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Vielmehr an allen Tagen
Wer wollte nicht in den Jugendjahren sein Leben anders gestalten, als die Erwachsenen es vorlebten? Kleine Rebellen sehnen sich nach einer Welt, frei von Dünkel, Lügen, Haß, hin zu einer Welt des Miteinanders, der Freundschaften.
Alte Zöpfe wollen sie abschneiden, unkonventionelle Formen im Zusammenleben streben sie an, Freiheit und Selbstbestimmtheit für ihr Leben, Verwirklichung ihrer Talente, Persönlichkeiten werden, vielleicht sogar berühmt.
Glücklich die Jugendlichen, die auf ihrem Weg Menschen an ihrer Seite haben, von denen sie nicht gegängelt, sondern gestützt und gefördert werden. Denn dann haben sie Möglichkeiten, die Unbill im Berufsleben, in der Liebe, in ihrer eigenen neuen Familie mit Kindern besser zu bewältigen. Ihr Leben wird sie trotz mancher Abstriche ausfüllen, und sie werden im Alter ihre Erfahrungen gerne mit der Jugend teilen, denn sie können weiterhin sagen: Für mich soll´s rote Rosen regnen.
Leider sind die persönlichen Wünsche schwer zu erfüllen, wenn in der Welt ringsum einige Wenige den größten Anteil an den Erzeugnissen der Erde beanspruchen und deshalb ohne mit der Wimper zu zucken, unsere Jugend und Kinder opfern, um an ihre Ziele zu kommen. Wer anders als diejenigen, die ein erfülltes Leben in sich spüren, kann dem Einhalt gebieten? Ansonsten stehen wir demnächst vor langen Gräberreihen und beweinen nicht nur unsere verpaßte Zukunft mit unseren Kindern, sondern auch die unwiederbringliche fruchtbare Erde, vielleicht haben wir dann nicht mal mehr Kraft zu singen: Sag mir, wo die Blumen sind.
Das Fest der Liebe, die Geburt eines neuen Erdenbürgers ist nicht nur einmal im Jahr, sondern an allen Tagen, begrüßen wir jedes neue Leben mit Liebe und Verständnis und begleiten die Neuankömmlinge in eine friedliche Zukunft.
Ihre
Doris Mock-Kamm





