Distanz nannte sie ihren Tanz

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Für sie existierte
in the middle of the night
nicht
nachts schlugen keine Uhren
den Takt der Stunden
davon

Kein Schauer zwängte
ihre Gedanken
ein
flackerndes Licht schob
Gespenster an den Wänden
vorbei

Es erblühte eine Sprache
der Offenheit an ihren Lippen
auf
getränkt von der Stille
nahm die Übereinstimmung
zu

Hinter dem Geäst der Bäume
blinzelt ein gelborangenes Licht zu ihr
herein
der Mond ertastet den neuen Tag
ihr Tanz auf der Bühne erneut
beginnt

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Faltenreicher Eindruck

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Gelb fehlte
wobei es fraglich blieb
wer war der Dieb
als sie die Farben zählte

Das gespiegelte Blau
war längst verschwunden
letzte Zuflucht Fuchsbau
kein Tropfen mehr gefunden

Rot hinterließ seine Spuren
in schwarzer Kohle
kein Geläut der Kirchturmuhren
wer springt als letzter von der Bohle

Mensch immer noch grün
hinter den Ohren
Gottheiten sich wenig bemühn
wenn Leben geht verloren

Sie betrachtete das Blatt
das weiß unbefleckt und rein
ihre Hände strichen es glatt
zerknüllt wird es nur Wut dienlich sein

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Gewalt regiert die Welt

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Kriege des Menschen Begleitung,
obwohl unnötig wie ein Kropf,
doch wer entfacht jene Schlachten,
wonach dem anderen trachten,
denn selbst der ärmste Tropf
liest aufmerksam mal Zeitung.

Dort entnehmen wir all die Not,
die durchleuchtet beschrieben,
weil Reichtum den Kurs bestimmt,
das weiß längst jedes Kind,
Sie meinen, dies sei übertrieben,
nun denn, warum soviel Tod?

Friedenszeiten nur ein Intermezzo,
weil Luftholen der Sinn und Zweck,
Vorbereitung fürs nächste Ziel,
zur Liebe gehört in der Tat ganz viel,
Brutalität verfolgt Abschaum, der letzte Dreck,
dadurch wird unsere Welt so gar nicht froh.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Moderner Rattenfänger

Wegen dir
falte ich kein Papier
zu einem Drachen,
es ist schlichtweg zum Lachen
für wen du gehalten werden willst,
wenn du Menschen mit Spenden stillst.

Ein verkannter Wohltäter, der Kreide frißt,
damit deine Lügen niemand vergißt,
veränderst du nicht der Worte Schreibweise,
das Verändern der Bedeutung flüsterst du leise,
sei Meinungsfreiheit, eher ist es die Absicht,
mit diesem Trick zu stehen im Rampenlicht.

Mit der Investition in Lügen
läßt sich jedes Weltbild verbiegen,
der Drache wird zum Gönner, der alle erfreut,
geheimnisvolles Getue zu Wissen, das nicht reut,
weil Verblödung zu Stumpfsinn heranreift,
du bist ein Rattenfänger, der Idioten zu sich pfeift.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Zu heiße Luft von manch Schuft

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Formulierungen auf die Goldwaage legen,
das vermag das politische Gegenüber,
des Volkes Zorn,
jeder unbedachte Heißsporn,
wenn Politiker sich äußern,
die in der Regierungsverantwortung,
im chaotischen Alltag,
besonders in Krisenzeiten,
aber anstatt mal gewisse Medien zu rügen,
möchten welche sich gezielt damit begnügen,
ihren bösartigen Hohn auszuleben,
mit konstruktiver Kritik hat’s nichts zu tun,
so verhält sich das eben – und nun?!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Ein Gegenüber

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Der Hals war grau,
die Mappe schwer,
er sah Ferne
und doch in sich
viel mehr.

Umklammert hielt
er den Haltegriff,
eine einzige Berührung
erlaubte er sich,
zu nah ihm täglich das Riff.

Des Nachts zerschellt
er in der Brandung,
sein Sextant erkennt
die dunklen Klippen
als alleinige Richtung.

Seine Todesmusik,
ein Schmettern im Wind,
melodische Kräfte diese Ängste,
das ständige Ertrinken
vor seinem inneren Kind.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Die USA von der MAGA- zur MAMA-Philosophie

Wer Trump machen läßt, erwacht am Ende in einer Diktatur

Die Welt steht Kopf, wenn wir gerade verfolgen, daß im Osten ein Herr Putin angeblich europäische Nazis verdrängen will, während im Westen die USA sich von einem Herrn Trump gängeln lassen, den man mitnichten als Halbfaschisten bezeichnen sollte, sondern viel eher als einen Vollblutfaschisten. Wer grinsend das US-Kapitol erstürmen läßt, beweist dies sehr anschaulich.

In den USA stehen im November die Zwischenwahlen an, jetzt kommt es zum Showdown, Joe Biden redet endlich Klartext, wobei eine unverkennbare Aggression mitschwingt, die durchaus angebracht ist, zumal der Ex-Präsident nicht locker läßt, von dessen gestohlener Wahl zu faseln.

Joe Biden tut gut daran, einen schärferen Ton anzuschlagen

Selbstverständlich kann man ihm nur zustimmen. Wenn er gezielt jene MAGA-Philosophie rügt, von wegen Make America Great Again, was dieser Donald Trump zelebriert entspricht viel eher einer MAMA-Philosophie, Make America Megalomaniacal Again. Denn vom Größenwahn getrieben, hatte er in dessen Amtszeit allen Ernstes den Rückzug aus der Nato in Erwägung gezogen.

Dies wiederum wird wohl Putin ziemlich gefallen haben, hatte er doch mit seinen Wahlkampfinterventionen aufs richtige Pferd gesetzt mit diesem „blonden Dollen“! Bidens Attacke hin oder her, wenn man Hillary Clintons Erkenntnis zur eigenen Wahlniederlage daher anregt, dem jetzigen US-Präsidenten bleibt nichts anderes übrig, zumal ganz offensichtlich die Justiz eben nicht Trump zu stoppen vermag.

Es gibt keinen „Semi-Faschismus“

Dies sollte man unbedingt Joe Biden zuflüstern, jene Wortschöpfung wird der üblen Sache in keiner Weise gerecht. Faschisten agieren sehr gezielt, da wirken solche Bezeichnungen eher verharmlosend. Sind Aufstände in den USA nun wahrscheinlicher mit jenem Narzißten Trump, der keine Gelegenheit ausläßt, um zu hetzen?

Mit Blick zum Ausgang der letzten Präsidentschaftswahl sollte man die Wählerschaft, die Trump zustimmte, eben nicht unterschätzen. Vergessen sei in diesem Kontext auch nicht das legale Tragen von Waffen. Insofern blicken wir mit großer Sorge gen USA, im Showdown wird sich zeigen, wer am Ende obsiegt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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