Überlinger Platanenallee wird bald schon Geschichte sein

BÜB verkündet traurige Nachricht

Es dürfen all jene sich die Hände reiben, die tatkräftig der Stadtverwaltung die Stange hielten, in dem „lästige Umwelt- und Naturschützer“ davon abgehalten wurden, der Landesgartenschau ins Handwerk zu pfuschen.

Nachdem noch im Spätherbst die Hoffnung bestand, zusammen mit dem Widerspruch beim Verwaltungsgericht und der Campact-Petition, die Platanen vor der Fällung zu bewahren, setzte sich nunmehr der Willen der Stadt sowie das Bauvorhaben der LGS durch, wie die BÜB (Bürgergemeinschaft für Überlinger Bäume) verkündete, daß die Platanenallee bald schon Geschichte sein wird.

Eine Häme besonderer Art veröffentlichte die BÜB in ihrem informativen Blog, in dem ein bekennender LGS-Freund die ablehnende Haltung des Petitionsausschusses begrüßte, darüber hinaus gar hilfsbereite Bürger aufrief, sich doch mit Kettensägen an den Fällarbeiten zu beteiligen. Schlimm genug, daß die Stadtverwaltung keine Gesprächsbereitschaft mit der BÜB zuließ, darüber hinaus offensichtlich manche Stimmen in der Verwaltung bei Gericht versuchten, den Streitwert zu Lasten der Bürgerinitiative zu erhöhen, fühlen sich scheinbar auch „Freunde der LGS“ recht wohl beim Nachtreten.

Das „Nizza am Bodensee“ wird es nicht mehr geben, die Erinnerung verbleibt zusammen mit der Trauer um diese wunderschönen Platanen, die einer prestigeträchtigen Landesgarteschau weichen müssen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Kurznachrichten

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Trumps Politik vom „Rudel ganz oben“ zum Rückbau des Staates

Bannon alias „Schlangenzunge Gríma“ zischelt erneut gegen die Medien

Die stoisch irreführende Behauptung, es gäbe eine Lügenpresse, erhält weiterhin ganz viel Rückendeckung, welch wunderbare Fügung, um auf diese Weise sich gar auf weltpolitischer Bühne nahezu alles erlauben zu dürfen. Was gestern verhandelt, kann morgen schon nicht mehr gelten.

Trumps Politik vom „Rudel ganz oben“ zum Rückbau des Staates, den Steve Bannon bei der zur Zeit stattfindenden CPAC-Konferenz in Washington als Ziel Nummer eins benannte, sollte niemand unterschätzen, gerade im Hinblick zum erneut eskalierten kalten Krieg, der die beiden Supermächte in ihre alten Rollen drängt. Der Auftritt Bannons, alias „Schlangenzunge Gríma“, bei dem er erneut gegen die Medien zischelte, unterstreicht seinen Einfluß auf Trump.

Der Wahnsinn erhält weitreichende Macht bis hin zum erneuten Wettrüsten

Da lehnen sich all jene gelassen zurück, die von Beginn an Donald Trump viel eher als ausgemachtes Opfer stilisieren, der lediglich sich wehren müsse angesichts des ihm entgegenwehenden Shitstorms seitens der Medien und einer Welle von Protesten im eigenen Land. So simpel jene Argumentation gestrickt, so beschränkt auch die Sicht derjenigen, die tatsächlich an die alten Rezepte des Nationalismus glauben.

Außer in einigen asiatischen Ländern darf man die nördliche Halbkugel als Atomwaffenzone bezeichnen, während Mittel- und Südamerika, Afrika, Australien und somit die gesamte Südhalbkugel als atomwaffenfrei gilt. Hatte Barack Obama noch den New-START-Vertrag vorangetrieben, der vor gut sechs Jahren in Kraft trat, darüber hinaus zwei Jahre später eine weitere Atomwaffenabrüstung angeboten, blickt Donald Trump siegessicher per gewohnt kurz gefaßten Statements einer Kehrtwendung in Sachen Wettrüsten entgegen, Amerika müsse immer die führende Atommacht bleiben, das New START sei für die USA ein „schlechtes Geschäft gewesen, man werde anfangen, gute Geschäfte abzuschließen“. Businessman as usual – aber keineswegs an eine friedlichere Welt interessiert!

Die Welt von heute schaut morgen schon ganz anders aus

Was Ende der 1970iger Jahre mit dem NATO-Doppelbeschluß zur Gewißheit wurde, ein atomar geführter Krieg, nach dem Mauerfall, sich bemühenden Friedenslösungen mit den drei START-Abkommen ein Weg der Entspannung anbahnte, wird nunmehr zunichte gemacht, zumal die perfide Geschlossenheit zwischen Trump und Putin, Atombomben seien ein Garant der beiden Supermächte, ohnehin deren eigentlichen Beweggründe aufzeigen.

Hinzu kommen die kaltherzig naiven Vorstellungen der gesamten europaweiten Neuen Rechten, mit diesen beiden Staatsmännern würde endlich wieder für Recht und Ordnung gesorgt. Welch fatale Fehleinschätzung! Wer hierbei nicht begreift, wie gefährlich schnell eine Eskalation neuer Kriegsszenarien entstehen kann, der hat sowieso nicht verstanden, wie Politik handelt.

Frieden soll nicht währen, weil Kreativität eben nicht Stillstand bedeutet. Wenn sie lang genug die Meinungsfreiheit mit Lügen strafen, Ehre für ihre Zwecke mißbrauchen, dann hetzen sie wieder Völker aufeinander.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Dummheit anlocken

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Du kannst in deinem warmen Zimmer sitzen,
versuchen geistige Armut herauszuschwitzen,
du kannst über deine Handlungen frohlocken,
du trägst keine mehrfach gestopften Socken.

Durch dein ständiges nur gutes Essen fassen,
willst du dir den wahren Weg bestätigen lassen,
dafür stürzt du dich in immens große Kosten,
zur Abreaktion kann man Haß und Wut posten.

Oder du gönnst dir erotische Wohlfühlmassagen,
hetzen rentiert sich, das kannst du gewiß sagen.
Nach außen gibst du den sittlichen Saubermann,
der sich weiß Gott nicht um alles kümmern kann.

Ehrliche aufrechte Menschen sind dir zuwider,
deshalb bezahlst, behandelst du sie wie Diener.
Du träumst dir nur dein Leben romantisch schön.
Gemeinwohl, Frieden für alle sind Dinge, die störn.

Du kannst noch so lange im warmen Zimmer sitzen,
du bleibst ein Stinkstiefel, da nützt kein Schwitzen.
Zur geistigen Größe gehört mehr als edle Socken,
sie reichen aber aus, um Dummheit anzulocken.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Metamorphose menschlichen Leids

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Wie ein Uhrwerk der Schöpfung zum Trotz auf Zerstörungskurs

Stell dich nicht so an, sondern gib sie her, unsere Mutter Erde, die vielfach sich in den Köpfen der Menschen austoben darf, während die Realitität in einem schrecklich tristen Erwachen endet. Was nützen ethisch oder moralische Grundsätze, verinnerlicht einem Ideal entsprechend formuliert und aufgestellt, wenn sie tagtäglich mit Füßen getreten in die Erde gestampft?

Gleicht der buddhistische Weg vom allgegenwärtigen Leiden einem Moloch, den Menschenwesen nach sehr langer Zeit verlassen werden, ganz ähnlich wie aus einer Puppe ein Schmetterling schlüpft? Um nach schier unendlicher Kette der bisherig angewandten Gewalt dem Leben gegenüber den ureigenen Sinn allen Seins zu erkennen, den Respekt zur Schöpfung, gleichgültig welche Bezeichnungen vielfältige Religionen ihr verleihen?

Kräfte kreativ friedlicher Gedanken am besten nicht stören, die im Eins-Sein letztlich nur Gutes wollen, sonst verwandeln sie sich ohne jedwede Rachegedanken zum Selbstschutz gegen all das, was ihnen Wege versperrt. Kämpfend und niedergerungen am Boden zerstört, mögen sie von dannen kriechen, die es wagten, geistreiche Momente voller Ideen ins Nichts entsenden zu wollen! Merken sie nicht, welche unsäglich bösartige Brut sie damit erzeugen?

Einmal auf die Reise geschickt, sie sich entfalten, um in ihrer Selbstherrlichkeit jeden niederzuwalzen, der ihnen nicht gehorsamst dient. Einem Virus gleich, weit verzweigt solch Übel sich in manch labile Herzen schleicht, das nichtsahnend wie ein Uhrwerk der Schöpfung zum Trotz auf Zerstörungskurs verweilt.

Ein friedvolles Miteinander, jedweder Illusion beraubt, im Gleichklang allen Seins sich verflüchtigt, fast schon entblößt hilflos dastehend gen Himmel blickt, um der Schöpfung fragend einzugestehen: Was soll das? Und die Antworten längst vollzogen Zeugnis darlegen im Schein eines eiskalten Lichts, gewissenlos, ohne jedwede Reue.

Genug der Schandtaten, die stetig immer noch geschehen, ein Wandel wird vollzogen, den niemand aufhalten wird. Keine dumpfe Ablenkung, kein Glamour oder Sinnlosspiele mögen leichtfertige Herzen jemals wieder erreichen! Endlich vorbei die Zeiten der hohen Rosse, des Neids und der Mißgunst, des nimmersatten Materialismus, auf daß des Geistes tief beseeltes Sein sich mannigfaltig im rasenden Tempo über den Globus verteilt, die frohe Botschaft zu verkünden vom Ende allen unnötigen Leids.

Jene Sätze sacken lassen im Reigen der eigenen Befindlichkeiten. Manchmal braucht es den Abstand zu allem, ohne gleich mit Gewohntem zu brechen, gar fluchtartig Hals über Kopf sich zu entfernen. Geschehenes überdenken, stets im Ganzen fühlen, dabei nicht den Anspruch hegen, zu viel auf einmal zu fordern. Alles was wächst, braucht eine Weile der Entfaltung, so auch Ideen, Gedanken, das Anpacken und Gestalten, obwohl am Ende erneut zerfällt, was mal war. Trotzdem geschieht nichts zufällig, hat unbedingt seinen Sinn im Kreislauf kosmischer Fügungen, die wir nicht durchschauen.

Möchten solche Überlegungen Hinweise geben, was zu verändern so nahe liegt, obwohl Mensch noch weit entfernt? Was kann mit der Verwandlung zu spirituelleren Ebenen alles an Neuem geschehen? Wir werden es wissen, wenn es so weit. Bis dahin ein Stück des Weges uns noch erwartet, der steinige Fortsetzung verlangt, weil ursprünglich gesät, um uns von den Fesseln der Bösartigkeit zu befreien, sie endgültig zurückzulassen mit dem Ende physischer Manifestation.

„Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Haß aufkommt droht Untergang.“ (Mahatma Gandhi)

Achten wir tunlichst darauf, daß letzteres weltweit nicht überhand nimmt, denn die Menschheit steht längst an dieser Schwelle.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Vergänglichkeit bedeutet kein Vergessen

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Sie schimpfen auf die Jetzigen,
herzigen
die Alten,
die verstanden, zu verwalten
die Herrschaftszeiten.

Mit Gejohle
verdienen sie Kohle,
erschaffen sich Ansehen,
andere haben das Nachsehen,
genau dies wollen sie erreichen.

Aus alt mach neu,
ergibt politisch ein Gebräu
von Phrasen,
die grasen
Errungenschaften ab.

Die Manier
wird ein Spalier
der Pflicht,
und gehorchst du nicht,
bist du ein Verräter.

Vergangenes
Belastendes
hat es niemals gegeben,
nur Helden sterben,
gaben ihr Leben fürs Vaterland.

Vergeßlichkeit
führt zur Überheblichkeit
im politischen Gewande,
ignoriert die Schande
der Vergangenheit.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Stimmungen – gut oder schlecht gelaunt durchs Leben

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Der Ton macht die Musik

Wenn Sie auf dem Weg zur Arbeit der Gedanke befällt, welche Laune, Stimmung im Betrieb heute herrschen mag, dann sollten Sie vielleicht nicht nur darüber nachdenken, den Job zu wechseln, sondern dies auch tun. In diesem Sinne steht die Laune für eine schlechte Stimmung. „Deine Laune ist ja ansteckend“, werden Sie zu hören bekommen, wenn Sie sozusagen über den Wolken schweben, weil Sie sich über etwas freuen. Zwei verschiedene Gefühlsaussagen, die allerdings eines gemeinsam haben, sie sind ansteckend. Das Wort Stimmung kann übrigens gleichgesetzt werden mit Laune, beide stehen für Gefühlsäußerungen, die sich auf Umstehende übertragen können.

In dem Wort Stimmung ist sofort herauszulesen, hier bezieht sich das Gefühl unter anderem auf das Gesagte und in welcher Form, ob freundlich oder wütend die Kommunikation stattfindet. Der Ton macht die Musik, drückt dies sehr gut aus.

Die Laune, mittelhochdeutsch lūne, in ihrer ursprünglichen Bedeutung Mondphase ist abgeleitet von lateinisch luna, der Mond. Zurückzuführen ist dies in der Annahme, die verschiedenen Mondphasen würden einen direkten Einfluß auf die Stimmungen der Menschen besitzen. Ob dies sich so verhält, ist bis heute weder nachweisbar noch bewiesen. Genauso wie die Wetterfühligkeit.

Allerdings sollte in diesem Zusammenhang nicht übersehen werden, daß Menschen generell auf die verschiedensten Ereignisse, Vorkommnisse, unerheblich welcher Art sie sich gestalten, anders reagieren oder sie aufnehmen. Weder die eine noch die andere Aussage ist deshalb von der Hand zu weisen, und es wäre pure Ignoranz, den Menschen ihre Empfindungen, die sie diesbezüglich haben, abzustreiten. Zumal es in Bezug auf die Wetterfühligkeit inzwischen eindeutige Zusammenhänge nicht nur für körperliche, sondern auch für seelische Erkrankungen gibt.

Erstaunlich bleibt dennoch die „Ansteckung“, die Übertragung der Laune, die Stimmung auf andere. Dies geschieht oftmals unmerklich und wird nicht immer mit Absicht übertragen, soll bedeuten, die Laune wird an jemanden ausgelassen, der mit der herausgeschleuderten Stimmung nichts zu tun hat. Ein Ärgernis an der Discounterkasse, einem vermeintlichen Idioten als Autofahrer ausgewichen, eine gefühlte schlechte Behandlung während eines Verkaufsgespräches, und schon trägt die Laune Früchte, sorgt zur Übertragung auf den Nächstbesten. Funktioniert auch mit der guten Laune, obwohl diese nicht immer oft langanhaltend wirkt wie eine Verstimmung.

Der Versuch der Werbeindustrie, sich dieses Phänomens zu bedienen, um möglichst viele Kunden zu generieren, sollte hinlänglich bekannt sein. Dabei ist es in der Werbung nicht von Wichtigkeit, mit ihrem Produkt für langanhaltende Laune zu sorgen, sondern sie beschönigt gerne die „Pflicht“, möglichst oft das Produkt zu genießen, um sich besser zu fühlen, Sie werden sozusagen bei Laune gehalten, bei guter Laune. Vielleicht auch an der Nase herumgeführt, je nachdem wie bewußt man es wahrnimmt.

Kann man etwa davon ausgehen, daß bewußt, unabhängig vom Mondzyklus und dem Wetter, die Menschen diese „Ansteckung“ der Gemütslagen ausnutzen? Kann man! Und zwar nicht nur durch Fremdeinwirkung, sondern durch eigene Handlungen, indem man sich ein beliebtes Musikstück anhört, einen bestimmten Ort aufsucht, Dinge unternimmt, die die persönliche Stimmung verbessern.

Voilà, schon läuft alles wie geschmiert! Wäre zu schön, oder? Im Gegensatz zur Übertragung einer Laune auf einen anderen, ist es eine Mühe, aus einer schlechten Stimmung wieder auf Normalzustand oder sogar auf Superlaune sich umzupolen. Es gibt kein Allerweltsrezept, um Stimmungsschwankungen in eine ausgeglichene Lebenssituation zu führen. Hier muß jeder für sich und für sein Temperament das richtige Gleichgewicht finden.

Zum Schluß vielleicht ein kleiner Trost, der eingangs schon erwähnt wurde, Laune und Stimmung sind beide für sich betrachtet mit zwei Begrifflichkeiten versehen. Es liegt also auch an Ihnen, ob Sie sich für die gute Laune oder die schlechte Stimmung entscheiden. Oder andersrum.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kolumne

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Amnesty International beklagt praktiziertes Prinzip der Spaltung

Diskriminierung von Migranten an der Tagesordnung

Endlich folgt eine direktere Anmahnung seitens Amnesty International. Zuvor nutzten kritische Stimmen eine angeblich einseitge Berichterstattung der größten Menschenrechtsorganisation, um gleichzeitig nicht benannte Mißachtungen klein zu reden oder gar zu vertuschen.

Gerade die Kritik von AI gegen die Maßnahmen der Kölner Polizei in der Silvesternacht 2016/2017, sie hätte rassistisch gehandelt per Racial Profiling, im Polizeijargon kursierte die Bezeichnung „Nafri“, stieß auf erhöhte Empörung. Die Behauptung, AI würde ohnehin mit falschen Zahlen und unsauber arbeiten, erhielt dadurch erneuten Zulauf, erst recht bei der Neuen Rechten. Das praktizierte Prinzip der Spaltung, welches Donald Trump anschaulich umsetzt, rügt Amnesty International völlig zurecht.

Wer Folter gutheißt, schafft kein Vertrauen

In Kriegszeiten völlig selbstverständlich angewandt, gleichwohl mittels War On Terror, legitimiert im Fall Guantanamo der Weltöffentlichkeit präsentiert, nehmen sich seitdem die USA das Recht heraus. Der Aufschrei war entsprechend groß, selbst Barack Obama vermochte nicht, dieses Gefängnis in Kuba endgültig zu schließen. Sein Nachfolger Donald Trump befürwortete unverblümt Waterboarding und andere Foltermethoden.

Und sowas nennt sich Zivilisation. Vollkommen naheliegend, daß 1961 Amnesty International ins Leben gerufen wurde angesichts eines nicht endenwollenden weltweiten Leids durch Mißhandlungen wie Folter und vollstreckten Todesstrafen. Doch wer Folter gutheißt, schafft kein Vertrauen. Offensichtlich scheint dies der 45. US-Präsident darauf anzulegen, was gerade auch in Europa den längst entfachten Trend der Neuen Rechten beflügelt, die Diskriminierung von Migranten anzufeuern. Nach der jüngsten Fake-Meldung über Terror in Schweden seitens Trump, folgt prompt Randale in Stockholms Migranten-Viertel Rinkeby. Zufall oder inszenierte Absicht, um Trumps Äußerungen zu relativieren?

Kriegsverbrechen, verfehlte Abschiebepraxis und gezielte Morde

Generalsekretär Salil Shettys 400 seitenlanger Abschlußbericht des letzten Jahres verheißt nichts gutes. Zunahme der Kriegsverbrechen, die Abschiebepraxis in Länder, wo eindeutig Schutzsuchende erneut Repressalien zu befürchten haben, hält an.

Auch Deutschland kann sich davon nicht befreien, Merkels „Willkommenskultur“ steht insofern im Widerspruch. In Frankreich dichtet gerade die Neue Rechte Bürgerkriegszustände herbei, um entsprechend Marine Le Pen als durchgreifende Präsidentenanwärterin zu rechtfertigen.

„Folter kann niemals ein Instrument zur Bekämpfung des Terrors sein, denn Folter ist selbst ein Instrument des Terrors.“ (Kofi Annan)

Lotar Martin Kamm

Katgorie: Politik

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