Abfälle recyceln notwendiger denn je

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Müllvermeidung und sinnvolle Aufarbeitung auf dem Vormarsch?

Das Ergebnis dieses weltweiten Lebenswandels kann man ohne weiteres überall beobachten, Müll soweit das Auge reicht. Entweder an Straßenrändern, in der Landschaft oder in Gewerbegebieten, wo er mühsamst in Mülldeponien gesammelt, sortiert, zerkleinert, großflächig vergraben oder verbrannt wird.

Die Umweltbelastung verbleibt, bei zunehmenden Müllbergen ein riesiges Problem. Genau deshalb Abfälle recyceln notwendiger denn je eine Herausforderung darstellt. Müllvermeidung und sinnvolle Aufarbeitung auf dem Vormarsch?

Terracycle und Recyclix – zwei Firmen machen es vor

Vor 15 Jahren hatten Tom Szaky und Jon Beyer eine Idee und gründeten die Firma Terracycle in New Jersey, in dem Bio-Pflanzendünger gewonnen wurde, als Abfälle dienten Essensreste der Kantine der Princeton University. In diesem Interview beschreibt Tom Szaky seine Idee und die Wege, die er mit seiner Firma einschlug, fordert auch andere auf, aktiv zu werden.

Plastikmüll belastet unsere Umwelt ebenso immer mehr, denken wir an die Meere und Flüsse, kein Wunder, daß sich Menschen darüber Sorgen machen. Wer die Folgen einfach ignoriert, dem muß man Kurzsichtigkeit bescheinigen. In Polen wurde die Firma Recyclix ins Leben gerufen, die Plastikmüll wiederverwertet, inzwischen sich gut organisiert expandiert. Dabei nutzt die junge Firma die Möglichkeit, daß Interessierte Müll kaufen können, eine Win-win-Situation für Käufer und Recyclix selbst, was dadurch ihre Investionen besser sichern kann.

Chancen für weniger Umweltbelastung

Die man durchaus somit erkennen mag, wenn denn global auch umgesetzt. Die Menschheit beginnt gerade mal aufzuwachen in Sachen Umweltschutz, selbst wenn schon vor 40 Jahren eine politisch grüne Bewegung sich aufmachte, verantwortliche Politik anzumahnen. Viel zu lang dauerte die Umsetzung, denken wir an den erstmalig im Herzen Europas sich vollziehenden Atomausstieg Deutschlands, an Auflagen an die Wirtschaft, die mühsam greifen, obwohl in etlichen Ländern viel zu halbherzig das Thema Umweltschutz angegangen wird.

Da wartet noch wesentlich mehr Umdenken, obwohl die Zeit bekanntlich rennt, die Zerstörungsgewalt nimmt immer bedenklichere Formen an, ganze Landstriche leiden unübersehbar, von weltweiter toxikologischer Belastung mal ganz abgesehen. In sofern sollte die Bevölkerung selbst daran partizipieren, sich folglich aktiv beteiligen. Das kann jeder bereits im Kleinen. Nicht einfach seinen Müll achtlos auf die Straße, in die Landschaft schmeißen. Die Konsum- und Wegwerfgesellschaft muß sich unbedingt hinterfragen, in wie weit sie selbst ihr Verhalten ändert. Mit Ignoranz kann es nicht getan sein.

„Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.“ (Albert Schweitzer)

Deshalb weicht die Natur ständig, während Mensch eine Welt sich schafft, in der Ödnis folgt, am Ende Mutter Erde gänzlich zerstört sein wird.

Lotar Martin Kamm

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Abtauchen in andere Elemente

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Zur Taufe benötigt man nicht immer Wasser

Es gibt, je mehr man ins Landesinnere fährt, weniger Liebhaber, weniger dieser Leidenschaft verfallene, weniger berufsbedingte Taucher. Menschen, die entweder ohne Hilfsmittel oder mit inzwischen immer ausgefeilteren Techniken die manchmal schier bodenlose Unterwasserwelt betreten, erobern, untersuchen. Ein bißchen muß, oder ist es mehr als nur ein bißchen, nicht nur die Anlage, das Talent, sondern auch bei dem ein oder anderen eine gewisse Abenteuerlust vorhanden sein.

Kurz, es ist nicht jedermanns Sache, in die Tiefen von Flüssen, Seen, Meeren zu tauchen. Selbst das Schnorcheln unter der Wasseroberfläche ist für manchen Menschen schon eine Herausforderung, die er entweder irgendwann überwindet oder doch lieber nie in Angriff nimmt. Das Untertauchen selbst bei klarer Sicht des Wassers schreckt viele Menschen ab, in der Welt des Wassers auch dort das phantastische Leben zu erkennen.

Bei der Suche nach dem Ursprungswort, Begriff des Tauchens stößt man auf allerlei verschiedene Urwörter, aber kein Sprachwissenschaftler will sich endgültig auf eine eindeutige Wortherkunft festlegen. Woran das genau liegen mag, dazu fragen Sie bitte die Sprachwissenschaftler. Eigentlich nicht so ganz verständlich, denn tauchen, Tau und taufen haben artverwandte Laute und stehen eng miteinander in Verbindung.

Der Tau, also der Abend- oder Morgentau, die leichte Nässe, die sich auf die Landschaft legt, mittelhochdeutsch, tou, verwandt auch mit Dunst. Taufen, also jemanden das Taufsakrament spenden, oder einfach nur benennen, althochdeutsch, toufan, tief ins Wasser tauchen, untertauchen. Tauchen, althochdeutsch, tûchen, mittelhochdeutsch touchen, steht natürlich für tauchen.

Trotzdem ganz offensichtlich zwischen diesen Wörtern ein Zusammenhang besteht, wird ausdrücklich (gerade bei DWB Trier) darauf hingewiesen, daß es keine gemeinsame Urwurzel gibt, da die germanische Wurzel duk nicht sinnverwandt sei mit taufen, tunken.

Nun, denken wird man trotzdem dürfen und zu dem Schluß kommen, daß das Tauchen und die Taufe, sowie natürlich der Tau, der den Bezug zu Wasser, Dunst liefert, nicht voneinander zu trennen sind. Das Tauchen ermöglicht uns den Aufenthalt in einem anderen Element und vermittelt durch die Schwerelosigkeit ein Gefühl von Freiheit, weniger Belastbarkeit des Körpers. Im übertragenen Sinne auch gleichzeitig eine Reinigung des Körpers. Taufen versinnbildlichen die Aufnahme in eine Gemeinschaft, Gruppierung, das Wasser dient der Reinigung. Ähnliche Aufnahmezeremonien gibt es übrigens in Verbänden, Vereinen, Banden, Bewegungen, die Rituale müssen nicht unbedingt durch das Benetzen mit Wasser vonstatten gehen, sondern unterliegen oftmals anderen Vorschriften, aber selbst hier kann man von einem Übergang in ein anderes Element sprechen.

Wer als Baby oder kleines Kind durch die Taufe in einer Gemeinschaft Aufnahme gefunden hat, wird nur, wenn triftige Gründe vorliegen, diese Gemeinschaft verlassen, manchmal mit großen seelischen Kämpfen. Wenn man sich als Erwachsener für die Mitgliedschaft, das Eintauchen, das Erkunden, das Dazugehören wollen entscheidet, können diesem Entschluß viele Fragen und Überlegungen vorangegangen sein. Wie auch immer, es bleibt ein Wechsel von verschiedenen Lebensweisen, manchmal nur ein Schnorcheln an der Wasseroberfläche, manchmal ein Eintauchen in eine andere neue Welt.

Und jetzt sind wir sprachlich einmal ein wenig frech, stellen den Wörtern tauchen, Taufe und Tau das Wort Integration zur Seite, das die Bedeutung von Einbeziehung, Eingliederung, Aufnahme, Verbundenheit, Zusammenschluß hat und sich aus dem lateinischen Wort integratio, Wiederherstellung eines Ganzen, ableitet und werden feststellen, daß zur Integration auch das Tauchen und die Taufe gehört. Allerdings sollte man vor einer Integration den Menschen das Schwimmen beibringen, das Gefühl im Wasser aufgenommen zu sein ohne unterzugehen, ohne zu ertrinken, dann hat man die beste Aussicht, eine Wiederherstellung eines Ganzen zu erhalten. Denn Integration verlangt nicht nur das Tauchen, die Taufe, die Aufnahme, sondern den beiderseitigen Willen zur Gemeinsamkeit.

Falls Sie jetzt das Gefühl nach abtauchen oder sogar untertauchen haben, weil Ihnen durch dies Geschriebene nach neuen Ufern verlangt, nach neuen Elementen, so genießen Sie oder proben Ihren Entschluß während Ihrer Erwägung doch mit dem Eintunken oder Titschen von Ihrem Nachmittagskuchen in Kaffee oder Milch, denn diese beiden Verben sind auch mit tauchen verwandt.

Doris Mock-Kamm

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Sexismus exemplarisch für jede Gesellschaft

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Je offener und direkter man damit umgeht, desto besser für alle Beteiligten

Erneut ein Fall nicht nur für die Massenmedien, sondern erst recht für jene, die schon immer alles besser gewußt haben. Dabei kann man von zwei grundlegend konträren Meinungen ausgehen: jene, die stets das Deckmäntelchen der Verschwiegenheit drüberstülpen, darunter ebenso die, die jetzt die kuschende Frau an Heim und Herd zurück wollen und die anderen, die am liebsten vor lauter Freizügigkeit hemmungslos überall ihren Trieben frönen möchten.

Eine CDU-Kommunalpolitikerin packt aus, und die geordnete politische Welt steht Kopf? Wobei man sich zurecht fragen muß, warum dies nur in diesem Berufszweig gelten möge. Faktisch sollte man betonen, je offener und direkter man damit umgeht, desto besser für alle Beteiligten.

Heuchelei nicht besonders hilfreich – sie treiben es überall

Früher war alles anders. Meinen Sie? In einem Punkt auf alle Fälle: Es wurde nicht dermaßen offen über Sexismus gesprochen wie nach der Love-and-Peace-Ära, der Befreiung zumindest in der westlichen Welt, was mehr oder weniger global übernommen wurde.

Der Weg zur freizügig-sexualisierten Welt entwickelte sich unaufhaltsam, was insbesondere neben anderen Geschäftszweigen gerade die Werbebranche beflügelte, an jeder Ecke blickte weibliche Nacktheit einem entgegen. Das Verhältnis in Partnerschaften veränderte sich, die Selbstbefreiung der Frau, die Emanzipation verhalf ihr dazu, sich eben nicht ständig gängeln zu lassen.

Doch die Heuchelei konnte nie gänzlich verdrängt werden, nach wie vor sitzt ganz tief in manch Männerseele der unbedingte Wunsch, das stärkere Geschlecht durchsetzen zu wollen. Der Mann verfallen, in die Ecke gedrängt angesichts selbstbewußterer Frauen, denen man es im Gegenzuge erst recht am Arbeitsplatz, in der Öffentlichkeit mal so richtig zeigen kann per anzüglicher Sprüche bis hin zu Mobbing oder gar Vergewaltigung?

Jenna Behrends Statement längst überfällig

Wobei sie nicht die erste war, die öffentlich lautstark Stellung bezog, die sexistische „Gesamtstimmung“ anprangerte. Das hat vor ihr Alice Schwarzer längst vollzogen, eine Frauenbewegung par excellence, die sich eben wehrte, daß Frau nur als Objekt der Begierde zu gelten habe. So weit, so richtig.

Schön, wenn Peter Tauber, der Generalsekretär der CDU, einsichtig bemerkt, daß Sexismus nicht nur ein Problem in der Politik sei, vielmehr in der gesamten Gesellschaft. Aber räumen gerade die C-Parteien damit wirklich auf, wo sie doch jahrzehntelang entscheidend mit dazu beitrugen, solche Themen lieber unter den Teppich zu kehren? Man denke dabei an den langen Kampf zum Paragraph 218 im StGB, überhaupt an die Rolle der Frau ganz besonders im Beruf, in den Chefetagen der Firmen.

Das Ganze erhält eine neue Dimension der Auseinandersetzung, wo doch der Rechtspopulismus, allen voran die AfD, die Frau wieder dahin verbannen will, wo sie Jahrhunderte lang verweilen mußte. In sofern darf man gespannt sein, was da noch folgen mag.

Lotar Martin Kamm

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Kein Frühstück in der WG

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Die Sache ist doch die,
so genau weiß ich nie,
wer morgens am Tisch
neben mir sitzt.

Es ist ein Kommen,
Gehen, Kommen.
Heute sehe ich Linda,
morgen ist Till da.

In so einer bunten WG
tut der Abschied nicht weh.
So `ne Wohngemeinschaft
gibt in vielen Dingen Kraft.

Wir können reden Stunden,
Themen schnell gefunden,
jeder kann Weisheit erlangen,
Unwissende aufgefangen.

Man ist keinem was schuldig,
außer ich werd ungeduldig,
weil wieder mal das Essen
kaufen von allen vergessen.

Manchmal wird nachts gekocht,
gebraten, Besuch gab es noch,
jeder hat sich´s schmecken lassen,
wer zuletzt kommt, der…

Kommt man morgens als Erste,
sitzen sie noch erheitert vom Feste
am Frühstückstisch,
und für mich gibt’s nichts.

Da lernt man seine Kräfte kennen,
auf dem Weg zum Dorfe rennen,
ein Kilometer hin und zurück,
das stärkt Muskeln zum Glück.

Die Sache ist doch die,
so genau weiß man nie,
warum das Schlechte
manchmal das Beste.

In der Wohngemeinschaft, nur hier
in der Essensvernichtungsmaschinerie
wird nicht nur das Denken wach,
auch der Körper nicht schwach.

Nafia

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Gesellschaft: Völlerei und Maßlosigkeit unterstreichen Dekadenz

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Die Schere zwischen Arm und Reich klafft nicht zufällig auseinander

Ganze Hochkulturen scheiterten stets an der sozialen Komponente, in wie weit die Menschen gerecht behandelt wurden, vor allem weil Völlerei und Überreichtum an Maßlosigkeit kaum mehr zu überbieten waren: Denken wir an die Fürstentümer, Grafschaften, den gesamten Adel. Keine Gesellschaft wird auf Dauer friedlich zusammenleben können, wenn die Schere zwischen Arm und Reich kontinuierlich weiter auseinanderklafft.

Daran hat sich bis heute nichts geändert. Man spricht dann gern sehr polemisch zum Ausdruck gebracht von einer Neiddebatte, die wiederum gänzlich ablenken soll von all der Prasserei. Wenn Dekadenz abhebt bei gleichzeitiger Verarmung, braucht es nur noch die lückenlose Aufklärung, was da verkehrt läuft, um dem Einhalt zu gebieten. Doch wer wagt dies tatsächlich?

Braucht es etwa selbstverursachte Finanzkrisen?

Noch vor historisch kurzer Zeit machte der Kolonialismus und der Imperialismus sich die Welt Untertan, allen voran am Effektvollsten die alten europäischen Nationen in ihrem Drang der Eroberung neuer Länder, stets aus wirtschaftlichen Gründen den Reichtum anzuhäufen, um heute den weitgereiften Kapitalismus und seine Alibifunktion fortzusetzen, dem der Globalismus, dessen bösartigster Gehilfe, der Neoliberalismus, zur Seite steht.

Gnadenlos wird ausgeschöpft, was sich zu Geld machen läßt, rücksichtslos ohne jedwede Skrupel der Umwelt, den betroffenen Menschen vor Ort gegenüber, es zählt einzig und allein der Profit. Doch trügt der Schein etwa, das Ende eines Überreichtums, eine daraus resultierende logische Schlußfolgerung? Braucht es eine selbstverursachte Erschöpfung, wenn Finanzkrisen folgen, gar Kriege taktisch inszeniert werden? Ändert sich dadurch etwas an bestehendem Besitzstand, an den alten tiefverwurzelten Herrschaftshäusern, die ihren Habitus über Jahrhunderte anhäuften, entstanden durch Intrigen, pure Ausbeutung bis hin zu kriegerischen Auseinandersetzungen?

Wenn Löhne mancher Berufsstände nicht mehr gerecht bezahlt werden

Beim Grübeln über finanzielle Gegensätze kommt man nicht umhin, sich ebenso mit den beruflichen Chancen auseinander zu setzen bzw. deren Entlohnungen, die oft fragwürdig sind. Wer legt fest, wer wieviel verdient und vor allem, warum Berufe so gänzlich unterschiedlich bewertet werden, was deren Leistung anbelangt?

Auf jeden Fall hängt das mit traditionell verflochtener Erwerbstätigkeit zusammen, den historisch entwickelten Berufsständen, denken wir an die Zünfte im Handwerk, an die Gelöbnisse oder Amtseide der Beamten, an die Ordination. Dadurch wurde ebenso die Entlohnung entsprechend festgelegt, die bis heute ihren sogenannten berechtigten Bestand hat. Aber geht es dabei wirklich gerecht zu, wenn ein Altenpfleger nach fünf Jahren je nach Ort rund 2.500 Euro Brutto verdient, ein Elektroingenieur dagegen mehr als das Doppelte? Der Beruf des Altenpflegers unterbewertet wird, obwohl er hart arbeitend alte Menschen pflegt, während der Elektroingenieur zwar Technisches entwickelt, aber dennoch um so viel mehr verdient?

Klar doch, Neiddebatten versickern ganz schnell ins Lächerliche, wenn man dieser Polemik mit deutlichen, unübersehbaren Fakten kontert. Wie kann es sein, daß immer mehr Menschen, besonders selbst in der Mittelschicht unserer Gesellschaft sich ihre Wohnung kaum mehr leisten können, weil die Mieten ins Unermeßliche steigen? Ganz einfach, von Beginn an aufs richtige Pferd setzen, sich für einen lukrativen Beruf entscheiden, oder? Doch wer garantiert, was man heute mühsamst erlernt, oftmals in einem langen Studium, morgen noch ein gefragter, dringend notwendiger Beruf sein wird? Es gibt keine Sicherheit in solch umwälzend sich schnell verändernder technisierter Arbeitswelt!

Prima, wenn dennoch diejenigen sich auf der „Sonnenseite des Lebens“ wähnen, die in sogenannten Car-Lofts leben, mit eingebautem Parkplatz wohnen. Luxus pur für eine bestimmte Klientel in so manchen Städten, die daher keinerlei Ängste hegen, einen Parkplatz in dichtbesiedelten Gegenden suchen zu müssen, keiner schummrigen Tiefgarage sich auszusetzen haben, unabhängig davon, daß die Zahl derer, die sich gar kein Auto mehr leisten können ohnehin zunimmt. Maßlosigkeit obsiegt, Armut die Folge.

Lotar Martin Kamm

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Albatrosse im Baumhaus

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Albatrosse flogen durch den kurzen Traum,
nie einen nah, geschweige denn real gesehen.
Oben im Baumhaus, unmöglich in dem Raum,
gibt es im Schlaf überhaupt was zu verstehen?

Kinderschreie hallen wie Echos durch den Ort,
die Pause wird genutzt für ihren Bewegungsdrang,
wer weiß, vielleicht ist noch nicht Abend dort,
sie spielen Verstecken, Fangen, du bist dran.

Auf den geschwungenen Serpentinen zum Strand
glitzern, funkeln nicht nur der Autos Karosserien,
ein Hund läuft kreuz und quer vom Fels zum Rand,
Glocken lassen an seinem Hals erklingen Melodien.

Drachenschreie zu hören von den Albatrossen,
sie klappern wie Störche, schnattern wie Hühner,
Autos hupen, der Hund nun heult, macht Possen,
Kinder spielen Räuber, Gendarm, Tim ist Anführer.

Das Baumhaus schwankt, es ist eine Hängematte,
der Hund beißt, nagt an einem karierten Pantoffel.
Im dem Meer tummelt sich Frau Lang mit Gatte,
sie vermanschen eine Kartoffel, noch eine Kartoffel.

Albatrosse flogen durch den kurzen Traum,
nie einen nah, geschweige denn real gesehen.
Oben im Baumhaus, unmöglich in dem Raum,
gibt es im Schlaf überhaupt was zu verstehen?

Real ist nur der Traum, Sinnbilder allenthalben,
nichts ist von Bedeutungslosigkeit, nichts zu beweisen,
die Symbolik hinter den Bildern, auch Schwalben
könnten das Bett mit ihren Flugbahnen umkreisen.

Nafia

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Mit dieser hohlen Phrase wirst du bestehen

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Satirischer Rückblick…

Obwohl es ja heißt, durch diese hohle Gasse mußt du gehen. Doch darauf scheißt eine AfD, der ganze rechte Spuk sagt real letztlich zum Humanismus ade, beruft sich auf Lug und Trug der sogenannten „Lügenpresse“, wer ihm nicht folgt, kriegt dann was auf die Fresse!

Sie meinen, die Worte sind fäkalienbehaftet zu hart? Nichts glänzt, zeigt sich im Hauch ganz zart, wird keineswegs immer nur friedlich sein, nein, alles heuchlerischer Schein. Das verhält sich auch so mit gewissen Lobbyisten, die bisherig jeden Anstand vermißten, die Sojabohne mal wieder in Verruf gerät, man hugs flugs Gerüchte sät.

Es ist einfach nur noch zum Kotzen, was wirklich jetzt wirkt, ist dem rechten Diktat zu trotzen, selbst wenn es täglich vielen würgt. Verpassen wir die historische Chance erneut, diese Mischpoke ihre einmal gewonnene Macht nicht scheut, umzusetzen, sich erfreut im fiesen Verletzen und Hetzen.

Berlin hat gewählt, was nunmehr wirklich zählt, sind moderate Mehrheiten und keine erneuten Streitigkeiten. Herrschaftszeiten, setzt es um, eben drum! Denkt mal zurück an den Grenzwall, auch Limes genannt. Alles nur noch egal, weil Politik oftmals verrannt? In Sphären zwischen Selbsterkenntnis und Akzeptanz sollte man eher verweilen, anstatt irgendwelchen Phrasen hinterher zu eilen.

Immer wieder nur Bahnhof verstehen? Falls ja, solltest du lernen, genauer hinzusehen, ist ohnehin schon zuviel Unheil geschehen. Gerade hierzulande die SPD im freien Fall dem Neoliberalismus fröhnt, sich eben nicht mit der Basis, dem Volk versöhnt.

Wer kann ihr noch glauben, wenn Eliten den Bürgern alles rauben? Laßt euch nicht wegschicken, sondern eher nach einem neuen Leben entgegenblicken.

Mit positiv berherzten Aktionen wir nicht nur unsere Umwelt schonen. Dann heißt’s einfach, Ärmel hochgekrempelt. Selbst wenn beim größten Krach man sei abgestempelt. Ist schon gebongt, es sich durchaus lohnt.

Zumal obendrein die letzten Bundestagswahl-Umfragen den AfD-Aufwärtstrend offenbaren. Seid euch darüber im Klaren das alles folgt einem bestimmten Stil: Die Alleinherrschaft des Nationalismus ist ihr erklärtes Ziel!

Lotar Martin Kamm

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