Fest der Liebe und Geburt nicht nur einmal im Jahr

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Vielmehr an allen Tagen

Wer wollte nicht in den Jugendjahren sein Leben anders gestalten, als die Erwachsenen es vorlebten? Kleine Rebellen sehnen sich nach einer Welt, frei von Dünkel, Lügen, Haß, hin zu einer Welt des Miteinanders, der Freundschaften.

Alte Zöpfe wollen sie abschneiden, unkonventionelle Formen im Zusammenleben streben sie an, Freiheit und Selbstbestimmtheit für ihr Leben, Verwirklichung ihrer Talente, Persönlichkeiten werden, vielleicht sogar berühmt.

Glücklich die Jugendlichen, die auf ihrem Weg Menschen an ihrer Seite haben, von denen sie nicht gegängelt, sondern gestützt und gefördert werden. Denn dann haben sie Möglichkeiten, die Unbill im Berufsleben, in der Liebe, in ihrer eigenen neuen Familie mit Kindern besser zu bewältigen. Ihr Leben wird sie trotz mancher Abstriche ausfüllen, und sie werden im Alter ihre Erfahrungen gerne mit der Jugend teilen, denn sie können weiterhin sagen: Für mich soll´s rote Rosen regnen.

Leider sind die persönlichen Wünsche schwer zu erfüllen, wenn in der Welt ringsum einige Wenige den größten Anteil an den Erzeugnissen der Erde beanspruchen und deshalb ohne mit der Wimper zu zucken, unsere Jugend und Kinder opfern, um an ihre Ziele zu kommen. Wer anders als diejenigen, die ein erfülltes Leben in sich spüren, kann dem Einhalt gebieten? Ansonsten stehen wir demnächst vor langen Gräberreihen und beweinen nicht nur unsere verpaßte Zukunft mit unseren Kindern, sondern auch die unwiederbringliche fruchtbare Erde, vielleicht haben wir dann nicht mal mehr Kraft zu singen: Sag mir, wo die Blumen sind.

Das Fest der Liebe, die Geburt eines neuen Erdenbürgers ist nicht nur einmal im Jahr, sondern an allen Tagen, begrüßen wir jedes neue Leben mit Liebe und Verständnis und begleiten die Neuankömmlinge in eine friedliche Zukunft.

Ihre

Doris Mock-Kamm

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Jahresrückblick 2015: Krieg und Terror Zeugnisse menschlicher Schwäche

flickr.com/ Fede Falces (slow as snail)/(CC BY-NC-ND 2.0)

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False-Flag-Aktionen und Fehlentscheidungen

Das Jahr 2015 nähert sich seinem Ende, wagen wir einen Jahresrückblick, wobei nur ein winziger Teil hier erläutert werden kann. Ende der ersten Woche, am 07. Januar, ereignete sich in der französischen Hauptstadt Paris der Anschlag auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo, bei dem zwölf Menschen getötet wurden. Daraufhin entstand weltweit tiefe Betroffenheit, obwohl einige Stimmen eine False-Flag-Aktion vermuten, nicht ausschließen.

Beim Absturz des Airbusses A320 von Germanwings in den französischen Seealpen im Massif des Trois-Evêchés am 24. März starben 150 Menschen, wobei viele ungeklärte Fragen verbleiben trotz der offiziellen Version vom Suizid des Co-Politen Andreas Lubitz.

Beim umstrittenen G7-Gipfel auf Schloß Elmau, der bekanntlich ohne die Russische Föderation am 07. und 08. Juni stattfand, auch von entsprechenden Protesten begleitet, einigte man sich zur Dekarbonisierung (Umstellung der Energiewirtschaft, einen niedrigeren Umsatz von Kohlenstoff umzusetzen).

Ganz ähnlich wie schon 1976 begann Ende Juni in weiten Teilen Europas eine heftig lange Hitzewelle, die zu einer extremen Trockenheit führte und in fünf Phasen bis weit in der September hinein andauerte.

Am 24. Juli begann die Türkei zum ersten Mal, offiziell Luftangriffe gegen IS-Stellungen zu starten. In Wirklichkeit griff sie aber Stellungen der PKK an. Folgerichtig hob diese den Waffenstillstand vom März 2013 auf. Wieder einmal zeigte der NATO-Partner unter der Herrschaft von Erdoğan sein wahres Gesicht.

Bei der großen Pilgerfahrt nach Mekka, die unter dem Begriff Haddsch am 24. September stattfand, wurden in Minā bei einer Massenpanik mehr als 800 Menschen verletzt und über 700 getötet.

In der türkischen Hauptstadt Ankara kam es am 10. Oktober zu zwei Selbstmordattentaten, bei denen 102 Menschen starben und mehr als 500 verletzt wurden. Die Anschläge standen im Zusammenhang zur Terrororganisation Islamischer Staat.

Erneut wurde Paris von einem Terroranschlag heimgesucht, dem bisherig größten. Am 13. November starben in acht rasch zeitlich folgenden Anschlägen 130 Menschen und 352 wurden teils schwer verletzt. Auch hierbei verbleibt die Frage nach einer False-Flag-Aktion, hält die Menschheit den Atem an.

Erneut poralisierte Erdoğan, stand nach dem SU-24-Abschuß vom 24. November im Kreuzfeuer scharfer Kritik. Dadurch fühlte sich Russland vollkommen zurecht durch die Türkei angegriffen, folgte eine schwere Krise zwischen den beiden Ländern.

Die BRD meinte erneut, sie müsse sich per Krieg beteiligen, befürwortete den Bundeswehreinsatz in Syrien am 04. Dezember. Natürlich fühlten sich aufrechte Soldaten beflügelt, ihren Eid oder ihr Gelöbnis zu hinterfragen, folgte dieser Aufruf. Viele Bundesbürger teilen nicht die Meinung dieser Bundesregierung, auch wenn die Systemmedien anderes verkünden.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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Heiligabend gemeinsames Kuscheln unterm Weihnachtsbaum

flickr.com/ Gunnar Ries zwo/ (CC BY-SA 2.0)

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…oder vielmehr ein zerplatzt verlogener Traum

Da stehen sie nun, die vom Volk gewählten Volksvertreter, um uns gar als Pack zu beschimpfen oder eine Streitkultur in der Flüchtlingsfrage zu fordern. Welch interessanter Ansatz, wenn man bedenkt, wer hier wen verarscht. Das Volk mitnichten seine Politpappnasen, sondern sie selbst in der Rolle der Verdreher von unbequemen Wahrheiten.

Daher das vierjährige Prozedere einer Wahl, die im Rahmen angeblicher Demokratie stattfindet, welche natürlich nur zum Schein wirken möge, weil jene politische Verantwortung nicht etwa Volksinteressen im Sinn hat, sondern wie eh und je die des Kapitals, genau jener Herrschaften, die dafür sorgen, daß bestimmte Ja-Sager im Deutschen Bundestag sitzen dürfen, die simpelst die Vorgaben der Parteichefs abnicken. Basta.

Wenn die Politik ihren Auftrag mißachtet

Und die Menschen im Lande? Lassen sich blenden von eine geschickt installierten Medienlandschaft, die gehorsamst politische Konzepte positiv kommentiert, die Vorgaben befolgt, wer zu den Guten gehören mag, wer zu den Bösen. Schwarz-Weiß-Denken fruchtet nach wie vor wunderbar: Obama – gut, Putin – böse, USA – Befreier, Russland – Aggressor, Rechts-Links-Debatte sorgt für Extremismus, die Mitte verharrt. Faktisch existiert politischer Stillstand, damit Konzerne nach Gutdünken schalten und walten können.

Draußen in der Welt, in den zerstörten Ländern des Globalismus, toben Kriege, hungern Menschen, kümmern sich die Verursacher einen Dreck um all das Elend, sorgen für immer mehr Konflikte, allen voran eine USA, die schon viel zu lang ungebremst wirken darf. Dazu schweigen auch und gerade deutsche Politiker, suchen stets nach Ausflüchten, um abzulenken von solchen Schandtaten, die Bürger in Schach zu halten per inszenierter Nöte.

Scheinheilige Doppelmoral

Anstatt für gesunde, vor allem gerechte wirtschaftliche Verhältnisse in anderen Ländern mit zu sorgen, werden bewußt Waffengeschäfte gepuscht, die in Krisenherden greifen, zu Kriegen führen, zum Einsatz kommen, für Elend und Flüchtlinge sorgen. Am Ende haben ganze Völker darunter zu leiden, appellieren gar die Mitverursacher an eine Menschlichkeit, die jene zuvor mit Füßen getreten. Welch scheinheilige Doppelmoral!

An Heiligabend gemeinsames Kuscheln unterm Weihnachtsbaum, welch ethisch-moralisches Getue verlogener Christenwerte, die ganzjährig im Namen Gottes Armut und Elend aufrecht erhalten, bloß damit einige Wenige per Überreichtum nimmersatt den Hals nicht voll genug bekommen. Solange Mensch diese Eliten weiterhin hofiert, ändert sich nichts in dieser Welt, dienen Religionen auch nur als Mittel zum Zweck, der in Wirklichkeit den Mammon heiligt.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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Träume und Trauer in engverwandtem Verhältnis

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Geben wir dem Trauen genügend Raum

Manchmal stolpert man beim Nachdenken, oder ist es vielmehr vordenken, über Wörter, die sich lohnen, mit auf Gedankenreisen zu nehmen? In den Wörtern Traum und Trauer steckt das Wort trau. Trauen.

Träume zeigen sich uns in zweierlei Ausprägungen, einmal als positives Traumerlebnis, bei dem man am liebsten nie mehr aufhören würde, weiterzuträumen, und als Träume, die uns schweißgebadet aufschrecken lassen, weil die Traumsequenzen fürchterliche Eindrücke vermitteln. Der Träumer hingegen ist ein Mensch, der es möglich machen will, die Sterne vom Himmel zu holen. Träumer erstellen sich eine Welt des nicht Machbaren, wobei manche Traumvorstellungen dennoch wirklich ähnlich zutreffen können.

Trauer empfinden wir aufgrund eines Verlustes, sei es von einem geliebten Menschen, Tieres, aber auch verlorene Gegenstände können Traurigkeit hervorrufen. Trauen hingegen bedeutet, etwas zu probieren, versuchen, das scheinbar unüberbrückbar, unmöglich anmutet. Manchmal schaffen wir die Herausforderung und überwinden Ängste, Ekel, Angst, Panik, aber nicht immer.

Ehen oder Partnerschaften werden in einer Trauungszeremonie geschlossen, diese Menschen trauen sich, ein gemeinsames Leben mit allen Höhen und Tiefen zu führen. Könnte man hier nicht einfach von Hochzeitszeremonie sprechen? Durch das Wort „trauen“ wird Mut für diesen Schritt impliziert. Brauchen wir Mut für diesen Weg, ähnlich der Überquerung eines reißenden oder großen Flußes, Tals mittels einer Hängebrücke, obwohl man Höhenangst hat?

Überwinden wir in Träumen als Träumer in Trauer Brücken zu einer anderen Welt, Einstellung, Empfindung, die wir ansonsten nie kennengelernt hätten, auch wenn sich das neu Erfahrene als Übel herausstellt? Ist die Überwindung, das Trauen, der Schlüssel zur Tröstung des Schmerzes, wenn Träume nur „Hirngespinste“ sind, wenn das Vertrauen in eine Vorstellung beim Träumer nicht Wirklichkeit wurde, wenn der vertraute Partner starb, oder die Ehe nicht aufrechterhalten werden konnte, auf Grund diverser Differenzen?

Trauen kommt vom mittelhochdeutschen trūwen, fest werden und ist wortverwandt mit treu. Treue wiederum aus dem indogermanischen Wort für Baum, also stark, fest verwurzelt. Ist durch die Gedankenreise festzustellen, daß trauen sich auf die Treue zur eigenen Festigkeit des Handelns beziehen kann? Dann lautet das Ziel dieser Reise: Trauen wir uns, zu träumen während des Schlafes, genießen wir auch die Tagträume, trauern wir über schmerzhafte Verluste, wir stärken dadurch unsere Persönlichkeit.

Ihre

Doris Mock-Kamm

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Energy-Drinks ein völlig unterschätztes Risiko

 flickr.com/ BadSoull/ (CC BY-SA 2.0)


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Nur Modewelle vs. Gesundheit?

Manche mögen ohne weiteres an sie glauben, dabei voller Überzeugung zugreifen und sie konsumieren. Doch in Wirklichkeit sind sie schlicht und ergreifend ein glatter Betrug. Energy-Drinks obendrein ein völlig unterschätztes Risiko. Obwohl die Werbung ihren Kunden suggeriert, wie vielversprechend die Leistung gesteigert werden könne, dies oftmals als Lug und Trug mittels entsprechender Studien entlarvt wurde, greifen etliche immer noch zu.

Woran liegt dies? Zumal ausgerechnet Jugendliche den Verheißungen und Verlockungenen nicht widerstehen können? Ganz einfach, mit dem Blick zur allseits bekannten Coca-Cola, die bis heute noch Millionen erreicht, wird es doch deutlich genug: Es ist nunmal schick, in der Masse dabei zu sein, eben nicht aufzufallen als „Spaßbremse“, dann eher im Kollektiv diese Getränke sich einverleiben.

Zu viele Gesundheitsrisiken – Lebensmittelindustrie glänzt per Ignoranz

Um es auf den Punkt zu bringen: Energy-Drinks sind extrem gesundheitsschädlich. Gerade die Nebenwirkungen durch das Taurin, Koffein, vor allem dem hohen Zuckergehalt, die erhebliche gesundheitliche Risiken verursachen, zu Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Nervosität oder Schlafstörungen führen können, sollten bereits Ärzte und Eltern aufhorchen lassen. Natürlich darf man erwähnen, auf ein Glas kommt es nicht an. Andererseits sollte auch die Frage folgen: Schmecken sie eigentlich besonders gut? Eigentlich nicht, selbst wenn Geschmäcker verschieden sind. Vielleicht doch ein wenig, da mittels falscher Ernähung, denken wir an Fast-Food oder Fertiggerichte, an all die vielen Zusatzstoffe, die die Lebensmittelindustrie völlig selbstverständlich beimischen und uns zumuten.

Genau deshalb die logische Kette dieser Lobby nahezu reibungslos sich ergänzt und im Negativen funktioniert. Während die Hersteller nonchalant weiterproduzieren, per Ignoranz glänzen, schließen sich Händler an, wie auch foodwatch hier anmahnt. Ein großes Lob an dm, welches schnell reagierte, gänzlich auf die Energy-Drinks verzichtet.

Den Vogel aber schoß unser Gesundheitsminister Christian Schmidt ab, der über eine steuerfinanzierte Aufklärungskampagne sinierte, um Jugendliche vor die Gefahren von Energy-Drinks zu warnen, statt wenigstens eine Altersgrenze gesetzlich vorzuschreiben.

Lobbyismus setzt Maßstäbe

Mal wieder wie schon in so vielen Bereichen, wobei die Politik nahezu machtlos ihn gewähren läßt, aus längst bekannten Gründen. Braucht Mensch diese bunt-schrillen Energy-Drinks, die verheißungsvoll unkritische Verbraucher, gerade junge Menschen locken mögen? Keineswegs, die Natur verfügt über genug Möglichkeiten, seinem Körper gutes zu tun.

Dazu bedarf es eben keiner künstlichen Stoffe, sogenannte Nahrungsergänzungsmittel, bis auf wenige Ausnahmen. In der Regel sind gerade Vitamine, Spurenelemente und Mineralien in Früchten und Gemüse gebunden eine vielfach bessere und vor allem gesündere Ernährung für unseren Organismus. Die jahrtausendlange Erfahrung und Anwendung geschah eben nicht zufällig, hat sich unbedingt bewährt.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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Glück kann man nicht erzwingen

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Der Arglosigkeit mancher Glückspilze nacheifern

Gustav Gans verkörpert in den Disney-Geschichten den Glückspilz schlechthin. Er wird teilweise mit all den Dingen überflutet, die so manch einer sich sehnlichst herbeiwünscht. Dabei ist er oft gar nicht wirklich erpicht, diese unerwarteten Geschenke, Gegenstände zu erhalten, sie fallen ihm sozusagen zu, ob er will oder nicht.

Aber Glückspilze können sie auch im wahren Leben kennenlernen, es gibt sie tatsächlich. Eine Spezies Mensch, die von Fortuna des öfteren geküßt werden als andere, obwohl sie nicht explizit für diese Küsse eine besondere Leistung erbringen.

Diese Menschen können zuweilen auf Jahrmärkten an Schaubuden spontan den Haupttreffer landen, stellen sich beim Supermarkt meistens an die Kasse, bei der das Bezahlen recht zügig vorangeht, finden noch einen Parkplatz, auch wenn ansonsten alle belegt sind und können öfters bei irgendwelchen Preisausschreiben Gewinne einstreichen.

Natürlich gibt es auch Glückspilze, die nur einmalig oder selten sozusagen von Fortunas Wohlgefallen profitieren, beim Bowlen alle Neune treffen und damit dem Team zum Gewinn verhelfen, die letzten Konzertkarten ergattern oder knapp einer Katastrophe entkommen. Allen ist gemein, daß sie für die glücklichen Umstände keine große, meistens überhaupt keine Anstrengung dafür leisten.

Ist dies vielleicht das Geheimnis ihres Glücks? Wissen wir doch von vielen, die sich unendlich für Erfolg, gute Leistung ins Zeug legen, aber das Glück ist ihnen nicht hold, es wird anderen zugeworfen. Haben Sie auch schon die Erfahrung gemacht, daß Sie eine neue Hose kaufen wollten, aber jede, die Sie anprobierten, will nicht richtig gefallen, entweder stimmte die Größe, die Farbe oder der Schnitt nicht. Aber wenn Sie ohne Kaufabsicht durch Geschäfte bummeln, finden Sie genau die Hose, die Ihren Vorstellungen entspricht.

Können wir daraus schließen, je mehr wir etwas wünschen, desto mehr wird die Erfüllung des Wunsches in die weite Ferne geschoben? Fehlt den Nicht-Glückspilzen die Leichtigkeit des Seins? Ist die Unbedarftheit ein oder der Schlüssel zum Erfolg? Bei Kleinkindern kann man das zuweilen beobachten, trotz ihrer Arglosigkeit entgehen sie vielen kleineren oder größeren Mißgeschicken, von den Erwachsenen oft damit tituliert, daß hier ein Schutzengel die Hand im Spiel hatte.

Vergleicht man den anfangs erwähnten Gustav Gans mit Donald Duck, der trotz vieler Pechsträhnen es schafft, sein Leben zu meistern, attestieren wir Gustav Gans eine Unbedarftheit und Donald Duck eine gewiße teils starre Anstrengung, das Gewünschte zu erreichen.

Kann aber auch sein, daß die Autoren und Zeichner dieser Figuren dieselbe Schlußfolgerung zogen. Jedenfalls scheint der Ausspruch: „Glück kann man nicht erzwingen!“, zu stimmen.

Ihre

Doris Mock-Kamm

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Atommüll: Transporte übers Meer tickende Zeitbomben

flickr.com/ Rainer Klute/ (CC BY 2.0)

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Hamburgs rot-grüne Regierung glänzt durch Ignoranz

Seit bald vier Jahrzehnten gibt es gerade hier in Deutschland eine gut durchdacht gewachsene Protestbewegung, was die AKWs anbelangt, hat eine Partei besonders davon profitiert, nachdem die SPD die Beweggründe besorgter Bürger mißachtete, von der anderen Volkspartei, der CDU, mal ganz zu schweigen, nämlich die Grünen.

Inzwischen scheinen jene ihren ursprünglichen Wählerauftrag des öfteren zu vernachlässigen, wie sonst darf man das Verhalten Hamburgs rot-grüner Regierung werten, die durch Ignoranz glänzt. Weder Hamburgs erster Bürgermeister Olaf Scholz noch die Grünen selbst haben bisherig ihr Koalitionsversprechen eingehalten, sich zu bemühen, daß relevante Unternehmen im Wege der Selbstbeschränkung den Umschlag und seeseitigen Transport radioaktiver Stoffe aus Zwecken oder für Zwecke als Kernbrennstoff im und durch den Hamburger Hafen verzichten. Jene Atommülltransporte übers Meer bleiben somit tickende Zeitbomben.

Transporte auf See alles andere als sicher

Was schon auf Schienen, auf der Straße ein großes Risiko darstellt, wenn es um Atommülltransporte geht, gilt leider ebenso für Transporte auf See. Nur hierbei sieht man sie kaum, bemerkt die Bevölkerung nicht die lauernden Gefahren. So wurde der Irrweg vor fünf Jahren eines vollkommen durchgerosteten Containers, der über den Atlantik befördert, danach per Sattelzug quer durch Hamburg rollte, schließlich nach der Fahrt auf der A1 erst in Bremen von der Polizei gestoppt, so daß er nicht bei seinem Endziel, der Uranreicherungsanlage Gronau, eintraf. Die Gefahr nahm man somit billigend in Kauf.

Mehr Transporte radioaktiver Stoffe über Deutschlands Häfen weiterhin wir wohl hinnehmen müssen? Es schaut ganz danach aus, zumal die Politik selbst nach wie vor uneinsichtig sich verhält. Ob die Bremer CDU gegen eine Verbotsklausel klagt, Atommülltransporte per Bremisches Hafenbetriebsgesetz zu untersagen, gar die EU bemüht wird, sich das Recht zu einer solchen Handhabung zu erstreiten, oder Rostock nicht davor zurückschrak, bei ganz gewöhnlichen Passagierfähren vor zwei Jahren 334 Brennelemente zu tranportieren, gar für 68 Tonnen Uran es keinerlei Genehmigung gab. Was interessiert dies skrupellose Firmen und eine stillhaltende Politik, der Bürger wird es schon nicht merken!

Ein breites Bündnis des Widerstandes – wer stoppt den Wahnsinn?

Trotz Tschernobyl, Fukushima, einem halbherzigen Atomausstieg befinden wir uns in latenter Gefahr, weil radioaktiver Müll anfällt, bestimmte Transporte vonnöten sind, immer noch kein Endlager in Sichtweite, Gorleben noch nicht vom Tisch ist, wie man hier nachlesen kann beim Interview mit dem Endlager-Experten Michael Mehnert zur sogenannten Atommüll-Kommission, die alles andere als glaubwürdig.

Das hohle rot-grüne Versprechen verbleibt, läßt sorgenvoll gen Hamburger Hafen blicken. Natürlich besteht Handlungsbedarf in Sachen Widerstand und Proteste, so daß auch im nächsten Jahr Robin Wood zusammen mit anderen Anti-Atom-Initiativen nicht locker lassen werden, die verantwortliche Politik daran zu erinnern, ihren Wählerauftrag und die Regierungsverantwortung ernst zu nehmen.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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