Landtagswahl Niedersachsen entscheidet sich für Rot-Grün

Das Wahljahr offenbart differenzierte Ergebnisse

Erwartungsgemäß konnte der amtierende Ministerpräsident Stephan Weil dessen SPD die meisten Stimmen zulotsen, während die CDU mit Bernd Althusmann einen recht hohen Stimmenverlust hinnehmen muß. Besonders die Liberalen haben ihr Ziel verfehlt, wo es doch nicht zur Fünf-Prozent-Marke gereicht hat. Den Nazis als Nutznießer der bundesweiten Krise gönnen die Wähler zu viele Stimmen, die Linken bleiben weiterhin dem Landtag fern.

Mit Blick zu den Wahlprognosen zu Beginn des Jahres 2022 darf sehr wohl im Nachhinein von einer Richtungsentscheidung für Deutschland die Rede sein. Im März zur ersten Landtagswahl holten sich die Sozialdemokraten das Saarland zurück, büßte die CDU gleich knapp dreizehn Prozent ihrer Stimmen ein. In Schleswig-Holstein erlebten wir umgekehrte Verhältnisse bei einer SPD als Wahlverlierer, was eine Fortsetzung der Jamaika-Koalition bedeutet. Größte Enttäuschung stellt die NRW-Wahl dar. Die SPD konnte keinesfalls überzeugen, wie im Ländle regiert dort nunmehr Schwarz-Grün, weil die Grünen ihr Wahlergebnis fast verdreifachten.

Zwei ziemlich unterschiedliche Wahlsieger

Zum einen am deutlichsten die Grünen, zum anderen die Nazis in Niedersachsen. Letztere sollten uns mit einem Stimmengewinn von 4,7% nicht wundern. Mit Blick gen Osten Deutschlands scheinen die Wähler sich weiterhin spalten und somit ködern zu lassen, anstatt in solchen Krisenzeiten demokratischen Parteien die Stange zu halten. Nazis haben in Parlamenten nichts verloren. Basta!

Die Grünen sind die eindeutigen Sieger, haben einen Stimmenzuwachs von 5,8%, erreichen somit 14,5%. Was für ein Vertrauensbonus, der eine klare Wählerbotschaft vermittelt, nämlich zusammen mit Stephan Weils Sozialdemokraten ein rot-grünes Koalitionsbündnis Niedersachsen zu gönnen. Wir dürfen davon ausgehen, daß dies die beiden Parteien genauso werten.

Die SPD verlor zwar 3,5% ihrer Stimmen, bleibt aber mit 33,4% am Stärksten im Landtag vertreten, während der große Wahlverlierer, die CDU, mit einem Verlust von 5,5% gerade mal 28,1% der Stimmen erhält. Die FDP verliert gar 2,8%, was ihr Aus bedeutet mit nur noch 4,7%. Auch die Linken versagen mit einem Minus von 1,9%, was im Ergebnis 2,7% bedeutet. Bezeichnend die niedrige Wahlbeteiligung von 60,3%.

Der amtierende Ministerpräsident hat somit eine solide Mehrheit im niedersächsischen Landtag Hannover, immerhin 13 Sitze mehr als das Minimum von 68 Sitzen einer absoluten Mehrheit zur Regierungsbildung. Das läßt auch hinsichtlich zum Bundesrat hoffen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Proteste im Iran halten an

Jedes Regime hat sich am Ende dem wütenden Volk zu beugen

Zumal jede Hochkultur an der sozialen Komponente scheiterte, d.h. wenn das Leid im Volk groß genug, gibt es letztlich Revolten, die zum Sturz der Regierenden führten. Die Geschichtsbücher sind mit dieser Erkenntnis gefüllt. Allerdings scheinen dies Herrschaftssysteme bis heute nicht verinnerlicht zu haben. Das gilt insofern gleichwohl für die Islamische Republik Iran.

Iran – ein Land im Umbruch, lautete noch im September die gezielte Frage von ladidadidadida. Dieser hält bis heute an, weil die Bevölkerung nicht im Geringsten einsieht, sich von diesem Regime weiterhin bevormunden zu lassen. Inzwischen schließen sich offenbar Polizisten Demonstranten an, wie T-Online heute berichtet. Ein Novum und somit ein deutlicher Hinweis, wohin diese Proteste führen mögen.

Jede Gewalt führt schließlich zur Gegengewalt

Die Menschen sind es leid, akzeptieren zu Recht nicht mehr die Herrschaft jener Ajatollahs, wenn sie überhaupt jemals an sie real geglaubt haben sollen. Was vor über 40 Jahren begann, kann somit ziemlich schnell und imposant zu einem jähen Ende führen. Ein Flächenbrand, womit die iranischen Machthaber wohl eher nicht gerechnet haben.

Obendrein gibt es ohnehin weltweiten Widerstand, Baerbock kündigt neue Sanktionen gegen Iran an, Außenministerin Baerbock sichert der iranischen Bevölkerung nicht nachlassende Solidarität zu. Die Regierung in Teheran verurteilte sie scharf, wie der Spiegel berichtet. Während das Einfrieren vom Vermögen bestimmter iranischer Personen ein moderates Mittel darstellt, geraten die Atomverhandlungen zwischen dem Westen und der iranischen Regierung ins Stocken. Kein guter Weg auch im Kontext zur russischen Ukraine-Invasion und China.

Iranischer Sänger Scherwin Hadschipur inzwischen wieder auf freiem Fuß

Victoria Bräuner vom Business Insider geht der Frage nach, ob bei den Protesten im Iran die Frauen das Mullah-Regime stürzen. Zumindest nicht ausschließlch, so ihr Fazit. Es seien auch nicht liberale Männer mit von der Protest-Partie, die sich für die Rechte ihrer Schwestern und Töchter einsetzen wollen laut dem Iran-Experten Cornelius Adebahr.

Obwohl der iranische Sänger Scherwin Hadschipur mit dessen Protestsong „Für“ über 40 Millionen Klicks auf Instagram erhalten hatte, wurde am letzten Donnerstag das Video entfernt, er selbst im Norden des Landes verhaftet, inzwischen per Kaution wieder auf freiem Fuß gesetzt.

در نومیدی بسی امید است// پایان شب سیه سفید است

Jede dunkle Nacht hat ein helles Ende.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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Korrektur vonnöten

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Bild von Daniel Kirsch auf Pixabay

Abhängigkeit per Technik
vorhanden.
Welch perfider Trick,
kein sicheres Landen.

Lösungen eigentlich präsent,
doch in Vergessenheit.
Fortschritt greift sehr latent,
alles andere als gescheit.

Der Staat läßt sich erpressen,
keine Meldung darüber.
Hat Politik längst vergessen,
sie wäre eigentlich klüger.

KI klopft bereits an die Tür,
gefährlich nah und gar nicht fern.
Was kann Mensch bloß dafür,
daß er folgt stets solch Herr’n?

Möge jene Zeit ein Ende nehmen,
bevor es gibt kein Zurück.
Wir brauchen uns nicht zu schämen,
wenn wir träumen vom realen Glück.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Alarmglocken

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Bild von Gerhard Bögner auf Pixabay

Lobpreiset den Herrn
dann passiert euch nichts
Glockengeläut
gegen das Licht

Marschiert in Reih und Glied
kämpft für meinen Willen
Glocken läuten
den Herrscher zu verteidigen

Kniet nieder zu Ehren
eures Beschützers
Glockengeläut
so stand es geschrieben

Bomben fallen
aus heiterem Himmel
Glocken läuten
um Frieden zu erzwingen

Lobpreiset den Herrn
marschiert für euren Herrscher
Glocken schlagen Alarm
Zeit über Freiheit zu wachen

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Moralischer Tand

Faschisten überdecken das Land
mit moralischem Tand,
bestickt mit Gesetzen des Schweigens,
eigens
erdacht, Freiheit zu unterdrücken,
ihren Herrscherthron nicht zu verrücken.

Mit Gewalt schnüren sie die Tücher,
behandeln Andersdenkende wie Viecher,
unbändige Wut zieht die Tücher immer enger.
Deshalb ihre Angstphantasien werden strenger,
das Leid, das sie durch ihre Furcht erfahren,
wird gemildert durch Menschen auf Leichenbahren.

In und unter Tüchern sind ihnen Menschen lieber.
Diktatoren betören sich nur am eigenen Kaliber,
ihre Wesensart, blind, taub, gefühllos,
im Denken kompromißlos.
Mit Tüchern verstopfen sie ihren Verstand,
als Beweis, ich bin wie ihr, ein trickreicher Vorwand.

Gern Faschisten Geborgenheit versprechen,
in dem sie Sorgen unter Tüchern zusammenrechen.
Ihre Art jedwede Meinungsfreiheit zu entsorgen,
nur noch ihre Befehle darf man borgen,
um rücksichtslos Schandtaten zu überdecken,
in trockenen Tüchern keine Träne kann sich verstecken.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Kims Zündelei ganz schnell vorbei

Auch wenn er denkt, es sei einerlei

Während die Atommacht Russland der Ukraine und somit Europa, dem Westen droht, meint Kim Jong-un, er könne mal mit seinen Atomwaffen die Japaner provozieren, um den USA auf die Pelle zu rücken. Alles andere als ein Entzücken. Jetzt heißt es, Stühle rücken, bevor das Kind in den Brunnen gefallen. Nein, es werden keine Sektkorken knallen, niemand vor Freude besoffen lallen, der Ami würde klein beigeben. So ist das eben!

Denn wer die größte Waffenlobby der Welt bedroht, dem begegnet ganz schnell der eigene Tod. Das sollte sich der Herr aus Norkorea hinter die Löffel schreiben, Schluß mit jenem lächerlichen Übertreiben. Zu lang schon ließ ihn der Westen gewähren, gar ein Humpty-Trumpty von dessen Entgleisungen ihn zehren. Bevor noch mehr Leid geschieht, stoppt der US-Westen jenen Shit.

Und wie werden wohl Russland oder gar China reagieren, falls der Ami berechtigt am Geduld verlieren? Einerlei. Eins, zwei, drei, schon vorbei. Mit wenig Kriegsgerät das desolate Nordkorea zwischen die Fronten gerät. Wer allzu laut herumtönt, am Ende seinen Feind verhöhnt, dem gönnt man kein Erbarmen. Leid aber tun uns die Menschen vor Ort, niemand bringt sie rechtzeitig hinfort. So werden erneut Opferzahlen zu beklagen sein, zum gen Himmel schrei’n.

Krieg führt niemals zum Sieg, eine uralte Weisheit, die begleitet die Menschheit. Es wird allerhöchste Zeit, solchen Despoten das Handwerk zu legen, bevor sie schlimmeres anregen. Das gilt nicht nur für Nordkorea, sondern offenbart ganz klar, daß auch Russland in latenter Gefahr, nur weil ein Herr Putin die Ukraine überfallen hat, nunmehr steht vor eigenem Schachmatt.

Denn die demokratische Weltgemeinschaft fühlt sich längst in Geiselhaft durch jene sich neuformierende Despoten, die gehören schnellstmöglich verboten, führen das Leben auf Erden in den Ruin. Was bisher in deren Augen sicher schien, per Gewalt jene bösartige Doktrin, hat sich längst als Trugschluß entpuppt, jetzt hat’s sich ausgewuppt. Jede Diktatur ist out, es überall ihr entgegenschaut. Die Menschen wollen sich frei entfalten und werden nicht innehalten, um sich erneut unterjochen zu lassen. Schluß mit diesem unnötigen Hassen!

Manchmal hilft nur resolutes Handeln gegen jenes grausame Verschandeln, wie auch der Kim bald wissen muß. Schluß mit dessen bösartigem Stuß. Die demokratische Weltgemeinschaft hat keine andere Wahl, als zu beenden jene unnötige Qual. Sie wird Kim stoppen, läßt sich mitnichten länger foppen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Tag der Deutschen Einheit

Es ist mal wieder soweit,
überall Uneinigkeit
am Tag der Deutschen Einheit,
viele haben keine Zeit,
manche sind so gar nicht bereit,
sorgen für entsprechendes Leid,
gefühlt seit einer Ewigkeit.

Es ist ein Offenbarungseid,
der führt zu all dem Streit
am Tag der Deutschen Einheit,
was sich dabei wohl einreiht,
nach Ungerechtigkeit schreit
bei jedweder Gelegenheit,
von wegen Weltoffenheit.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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