Corona: Von der Pandemie zur angeblichen Endemie

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Lauterbachs kläglichen Versuche ein Armuts-zeugnis

Politik ist ein schmutziges Geschäft, erst recht in Krisenzeiten. Seit über zwei Jahren beschäftigt uns das Coronavirus, sind auch hierzulande viele Todesopfer zu beklagen, inzwischen über 130.000, weltweit knapp 6,2 Millionen. Trotzdem entfällt jetzt die Maskenpflicht selbst im Einzelhandel, auf daß eine Durchseuchung es richten mag. Welch fatales Signal und Versagen seitens verantwortlicher Politik!

Vor allem die FDP mit ihrem Justizminister Marco Buschmann setzt sich vollmundig in Szene, schmückt sich mit dessen Freedom Day, mögen doch die Bundesländer bei Hotspots reagieren. Wohin dies führt, kann man anschaulich in Thüringen mit Bauchschmerzen beobachten. Die dortige Landesregierung vermochte sich im Parlament eben nicht durchsetzen, nahezu sämtliche Corona-Regeln entfallen.

Auf freiwilligen Schutz setzen?

Selbstverständlich werden etliche weiterhin ihre Maske tragen, sich freiwillig schützen, egal welche Regeln da aufgehoben werden. Allerdings frohlocken andererseits all jene Corona-Leugner, tragen erst recht dazu bei, Mitmenschen lebensgefährlich zu bedrohen mit ihrem Verhalten.

Karl Lauterbach trat als hoffungsfroher Gesundheitsminister an, die FDP hat sich letztendlich durchgesetzt, ihren Kurs politisch verwirklichen dürfen, während die beiden anderen Ampelparteien dies zulassen. Die Corona-Pandemie hat uns weiterhin im Griff. Vollumpfänglich!

Diese Ignoranz kaum mehr zu ertragen

Zumal schon zuviele Opfer auf der Strecke bleiben, von den Long-Covid-Betroffenen mal ganz zu schweigen. Individuelle Freiheiten kontra Vernunft? Was nutzen Impfungen und eine zweijährige Zeit von Corona-Maßnahmen, wenn beim Höhepunkt dieser Pandemie Politik einknickt und eine Durchseuchung zuläßt, deren Tragweite heftige Folgen haben wird?

Von einer Endemie kann gar keine Rede sein. Ganz im Gegenteil. 6,2 % der Weltbevölkerung hat sich bereits mit dem Coronavirus angesteckt, die Dunkelziffer dürfte ein Vielfaches höher liegen. Wenigstens sind etwas über 5 Milliarden Menschen komplett geimpft. Doch das Virus läßt sich weiterhin nicht beeindrucken, neue Varianten lauern, die Pandemie ist somit längst nicht überstanden. Umso erstaunlicher die Leichtsinnigkeit der Politik!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Kein Frieden mehr in Europa

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Umgedreht,
gen Himmel gefleht,
viel zu spät,
nichts mehr geht,
rien ne va plus,
Sirenen per tatü.

Nachgefragt,
das Gewissen nagt,
Putin angeklagt,
Haß herausragt,
Ohnmacht sich anbahnt,
das Glück davongerannt.

Zurückgelehnt,
nach Frieden sich sehnt,
Gespräche ausgedehnt,
Krieg die meisten lähmt,
welch tragische Zeit,
es ist mal wieder soweit.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Krieg, Feind der Worte

Eisige Worte gebären
ein Leben in Kälte.

Mit kalten Herzen
werden Tote gesammelt
für die Siegertreppe.

Jeder Schuß keine Blume,
ein Menschenleben,
im Krieg kein Mord,
Trophäen für Orden.

Leidgetränkte Schlachtfelder,
Bombenlärm statt Rummel,
Gräber statt Medaillen,
Worte verbrennen in Büchern,
Asche verdunkelt die Welt.

Jeder Krieg ein Feind der Wörter,
Held wer Menschenschlächter,
Jubelgesänge für Vernichtung,
Bibliotheken voll leerer Dichtung,
blutrote Wiesen im Paradies,
verkohlter Apfel, Biß für Idiotie.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Gefrorene Blumen

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So gerne will ich sie berühren,
sie zwischen meinen Fingern spüren,
doch Vorsicht ist geboten,
jede Berührung verboten,
zu empfindlich ihr Dasein,
ihre Kälte ihr Heiligenschein,
verletzbar beim kleinsten Hauch
und zerbrechlich auch,
aus Eis geformt,
wie Blühendes nicht genormt,
Schönheiten soweit das Auge reicht,
doch Zärtlichkeit sie nicht erreicht,
lang und gerne bin ich hier,
spiele mit meinen Finger Klavier,
bis sich die Luft im Häuschen erwärmt,
draußen es immer lauter lärmt,
die Eisblumen beginnen zu schmelzen,
ich muß mich aus der Stimmung wälzen,
muß den Blicken der Leute standhalten,
die kein Verständnis lassen walten,
weil sie ihre Notdurft wollen verrichten,
ich will über gefrorene Blumen dichten.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Kein Applaus für Menschenschrecker

Die geistigen Trophäen,
Kadaver verbrauchter Ideen,
qualmen immer noch
in den Köpfen
von vermeintlich Zurückgesetzten.

Die Gedanken in diesen Mottenkisten,
trunken mittels faschistischer Ideen,
entzünden sich immer noch
in den Köpfen
von Zwietracht säenden Moralaposteln.

Die Ausdünstung der Machtmonopolisten,
Modergeruch lebensverachtender Ideen,
lodert immer noch
in den Köpfen
von irren Menschenschreckern.

Die jodelnden Gleichschrittmassen,
Groupies einfältiger Ideen,
verbrennen immer noch
in ihren Köpfen
von der Schöpfung geformte Welten.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Herzlosigkeit macht sich breit

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Laute Musik gehört,
manch Text empört,
die Rede von Freiheit,
Krieg und Leid.

Hauptsache Spaß haben,
im Gleichschritt traben,
bloß nicht hinterfragen,
andere haben was zu sagen.

Kritik auch nur ein Wort,
selbst bei täglichem Mord,
der nicht weit von uns geschieht,
kaum jemand richtig hinsieht.

Was interessieren Verletzte und Tote,
menschengemachte Gebote,
wenn am Ende der Stärkere gewinnt,
ein alleingelassen verhungertes Kind?

Mensch eine herzlose Killermaschine,
hofiert in nobler Limousine,
zum Führer sich erhebt,
ständig nach endloser Macht strebt.

Solange wir solch Despoten dulden,
uns per Haß und Krieg verschulden,
wird es kein Frieden auf Erden geben,
verbleibt ein ungerechtes Leben.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Sozialdemokraten holen sich das Saarland zurück

CDU und die Linken die Wahlverlierer

Im Gegensatz zur Zeit eines Gerhard Schröders, wo die SPD nach dessen Kanzlerantritt in den folgenden Landtagswahlen meist verlor, schaut es diesmal mit Olaf Scholz ein wenig anders aus. Die CDU kann keineswegs punkten, erst recht nicht mit einem Friedrich Merz an dessen Spitze. Davon haben wohl auch die Sozialdemokraten im Saarland profitiert. Tobias Hans wird abgelöst, Anke Rehlinger übernimmt. Die Linke verschwindet in der Versenkung, nur noch drei Parteien bestimmen das Geschehen im saarländischen Landesparlament.

Darf jetzt schon spekuliert werden, wie die drei noch folgenden Landtagswahlen sich gestalten? Vor allem, was den Werdegang jener CDU anbelangt? Michael Schlieben zieht in der Zeit eine erste Bilanz nach 60 Tagen mit der Überschrift: Merz und die Strategie Voldemort. Insofern ein eher mageres Ergebnis des Oppositionsführers.

Diese Zahlen sprechen für sich

Das vorläufige Endergebnis der gestrigen Landtagswahl im Saarland könnte noch für eine Überraschung sorgen, immerhin fehlen den Grünen nur 23 Stimmen, um mit 5 Prozent doch noch im Landesparlament sitzen zu dürfen.

Die SPD konnte sich erheblich verbessern mit einem Stimmenzuwachs von 13,9%, was ihr erlaubt, ohne eine Partei regieren zu dürfen mit 43,5%, sprich 29 Sitzen. Die Grünen verbesserten sich um 0,99%, was allerdings nur noch für 4,995% reichte. Die Liberalen hatten einen Stimmengewinn von 1,5%, welches im Ergebnis auch nur 4,8% bedeutet.

Die Linke sitzt nicht mehr im Plenum. Sie verlor 10,2% und erreicht nur noch 2,6%. Ihr Trend setzt sich folglich fort mit Blick zur Bundestagswahl im letzten Jahr. Diese AfD verlor nur 0,5% der Stimmen, so daß sie mit 5,7% als dritte Partei mit 3 Sitzen im Landesparlament vertreten sein wird.

Die große Wahlverliererin ist unbestreitbar die CDU. Sie verlor 12,2% ihrer Wählerschaft. Ein folgenschweres Signal fürs Wahljahr 2022. Mit 28,5% dürfen gerade mal 19 Mandatsträger im Landtag Platz nehmen. Erwähnt sei noch, daß die Partei Partei Mensch Umwelt Tierschutz, kurz Tierschutzpartei, aus dem Stand 2,3% der Stimmen für sich vereinen konnte, faktisch als zweiter Wahlsieger zu werten ist.

Merz tritt ständig in Fettnäpfchen

Was von einem BlackRock-Man auch nicht weiter verwundern sollte, dahingehend darf man Friedrich Merz als konsequent rollentauglich bezeichnen. Paßt halt nur nicht in eine Zeit, in der Frauen endlich Männer ablösen bis hinein in Führungsebenen. Wer versucht, mit einer „feministischen Außenpolitik“ punkten zu wollen, erhält prompt eine schroffe Antwort. Annalena Baerbock kontert brillant mit den Worten, „Das ist kein Gedöns“, auch wenn Herr Merz dadurch sich kaum bis gar nicht beeindrucken läßt.

Die Quittung folgt jetzt auf dem Fuße, und zwar deutlich sichtbar im Saarland. Mal schauen, welche anderen geistigen Ergüsse ihm noch einfallen mögen, die im Endeffekt ihn als das entlarven, was ihn ausmacht: eine überzogene Selbsteinschätzung, die mit guter Politik nichts zu tun hat.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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