Warnfarbe im Spiegel

Du weißt nicht, wie oft ich weine.
Sie lächelte ihrem Spiegelbild zu.

Eingekleidet in zartlila.
Passend zu den Ohrringen.

Frühlingsgefühle im Herbst.
Verdorrte Blüten in den Gärten.

Amethyst beruhigt, echt jetzt.
Das Spiegelbild zeigt keine Regung.

Das Kostüm ist figurbetonend.
Trostargument vor Ehrlichkeit.

Natürlich geschminkt, aber rote Lippen.
Hagebutten eßbar, trotz Warnfarbe.

Du weißt nicht, wie oft ich weine.
Das Spiegelbild lächelte ihr zu.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Schwarz der Mantel

Sie trug ihn gern,
den Mantel, der schwarze,
er der Schutz in der Menge
der schwarzen Mantelträger.

Keine Furcht mehr nötig
erkannt zu werden
unter den dunklen Gestalten,
die wie sie in Angst schwitzten.

Nur manchmal pochte das Herz,
wenn Helligkeit aufleuchtete,
die kurz die Umgebung abzeichnete,
und die Furcht wurde unerträglich.

In den Mauern staute sich Nässe,
bei Sonne schimmerte grün das Moos,
Zeichen der vergessenen Lebendigkeit,
einzige Traumsequenz ihrer Hoffnung.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Zerbrechliches Verständnis

Image by Susana Cipriano from Pixabay

Alles Fließende zerbrach
an einer Ermahnung,
als das letzte Abendlicht
noch flirrend silber-orange
an dem Küchenfenster klebte.

Versinkende Helligkeit
verfing sich in den Gesichtern,
die sich erst fremdelten,
dann nicht mehr erkannten,
Angst skizzierte ihre Mimik.

Dem am Nachthimmel wandernden
Mond verblieben vage Erinnerungen
an das Leben hinter dem Fenster,
Vorhänge verwehrten ihm den Blick,
eine mahnende Grenze zur Einsicht.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Vier Jahre Russlands völkerrechtswidriger Krieg gegen die Ukraine

Image by Daniel from Pixabay

Europas Versagen schreit gen Himmel

Während Europa sich brüstet, auf eine jahrzehntelange Friedenszeit zurückzublicken, wagte es Wladimir Putin nach nahezu zehnjähriger Terrorherrschaft im Donbass und der Krim, am 24. Februar 2022 einzumarschieren. Dieser völkerrechtswidrige Krieg gegen die Ukraine jährt sich heute zum vierten Mal. Während unser zehnter Bundeskanzler Friedrich Merz behauptete, der vierjährige Krieg in der Ukraine dauere inzwischen länger als der II. Weltkrieg, zögerte sein Vorgänger erschreckend lang, bis Hilfe für die Ukraine zugesagt wurde. Bis heute viel zu wenig, ein fataler historischer Fehler, dessen Folgen bis heute nicht absehbar sein mögen.

Ein Vierteljahr nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine, resümierten wir berechtige Bedenken, weil dieser Ukraine-Krieg alles andere als planlos sich gestaltet! Schon damals stellte sich die Frage, ob wir uns zu leichtsinnig auf die USA verlassen. Inzwischen belehrt uns jener 47. US-Präsident eines Besseren mit dessen tragischer Haltung Wolodymyr Selenskyj gegenüber. Schließlich drängt Trump vehement, daß der ukrainische Präsident doch Putin weite Teile im Osten der Ukraine überlassen sollte, um einen schnellen Frieden herbeizuführen. Natürlich lehnt dies Selenskyj ab, dies hätte die Bevölkerung selbst zu entscheiden.

Erneut eckt besonders Ungarn an – Europäer zu scheinheilig

Im Grunde nichts neues, Viktor Orbáns Haltung offenbart sich schon allzu lang, der ungarische Steigbügelhalter Putins blockiert notwendige Beschlüsse, die EU scheitert mit Sanktionen zum Jahrestag des Kriegs. Zwar sei Ursula von der Leyen, wie sie betont, in Kyjiw, um „unseren anhaltenden Einsatz für den gerechten Kampf der Ukraine zu unterstreichen“, allerdings muß man auch der EU selbst ein langfristiges Versagen bescheinigen. Mit wesentlich mehr Engagement wäre dieser Krieg zugunsten der Ukraine weniger dramatisch verlaufen.

Obendrein muß man den Europäern weiterhin Scheinheiligkeit attestieren, zumal deren Haltung den Ukrainern zu wenig hilft. Im Gegenteil, besonders Trump als auch Putin selbst verdeutlichen die europäische Zurückhaltung, diktieren den Verlauf der sogenannten jüngsten Friedensverhandlungen in Genf, die weiterhin ergebnislos verharren. Von einem dauerhaft gerechten Frieden kann gar keine Rede sein, zu deutlich besteht Putin auf seinen Standpunkten.

Andere Konflikte verdrängen den Friedensprozeß

Nachdem jüngst vor drei Tagen die USS Gerald R. Ford die Straße von Gibraltar überquert hat, Trump das größte Kriegsschiff der Geschichte in den Einsatz gegen den Iran schickt, richtet sich der Fokus der Weltöffentlichkeit mehr gen Iran, so daß der Ukraine-Krieg trotz des viertes Jahrestages in den Hintergrund gerät. Schließlich würde ein iranisch-US-amerikanischer Krieg den Weltfrieden wesentlich höher belasten.

Genau aus diesem Grund hat Europa und besonders Deutschland selbst erst recht allen Grund, den Ukraine-Krieg ernsthafter zu betrachten. Obsiegt Russland weiterhin, mag jener Putin unerschrockener andere euopäische Länder überfallen, zumal Trumps USA sich offensichtlich rauszuhalten scheinen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Raising the veil

Den Schleier lüften

Was verdeckt, im Verborgenen, sollte entlarvt werden, vor allem im Sinne einer friedlichen Welt. Verpassen wir dies, entfesseln sich Mächte wie bereits in allen Zeiten zuvor schon geschehen, beste Voraussetzung für kriegerisches Handeln.

Insofern macht es sehr viel Sinn, den Schleier zu lüften. Niemals einmalig, sondern nonstop!

 

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Simple Phrasen unterwegs

Image by Josef A. Preiselbauer from Pixabay

Unbedacht bald aufgewacht
Viele Fragen entfacht
Bei Tage oder in der Nacht

Leise Zweifel sich entfalten
Das wußten ohnehin die Alten
Im Bierzelt Besoffene lallten

Da steht er nun mit Wurst im Gesicht
Auf sehr viel Aufmerksamkeit erpicht
Im Hirn erscheint so gar kein Licht

Welch simple Phrasen imponieren
Hauptsache man läßt sich schmieren
Geld hat ohnehin nichts zu verlieren

So handelt Politik ohne Gegenwehr
Manch einer wünscht sich leise sehr
Gerechtigkeit bestimmt jeden Verkehr

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Von vielen, die den Trumpismus huldigen

Eine Realsatire ungeahnten Ausmaßes

Ach, wie gut, daß niemand weiß, daß ich auf diesen Trump niemals nicht scheiß, eher ganz heiß, dessen brillantes Weiß nützet diesem senilen Greis. Weil doch der Orangeman globt, yes, he can, he’ll makes America great again. Sei einfach weiterhin gaga, dann wird es schon MAGA.

Kaum ein Weilchen beobachtet, juckt es bereits Dobrindt, der noch etwas schmachtet, zumal der laute Spahn ihn stoisch mißachtet wie ein verstörtes Kind. Wozu wohl dies man find? Ganz einfach, so wie jeden Tag ein wackerer CSU-Mann manches schlichtweg mal kann, Hauptsache nicht irgendwann, denn Migranten sitzen ihm bereits ewiglich im Nacken, dette wußten bereits seit eh und je viele Spacken, hauptsächlich in der rechten Ecke, per simplen Spruch: Mensch, verrecke.

Es sprüht allenthalben jener gezielte Haß, der macht allen Despoten weltweit Spaß. Sie fordern ohne Unterlaß Demokratien heraus, leben ohnehin in Saus und Braus. Wer dabei die Medien hat in der Tasche, dessen Haupt weist auf keene Asche, obendrein stets lügt und betrügt, das genügt, um schön von eigenen Missetaten abzulenken, vollkommen ohne Bedenken, Fakenews sei Dank, zusammen mit einer KI wird Mutter Erde so richtig krank.

Während wache Geister komplett verstört, es in allen Medien lautstark röhrt, zurück in alter Gutsherrenart, per Blockwart, mit oder ohne Bart, Menschen lassen sich erneut simpelst beglücken beim Stühlerücken. Jeder ist sich selbst der Nächste wie in einer Olympiade zählt nur das Ergebnis, das Beste. Schwäche zeigen, heißt verlieren, Gewinner niemals sinnieren.

Inzwischen der Trumpismus in Europa längst angekommen, manch einer faselt janz verschwommen, so richtig verkommen von alten neuen Möglichkeiten, den Faschismus nochalant vorzubereiten. Herrschaftszeiten, da sollten in allen Demokratien unlängst die Alarmglocken schrillen. Doch jene werden uns grillen, Neunazis sich längst formieren, mit diesen Spahns und Dobrindts wird’s passieren.

Die Union hatte als Zentrumspartei schon früher keine Probleme mit Nazischergen zu klüngeln, bis heute in zu wenigen Wählerhirnen es mag klingeln. Dann lieber sinnlos nicken, sich anschicken, wie Nazis zu ticken in ihrem abgrundtiefen Haß, das macht ihnen och noch Spaß. Man hört’s und sieht’s selbst beim Merz ohne Unterlaß!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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