Younee – Pianistin erobert Musikerherzen

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Improvisatorische Klänge und Kompositionen spielerisch uns gegönnt

Musik verbindet auf sehr vielen Ebenen, erreicht in der Regel stets die Herzen der Menschen. Ohne sie wäre die Welt stumm, leer und arm an wichtigen Impulsen. Die in Südkorea geborene Younee wußte bereits im Kleinkindalter als Dreijährige, was ihr innigster Wunsch. In einem der YouTube-Videos berichtet sie, wie sie die Tasten eines Pianos aufmalt, um zuhause Notenspielen auf diese Weise zu üben.

Gut vorbereitet hat sie dann die Gelegenheit, im Kindergarten auf einem echten Klavier zu spielen. Genau diese Sehnsucht äußerst sie so lange ihren Eltern gegenüber, um schließlich ein Piano zu erhalten, ihre große Chance, endlich ihr Talent auszuleben.

Debütalbum „Love” und Crossover Album “True To You”

Allerdings gilt ebenso für Younee, daß Talent allein keineswegs reicht. Sie absolviert nach der Schulzeit an der berühmten Yonsei University in Seoul ein umfangreiches Klassik-Studium und schließt dann per Bachelor-Examen am klassischen Piano ab.

Zunächst erscheint noch unter ihrem Künstlernamen Keys Piano 2006 ihr Debütalbum „Love“, es folgen Wettbewerbe sowie Festivals in Südkorea, das Land feiert sie als neue Entdeckung. Ebenso schreibt sie viele Popsongs für koreanische Künstlerkollegen, komponiert für die koreanische Fernsehserie „Famous Princesse“ den Titelsong „Dan Hansaram“.

Wahrhaftige Künstler suchen stets ihren ganz eigenen Weg der Entwicklung, lassen sich in kein Muster pressen, so auch Younee, die Jazz, Klassik und Pop auf dem Piano verbinden möchte, aus diesem Grunde ihre Heimat verläßt, in Großbritannien in berühmten Jazzclubs wie „100 Club“, „606“, „Bedford Club“, „Pizza Express“, „Stables“, um nur ein paar wenige aufzuzählen, auftritt, mit Leib und Seele spielt, gleichwohl im BBC und bei anderen großen Musikevents. 2008 erscheint ihr Crossover Album „True To Love“, der Titelsong „Home To You“ kann sich in den US-amerikanischen Radio-Charts platzieren.

„Jugendstil“ und „My Piano“ offenbaren ihr musikalisches Genie

Younee treibt es nach etlichen tollen Erfahrungen und Erfolgen nach Deutschland, der Heimat von Bach, Beethoven und anderen großen weltberühmten Komponisten. Ihr Wissen um die alten Werke verbindet sie spielerisch und transportiert es in die Welt des Jazz, Pop und letztendlich auch des Rock, versucht gleichwohl per Gesang ihr musikalisches Talent auszuleben. 2014 erscheint ihr nächstes Album „Jugendstil“, produziert im berühmten „Emil Berliner Studio“.

Natürlich arbeitet sie jetzt erst recht an ihrer Karriere, experimentiert ständig mit dem Piano, läßt sich inspirieren, das nächste Album „My Piano“ erscheint diesjährig. Der Titel verrät bereits die Intension. Dabei verläßt sie Vorgaben der alten Meister wie Beethoven, Bach oder Mozart, läßt ihrem Talent freien Lauf, nutzt all ihre Erfahrung und ihr Können. Zuletzt konnte man sie hören und sehen beim Beethovenfest in Bonn, in einem zweihalbstündigen Konzert.

Wir dürfen gespannt sein, was da noch von Younee folgen wird. Das Video mag einen kleinen Eindruck vermitteln.

Lotar Martin Kamm

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Stillstand gibt nichts her

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Krieg entfacht,
halb totgelacht,
aufgerafft,
damit es kracht.
Schicht im Schacht,
ganz sacht
Augen zugemacht.
Nur so ausgedacht?

Nach Freiheit streben,
alles dafür geben,
selbst das Leben.
Eben.
Sich bloß nicht überheben
beim geistigen Weben.
Das wär wohl daneben.
Bis zum nächsten Beben.

Keine Lösungen mehr,
der Kopf nur noch leer.
Man wünscht sich so sehr,
daß da eine Idee wär,
mit nem gescheiten Flair.
Stillstand gibt nichts her,
gleichmäßig rauscht das Meer.
Vieles bleibt unfair.

Es gibt so bestimmte Tage,
außer Frage,
die zeigen dir die miese Lage.
Nicht aus einer alten Sage,
keiner undurchdachten Klage,
gar besonders herausrage.
Manch Gewissen nage,
wer denn den Weg zur Wahrheit wage.

Krieg entfacht,
halb totgelacht,
aufgerafft,
damit es kracht.
Schicht im Schacht,
ganz sacht
Augen zugemacht.
Nur so ausgedacht?

Lotar Martin Kamm

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Wirtschaftskriminalität und die Offenlegung der Bevölkerung gegenüber

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Geheimdienste im Fokus schärferer Beobachtung

Heimlichtuereien hat wohl jeder Mensch, wobei gerade Kinder besonders gern im Heranwachsen sich dahingehend stets aufs Neue austauschen, sie sogar äußerst förderlich die Entwicklung positiv beeinflussen.

Jedoch spätestens ab einem gewissen Alter kippt die entspannte Stimmung zwischen Entwicklungsprozedere und dem Ernst des Lebens, sei es im kaltnüchternen Schulsystem oder späterhin im Berufsleben. Dann werden die Substantive ausgetauscht und der Geheimnisverrat rückt ins Blickfeld scharfer Beobachtung: auf solchem Weg topsecret oder transparent ins neue Jahrtausend? Irgendwo dazwischen spielt sich das allgegenwärtige Leben der Geheimdienste, der Wirtschaftskriminalität und der Offenlegung der Bevölkerung gegenüber ab, wie uns unverkennbar oftmals ins Gedächtnis gerufen wird.

Spirale ewiger Kriegsszenarien dient der Gewinnmaximierung

Die meisten haben wohl von der berühmtberüchtigten Spionin, Margaretha Geertruida Zelle, so ihr bürgerlicher Name, gehört oder gelesen, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen, Mata Hari, die im Alter von 41 Jahren zum Tode verurteilt per zwölfköpfigen Exekutionskommando schließlich erschossen wurde. Obwohl sie eigentlich keine wirklich staatengefährdende Spionage betrieben hatte, wenn man allumfassend sämtliche Umstände genauer abwägt.

Trotzdem verbleibt angesichts weltweit dramatischer Machtstrukturen sowohl wirtschaftlicher als auch militärischer Hinsicht im Geflecht unterschiedlich politischer Systeme und gegenseitiger Abhängigkeiten nichts anderes übrig, als eine Kultur des latent vorhandenen Mißtrauens zu pflegen. Weil niemand gern dem anderen zugesteht, der Schwächere zu sein, obendrein stets eine Übervorteilung angestrebt wird, ergeben sich eben diese ewigen Bedenken.

Darf man angesichts solcher Konstellationen daher unbedingt davon ausgehen, daß ganz bestimmte Informationen in falschen Händen der Anfang vom Ende? Den Beginn kann man ohnehin nicht ausmachen, aber so manch unnötige und höchst unmenschliche Überreaktion muß deutlich angemahnt und hinterfragt werden.

Was hat es auf sich mit all jenen entlarvt und gestellten angeblichen Geheimnisverrätern, denken wir an den FBI-Dolmetscher Shamai Leibowitz, an Thomas Drake, den Experten für Softwaretests bei der NSA, an Wikileaks-Gründer Julian Assange, an „Fox News“-Reporter James Rosen, an den mutmaßlichen Wikileaks-Informanten, den Soldaten Bradley Manning, an den CIA-Agenten Jeffrey Sterling, an Stephan Kim, den Nordkorea-Experten im Außenministerium, an Edward Snowden, dem Systemadministrator bei der NSA und CIA oder an den General James Cartwright? Sie alle haben eines gemeinsam: Sie warfen staatsrechtliche Bedenken über geheimzuhaltendes Wissen über Bord, um es einer interessierten Öffentlichkeit zukommen zu lassen, riskierten dabei ihr eigenes Leben.

Stecken wir bereits in einem Prozeß eines gewissen Bewußtseinswandels, bei dem die Notwendigkeit von Geheimdienstinformationen allein schon deshalb der Lächerlichkeit preisgegeben werden, weil Mensch selbst die Spirale ewiger Kriegsszenarien endgültig zu verpönen gedenkt, ganz deutliche Parallelen zwischen Gewinnmaximierung sowie dessen daraus resultierende soziale Verrohung explizit verinnerlicht, um jetzt dem Einhalt zu gebieten?

Geheimnisverräter haben eine unverkennbar wichtige Tür aufgestoßen

Aller Wahrscheinlichkeit nach haben die hier neun aufgezählten sogenannten Geheimnisverräter eine unverkennbar wichtige Tür aufgestoßen, die in der Tat nach den zurückliegenden 16 Jahren im jetzigen 21. Jahrhundert den Weg ebneten hin zur Transparenz. Nicht nur ein simples Zeichen einer neuen Ära innerhalb der menschlichen Entwicklung, die keineswegs rein zufällig entsteht, sondern unbedingt das Bewahren unseres eigentlich schöpferischen „Auftrags“, diese Erde nicht zu zerstören, sie mit allen Mitteln zu respektieren, folglich auch uns Menschen selbst.

Insofern kann nichts besseres geschehen, als die Ohnmacht entlarvter Autoritäten der Weltöffentlichkeit zu präsentieren, bevor diese selbst zum Zuge kommen, um ihren Zerstörungskurs widerstandslos fortzusetzen. Es kehren sich Vorwürfe um, Geheimnisverräter werden zu Freiheitshelden. Wir können das zur Kenntnis nehmen, behutsam aber sehr zielgerichtet mit äußerst scharfen Verstand sämtlich vorhandene Informationen analysieren, beurteilen und entsprechend uns austauschen.

Danach sollte eine Zeit der Rückbesinnung einkehren, welche Ursachen dazu führten, den eigentlichen Kurs der Mitmenschlichkeit weltweit verlassen zu haben, um diesen wiederzufinden.

Lotar Martin Kamm

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Erinnerung aus den Angeln heben

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Die Tür knarrt, scharrt, schabt, knirscht,
sie hält nicht mehr in der Falle fest,
es scheint sie lebt, sie lebt vom gestern,
lebt und erzählt von den Geschwistern,
die durch sie ins Wohnzimmer rannten.
Alle Freunde, alle Bekannten
gingen durch diese Tür,
sie vermißt das Leben, was kann sie dafür.

Erst war es nur ein Fenster, das zersplittert,
durch den Wind, leicht verspielt, sie erzittert.
Nach und nach stahlen dunkle Gestalten
die letzten Reste, die das Haus verwalten,
verwahren sollten für ihre Rückkehr,
aber es gibt wahrscheinlich keine Wiederkehr.
Niemals mehr wird das Haus belebt
von der Freude, Liebe der Familie Samet.

Bei Nacht und Nebel verließen sie den Ort,
das Haus, ihre Heimat, Flucht, fort, nur fort.
Kein Abschied, ein paar Koffer, das nötigste,
noch Kraft, kein Leid mehr, schien das Beste.
Ihre Geräusche heulen nicht nur auf bei Wind,
ihre Wehmut schreit sie nun geschwind
bei dem leisesten, kaum merkbaren Luftzug
schlägt, knallt die Wohnzimmertür auf und zu.

Sie waren meine Freunde, meine Gefährten,
unser Reich war riesig, wir liebten die Gärten,
wir tobten durchs Haus, bei ihnen, bei mir,
bis ihr Vater beobachtet, kam ins Visier
von Männern, die zwangen ihn zum Schweigen
er durfte über Mißstände nicht mehr schreiben.
Er schwieg, nicht lange, da konnte er nicht mehr
schweigen über die Gewalt, er setzte sich zur Wehr.

Kann denn niemand die Tür zum Schweigen bringen,
ihre Sehnsuchtstöne lassen mein Herz zerspringen!
Herr Samet wurde verhaftet, gefoltert, bedroht,
nicht nur Mama und Papa halfen ihnen in der Not.
Nun machten sie auch vor den Freunden nicht halt,
sie beobachteten, lauschten, verdrehten jeden Sachverhalt.
Wie helfen den Freunden, dem Nachbar, dem Nächsten,
es gab geheime Treffen bei uns in den Nächten.

Und dann kam der Morgen, meine Freunde weg,
das Haus war still, nur noch einsamer Fleck.
Sie kommen wieder, gewiß, irgendwann.
„Mama, bin ich dann erwachsen, ein Mann?“
Nach Wochen erst wurde uns Nachricht gegeben,
aus einem fernen fremden Land, sie leben.
Papa, bitte geh rüber, hebe die Tür aus den Angeln,
solange sie erinnert, bleibe ich im Schmerz gefangen.

Nafia

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Neue Rechte im Taumel menschenverachtender Aktionen

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Satirischer Rückblick…

Na, das wird sich wohl lohnen, haben deren geistige Brandstifter sich gedacht, ordentlich darüber gelacht, wo es doch überall im Lande kracht. Wie verrückt, daß Bosheit dermaßen entzückt, wobei diese Klientel betrügt, weil doch angeblich die Presse lügt. Dies hat immer noch nicht genügt, woran das wohl liegt? Es geht auch hierbei um Macht, die längst gezielt entfacht, um die Demokratie zu zerstören, das Volk per simplen Phrasen erneut zu betören.

Mal scharfsinnig überlegt, wenn der Vorhang sich kaum bewegt, sich dann noch was Menschliches regt? Wir kommen später drauf zurück, Stück für Stück. Daß die Lebensmittelbranche mit tierischer Gelatine mogelt, sollte nicht erstaunen. Mal eben nachgegoogelt, schon folgt entsetztes Raunen. Von solchen Auswüchsen wußte früher bereits och ein Kohlenhändler Onkel Heinzel zu berichten, gänzlich ohne irgendwelches Hinzudichten.

Unsere Gesellschaft befindet sich im Zwiespalt ihres Wertezerfalls, ob man das wahrhaben will oder nicht, es längst von überall her hallt, wie widerlich. Da hilft ein Blick in den Spiegel, in jenen Schmelztiegel, aus dem bösartige Stimmen ein gräßliches Lied anstimmen, von Ehre, Stolz und Loyalität. Dies zu stoppen, das zählt, bevor es zu spät!

Oder muß jemand proklamieren: Ich brauche deine Hilfe nicht? Bloß nicht genieren, schaut hin, welch Geschmeiß in der Gesellschaft erneut kriecht. Schlimm genug, daß Luxusleben Verbrecher anzieht, unterwegs per großem Betrug, manch Bank ihnen gar hintersinnig vergibt. Doch was jetzt wieder hierzulande mit aggressivem Gebrülle sich entlarvt, per Phrase wie „Wir sind das Volk“, völlig unbedarft, ruft hervor manch dunkle Wolk.

Denn zum Einheitstag in Dresden trumpft die Pegida auf, darf sich der Rechtspopulismus erneut ungebremst ausbreiten, per solch pöbelnden Hauf. Herrschaftszeiten, welch üble Neuigkeiten! Hirnwäsche macht offensichtlich Sinn, man sieht doch, wo führt’s hin, Fremdenhaß unterm Stein hervorkroch.

Was interessiert wohl eine CITES-Konferenz, Löwen und Elefanten mal wieder betroffen. Da hilft kein bequemer Lenz, kein Hoffen. Der Handel scheint wichtiger zu sein, mit seinen Sorgen steht mancher völlig allein. Trinkt dafür einen Blümchenkaffee, der tut keinem weh, oder laßt euch wegtragen in die Luft, wie ne Pusteblume ohne Duft.

Weil Statistik viel Verunsicherung verschleiert, hat’s sich bald ausgereihert. Politik zerlegt sich nun mal permanent, wer’s nicht merkt, hat gepennt. Mit Kanonen auf Spatzen schießen, bestimmt ein jeder kennt. Da hülft kein Verdrießen, sondern beherztes Nachdenken und Handeln. Stoppt dieses menschenverachtend zerstörerische Verschandeln!

Lotar Martin Kamm

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Mit Kanonen auf Spatzen schießen

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Viel Lärm um nichts?

Ab und zu wirkt man irritiert, weil öfters als normal Dinge immer wieder im Alltag sich aufdrängen, in die Gedanken oder in Gesprächen ihren Einzug finden. Man versucht dann zu unterscheiden, ob sie einfach nur der Bequemlichkeit des weiterführenden Gedankens zum Opfer fallen oder aber tatsächlich einen Bestand haben, so massiv den verschiedenen Aktionen zu gleichen.

Gemeint ist, mit Kanonen auf Spatzen zielen und einen Vogel abschießen. Dieser Vorgang wiederholt sich in leicht abgeänderter Form und zwar in politischen, wirtschaftlichen und sozialen Bereichen, und ach ja, natürlich auch medial.

Die Redewendung mit Kanonen auf Spatzen schießen, bedeutet in etwa, etwas übertreiben, überreagieren, großen Wirbel veranstalten. Einen Vogel abschießen, heißt erfolgreich sein, gute Leistung gebracht haben, aber es kann auch das genaue Gegenteil bedeuten, also einen großen Fehler gemacht zu haben, ins Fettnäpfchen getreten zu sein.

Die Verbindung dieser beiden Redewendungen, wobei vielleicht aufgefallen sein mag, daß der Ausdrucksform halber das Schießen auf die Spatzen durch Zielen ersetzt wurde, was den Inhalt bei den Verbindungen der beiden Redewendungen zum einen nicht unbedingt großartig verändert, ist in ihrer Aussage das Phänomen, das unsere jetzige Zeit begleitet. Vielleicht aber auch schon immer begleitet hat.

Denn es ähnelt in seiner Aussage auch den Vorführungen von Clowns, Gauklern und ist Bestandteil vieler Slapsticks, nämlich mit großem Getöse etwas ankündigen, es vielleicht nicht auf Anhieb schaffen und dann „zufälligerweise“, bevor das Publikum einschläft und das Interesse verliert, bumm ist der Vogel abgeschossen, die Aktion geglückt.

Dabei spielt es oftmals keine Rolle, ob die Aktion wirklich mit Erfolg gekrönt ist oder war, Hauptsache ist und bleibt, die Aufmerksamkeit, die dadurch zustandekommt oder kam. Ein probates Mittel, um entweder eine Sache oder eine Person in den Vordergrund zu stellen. Und je intensiver die Trommel geschlagen, je lauter etwas angekündigt wird, desto weniger können sich die Menschen davor verschließen.

Viel Lärm um nichts! Ist dies erreicht, wird das Nichts zu einem Begriff, zu einer Aussage, bisweilen zu einer konstanten Tatsache. „Im Übrigen bin ich der Meinung, daß Karthago zerstört werden muß.“

Nicht immer ist sofort zu unterscheiden, ob hier eine Gaukelei oder wirklich eine wichtige Thematik angesprochen wird, die sich lohnt, in eigenen Gedanken oder in Gesprächen zu vertiefen, sich damit länger auseinanderzusetzen. Und je mehr sich der Aussage: „Mit Kanonen auf Spatzen zielen und einen Vogel abschießen“, bedienen, desto mehr hat man das Gefühl, unter einer großen Ansammlung Luftballons zu stehen, die in unterschiedlichen Zeitabfolgen nach und nach platzen.

Und wenn dieses Gefühl sich einschleicht, zieht man sich entweder zurück, weil man sich nach Muße sehnt, weil man mehr Zeit benötigt zu reflektieren, oder man übernimmt selbst „diese Masche“, um Gehör zu finden.

Oder man bildet sich das alles nur ein, und in Wirklichkeit ist dieser Text und der eingangs erwähnte Gedankengang, die Wiederholung gleicher Mechanismen nur Bequemlichkeit der Vereinfachung.

Doris Mock-Kamm

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Pusteblume

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Es wogt ganz sacht, das Blumenmeer,
in stetig lauem Wind.
Inmitten all der Blütenpracht liegst Du,
ein Menschenkind.

Staunst über tausendfachen Flimmer,
einer Pusteblume, wie Du sie wohl nennst.
Sehr still, und atemlos noch immer,
ein Stückchen Welt, und Du erkennst.

Mit Deiner Hand, der unbeholf’nen, lieben,
hüllst Du dies Wunder der Natur.
Umsonst, die winz’gen Schirme fliegen
taumelnd, tanzend in die Flur.

Seh ich in Deine Augen, jetzt, mein Kind,
ist mir, als ahnst Du dieser Welt Gefahren.
Doch weht für neues Sein der heut’ge Wind,
vor Stürmen will ich Dich bewahren.

Peter Petereit

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