Das Wesen der Sinne beinhaltet nicht Verweilen

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Vielfältigkeit der Anpassung fördert  die Entwicklung

Es gibt Tage, da weiß man sehr genau, nach was einem der Sinn steht. Da fallen die Entscheidungen leicht, da hat man Appetit auf Vanilleeis mit Erdbeersoße, da schreckt keine noch so große Speiseeiskarte einen davon ab, nicht doch lieber das Walnußeis mit Amarettolikör zu nehmen. Da stehen Sie nicht unschlüssig im Modeladen und probieren schon die zehnte Bluse an mit der Empfindung, nichts will so Ihrem Wesen entsprechend passen, nicht nur die Größe, der Schnitt oder die Farben kommen Ihrem Geschmack nicht gleich, obwohl Ihre Freundin permanent behauptet, die oder die sieht fabelhaft aus. Keiner Ihrer Sinne sträubt sich dagegen, sich für die zuerst erblickte, anprobierte Bluse zu entscheiden.

Der Sinn, althochdeutsch sin, ursprünglich, Gang, Reise, Weg. Andere Synonyme sind Instinkt, Wahrnehmung, Geschmack, Bewußtsein, Gesinnung, Wesen, Denke, Nutzen, Ziel, Zweck.

Das Wesen, althochdeutsch wesan, Sein; Aufenthalt; Hauswesen; Wesenheit. Andere Ausdrücke sind Charakter, Art, Grundgedanke, Zentrum, Eigenschaft, Person, Inneres, Idee, Hauptsache, Eigenheit, Veranlagung.

sinnen, althochdeutsch sinnan, eigentlich gehen, reisen. Andere Begriffe, denken, nachgrübeln, reflektieren, bezwecken, anstreben, grübeln, überdenken, ansteuern.

wesen, althochdeutsch wesan, sein; sich aufhalten, dauern, geschehen, verweilen, wohnen. In der Bedeutung von, als (lebende) Kraft vorhanden sein.

Von Sinnen sein bedeutet, von allen Geistern verlassen, irr, im schlimmsten Fall nicht mehr zurechnungsfähig. Wer seine fünf Sinne nicht mehr beisammen hat, der hat auch nicht mehr alle Tassen im Schrank, kurzum, der spinnt, ist verrückt. Interessant ist, daß „Wesen“ als ein Synonym von „Sinn“ in den gleichen Bezug gesetzt werden kann, aber nicht umgekehrt.

Der Sinn als ursprüngliche Bedeutung für Reise, Gang beinhaltet einen Wechsel der Örtlichkeit, wobei die eigentliche Bedeutung von Wesen die Beständigkeit eines festen Platzes beschreibt. Ist es demnach verrückt, wenn ein Sinn, Wesen sich auf eine Reise begibt, oder zwei, aber nicht, wenn sich alle fünf Sinne zusammen aus dem Staub machen?

Sind die Sinne der Wesen, wenn sie gemeinschaftlich handeln, ein Bewußtsein bilden, ein Ziel verfolgen, erst dann ein Zentrum, von dem „lebende Kraft“ ausgeht?

sein, althochdeutsch sīn, das neuhochdeutsche Verb enthält drei verschiedene Stämme: 1. althochdeutsch bin, ursprünglich, werde, wachse, 2. althochdeutsch ist, sint 3. mittelhochdeutsch was, wāren, althochdeutsch was, wārun, ursprünglich, war(en) da, verweilte(n), zu althochdeutsch wesan, wesen. Synonyme für sein sind, sich fühlen, sich befinden, ansässig sein, auf der Welt sein, existieren, passieren, tätig sein, verkörpern.

„Das Sein“ ist das Substantiv von „sein“ und bedeutet Bestehen, Existenz, Wirklichkeit, Vorhandensein, Leben.

Das althochdeutsche sīn für „Sinn“, (Reise, Gesinnung) genauso wie für „sein“, (existieren, verkörpern) haben die gleiche Bedeutung wie wesan für „Wesen“ (Charakter, Idee, Inneres) und „wesen“, verweilen, wohnen, lebende Kraft.

Zusammen bilden sie das „Sein“, die Existenz, Wirklichkeit, das Leben.

Wie jetzt? Gehen oder bleiben? Reisen oder lieber in der Wohnung sitzen?

The Clash – Should I Stay or Should I Go

Die Lösung haben unsere Vorfahren natürlich gewußt, Sie auch? Haben Wesen und zwar alle Wesen Sinne, sind sie: Ich bin. (althochdeutsch bin, ursprünglich, werde, wachse)

Werden und Wachsen kann nur, wer eine Vielfältigkeit der Anpassung und eine Harmonisierung mit sich selbst und der Umgebung, Umwelt eingeht und dabei akzeptiert, daß alles wandelbar ist. Sollte also heute dem Sinn nichts im Wege stehen, aber morgen schon wieder tausend Bedenken das Wesen zu keiner Entscheidung führen lassen, so ist das nichts anderes als ein „Wachstumsschub“ und ein „Wachstumsstillstand“, beides zusammen ist die Lebensreise und die Lebenswohnung. Oder wie Sportler womöglich sagen würden, (Muskeln) anspannen und entspannen. Oder Kutscher womöglich sagen würden, (Pferde) anspannen und ausspannen. Oder wie Sie womöglich sagen würden, bei der Arbeit angespannt und in der Freizeit entspannt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kolumne

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The Donald gegen den Rest der Welt

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Satirischer Rückblick…

Das alles nur wegen dem blöden Geld, was Mensch halt antreibt, selbst wenn am Ende von ihm nichts übrigbleibt. Einerlei, ob am Anfang das Huhn oder das Ei, The Donald fühlt sich als ein Held der Helden, dann ham andere eben nichts mehr zu melden!

Nichts kommt in Schwung, selbst bei manch jutem Gedankensprung. Frisch gestrichen? Da wird nüscht ausjewichen. Wie man bei Xaviers Sympathiewelle für dubiose Reichsbürger ersehen kann, er und seine Jungs bleiben halt dran. Mannomann! Welch Verdruß, Politik zwischen Nationalismus und Globalismus.

Woher wohl manch schräge Einfälle kamen? Nach dem G7-Gipfel kehrte Merkel Trumps Porzellan zusammen, fraglich nach bisheriger Unterwürfigkeit diesen USA gegenüber. Doch was ist einem lieber? Wegducken oder besser kritisch hingucken? Ein Kettenhund spielt Klavier. Was kann denn jenes hochbegabte Tier dafür?

Und wenn Äußerungen kein Verzicht auf Verantwortung sind? Blödsinn, weeß doch jedes Kind. Entscheidend ohnehin die innere Haltung, drum Verschwörungstheorien Wege ihrer Entfaltung suchen. Da nützt och keen Fluchen. Manch Kommentator von Verschwörung spricht, nur wer führt hier wohl wen hinters Licht? Die Frage nicht so leicht zu beantworten ist, das entspricht der eigentlichen List!

Sind Menschen wirklich dazu bereit? Darum verjagt die Ungerechtigkeit, bevor jene uns das Fell über die Ohren zieht, wie man längst vielerorts sieht. Wer sich in Schweigen hüllt, sich mitschuldig macht. Erst recht, wenn er blindlings Befehle erfüllt, bis es weltweit heftigst kracht.

Doch Indien unterstützt lieber den Bergbaukonzern Vedanta per Verhaftungswillkür. Wer öffnet hier wohl wem welche Tür? Es geht nicht ums Volk, sondern es zählt der Wille zum Erfolg. Daß dabei viel Betrug dahinterstecken mag, wußten die meisten sowieso, woran das lag. Verbesserung erreichen wir allerdings nur in kleinen Stufen. Wie beim WHO-Weltnichtrauchertag, der wurde vor 30 Jahren ins Leben gerufen.

Es verbleibt oft das Schlechte, bayrische Abschiebepraxis mißachtet Menschenrechte. Selbst wenn manch verkappte ewiggstrige Neonazis sich über solch harte Zustände freuen, ihre menschenverachtende Haltung nicht im geringsten bereuen, jener tröge Nationalismus wird verbannt, sie ham’s nur noch nicht erkannt! Bekränzt ihr nur euer Haupt, es sei euch gerade noch mal erlaubt. Ergeht’s euch bald schon wie beim Gedicht mit der Ringeltaube, verbirgt sich manch ungeahntes unter der Haube.

Kommen wir zum Schluß. Es folgt, was ehedem schon lang sich anbahnte, sehr zum Überdruß vielen schwante: Die Autobahnprivatisierung der Bundestag beschloß. Die Wut ist zwar riesengroß, doch der Wähler entscheidet sich zum Herbst fürs gleiche Los.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Umfrage zu Trumps Absage des Pariser Klimaabkommens

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Trumps USA verabschieden sich tatsächlich vom Pariser Klimaabkommen, was auf der einen Seite die vollmundig betonte Konsequenz dieses neuen US-Präsidenten unterstreicht, gerade dessen Bewunderer danken ihm jene Haltung, andererseits stellt er diese Nation ins Abseits, wie bereits beim G7-Gipfel er eindrucksvoll aufzeigte.

„So what?“ als Frage steht insofern eigentlich nicht zur Diskussion, Donald Trump hält stoisch an seine Wahlversprechen fest, egal welche Konsequenzen daraus resultieren. Manche ganz schlauen Zeitgenossen wittern gar eine gewisse Genialität, die sich in der politischen Haltung des Präsidenten verbergen mag. Tatsächlich beweisen etliche Äußerungen sowie Entscheidungen viel eher nicht nur eine gewisse Kurzsichtigkeit, obendrein scheint ihm die Tragweite keineswegs bewußt zu sein.

Erst recht ein Grund für Querdenkende anschließende Umfrage an Sie zu richten, die bis nächsten Donnerstag, dem 08. Juni, freigeschaltet sein wird. Es stehen wieder unterschiedliche Antworten zur Verfügung, Sie dürfen auch mehr als eine ankreuzen. Natürlich kann nur einmalig gestimmt werden.

Lotar Martin Kamm

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Ringeltaube

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Sie hat immer rote Bäckchen,
trägt meistens ein blaues Jäckchen,
ihre Augen blinzeln bisweilen frech,
ihre Fröhlichkeit ansteckend und echt.

Gerade ist sie zu Muttern gerannt,
im Gesicht blaß wie eine Wand.
Die Arme weit von sich gestreckt,
sie scheint zu Tode erschreckt.

Kein blaues Jäckchen trägt sie mehr,
sondern grün, die Taschen vermißt sie sehr.
Das Ei, das sie neulich gefunden bei der Laube,
war ein Schlangenbaby, keine Ringeltaube.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Bundestagsbeschlüsse: Weg frei zur Autobahnprivatisierung

Ein Zurück zu mittelalterlichen Wegzöllen

Unabhängig davon, daß Bundeskanzlerin Angela Merkel die Öffentlichkeit getäuscht hatte mit ihrer Aussage, es gäbe mit ihr keine Pkw-Maut kurz vor der Bundestagswahl 2013, die CSU daraufhin die Maut im Koalitionsvertrag einforderte, folgte die Große Koalition bedenkenlos, dürfen die Bundesbürger sich zurückversetzt fühlen in Zeiten mittelalterlicher Wegzölle.

Gleich zu Beginn des ersten Sommermonats wird somit der Weg frei zur Autobahnprivatisierung mit den heutigen Bundestagsbeschlüssen per notwendiger Zweidrittel Mehrheit. Nur 32 Gegenstimmen der SPD sprechen Bände, wenigstens haben die Grünen und die Linken geschlossen dagegengestimmt, sehr deutlich ihren Unmut zum Ausdruck gebracht, ganz besonders Sahra Wagenknecht in ihrer berechtigten Wutrede.

Eine Gesellschaft privaten Rechts berücksichtigt staatliche Belange und Einwände?

Das wäre aber ziemlich illusorisch, das Gegenteil wird eintreten. Umso wichtiger und notwendiger der laute Aufschrei in der Öffentlichkeit über die Trickserei, die sich die seitens des damaligen Wirtschaftsministers Sigmar Gabriel im August 2014 ins Leben gerufene Expertenkommission zur Stärkung von Investitionen in Deutschland mit dieser beschlossenen Infrastrukturgesellschaft erdacht hat.

Anstatt nochmals jenes Vorhaben kritisch zu überprüfen, verbleiben Schlupflöcher, welche sehr wohl einer Privatisierung im Autobahnverkehr dienen, selbst staatliche Unternehmen erhalten mit diesen Gesetzen die Möglichkeit, zur Erfüllung ihrer Aufgaben auf Dritte zurückzugreifen, insofern auf private Unternehmen. Im Artikel 90 wird dies per Änderung besonders deutlich mit der Einfügung eines 2. Absatzes, der wie folgt lautet:

„(2) Die Verwaltung der Bundesautobahnen wird in Bundesverwaltung geführt. Der Bund kann sich zur Erledigung seiner Aufgaben einer Gesellschaft privaten Rechts bedienen. Diese Gesellschaft steht im unveräußerlichen Eigentum des Bundes. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.“ (laut Gesetzentwurf der Bundesregierung Drucksache18/11131.

Berufung auf Geschäftsgeheimnisse bei privaten Gesellschaften

Kommt Ihnen das nicht bekannt vor, wenn man einmal ganz kurz an die unsäglichen Freihandelsabkommen wie TTIP oder CITES nachdenkt? Privatisierung bedeutet im Klartext, daß der Schutz einer staatlichen Kontrolle entfällt, betroffene Bürger der Willkür auf Gedeih und Verderb solcher Unternehmen ausgesetzt sind, ohnehin die dortigst arbeitenden Mitarbeiter.

Derartige Firmen dürfen somit laut dieser Bundesregierung in Zukunft nach Gutdünken schalten und walten, wie es ihnen genehm. Der Wähler sollte entsprechende Kritik ausüben im Herbst dieses Jahres, ein Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble meint immerhin ziemlich arrogant und trocken, das schnelle Durchpeitschen jenes Gesetzespaketes sei wegen der bevorstehenden Bundestagswahl notwendig.

Mit höherer Geschwindigkeit hat der mündige Wähler dann die Möglichkeit, per entsprechendem Kreuzchen diesen Politiker sowie seine Kollegen abzuwählen. Daß auch dies eher einer trügerischen Illusion entsprechen mag, davon muß man leider ausgehen mit Blick zu den Meinungsforschungsinstituten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Bekränzt euer Haupt

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Abgelegt,
die Kränze, die Blumen,
das Grab so bunt
erblüht.
Selbst der Frühling
findet hier
seinen Konkurrenten.

Abgelegt,
zugedeckt
mit Erde, Ästen.
Zeichen gelegt
zum Auffinden.
Darf man nicht
verwechseln?

Abgelegt,
damit
Erinnerung
nicht erlischt.
Kränze, Zeichen
sollen die Liebe
erhalten.

Abgelegt
die Sorgen
die Nöte
das Böse
die Wünsche
die Angst
zugedeckt.

Abgelegt,
der Freiheit
preisgegeben.
Nehmt
die Kränze,
schmückt
euer Haupt.

Der Kreis
als Zeichen
der endlosen Zeit,
in der Mitte
das Nichts, euer Geist
soll immer
eure Freiheit sein.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Brief an Frau Dr. R. zur Kündigung als Integrationscoach – Teil 4

Ich bin gerne bereit, Ihnen und der Zertifizierungs-Mannschaft einige mehr oder weniger erfolgreich integrierte Menschen lebendig vorzustellen, welche unsere Arbeit aus Ihrer Sicht beurteilen und menschlich dokumentieren werden. Am Rechner konnte ich’s bis zum gestrigen Tag auch. In meiner Mandantenliste finden Sie alles, was ich für den jeweiligen Menschen getan habe. Leider keine Mitschriften des „Palavers“ davor“. Für so was hatte ich keine Zeit. Auch nicht im Nachhinein. Ich sprach mit Menschen und löste ihre Probleme. Dies kann ich nachweisen. Anhand von lebendigen Menschen, welche für mich Zeugnis ablegen werden.

Selbst standortintern kam es zu irrwitzigen Konflikten…

Ein Beispiel: Da kommt einer und spendet eine komplette hochwertige Wohnungseinrichtung seines verstorbenen Bruders an „Fairkauf“, für welches Projekt wir, als Integrationsbüro so ganz nebenbei, hunderte von mit Druckfehlern behafteten und von uns, so ganz nebenbei, per Hand korrigierten Flyern verteilt haben. Auch der Flyer für das Integrationsbüro ist nach wie vor fehlerbehaftet. Das Hocharabisch ist nicht korrekt.

Die Schrankwand war nicht erwünscht, da das Lager mit SW voll sei. Also schenkte sie der Spender einer meiner Kolleginnen – welche wiederum einen bedürftigen Klienten – sprich Flüchtling – an der Hand hatte, welcher in Kürze mit Familiennachzug rechnen konnte. Und Erfolg hatte. Mit dem Familiennachzug. Und nun mit seiner Familie unmöbliert quasi wie in einem Zelt lebt. Sie verschenkte sie also glatt weiter. Anfangs schien es kein Problem, die Schrankwand einfach wie den Rest der Wohnungseinrichtung zu demontieren und unterwegs (ohne Umwege!!!, ohne Zusatzkosten!!!) am Bestimmungsort auszuladen. Aus irgendwelchen, mir nicht verständlichen Gründen landete die Schrankwand doch bei „Fairkauf“ und wurde „aktenkundig“. Zahlen bitte… Auch den Weitertransport.

Meine Kollegin hat quasi ihre Reputation gegenüber ihrem Schützling verloren. Jener Verantwortliche, der Teilnehmer jener Absprache war, leidet heute unter Gedächtnisverlust bzw. beachtet strikt die erst nach und nach – und danach (!) eingetrudelten Vorschriften. Das ist das kleine Problem. Das Große sei hier erwähnt. Der Spender, übrigens ein bekennender Nazi, macht nun mobil. Ich denke, dies wird ein echtes Reputationsproblem… Für „S.“.

Mit meiner Kündigung haben Sie sich ein Zweites beschert. Danken Sie Ihrer kompetenten Bereichsleitung, welche sich einen Kehricht drum scherte, was wir bislang für Menschen taten und nie bei uns hospitierte, um überhaupt zu verstehen, was wir eigentlich bewirkten, sondern nur erschien, um uns beizubringen, dass das Büro ständig besetzt sein müsse, der Tätigkeitsbericht perfekt, die Arbeitszeit einzuhalten sei und der Rest scheißegal…

In diesem Sinne freue ich mich über Ihre Kündigung meines Arbeitsverhältnisses. Ich betreue meine Schützlinge nun ehrenamtlich und werde Erfolg haben.

Die Kündigung meines Arbeitsverhältnisses während der Probezeit ohne Angabe von Kündigungsgründen ist Ihr gutes Recht.

Integrieren Sie mal so fröhlich weiter. Am besten mit Frau P. als von Frau T. als „Familienbetreuer“ „Betreute“ als Integrationsbüroleiterin.

Spaß beiseite.

Dicke knufflige Steine können auch bergab rollen. Ihnen rollt grad einer fußwärts entgegen. Sie können ihn stoppen… Noch.

Alternativ biete ich Ihnen überregionale Medienaufmerksamkeit an. Welche Sie (siehe oben) längst hätten haben können. Das damals positiv Angedachte jedoch können Sie in diesem Fall vergessen… Es kann also lustig werden.

Sie sind der Boss. Sie entscheiden. In früheren Versionen dieses Schreibens (nicht versandt, an dem Schreiben bastle ich schon seit Wochen) habe ich Ihnen anempfohlen, sich selbst auszusuchen, ob Sie zuerst mit der regionalen Leitung und dann mit den Untergebenen sprechen. Oder umgekehrt. Sie sprechen nur mit der „Leitung“ und fällen Ihre Entscheidungen. Als ich ein paar Jahre jünger war, schaute ich mir sowohl Schnitzler als auch Löwenthal an. Um die Mitte zu finden… Die sollten Sie mal suchen. Im Übrigen hatte ich auch mal Führungsverantwortung.

Die früheren Versionen dieses Schreibens sende ich Ihnen auf Verlangen gerne zu. Unredigiert, also fehlerbehaftet, weil im Zorn geschrieben…

Mit freundlichen Grüßen

Peter Petereit

(Z.Zt. beurlaubter und am 18. Mai wie ein räudiger Hund innerhalb von 10 Minuten aus dem Büro gejagter Ex-Nochmitarbeiter.)

Brief an Frau Dr. R. zur Kündigung als Integrationscoach – Teil 1

Brief an Frau Dr. R. zur Kündigung als Integrationscoach – Teil 2

Brief an Frau Dr. R. zur Kündigung als Integrationscoach – Teil 3

Nachtrag als Ergänzung:

Ein paar Gedanken so zwischendurch, nachdem ich mir Karen Larischs Landtagsrede angehört habe. Vermutlich wurde ich als „Integrationscoach“ eingestellt – um schlicht gesagt, nicht zu „integrieren“, sondern abzuschrecken. Man nehme einen beinahe zahnlosen bekennenden Alkoholiker (mich), eine berufsfamilienbetreute Analphabetin und eine vermeintlich arbeitsscheue Cholerikerin, setze sie in ein hübsches Büro und lasse sie „Integrieren“. Denn sie wissen eh‘ nicht, was sie tun. Das Gegenteil war zu zwei Dritteln der Fall. Der Alkoholiker soff nicht während der Arbeitszeit. Die Cholerikerin entpuppte sich als Menschenfreund. Beide begannen, sich das Integrieren zur Herzenssache zu machen. Das dritte Drittel lauschte und petzte. Vermutlich so jedes kritische oder belanglose Wort, welches im Büro gewechselt wurde. Nicht irgendjemandem. Nur ihrer Betreuerin. Welche, na so ein Zufall, unser Chef war. Mein Kündigungsschreiben ist mit dem 18. Mai 2017 datiert. Die erste Einladung vom JC, mich mit mir über meine berufliche Zukunft unterhalten zu wollen, betraf den 15. Mai 2017 und wurde auf den 22. Mai 2017 verschoben. Seltsame Dinge. Sehr seltsame…

Peter Petereit

Kategorie: Soziales

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