Ruß schwärzte die Nacht

https://pixabay.com/de/photos/lost-places-verlassen-verfall-alt-3362240/

Bild von Hands off my tags! Michael Gaida auf Pixabay

Gerne hätte sie sich verlaufen,
am liebsten in einem Labyrinth,
aber sie kannte die Gegend,
nie zuvor war sie hier,
die anderen sagten,
das ist deine Heimat.

Sie suchte das Labyrinth,
den Weg ohne Ausweg,
um den Anfang zu finden
oder das Ende von irgendwas,
irgendwas Substanzielles,
das aus Heimat, Heimat macht.

Nächte rußten ihre Träume,
tagsüber schwemmte der Ruß
das Licht an ihr vorbei.
Irgendwann tauchte sie den Ruß
ins Licht und bestrich ihre Haut,
da leuchtete ihre Heimat auf.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Hauptsache Armut bekämpfen in Uganda und Tansania

Warum Luisa Neubauer zurecht die East African Crude Oil Pipeline ablehnt

Wenn es um die Bekämpfung von Armut geht, hat Mensch etliche Möglichkeiten, falls er dies auch ernsthaft im Sinne aller Beteiligten durchsetzt. In Wirklichkeit geschieht dies allerdings meist zu Lasten der Betroffenen, während gewisse Konzerne sich eine goldene Nase verdienen. Kein Wunder, daß eine solche Praxis überhandnimmt.

„Wir planen, eine Pipeline in die Luft zu jagen“, forderte jüngst Luisa Neubauer bei einem Demokratiegipfel in Kopenhagen, was prompt für gewisse Empörung sorgte. Selbstverständlich sollte man ihre Äußerung nicht wortwörtlich nehmen, die „Fridays for Future“-Aktivistin ist schließlich keinesfalls eine Terroristin oder dergleichen. Vielmehr lehnt sie vehement die geplante East African Crude Oil Pipeline (EACOP) ab, die fertiggestellt ab 2025 in Betrieb genommen werden soll.

Ein Desaster für die Natur und Umwelt

Erneut beweist Mensch seine Ignoranz und Unfähigkeit der Natur und Umwelt gegenüber, führt viel eher gewisse Vorteile auf, um solche Pipelines wie die EACOP zu rechtfertigen. Angeblich soll der zu erzielende Gewinn der Pipeline jährlich 1,4 bis 2,9 Milliarden Euro betragen, an die 160.000 Menschen würden zusätzlich beschäftigt werden im Zusammenhang mit dem Ölgeschäft.

Dem gegenüber stehen all die tragischen Auswirkungen für die Umwelt und Natur. In erster Linie widerspricht eine solche Pipeline allein schon dem 1,5-Grad-Ziel der Vereinten Nationen. Das geplante Tilenga-Ölfeld liegt im größten und ältesten ugandischen, dem Murchison-Falls-Nationalpark. Dort leben 76 verschiedene Säugetierarten, er weist eine große Artenvielfalt auf, u.a. Antilopenarten, Giraffen, Affen, Löwen, Leoparden, Nilpferde, Büffelherden, über 2.700 Afrikanische Elefanten. An die 451 Vogelarten leben in der abwechslungsreichen Landschaft aus Weißem Nil, Savannen, Bäumen und Feuchtgebieten.

Geschäfte vs. Klima- und Umwelt- sowie Naturschutz

Sollten die Regierungen der beiden Länder sich zusammen mit dem französischen Ölkonzern TotalEnergies, sowie all den anderen Konzernen und Firmen durchsetzen, dann hat die Weltpolitik erneut total versagt!

Es kann nicht angehen, daß solche Prestige-Projekte erneut geplant und verwirklicht werden. Alle Natur- und Umweltschützer sollten sich aufgerufen fühlen, um vehement diese Pipeline abzulehnen per Proteste und ähnliche Aktionen. Insofern kann man nur Luisa Neubauer gänzlich zustimmen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

Veröffentlicht unter Proteste und Widerstände | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Beruhigende Fahrt

https://pixabay.com/de/photos/kirmes-rummel-jahrmarkt-volksfest-2570236/

Bild von Herbert Aust auf Pixabay

In meine Ruhe
brauste ein Bus
mit Jahrmarktbesuchern,
trunken von Vorfreude
auf das Amusement.

Johlen aus Spaß,
Laute werden Sprache,
Mimik zur Stimmung
auf der Jagd nach Gefahren,
die Sieger hervorbringt.

Gruseln und Schrecken
mit hemmungsloser Freude
im Dunkeln, im Lichte
Meister des Wurfs
für wertlose Preise.

Ich krieg das Grinsen
nicht mehr aus dem Gesicht,
so eine angenehme Ruhe,
mit diesen gelegenheitsreichen
Remplern im Autoscooter.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Keine Lösung im Chaos

https://pixabay.com/de/photos/bahnhof-hauptbahnhof-z%c3%bcge-bahnsteig-672079/

Bild von Claudia Peters auf Pixabay

Die Deutsche Bahn,
mit der man reisen kann,
kommen wir pünktlich an,
irgendwann?

Auf langer Strecke ein Graus,
so weit weg von zu Haus,
wird am Ende ein Schuh daraus,
läuft über die Leber manch Laus?

Der ÖPNV soll einfach funktionieren,
stattdessen wir öfters kollabieren
beim Benutzen oder Probieren,
Politik dabei am Stagnieren?

Vom unentwegten Konsum
verdonnert zum Nichtstun,
gibt es so gar kein Ausruhen,
latschen wir am Ende in Schuhen?

Der Weg sei das Ziel,
tatsächlich verlangt ganz viel,
zu bleiben hierbei stabil
mit Verantwortung und Gefühl.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Humor trifft Logik

https://pixabay.com/de/photos/composing-affe-frau-lachen-sepia-2925179/

Bild von Stefan Keller auf Pixabay

Kurze Weile traf auf Langeweile,
so geschrieben in der ersten Zeile,
den Sinn erschließen,
kannst du keinesfalls genießen,
drum prüfe, wer das liest,
ob die Logik noch im Hirne fließt.

Den Schalk im Nacken nicht vergessen,
ihm manierlich aufgesessen,
findest du dich im Tag zurecht,
manchmal nicht, weil zuvor durchgezecht,
drum sei weiterhin auf der Hut
mit nötiger Neugier und Mut.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Durch Russlandkrieg Klimapolitik aussetzen

Die Ampelregierung beugt sich völlig unnötig

Es war von Beginn an absehbar, daß bei geringsten Widerständen die verantwortliche Politik abrücken würde von ihren gesetzten Zielen. Was in Wahlkampfzeiten ganz besonders den Grünen an Zustimmung verhalf, scheint längst zu bröckeln. Schuld daran habe vor allem Putins Angriffskrieg gen Ukraine. Wird die Klimapolitik über Bord geworfen, weil ganz andere Ziele notwendig sein sollen? Es schaut sehr danach aus!

Klima-Aktivistin Luisa Neubauer zeigt sich schwer enttäuscht von den Grünen, was man ihr keinesfalls verdenken kann. Recht hat sie, da läuft etwas völlig aus dem Ruder. Dennoch sollte dies letztlich nicht überraschen. Politik beugt sich meistens wirtschaftlichem Druck, vergißt nur allzu schnell ihre eigenen Ziele zu Lasten dringend notwendiger Erkenntnisse, statt den Ernst der Lage real zu berücksichtigen.

Mit Lindner ein Zurück zur Kernkraft?

Wirklich verwundern können derartige Überlegegungen mitnichten, wenn ein Christian Lindner eine offene Debatte über Nutzung der Kernkraft verlangt. Unabhängig von der Union, die schon länger mit Merkels AKW-Stop hadert, hat auch die FDP keine Probleme damit, die Kernkraft wieder ins Leben zu rufen. Welch gefährlicher Trugschluß, von den finanziellen Nachteilen mal ganz abgesehen.

Einerseits betont zwar Robert Habeck, dies sei kein Weg, den Deutschland gehen würde, andererseits sollte uns hinlänglich bekannt sein, daß die Grünen schnell eigene Vorsätze verwerfen, wenn sie dabei Vorteile für sich sehen. Insofern hat Luise Neubauer vollkommen Recht mit ihrer harsch berechtigten Kritik.

Was neu begann jetzt schon fragwürdig?

Ein Dreiviertel Jahr Ampelkoalition und schon machen sich erste Anzeichen bemerkbar, daß ihre Ziele wanken. Dies alles angeblich aufgrund Putins angezettelten Krieg? Wer dies als Argumentation anführt, hat den Ernst der Lage wohl nicht wirklich erkannt. Der Klimawandel wird uns alle betreffen, ganz besonders die Dritte Welt, den Süden belasten, aber auch den goldenen Westen keinesfalls verschonen.

Was noch im Herbst letzten Jahres so blumig in Wahlkampfzeiten versprochen begann, bröckelt bereits erheblich. Es wird nicht damit getan sein, Putin als Sündenbock hinzustellen, wenn die Ampelregierung eigene Ziele außer acht läßt, zurückrudert. Dieser Weg ist äußerst fatal und gefährlich.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

Veröffentlicht unter Politik | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Musikinstrumente unter sich

https://pixabay.com/de/photos/schlagzeug-schlagzeuger-stock-2089829/

Bild von 4634656 auf Pixabay

Stille im Proberaum,
die letzten vier Stunden ein Grauen.
Doch nur warum?
Erzählt, sei’s drum.

Die Fender viel zu laut,
daß es einem vom Hocker haut.
Die Bass Drum nicht punktgenau,
wann macht Kalle sich mal schlau?

Ollis Baß wirkte entscheidend zu lahm,
woher wohl dessen Ärger kam?
Die Keys keineswegs stimmig genug,
Matse wittert bereits Betrug.

Dessen Gesang war ohnehin für die Tonne,
bei der Probe entstand so gar keine Wonne.
Am Ende die Band genervt von dannen zog,
niemand hatte mehr für heute Bock.

Doch die Instrumente erfreuten sich,
endlich kein Klang mehr so widerlich.
Sie spielten ohne ihre Meister gute Musik,
ganz schön sweet, der Beat.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar