Narratoren unterwegs – nicht nur zur Fasnet

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Zwischen Sandkörnern am Meer und Herrschaftshäusern

Hat Ihnen ein Narrator oder eine Narratorin auch schon mal etwas erzählt? Sie denken jetzt möglicherweise darüber nach, ob Ihnen am 11.11. oder zur Fasnet-, Fasching-, Karnevalszeit jemand noch in Erinnerung ist, der Ihnen etwas zugeflüstert oder geschrien hat. So ganz falsch ist Ihre erste Reaktion sicher nicht, denn das Wort ist ein klein wenig irreführend, zumal es im täglichen Gebrauch eher selten vorkommt, und wir uns auf die Silbe „narr“ konzentrieren, das impliziert die Assoziation der Narren, der Narretei, Fasnet halt, die närrische Zeit.

Eigentümlicherweise wird aber diese Verbindung durch die Sprachwissenschaftler nicht bestätigt, obwohl, entscheiden Sie selbst.

Ein Narrator, eine Narratorin ist ein Erzähler, eine Erzählerin, aus dem Lateinischen übernommen von narrator. Wer oder was ein Erzähler bedeutet, kann sicher jeder nachvollziehen, es gibt noch ein paar Ausdrücke, die diesem Wort gleichkommen, nämlich Autor, Dichter, Schreiber, Literat, Prosaist, Poet. Diese Begriffe umschreiben den Erzähler, sprich, Erzähler muß also nicht jemand sein, der sich nur verbal äußert, sondern auch schriftlich.

Ein Narr, eine Närrin ist ein Tollpatsch, Dussel, Blödian, Dämlack, Possenreißer, Dummkopf, Spaßmacher, Jeck, Clown, Faxenmacher, Kaspar, sogar auch dumme Nuß, Rindvieh, Vollidiot. Narr, abgeleitet von mittelhochdeutsch narre, althochdeutsch narro, laut Duden, Herkunft ungeklärt.

Wirklich, das ist doch jetzt ein Scherz, eine Posse, ein Witz? Manchmal kann man nicht umhin, zu der Unterstellung zu gelangen, was nicht so richtig in ein Weltbild paßt, das wird, aber lassen wir das. Schließlich sind Sprachwissenschaftler ausgebildete Fachleute und die Kolumnistin nur eine narrative Narratorin, die hier eine Narration zum Besten gibt.

Vielleicht ist es besser, sich erstmal der Erzählung zu widmen. Was ist eine Erzählung? Er zählt. Was zählt er? Er zählt die Sandkörner am Meer, die Sterne am Himmel oder was auch immer. Er kann auch Wörter zählen. Gedanken werden aufgeschichtet zu Sätzen, die dann Geschichten sind, Erzählungen. Unter den Erzählungen gibt es mehrere Formen, wie zum Beispiel Schilderung, Bericht, Legende, Darstellung, Beschreibung. Je nach Lesart eine andere genauere Erklärung, allen gemein ist, daß sie unterlegt sein können mit den verschiedenen Einflüssen von Gedanken, Gefühlen der unterschiedlichen Erzähler, aber auch von den Zuhörern in verschiedener Weise interpretiert werden. Närrisch, nicht?

Selbst mit Beibehaltung von Wort zu Wort kann eine Erzählung durch Betonung bestimmter Abschnitte, Aussagen eine etwas andere oder völlig andere Bedeutung bekommen. Ein kurzes Beispiel hierfür mag dies unterstreichen. Auf die Frage an eine Priesterin im Apollontempel zu Delphi, ob mit männlichem oder weiblichem Nachwuchs gerechnet werden kann, gab es zu Antwort: Junge nicht Mädchen.

Haben Sie sich nicht auch schon einmal „zum Narren gemacht“, als Sie eine Geschichte erzählten, von der Sie überzeugt waren, daß der Inhalt des Gesagten der Wahrheit entsprach oder umgekehrt, Sie waren der Überzeugung, diese Story ist ein Lügenmärchen und mußten sich eines besseren belehren lassen, da sie der Wahrheit entsprach?

Der Narr, der dem Herrschenden als Einziger die Wahrheit sagen durfte, ist keine Mär. Jeder Narrator weiß, seine Erzählung wird nur dann aufmerksam mitverfolgt, wenn ein gewisses Maß an Spannung mit in die Geschichte einfließt, daß dabei nicht nur sprachlich der Spannungsbogen die Möglichkeit des Ausschmückens bietet, sondern auch die der maßlosen Übertreibung von einigen Geschichtenerzählern in der Darstellung eines Berichtes einfloß, sollte jedem Zuhörer bewußt sein.

Demzufolge sollte Ihnen bewußt sein, daß alles was Sie lesen, hören gespickt sein kann, mit närrischen Einflüssen, die narrativ Ihnen das Zeitgeschehen, den Hergang eines Erlebnisses darstellen.

Vielleicht fällt Ihnen jetzt plötzlich auch wieder ein, wann Sie das letzte Mal einem Narrator, Narratorin zugehört oder eine Narration gelesen haben, lassen Sie die Textschreiberin raten, Sie sind gerade am Ende Ihrer vorerst letzten Narration angelangt.

Doris Mock-Kamm

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Trumpty Dumpty sat on the Wall und jewann die Wahl

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Satirischer Rückblick…

Ganz gemäß aus dem Nursery-Reim der Mother Goose folgt auf stehendem Fuß die Parodie zu jenem Trump, dem Donald, der die Wahl jewann. Wat war des danach für’n Run, welch Fun! Doch zurück zum wöchentlichen Geschehen, was och wir so alles ham jesehen.

Geltungsbereiche alles andere als zufällig möchte man meinen, wer wird schon „My home is my castle“ verneinen. Herrschaftsansprüche finden stets Wege, ihre Macht auszubauen. Woran dies wohl läge, so viel Vertrauen? Ihr wißt doch, mit Geld kann man nahezu alles richten, egal wer unter welchem Stein hervorkroch, da nützt och keen Hinzudichten.

Wir sehen es doch in Burkina Faso, wo Yacouba Sawadogo die Wüste mit Wald beschenkte, egal wieviel Gelder Entwicklungshilfe in falsche Hälse versenkte. Man weeß doch, Autopiloten sind och nur Idioten, die jedem Joch hinterherkriechen, profitieren von manch tragischem Siechen.

Seit Jahren schon zu sehen, daß in Madagaskar die Regierung tatenlos die Holz-Mafia gewähren läßt. Wie kann solches nur geschehen, only money seems to be the best? Manch Dinge sich merken wohl keine leichte Sache. Sag mal, wer verkooft uns solch Mär, daß ick nüscht lache!

Und so wandelst du durchs mühsame Sein, Lebenserfahrungen hinterlassen sichtbare Spuren, bist aber nicht damit allein, selbst wenn einige hinter dir tuscheln auf manch Fluren. Wichtig ist doch nur, am Abend du die Hand deiner Liebsten hälst, egal wie sehr es den einen oder anderen mißfällt.

Doch wes Lied ich sing, fragt sich hierbei, wohin sie ging, die Liderlichkeit, die nunmehr sei. Die Entscheidung fiel, für manch einen ziemlich subtil, The Donald nächster Präsident der USA. Was drüben übern Teich wohl geschah? Schon werden erste Stimmen wach und fragen hinterlistig janz flach: Biste nu für oder gegen Trump? Bedenke, wat du sachst, du Lump! Sie ham janz richtig gelesen, wer die falsche Antwort gibt, dann is nix mehr mit jenesen, dann haste dat versiebt.

Dann magste wie een Hallodri oder Halunke um die Häuser ziehen, bleibst in manch Spelunke, tust dir in Alkohol entfliehen. Ob das die richtige Qual nach dieser mißratenen Wahl? Träume sind och nur Schäume? Ganz anders hingegen für Bäume. Dort wo eine alte Platanenallee weiterhin gefährdet in Überlingen am See. Interessiert nur fast keinen, weil jetzt viel wichtiger das Weltgeschehen. When Trumpy Dumpty sat on the wall, manch einer sich sagt: Wat jibt dat nur für nen Widerhall.

Lotar Martin Kamm

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Träume

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Will mit Dir durch Felder streifen,
wortlos, Hand in Hand.
Will diese fremde Welt begreifen,
im Herzen, nicht mit dem Verstand.

Will mit Dir im Staube stehen,
reglos, Haar an Haar.
Will alle Schatten fliehen sehen,
und dann sind wir ein Paar.

Will mit Dir im Grase liegen,
schamlos, Haut an Haut.
Will, daß uns’re Seelen fliegen,
weit weg, mal leis, mal laut.

Will mit Dir durch’s Leben gleiten,
furchtlos, Seit an Seit.
Will Dir Freud und Leid bereiten,
so Du es wagst – ich bin bereit.

Peter Petereit

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Überlinger Platanenallee weiterhin gefährdet

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OB Becker nutzt politisches Kalkül zur bevorstehenden Wahl

Im Grunde genommen könnte man die Koffer packen und resigniert abreisen, weil ohnehin längst die geplante Landesgartenschau nicht nur politisch durchgesetzt somit stattfinden wird, sondern bereits erste Konsequenzen vollendete Tatsachen schufen.

Als wir noch im August über die Bemühungen der BÜB (Bürgergemmeinschaft zur Rettung Überlinger Bäume) berichteten, wie nahezu aussichtslos die Sachlage vor Ort sich gestaltet, die verantwortliche Oberbürgermeisterin Sabine Becker all dies ignorierte, nutzte sie nunmehr nach der ersten Wahlschlappe ihr politisches Kalkül mit ihrer Mitteilung, die Platanenallee würde vorerst nicht gefällt werden. Was spielt sich dort in Überlingen ab?

Ein dramatisches Vierteljahr offenbart die Macht der Lobbyisten

Letztlich ein Paradebeispiel kaltherziger Regionalpolitik. Was interessieren schon Bürgerbegehren, Hauptsache man folgt dem Ruf einer prestigeträchtigen Zurschaustellung per Präsentation zur Landesgartenschau.

Hatte noch Mitte Oktober die BÜB die schriftliche Begründung zum Nein des Gemeinderates mit einer einstweiligen Verfügung gegen die Fällung der Platanen beim zuständigen Verwaltungsgericht beantragt, folgte zwar ein Beschluß für eine Bürgerbeteiligung an der „Ausgestaltung des Bürgerparks“, ein geforderter „Runder Tisch“ wurde dennoch brüsk abgelehnt. Es hätte wohl eine offizielle Beantragung seitens der BÜB nicht stattgefunden, so die Begründung zur Ablehnung.

Ein Tag später erfolgte der erste Spatenstich für die geplante Landesgartenschau, vollmundig wischten die geladenen Gäste aus der Landespolitik die Einwände besorgter Bürger weg, schließlich seien ein paar spezifische Probleme am Rande lösbar, wie der Landschaftsarchitekt Hubert Möhrle gegenüber dem Südkurier betonte.

Nach der Fällung der Trauerweiden, dem Abriß der Ufermauer das Aus der Platanen?

Schnell erfolgte die Fällung der alten Trauerweiden, Roland Biniossek vom Linken-Gemeinderat sprach von einem „Schwarzen Freitag“, den der 21. Oktober bedeutete, es folgte in der ersten Novemberwoche der Abriß der alten Ufermauer, ein Antrag seitens Friedrich Hebsacker an die Untere Denkmalschutzbehörde der Stadt Überlingen, daß doch die Mauer seit über 60 Jahren ein bewährter Schutz gegen stürmische Bodenseewellen sei, blieb ungehört.

Aber ein taktisch politisches Manöver von der noch amtierenden Oberbürgermeisterin Sabine Becker verdeutlicht mal wieder, in wie weit ihre Glaubwürdigkeit angezweifelt werden kann. Hatte sie in der ersten Wahl nur 17,3% der Stimmen erhalten, die Herausforderer erreichten wesentlich bessere Ergebnisse, erhofft sie sich wohl nunmehr zur Stichwahl am 27., selbst Stimmen von denjenigen zu erhalten, die noch enttäuscht wurden über ihre sture Haltung in Sachen Platanenallee, die vorerst nicht gefällt werden solle. Darüber kann auch nur die BÜB sich verwundert die Augen reiben, wie sie hier bekundete.

Solange der Widerspruch beim Verwaltungsgericht läuft, besteht noch Resthoffnung, daß wenigstens die Platanenallee erhalten bleibt, wer mag, kann hier noch die von Dirk Diestel gestartete Campact-Petition unterzeichnen, es fehlen nur noch wenige Stimmen.

Lotar Martin Kamm

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Hallodri und Halunke

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Hallodri und Halunke
wachen nebeneinander auf,
sie waren in der Spelunke,
schliefen ihren Rausch aus.

Erschrocken sind sie beide,
fremd das Angesicht,
schwer nicht nur die Beine,
bleiern das Gleichgewicht.

Trotz des Kopfes Dröhnen
sie sich freundlich begegnen,
warum jemanden argwöhnen,
der mit dir im Park gelegen?

Zum Abtritt müssen sie torkeln,
den Frühschoppentrunk
brauchen sie nicht besorgen,
im Park geht Schnaps reihum.

Mittagszeit ist längst schon,
auf des Parkes Wiesen
tummeln sich viele ohne Lohn,
die von vorneherein verlieren.

Hallodri sonst geflissentlich
sein Leben meistert,
Halunke schlägt sich
durch, das ihn begeistert.

Sie trinken auf Freundschaft
und bessere Zeiten,
Hallodris Vertrauen erschlafft,
selbst nicht beim Geldausleihen.

Langsam wird es Abend,
ein Alter reicht Hallodri sein Bier:
„Nicht bis zum Weltenend
ist der wieder hier.

Mit ihm kann man saufen,
aber er ist nicht wie wir,
vom Leben will er weglaufen,
er ist nicht gestrandet, deshalb hier.

Er lacht uns Gestrandete aus,
beherrscht Stehlen und Lügen,
Ehrlichkeit treibt ins Armenhaus,
er hält es lieber mit Betrügen.

Trink mit mir das Bier leer,
du bist als Freund willkommen,
Halunken sind keine Tränen wert,
egal ob reich, unten angekommen.“

Nafia

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Es geschah vor 40 Jahren (08. bis 14. November 1976)

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Wußten Sie was in diesem Zeitraum?

makadomo TV begrüßt Sie recht herzlich zu einer weiteren Sendung „Es geschah vor 40 Jahren“ – ein Nachrichtenrückblick ohne anspruchsvolle Informationserklärung, vielmehr der Unterhaltung dienend, manchesmal mit zwinkernden Augen zu betrachten.

Für all jene, die Interesse haben, was da im Hintergrund geschieht, bis solch eine Sendung aufgenommen, ein paar Infos zur Technik und Ausstattung:

Die Kulisse stammt noch aus meinen beruflichen Zeiten im Schloßtheater Neuwied, bestehend eine Aneinanderreihung aus zwei Wänden, zwei Portalwänden und einem Sturz mit dahinter gespanntem Stoff, per Klettverschluß befestigt.

Ausgeleuchtet mit zwei alten Scheinwerfern, zum einen einem „Mettmann – 1.000 Watt“, zum anderen einem „Strand Lighting – 650 Watt“, aufgenommen mit einer Samsung Video-Kamera.

Ständig wechselnde Bilder (Skulpturen) von uns an linker, großer Wand.

Nehmen Sie das Leben wie es ist: ernsthaft, ohne Humor keineswegs auszuhalten, vielmehr von etlichen Geschehnissen. Damit manche nicht in Vergessenheit geraten, hier die Meldungen…

Doris Mock-Kamm und Lotar Martin Kamm

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USA nach der Wahl: Biste für oder gegen Trump?

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Welch simple Phrasen sich aufgefordert fühlen

Da hocken die einen vor der Laptop-Kamera und freuen sich diebisch wie selbstverliebt die Medien doch über den neugewählten, diesen Donald, während der Wahlkampfzeiten hergezogen hatten, um sich händereibend über dessen Siegeszug ins Weiße Haus auszulassen. Klar doch, sollen sie doch, man will ja schließlich keen Spielverderber sein oder als Spaßbremse gelten, ein jeder so wie er mag.

Mit der Killary, wie viele sie hämisch nannten, wären die Amis ohnehin schnellstmöglich in Syrien mit den Russen aneinandergeraten, hätte ohne weiteres ein Worst-case-Szenarium eines globalen Atomkrieges ausbrechen können. Das soll jetzt ein Trump verhindern, der selbst, außer vielen Sprüchen, so gut wie über keine politische Erfahrungen verfügt. Braucht er och nicht, da sind doch ausreichend Experten an seiner Seite, gar manche aus dem republikanischen Lager, die ihm beistehen.

So simpel funktionieren politische Ämter, erst recht beim Hegemon. Ach so, paßt ja jetzt nicht mehr, jene Kritik, weil mit Trump wird die Welt friedlicher, frohlocken bereits all jene, die von Beginn an auf ihn gesetzt hatten, er soll für frischen Wind sorgen, weil er doch die janze verlogene Mischpoke des etablierten Estabalishments beiseite fegen möge, durch ihn würde wieder alles besser.

Aha, ein Rassist soll die Geschicke dieser USA richten, und seine Anhänger halten ihm die Stange dabei? Nicht wörtlich nehmen, sexistisch-frauenverachtende Entgleisungen gab es schon zu genüge während dieser Wahlkampf-Ära, die seit gestern beendet. Jetzt heißt es nach vorne blicken. The Donald wird mal soeben für den enttäuscht, alleingelassenen Mittelstand ein El Dorado des Aufschwungs aus dem Hut zaubern. Was vor ihm mehreren Präsidenten eben nicht gelang, wird dieser Steuertrickser mit äußerst windiger Geschäftsvergangenheit- und Gegenwart schon richten. Interessant, durch welche simplen Phrasen sich etliche aufgefordert fühlen, dem neuen 45. Präsidenten zu huldigen.

Dabei sollte sich keiner Illusionen hingeben, mit Killary wäre nichts besser geworden, och sie kann keen Wasser in Wein verwandeln, weder blühende Landschaften entstehen plötzlich aus dem Nichts noch neue Arbeitsplätze. Die Sache mit den Russen wäre unter ihrer Fuchtel lebensbedrohlich für die Menschheit geworden, wovon man ausgehen muß. Aber mal Hand aufs Herz: Glauben hier tatsächlich Gutgläubige, daß eine Rüstungsindustrie, Pharmakonzerne und Banker sich mittels eines Präsidenten beeindrucken lassen? Wir wissen doch nicht erst seit gestern, daß die gesamte Weltgeschichte immer am Tropfhahn des Geldes hing, oder? Da kann och keen Newcomer wie dieser Trump etwas ändern.

Also, biste nu für oder gegen Trump? Wer gegen ihn ist, hat zugleich sämtliche Rechtspopulisten, Russlandkenner- und freunde gegen sich, obendrein jene, die tatsächlich meinen, er würde die USA von ihrer asozialen Politik befreien. Denkste. Hat schon mal einer von jenen neuernannten Marktschreiern mal die Frage in den Raum geworfen, ob es noch was anderes gibt, außer Pest oder Cholera, Hillary oder Donald? Was ist mit Jill Stein? Ganz einfach: In den USA herrschen nur diese beiden Parteien, alles andere hat sich unterzuordnen. Wie armselig.

Lotar Martin Kamm

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