbrei bewerfen, mag die Bewegung der Letzten Generation dies als legitim werten, doch Kunstwerke schädigen, dies kann nicht wirklich Sinn machen, bedeutet viel eher, die Verkehrten zu treffen, die Künstler selbst und deren Publikum. Während die Verursacher des Klimadesasters sich ins Fäustchen lachen, siehe auch Trump & Co. Nachvollziehbar, wenn sich nunmehr Museen im Südwesten auf Angriffe vorbereiten.
Was reitet da Herrn Scholz?
Tragisch genug die Angelegenheit von Katar mit Blick gen Fußball-WM und dem Gasdeal, weil russisches Gas durch den Putin-Angriff gen Ukraine ausbleibt. Aber wieso muß Bundeskanzler Olaf Scholz Investitionen für neue Gasbohrungen vor der Küste Westafrikas zustimmen, obwohl wir alle doch eigentlich wegkommen wollen von der weltweiten fossilen Energie? Lukrative Deals mit der Wirtschaft, egal welche Konsequenzen dies hat? Nein, Herr Scholz, das geht gar nicht, wie auch zu Recht die Greenpeace-Vertreterin Lisa Göldner betont.
Insofern wird es allerhöchste Zeit, die erklärten Klimaziele ernsthaft anzugehen, unabhängig davon, ob auch die deutsche Politik an Glaubwürdigkeit verliert oder nicht. Es ist nicht kurz vor zwölf, sondern das Zeitfenster der Menschheit geht gen Null. Umso wichtiger mit Nachdruck die Politik in die Pflicht zu nehmen.
Lotar Martin Kamm





