Wegwerfbecher ein Garant für Umweltzerstörung

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Proteste eine folgerichtige Notwendigkeit

Diese Entwicklung war allerdings schon lange vorhersehbar, weil der zivilisierte Mensch sich stets dem Diktat einer Wirtschaft beugt, die rücksichtslos Ausbeutung weltweit vorantreibt, sich keinen Deut um Ressourcenvernichtung und Umweltzerstörung kümmert. Erst mittels beherzter Bürgerinitiativen und einer grünen Politikbewegung entstand ein Bewußtsein über jene Verfehlungen.

Trotzdem fallen alljährlich 40.000 Tonnen Müll an Wegwerfbechern hierzulande an, eine tragisch hohe Zahl und ein Garant für ständige Umweltzerstörung, dessen negativen Auswirkungen wie z.B. die Waldvernichtung unbedingt angemahnt werden müssen. ROBIN-WOOD-Aktivisten entrollten gestern an der Fassade der Zentrale der Bäckereikette BackWerk in Essen zwei Banner mit den Aufschriften „Kein MüllBERG bei BackWERK” und „Tschüss Wegwerfbecher“.

„Rächer der Becher“-Kampagne ein wichtiger Schritt

Selbstverständlich kann man eine solche Initiative und beherzte Proteste nur gutheißen. Dazu bedarf es, daß vor allem Verbraucher ihr eigenes Handeln überdenken. In unserer schnellebigen, hektischen Zeit sollte stets das Innehalten als Pendant gefördert werden. Insofern hat dabei ein Wegwerfbecher gar nichts verloren. Gewachsenes Holz, Grundbestandteil des plastikumhüllten Pappbechers, mal eben so nach spätestens 15 Minuten achtlos weggeworfen, oftmals gar auf die Straße, was wiederum erst recht die Gleichgültigkeit solcher Menschen unterstreicht?

Schlimm genug, wie unsere Wegwerfgesellschaft Ressourcenverschwendung fördert, es wird somit höchste Zeit, nicht nur die Politik da oben machen zu lassen, am besten noch motzend, sich mockierend, was sie alles verfehle, sondern einmal selbst bei sich zu beginnen, sein Verhalten zu überdenken. Dazu gehört eben, das Umweltbewußtsein zu beherzigen. Wegwerfbecher stellen somit ein NoGo dar!

Pfandleihsystem für Kaffeebecher eine Lösung?

Eigentlich schon, denkt man zunächst. Die Idee von zwei Rosenheimer Jungunternehmern klingt zumindest erst mal begrüßenswert, vermeidet man dadurch doch die enormen Müllberge. In dem Bericht des BR wird zwar anschaulich die Herstellung und die Verschwendung beschrieben, dennoch kann man von einer Bequemlichkeit der Verbraucher ausgehen, das Pfandleihsystem überhaupt anzunehmen. Die meisten nehmen sich eben nicht die Zeit, den teuren Becher zu spülen.

Nachwievor steht die Option, Wegwerfbecher besser gänzlich zu verbannen, wie Robin Wood völlig zurecht fordert. Früher gab es eine solche maßlose Verschwendung auch nicht, da wurde eben am Tisch der Kaffee getrunken, in Tassen, die man spülen und wiederverwenden kann.

Ich bin das Land. Meine Augen sind der Himmel. Meine Glieder sind die Bäume. Ich bin der Fels, die Wassertiefe. Ich bin nicht hier, um die Natur zu beherrschen oder sie zu nutzen. Ich bin selbst Natur… (Indianische Weisheit)

Lotar Martin Kamm

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Oberpfau und Schweinehund

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Ich der Oberpfau und Schweinehund,
befehle euch, so tut es überall kund,
keiner darf mehr in Federbetten schlafen,
die Federn brauch ich, um drüber zu traben.

Da ihr daselbst keine Betten mehr braucht,
so wird davon mir ein großer Turm gebaut.
Eure Tische aus Holz, Bänke und Stühle
dienen mir  ab sofort zum Bau einer Stiege.

Ich der Oberpfau und Schweinehund,
wohne ab jetzt hoch oben im Turmrund.
Deshalb ist es eure Pflicht, dafür zu sorgen,
zu schützen den Turm, gestern, heute, morgen.

Und damit ihr mir könnt euren Dank erweisen,
auf Knien bringt nach oben die Speisen.
Frauen dürfen nur mir dienlich sein in der Nacht,
meine Lenden sorgen für Nachkommenschaft.

Ich der Oberpfau und Schweinehund,
erlaube euch, als Zeichen meiner Gunst,
das Plündern, Schänden und Räubern
in allen umliegenden Ländern und Häusern.

Je mehr ihr erbeutet, desto reicher ich werde,
desto größer das Land, das ich bereite zu Pferde,
euer aller Vorteil sich dadurch ergibt,
ihr braucht nur einem zu dienen, das bin ich.

Nafia

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Advent, Advent, ein Wichtel flennt

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Steingeseier wird Bundespräsident

Was soll die hohe Bundespolitik mit einer andächtig vorweihnachtlichen Adventszeit gemeinsam haben, um obendrein dermaßen flegelhaft von einem Wichtel auszugehen? Bloß keene Fisimatenten, hat alles schon seine Richtigkeit, werte Kollegen. Ja, och Sie dahinten sind jemeint.

Immerhin mußte ja der junge Steingeseier direkt nach dem Abi zum Barras, andererseits fragt man sich schon, mußte er wirklich? Manch seiner Kumpanen ham doch voller Überzeugung den Wehrdienst verweigert, schon gleich damals, so direkt nach dem Vietnam-Krieg, wo doch mit der Watergate-Affäre ohnehin klar war, in welch schmutzige Machenschaften nicht nur die Amis steckten, sondern ebenso ihre treudoofen Verbündeten wie die BRD selbst.

Naja, man muß doch schließlich gleichzeitig seinen Mann stehen, nen juten Willen zeigen, macht sich prima in der Vita, besonders in der politischen. So wie viele andere och, erst mal nach der Bundeswehrzeit wat ordentliches studieren, in seinem Fall Jura, um als promovierter Doktor der Rechtswissenschaft anschließend in ner Staatskanzlei erste praktische Erfahrungen zu sammeln.

Apropos Flaschen sammeln. Dette dürfen schon viel zu lange neben den vielen Obdachlosen och Armutsrentner und die Verlierer der Arbeitswelt, seitdem gerade Steingeseier so richtig in die Vollen ging mit der Hartz-IV-Gesetzgebung, dieser Eintrittskarte eener gebeutelten Arbeitgeberkaste, die seitdem per Niedriglohn und Leiharbeit vermehrt mitspielen darf bei der Ausbeutung, denn Konzerne müssen ab und an paar Krümmel dem Mittelstand gönnen, bevor er gänzlich abgebaut.

Und wer war mit dabei an vorderster Front der Heuchler und Hetzer, na klar doch, Wichtel Steingeseier. Um dem noch wat druff zu setzen, fühlt man sich berufen, auf dem Maidan-Platz als Außenminister beim Ami zu punkten per lautstarker Rede, die Nazis an sicherer Seite, dat neue Feindbild Russland zu verkünden, um gleichzeitig Beschwichtigungswillen im diplomatischen Reigen anzupreisen. Welch verlogene Häme dieser politischen Mächte, Hauptsache die Waffengeschäfte florieren, wat interessiern da soziale Notstände hierzulande und erst recht weltweit.

Nö, wir sind nicht im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, aber och in Deutschland kann ein Kriegstreiber und Sozialrassist es weit bringen, diese Große Koalition einigt sich ziemlich eindeutig für diesen Wichtel, das Amt des Bundespräsidenten zu füllen. Das Volk wird ohnehin nicht gefragt, jedoch hofiert solch Nüllen.

Hatte schon sein Vorgänger, der noch Amtierende, für genug Unmut gesorgt, fällt es wohl nicht weiter auf, wenn ein ach so neuer sympathischer sich versuchen darf. Der Kreis schließt sich erneut, es zählen keineswegs die Taten, sondern einzig und allein der verlogene Schein.

Lotar Martin Kamm

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Neulich an einem Spätsommerabend

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Kein einziges Geräusch war ringsherum zu vernehmen, die Zeit schien stehengeblieben zu sein, während selbst die Luft bewegungslos verharrte, fast hätte man meinen können, dieser Moment würde einem Gemälde gleich ewiglich anhalten. An jenem Spätsommerabend irgendwo auf der nördlichen Erdhalbkugel tummelten sich Amseln auf dem Boden zwischen den ersten welken Blättern einer Rotbuche, die sichtlich kränkelnd ihr Dasein fristete. In anderthalb Meter Höhe zwei Buchstaben durch ein Pluszeichen getrennt den unteren Baumstaum keineswegs zierten, eingerahmt mittels einer Ahnung von Herzform.

Fraglich, ob die damalig Verliebten jetzt noch an jene Augenblicke gedachten, als sie umständlich mit des Taschenmessers Klinge die Initialen ihrer Namen in die Borke schnitzten. Völlig nutzlose Buchstaben verblieben, hastig Beauftragte hatten der mächtigen Buche ohnehin viel größeren Schaden zugefügt, einen weggebrochenen Hauptast nicht beachtet, so daß Nässe und Getier tief eindringen konnten in den zerfransten Krater. Ein deutlich sichtbar aufgemaltes gelbes X verriet ihr baldiges Ende, daß wohl im Herbst sie gefällt werden würde.

Den Amseln sollte dies egal sein, sie spielten unbedarft unter der alten Buche, der Platz füllte sich wieder mit Leben, zumal plötzlich wie aus dem Nichts eine rot-weiße Katze mit einem einzigen Satz einen Altvogel erwischte, der nicht rechtzeitig von dannen geflogen. Das bestialische Spiel eines langsamen Todes ihm bevorstand. Aus sicherer Entfernung seine Artgenossen mitlitten, sich bei ihnen erneut einprägte, daß Wachsamkeit oberstes Gebot.

Wir mögen kaum die Beweggründe natürlicher Kreisläufe gänzlich durchschauen, wieso diese grazilen Säugetiere ein derart erbarmungslos sich hinziehendes Todesspiel trieben. Nachdem nur noch ein paar Federn eine Restspur des Singvogels verrieten, verschwand die Katze mit erhobenem Schwanz. Eine Windböe wirbelte den welken Blätterhaufen auf, die Abendsonnenstrahlen tauchten den Platz in ein Hauch von Lila und eine Haussperlingschar flog aufgeregt zwitschernd davon.

Numehr läuteten die Glocken, kündigten eine volle Abendstunde an. Eine Marderfamilie durchstreifte den Ort, witterte neugierig die Restspuren der Katzenmahlzeit, rannte ungeheuer schnell, ähnlich wie Eichhörnchen den Buchenstamm empor, tobte im weitläufigen Geäst, verließ den Laubbaum kurz darauf in Windeseile und suchte sich neue Herausforderungen. Das Knarren eines Eisentores durchbrach die kurzweilige Stille, eine alte Frau betrat leicht gebückt den Platz, setzte sich umständlich auf eine Bank, die vor Jahren schon von der Gemeinde gespendet worden war. Nicht weit entfernt lag der Dorffriedhof, den sie allabendlich aufsuchte.

Drei Jahre lag es zurück, daß ihr Berthold das Zeitliche gesegnet hatte, mußte aber nicht leiden, war einfach des morgens nicht mehr aufgewacht. Da saß sie nun und erinnerte sich vergangener Tage. Mit einem leichten Grinsen im faltigen Gesicht durchlebte sie erneut ihre ersten zaghaften Treffen mit Berthold, die Eltern durften nichts davon erfahren, dachte sie und fragte sich zugleich, warum eigentlich? Jedesmal folgten diese Rückerinnerungen auf dieser Bank unter der alten Buche. Zuhause geschah dies eher sporadisch, wenn überhaupt. Hier draußen konnte sie abschalten, kehrte Gelassenheit ein. ‚Vielleicht hilft mir auch die Buche‘, überlegte sie kurz, entschloß sich aber, lieber wieder aufzustehen, der Weg nach hause wurde für sie in letzter Zeit immer beschwerlicher, und der Tag neigte sich seinem Ende.

Langsam kroch sie dahin, erreichte die mächtigen Wurzeln der Buche, ihr Erdloch konnte man kaum erkennen, doch die Rote Wegschnecke wußte zielsicher ganz genau, wo es sich befand. Die letzten Sonnenstrahlen verblaßten, die Nacht stand bevor, um mit ihrem dunklen Schleier alles in den Schlaf zu tauchen, außer den nachtaktiven Tieren wie Eule oder Fledermaus.

Lotar Martin Kamm

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Alles möglich

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Der See hat ihn verschlungen,
sein Körper, weiß aufgedunsen.
Zebras trampeln übers Land,
weit und breit kein Elefant.
Die Morgenröte tobt immerfort,
sie neidet dem Abendlicht das Rot.
Der Scirocco braust übers Meer,
in Europa steht nicht nur ein Heer.
Die neuesten Meldungen des Tages,
das letzte Eis ist weg, das war es.
Ein Rotkehlchen stimmt an ein Lied,
das Kind dem Tod leichter entgegensieht.
Die Mittagshitze kein Staub aufwirbelt,
alles ist von Dampf, Wolken eingenebelt.
Die Hündin jault in ihrem Käfig,
die Taten der Menschen sind schäbig.

Der See hat ihn verschlungen,
er blieb auf Jahre verschwunden.
Kinder bauen verträumt Sandburgen,
der Herbst naht, zeigt erste Spuren.
Der Mond soll heute nicht untergehen,
die erste Liebesnacht, Licht würde stören.
Libellen bevölkern den nahen Teich,
das Ufer ringsherum ist butterweich.
Ein leichter Wind umhaucht die Stille,
dies Geräusch, das war eine Grille.
Die Familie versammelt sich im Haus,
es wird gefeiert mit Saus und Braus.
Betty, John sitzen auf einer Parkbank,
Händchen haltend, Gott sei es gedankt.
Ein Angler einen Fisch ausnimmt, ein Ring
wird sichtbar, der Betty einst verlorenging.

Nichts ist möglich und unmöglich,
durch Gedanken oder Taten erträglich,
alles ist möglich oder unmöglich,
durch Gedanken oder Taten erklärlich.

Nafia

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Einflussreiche Persönlichkeiten bestimmen den Lauf der Welt

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Viel Show oder tatsächlich per Nachhaltigkeit?

Manche mögen sich die Frage stellen, am Ende ihrer letzten Atemzüge, was übrig geblieben vom zurückliegenden Leben, einige berichten, die unerwartet wiederkamen, sie hätten in ungeheurer, kaum erfaßbarer Geschwindigkeit wichtige Erlebnismomente nachempfinden bzw. sehen dürfen, bevor sie zurückgelangten in die Gegenwart.

Obwohl der schlichte Bauarbeiter, namenlos ohne große Worte seiner Rolle gerechtwerdend in unzähligen, mühseligen Stunden etlichen Bauherren die Taschen füllte, Häuser auch durch ihn entstanden, erscheinen Namenslisten einflußreicher Persönlichkeiten. Sollte man ihnen viel Show oder tatsächlich Nahhaltigkeit nachsagen?

Denkwürdige Listen mit unterschiedlichen Kriterien

Auf sämtlichen Ebenen sich messen und vergleichen, eine allzu gewöhnliche Eigenschaft des Homo sapiens, der dies alltäglich praktiziert. Trotzdem meint das ziemlich erfolgreiche Wirtschaftsmagazin, das Forbes Magazine, seit 2009 die Liste der mächtigsten Menschen der Welt (The World’s Most Powerful People) veröffentlichen zu müssen, wobei tatsächlich die Aufnahmekriterien nach dem Ausmaß der Macht über Humankapital als auch finanziellem Kapitel sowie der Höhe des Einflußes auf weltpolitische Ereignisse gelten. Dabei behauptete 2015 Wladimir Putin an dessen Spitze den ersten Platz, während unsere Bundeskanzlerin auf dem zweiten Platz, Barack Obama sich mit dem dritten begnügen muß.

Völlig andere Kriterien obliegen der Liste der 100 einflußreichsten Personen der Welt, die das US-Nachrichtenmagazin Time jedes Jahr zum Besten gibt, ohne dabei eine bestimmte Reihenfolge festzulegen. Diesjährig gehören Nordkoreas Machthaber Ki Jong Un genauso dazu wie Papst Franziskus oder Hollywood-Star Leonardo DiCaprio.

Bereits schon seit bald 35 Jahren auf dem Markt wird nach wie vor Michael H. Harts Buch „The 100: A Ranking of the Most Influential Persons in History“, die 100 einflußreichsten Persönlichkeiten der Menschheitsgeschichte, kritisch betrachtet, selbst wenn angeblich eine weltweite Akzeptanz seiner Konzepte stattfinden soll. Man mag nachvollziehen, daß unter den ersten 5 Plätzen seiner Reihenfolge sich 4 Religionsstifter befinden, Mohammed an erster, Jesus von Nazaret an dritter und Buddha an vierter.

Wieso einem Adolf Hitler (Platz 39) mehr Einfluß zugesprochen wird als ein 5 Plätze hinter ihm liegender John Locke, sollte schon bedenklich stimmen, wenn man weiß, welch wichtigen Meilenstein der britische Philosoph der Menschheit hinterließ als Vordenker der Aufklärung und Vater des Liberalismus.

Viel Rummel um wenig bis nichts

Immer wenn bestimmte Vorgaben meinen, sie müßten mit Nachdruck Einfluß nehmen mittels großartiger Promotion, und solches stellen solche Auflistungen unbedingt dar, selbst wenn die Kriterien in akribischen Argumentationsketten sich zu rechtfertigen versuchen, horchen Skeptiker völlig berechtigt auf und richten ihren Blick auf Details, hinterfragen ausführlichst.

Natürlich wird niemand an das Genie eines Leonardo da Vincis zweifeln, an einen Salvador Dali oder an Isaac Newton, diese Würdigung und somit der Respekt ihren Lebenswerken gegenüber sollte selbstverständlich Anwendung finden. Allerdings kann man nur schulterzuckend und vielleicht die eigentlichen Beweggründe wissend, sich über eine übertriebene Zurschaustellung gewisser Menschen wundern oder aber hinnehmen, wie es sich eigentlich verhält: viel Rummel um wenig bis nichts.

Eines sollten wir dabei niemals außer acht lassen: Jeder Mensch ist es wert, ihn in Würde zu beachten, zu empfangen und zu respektieren, der sich uns und allen gegenüber genauso verhält. Das gegenseitige Geben und Nehmen ohne Übervorteilung, Neid, Mißgunst und die Alltagsbewältigung ohne viel Aufhebens, das macht ein harmonisches Miteinander aus. Nicht die einzelnen Ausnahmen ganz besonders starker Wesen prägen das Sein auf Erden, sondern letztlich ein dauerhaft friedliches Zusammenleben im Idealfall.

Jedwedes kleine Detail in unserem Leben hat seinen sinnvollen Platz. Wir mögen nicht unbedingt alles erkennen, aber mit gebotenem Respekt in uns hineinhorchen, um das eine oder andere Verborgene zu entdecken und zu hinterfragen.

Lotar Martin Kamm

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Abbild des Lebens

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Ich habe kein Thema,
keine Wut im Bauch,
lebe nicht nach Schema,
taumle nicht im Rausch.

Ich brauche keine Botschaft,
die für euch ergibt einen Sinn,
keine ausgewählte Kundschaft,
der ich stets dienlich bin.

Ich habe auch keine Träume,
weder gute noch schlechte,
sodaß ich tagsüber nicht schäume
und vermiese eure Feste.

Ich habe Hunger bisweilen,
durstig bin ich auch,
das ist Grund zu weinen,
aber füllt keinen Bauch.

Ich sehe dann verschwommen
die Herrlichkeit der Welt
und denke leicht benommen,
ist es das, was euch fehlt?

Dies könnte eine Botschaft sein,
ihr sucht nur nach eurem Ich,
dabei ist das füreinander Dasein,
das Finden an und für sich.

Euch fehlt die Erkenntnis
der Vereinigung der Vielfalt,
dies ist das Geheimnis,
das die Welt für jeden malt.

Keiner Farbe wird es je gelingen,
zu zeichnen ein reales Bild,
erst wenn sie sich verbinden,
ergibt sich des Lebens Abbild.

Nafia

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