Hinweg mit braunem Dreck

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Im Nu
angezogen die Schuh‘,
was in der Politik Tabu,
ohnehin ein Clou,
nicht zu wählen jene CDU,
am Ende jetzt die Ruh?

Schließlich die Ampel sich anbahnt,
selbst wenn manch einer anmahnt,
ein Mißerfolg ihm schwant,
akribisch beäugt vom rechten Rand,
den Atem anhält das Land,
am Ende sich durchsetzt ganz galant.

Ein lang gehegter Traum,
weil lechzend gewisser Abschaum
nichts Gutes führt im Schilde wohl kaum,
in Gedanken Merkel erhängt am Baum,
wir müssen nun nach vorne schau’n,
lassen uns die Demokratie nicht klau’n!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Weiße Blüte

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Weiße Blume steckt im Sand,
winkt zum Abschied unverwandt,
sehe stetig die Blüte nicken,
kann nicht mehr woanders hinblicken,
kann nicht mehr weitergehen,
immerzu muß ich sie ansehen.

Ganz steif schon meine Glieder,
in mir klingen leise Lieder,
rosa, hellorange der Sonnenuntergang,
Tageslicht wandert am Horizont entlang,
färbt den Himmel mintgrün in Samt,
die Blüte von funkelnden Steinchen eingerahmt,

Ich lege das Buch zur Seite,
die Nacht verzichtet auf Weite,
genießt ihre unverzichtbare Nähe,
versinkt in ihrer eigenen Atmosphäre,
vom Mond beleuchtet die weiße Blüte,
nickend ich in mir ihren Frieden behüte.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Ernährung: Unsere Gesundheit steht auf dem Spiel

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Wenn der Königsweg viele verunsichert

Unsere tägliche Nahrungsaufnahme hat einen enormen Stellenwert, weil ohne Essen und Trinken das Leben über kurz oder lang ein jähes Ende findet. Den Hungertod erleiden nach wie vor sehr viele Menschen, um dies an dieser Stelle auch kurz zu betonen, trotz des wichtigen Themas jene in sofern nicht im Geringsten sich fragen, was denn gesund sei oder nicht. Der Überlebenstrieb nimmt, was er bekommt.

Natürlich könnte man daher das Thema sofort ruhenlassen, wenn der Ernst der Lage nicht dermaßen frapant vorhanden wäre. Der alte Satz hat nach wie vor unbedingte Gültigkeit: Der Mensch ist, was er ißt. Nur was genau mag für den einen gut sein, dem anderen eher nicht, sollte jeder im günstigsten Falle für sich herausfinden. In Wirklichkeit steht bei der täglichen Ernährung unsere Gesundheit auf dem Spiel, wobei genau deshalb der Königsweg viele verunsichert.

Flut von Fachbüchern und Ratgebern – Lebensmittelindustrie diktiert Verbrauchern

Es streiten sich vortrefflich Fleischesser und Veganer, Ärzte und Heilpraktiker, Ernährungsberater und vor allem eine Lebensmittelindustrie, deren Anliegen in erster Linie nur ein Ziel verfolgt: den Umsatz zu steigern. In diesem Strudel beherzter Meinungsfronten vermag der ahnungslose, vorsichtig Fragende erst recht eine Flut von Fachbüchern und Ratgebern vorfinden, sie nützen ihm nicht wirklich etwas, weil oftmals gar Widersprüche jedwede Logik aushebeln.

Das kann dann unter Umständen sogar soweit gehen, daß eine gesunde Ernährung als ein Indiz für eine Eßstörung gewertet wird! Nanu, eine inzwischen an Fastfood und miesen Essen gewohnte große Masse erhebt sich über all jene, die weiterhin ein Augenmerk auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung legen? Wobei sofort die Frage im Raum steht: Wer bestimmt, was gute Ernährung sei und eben keine? Ginge es nach den Vorstellungen einer Lebensmittelindustrie, diktiert sie dem Verbraucher, welche Produkte er konsumieren mag.

Faktisch geschieht dies mit freundlicher Unterstützung einer oftmals sehr aggressiv gezielten Werbung, die keinerlei Rücksicht auf die Gesundheit nimmt, sogar nicht davor zurücksschreckt, krankmachende Stoffe den Menschen ins Essen zu mogeln. Ganz besonders die zarte Versuchung des allgegenwärtigen Zuckers.

Dreieinigkeit zwischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie Ärzten

Daß dadurch alljährlich Millionen von Menschen mittel- und langfristig an den Folgen einer falschen Ernährung erkranken oder gar sterben, interessiert wohl nicht so ganz. Eine nahtlos agierende Ärzteschaft und Pharmalobby stehen selbstverständlich ohnehin bereit, den Dienst am Menschen zu vollrichten. Um es sehr deutlich zu betonen: Manchmal möchte man schon nicht nur vermuten, daß Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie Ärzte Hand in Hand zusammenarbeiten, zumindest wirken, um profitabel beim Dienst am Menschen sich vorzüglich zu bereichern.

Drum muß man all jene bestärken, die andere Wege der Ernährung suchen, nicht alles blindlings glauben, was die Lebensmittelbranche ihren Kunden zumutet, sondern kritisch hinterfragen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesundheit

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Gepflegter Ort

Da gibt es eine Straße,
an der steht ein Haus,
dies Haus ist weiß gestrichen,
Balkone gibt es auch
mit hölzernen Balustraden,
hübsch sieht es aus,
nun ja, es ist kein Palast,
keine Villa, ein Mehrfamilienhaus,
Parkplätze daneben,
Büsche, Pflanzen drumherum.

Fast täglich sehe ich das Haus,
die Balkone, Balustraden,
die Autos auf den Parkplätzen,
je nach Jahreszeit die Büsche,
Blumen, ein kleines Stück Rasen,
Möbel, abgelegt an der Straße,
Sofas, Sessel, Tische, Stühle,
Betten, Matratzen, Schränke,
Gefriertruhen, Flachbildfernseher,
Kinderfahrräder, Puppenwagen.

Es gibt da ein Haus,
das steht an einer Straße,
ein weißes Müllauto fährt vor,
in dem ist unglaublich viel Platz
für viele noch brauchbare Sachen,
komplette Wohnungseinrichtungen
werden zermalmt in kleine Stücke,
quietschendes Vernichtungsgeräusch,
die Bewohner fühlen sich wohl,
leben schließlich in einem gepflegten Ort.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Seelenflüsse

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Oft nur so, ich meine,
zu verspüren, ich weine,
Wasser stetig fällt,
trübt die Fenster zur Welt,
ein verschwommenes Licht,
nebeldurchwirkte Sicht.

Rinnsale sich bilden,
Ufer neu zu ergründen,
erkenne Landschaften,
an denen Tränen haften,
Tränen aus vielen Jahren
meine Gefühle dort bewahren.

Sumpfiges Gelände,
Empfindungen ohne Ende,
Felder bedeckt mit Blüten,
Freude zu behüten,
Inseln in tosenden Wellen,
an denen Ängste zerschellen.

Vom Mond beschienene Seen,
sanfte Winde darüberweh’n,
ausgetrocknetes Gewässerbett
Sand in meine Augen weht,
Glück und Trauer finden Plätze,
Seelenflüsse, Orte, die ich schätze.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Erneute Zuspitzung des Konflikts im Westbalkan

Plaketten einziger Anlaß zwischen Kosovo und Serbien?

Europa blickt mit Bauchschmerzen gen Westbalkan, die KFOR-Truppe steht ohnehin in Alarmbereitschaft, schließlich schwelt der Konflikt zwischen den Serben und den Kosovaren seit dem Ende des Krieges (10. Juni 1999), wobei das Eingreifen der Nato ohne UN-Mandat bis heute durchaus als fragwürdig bezeichnet werden muß, zumal etliche widersprüchliche Begründungen auch seitens deutscher Politiker im Raume stehen.

Die Zeit berichtete in der Analyse von Ulrich Ladurner über das Zündeln am Pulverfass, hinterläßt Einblicke in den absurden Konflikt, besonders was das Verhalten des Präsidenten Aleksandar Vučić anbelangt. Selbstverständlich eine brisante Situation für die EU. Doch wie gedenkt sie, die Krise vor Eskalationen in den Griff zu bekommen?

Keine Chance jenen Gordischen Knoten zu entwirren

Wer sich den schon ziemlich langanhaltenden, historischen Konflikt zwischen dem Kosovo und Serbien vergegenwärtigt, kann zu keinem anderen Ergebnis gelangen. Zudem die Haltung Serbiens um ein Vielfaches aggressiver aufzutrumpfen versucht als der Kosovo. Letzterer hat keine Panzer an den Ort des Geschehens beordert, schon gleich kein Kampfflugzeug aufsteigen lassen.

Die eingesetzten Mittel stehen in keinem Verhältnis zur streitbaren Sachlage. Man bedenke hierbei auch, daß das größere Serbien begonnen hatte, jene Plaketten-Weisung einzuführen. Verständlich die Reaktion des Kosovos es ihnen wenigstens nach längerem Innehalten gleichzutun. Nur mit einer Eskalation gießen besonders die Serben Öl ins Feuer. Wer verläßt sich hier wohl auf wen? Wird etwa damit spekuliert, daß Russland Serbien zur Seite steht, sollte die Krise sich gar militärisch zuspitzen?

Man erinnere sich unbedingt der weisen Worte Kurt Tucholskys

Der einmal formulierte: „Der Krieg“, hat mal ein sterbender französischer Offizier gesagt, „ist eine viel zu ernste Sache, als daß man ihn den Militärs anvertrauen könnte.“ Das betrifft sowieso alle weltweiten Kriegshandlungen, insofern paßt der Kern der Formulierung auch hierzu.

Die EU zusammen mit den USA und der Nato wären ziemlich gut beraten, ihre diplomatischen Anstregungen spätestens jetzt erhöht zu bemühen, bevor die Welt erneut ihren Blick gen Westbalkan richtet mit der Befürchtung sich eskalierender militärischer Szenarien.

Selbstverständlich können scheinbar Unbeteiligte wie Russland und China sich nicht einfach ihrer Mitverantwortung entziehen. Sie haben durchaus ihre Anteile daran.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Und dann winken sie auch noch

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Immer am Bahndamm
wird er handzahm,
wird aus den Zugfenstern gewunken,
er wirkt wie tief in sich versunken.

Kein Ziehen an der Leine,
kein Wunsch alleine
die Welt zu erkunden,
Rufen aus den Zügen, sein Glück er gefunden.

Sonst zeigt er seine Freude mit einem Tanz,
jaulend und wedelnd mit dem Schwanz,
wenn ein Zug auf Reisen geht,
nur sein Blick sich mitbewegt.

Er selbst fährt gerne im Zug und Bus,
aufgeregt, viele Gerüche er noch erkunden muß,
fahrende Züge sind seine Beruhigungspillen,
wie deppert schaut das aus, um Himmelswillen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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